Juni

Die Planeten im Juni 2016:

Mars, Jupiter, Saturn


Die Sonne

TagAufgangMittagshöheUntergangTageslänge
1.6.2016 5:16 Uhr (MESZ) 62,1° 21:20 Uhr (MESZ) 16 Stunden
30.6.2016 5:14 Uhr (MESZ) 63,2° 21:33 Uhr (MESZ) 16 Stunden
Heute (29.06.2017) 05:14 Uhr21:33 Uhr16 h 18 min
Weitere Sonnenzeiten für ausgewählte Städte in: Deutschland, Österreich, Europa

SonneSonnenscheindauerDie Sonne wechselt am 21. Juni vom Sternbild Stier in das Sternbild Zwillinge, was sich natürlich nicht beobachten lässt, da die Sonne keinen Blick auf die sie umgebenden Sterne zulässt. Um Mitternacht sehen wir das Sternbild, das der Sonne genau gegenübersteht (Skorpion und Schütze). Daraus lässt sich umgekehrt schließen, in welchem Sternbild die Sonne steht.

Der Juni ist ein Monat der astronomischen Rekorde. In keinem anderen Monat steigt die Sonne mittags noch höher, sie erreicht am 20. Juni ihre maximale Mittagshöhe von 63,4° (bezogen auf Mitteleuropa).

Außerdem haben wir jetzt die längsten Tage (die Sonne befindet sich 16 Stunden lang über dem Horizont) und die kürzesten Nächte (die Sonne hält sich 8 Stunden lang unterhalb des Horizontes auf). Diese Angaben beziehen sich auf Deutschland.

Der 20. Juni ist der Tag der Sommersonnenwende und zugleich der Beginn des astronomischen Sommers auf der Nordhalbkugel der Erde. Auf der Südhalbkugel ist es genau umgekehrt. Es ist der Beginn des astronomischen Winters, und die Sonne hat an diesem Tag ihren Tiefststand am Himmel erreicht, es ist Wintersonnenwende.

Ein Klick auf die Button der Animation startet den Lauf der Sonne über den Himmel. Hier ist gut zu erkennen, wie stark die Mittagshöhe der Sonne in den einzelnen Jahreszeiten variiert. Außerdem wird klar, dass der Weg der Sonne im Sommer deutlich länger ist und folglich auch die Sonnenscheindauer. Auch die Auf- und -untergangspunkte der Sonne verschieben sich im Jahresverlauf am Horizont. Mehr dazu gibt es auf der Seite 'Sonne beobachten'.


Der Mond

MondphaseDatumim SternbildAufgangUntergang
Neumond Neumond 05.06.2016 Stier geht mit Sonne auf und unter
Halbmond zunehmend Erstes Viertel 12.06.2016 Löwe 13:17 Uhr 01:32 Uhr
Vollmond Vollmond 20.06.2016 Schlangenträger 21:14 Uhr 05:32 Uhr
Halbmond abnehmend Letztes Viertel 27.06.2016 Fische 01:00 Uhr 13:05 Uhr
Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2016' von Hans-Ulrich Keller entnommen

Der Mond als Aufsuchhilfe für Planeten

Siehe Kalender

Tipps für die Beobachtung des Mondes gibt es auf den Seiten 'Mond beobachten'.

MondTagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, die aktuelle Mondphase, den Beleuchtungsgrad und einiges mehr.


Die Planeten im Juni:

Merkur nicht beobachtbar

Merkur entfernt sich zwar im Juni immer mehr von der Sonne. Für eine Sichtbarkeit reicht es dennoch nicht.


Venus nicht beobachtbar

Am 7. Juni wandert die Venus hinter der Sonne durch und wird durch sie verdeckt. Erst ab August wird sie wieder zu sehen sein, dann erscheint sie am Abendhimmel.


Mars am Abendhimmel

Der rote Planet Mars ist im Juni am Abendhimmel zu finden. Er hatte Ende Mai seine Opposition und befindet sich noch immer relativ nahe an der Erde, was deutlich an seiner Helligkeit zu erkennen ist. Allerdings wird der Abstand nun mit jedem Tag wieder etwas größer.

Mars im Juni 2016

Mars erscheint in der Abenddämmerung am südöstlichen Horizont. Er bewegt sich derzeit rückläufig, also entgegen der allgemeinen Laufrichtung der Planeten, durch das Sternbild Waage. Diese Bewegung ist Teil seiner Oppositionsschleife (mehr dazu unter Mars beobachten). Nicht weit entfernt befindet sich das Sternbild Skorpion, dessen Hauptstern Antares eine ähnliche Farbe wie Mars hat, weshalb er wohl auch seinen Namen bekam (Ant-Ares, Gegen-Mars).

Ende des Monats beendet Mars seine Rückläufigkeit und wandert dann in den kommenden Wochen in und durch den Skorpion, auf Saturn zu, der sich ebenfalls ganz in der Nähe aufhält.

Mars geht zu Monatsbeginn gegen 4:36 Uhr unter, zu Monatsende bereits gegen 2:21 Uhr. Seine Helligkeit nimmt leicht ab, und das Planetenscheibchen wird etwas kleiner. Am besten nutzt man den Juni als wunderbare Gelegenheit, den roten Planeten zu beobachten.


Jupiter am Abend

Jupiter hält sich bei Einbruch der Dunkelheit am westlichen Horizont auf. Er bewegt sich rechtläufig durch das Sternbild Löwe. Das Sternbild ist aufgrund seiner markanten Trapezform gut zu erkennen, Jupiter bewegt sich unterhalb des Trapezes vorbei. Dabei nimmt der Abstand zu Regulus, dem hellsten Stern im Löwen, von Abend zu Abend ein klein wenig zu.

Jupiter im Juni 2016

Am 10. und 11. Juni ergibt sich ein wundervoller Himmelsanblick, wenn sich die zunehmende Mondsichel zu Jupiter gesellt. Das ist der perfekte Tipp für großartige Himmelsfotos zur besten 'Sendezeit', nämlich in der Abenddämmerung.

Jupiter erscheint als erster Leuchtpunkt in der Abenddämmerung. Dann befindet er sich bereits nahe des estlichen Horizontes, wo er seinem Untergangspunkt entgegenstrebt. Jupiter geht zu Monatsbeginn gegen 2:20 Uhr unter, am Monatsende dann schon kurz nach Mitternacht. Den Blick auf seine Streifen und auch seine Monde sollte man also nicht verpassen, denn ab Mitte August ist er erstmal nicht mehr zu sehen.


Saturn die ganze Nacht sichtbar

Der Ringplanet Saturn hat am 3. Juni seine Oppositionsstellung zur Sonne. Derzeit ist er also in relativer Erdnähe (der Abstand zwischen Erde und Saturn beträgt dann allerdings immer noch 1346 Millionen Kilometer!) und recht hell. So ist er auch für ungeübte Sterngucker leicht zu entdecken.

Saturn finden wir am Abend über dem südlichen Horizont. Er steigt auch im Laufe der Nacht nicht allzu hoch, sondern hält sich immer relativ nahe am Horizont auf. Am 19. und 20. Juni kommt hier der Mond vorbei, wie in der Abbildung zu sehen ist.

Saturn im Juni 2016

Saturn befindet sich im Sternbild Schlangenträger. Der am nächsten gelegene helle Stern ist der rötliche Hauptstern Antares im Sternbild Skorpion. Im Fernglas bzw. Teleskop können wir das Planetenscheibchen und auch seine Ringe erkennen. Am Planetenscheibchen ist gut zu sehen, dass Saturn nicht rund, sondern an den Polen abgeplattet ist.

Ein interessantes Objekt für Fernglas und Teleskop ist auch der größte Saturnmond Titan. Beobachtet man ihn über mehrere Nächte hinweg, wird man ihn stets an einer anderen Position finden und so nachvollziehen können, dass er den Ringplaneten umkreist.


Sternenhimmel im Juni

Noch immer sehen wir abends in der Dämmerung am Westhorizont die Frühlingssternbilder: den Löwen mit Saturn und Regulus, den Bärenhüter mit Arktur und die Jungfrau mit Spica. Dort halten sich auch die beiden Planeten Mars und Saturn auf. Ihnen folgen die Sternbilder Nördliche Krone und Herkules. Derweil kündigen sich im Osten die Sommersternbilder an.

Juni, Westhorizont

Dazu gehören Leier, Schwan und Adler, die nach und nach den Himmel über uns einnehmen. Ihre Hauptsterne Wega, Deneb und Atair bilden zusammen das Sommerdreieck. Genau im Süden finden wir knapp über dem Horizont den markanten Skorpion mit seinem roten Hauptstern Antares und das Sternbild Schütze, das an eine Teekanne mit Henkel und Deckel erinnert.

Juni, Südhorizont

Verbunden sind all die Sommersternbilder mit einem silbrig schimmernden Band, der Milchstraße. Die Milchstraße ziert im Sommer eindrucksvoll den Himmel über unseren Köpfen. Sie 'beginnt' im Süden in den Sternbildern Schütze (dort befindet sich das Zentrum unserer Galaxie) und Skorpion und zieht durch den Adler und den Schwan hin zu Cassiopeia.

Juni, Osthorizont

Die zirkumpolaren Sternbilder sind natürlich in jedem Monat beobachtbar. Sie verändern nur ihre Lage am Himmel. Im Juni wandert der Große Wagen/Großer Bär immer höher und steht dann hoch über unseren Köpfen. Versuche doch einmal, nicht nur den berühmten Großen Wagen darin zu sehen, sondern tatsächlich den Bären mit seinen Tatzen! Das ist gar nicht schwer. Die Tatzen werden jeweils durch ein Paar eng beieinanderstehender Sterne gebildet. Cassiopeia sinkt immer weiter ab und findet sich knapp über dem Horizont wieder.

Juni, Nordhorizont

Die Juninächte sind kurz, haben aber doch einiges an wunderschönen Sternbildern zu bieten. Das sind vor allem die Sternbilder Leier, Schwan und Adler.

Zwischen diesen finden sich weitere, kleine Juwelen des Sternenhimmels, z.B. das Sternbild Pfeil, das seiner Form nach tatsächlich an einen Pfeil erinnert und das kleine, aber sehr markante Sternenviereck Delphin. Wer ein Fernglas oder ein Teleskop zur Hand hat, kann darüber hinaus noch viel mehr in dieser Himmelsgegend entdecken.

Kleiderbügel

Besondere Aufmerksamkeit sollte man z.B. dem Stern Albireo schenken. Das ist ein Doppelstern im Sternbild Schwan, dessen Einzelsterne unterschiedliche Farben haben. Schwenkt man dann von Albireo langsam hinunter in Richtung Atair, bleibt man an einer Sternkonstellation hängen, die den Namen Kleiderbügel trägt.

Das ist ein kleiner offener Sternhaufen, dessen Sterne eine gerade Linie bilden, unter der weitere Sterne eine Krümmung beschreiben. Das ergibt die Form eines Kleiderbügels oder wahlweise auch eine Kette mit Medaillon, ganz nach der Phantasie des Betrachters.

Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.

Tags: Sternbild, Monat, Planeten, Beobachtung, Himmel

Drucken