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Winter

Der Winter ist ein guter Freund der Sterngucker, denn er verwöhnt uns mit besonders vielen hellen Sternen und beeindruckenden Sternkonstellationen. Außerdem wird es sehr zeitig dunkel, man kann sogar schon vor dem Abendessen den Sternenhimmel bewundern. Auch morgens, wenn wir aus dem Haus müssen, ist es noch dunkel.

Ein rascher Blick nach oben lohnt sich allemal, um zu sehen, wo die Sternbilder im Laufe der Nacht hingewandert sind. Ein großer Pluspunkt ist die kalte Luft, die das Sternenlicht nicht so verzerrt wie eine warme wabernde Sommernacht. Dadurch erscheint der Himmel viel klarer, und das Band der Milchstraße ist deutlich zu erkennen, vorausgesetzt irdische Lichter stören nicht beim Beobachten.

Es gibt also nur eine Empfehlung: warm anziehen und raus in die Sternennacht!

Wintersechseck

Wie finde ich die Wintersternbilder?

Die Wintersternbilder erscheinen am Abend über dem Osthorizont und ziehen im Verlauf der Nacht immer weiter Richtung Süden. Dabei steigen sie höher auf und bieten uns einen wundervollen, ja sensationellen Anblick und eine Fülle an auffälligen Sternen und hübschen Sternbildern.

Unser Ausgangssternbild ist Orion, der Himmelsjäger. Sein markantes aus hellen Sternen geformtes X oder H ist leicht zu finden. Um ihn herum gruppieren sich viele weitere gut erkennbare Sternbilder. Aus deren Hauptsternen ergibt sich eine Konstellation, die wir als Wintersechseck bezeichnen.

Orion

OrionOrion begleitet uns den ganzen Winter hindurch und ist DAS typische Wintersternbild. Zu Beginn des Winters finden wir ihn abends im Osten, wo er gerade aufgeht und noch eine halb liegende Position einnimmt.

Genau an Silvester, wenn wir das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßen, steht Orion dann aufrecht im Süden und hat seinen Höchststand über dem Horizont. Wenn es auf den Frühling zugeht, finden wir Orion im Westen, wie er sich zur Seite neigt und sich wohl schlafenlegt und bald darauf untergeht. Ein paar Grafiken dazu findest du auf der Orionseite.

Orion besteht aus vielen hellen Sternen, die am Himmel ein gut erkennbares X oder H bilden. Man kann sich darunter aber auch leicht einen Menschen vorstellen mit zwei Schultersternen, einem Kopf, einem Gürtel aus drei eng in einer Reihe stehenden Sternen, mit einem Schwert am Gürtel und unten dann zwei Sterne für die Knie. An der Position des Schwertes entdecken wir mit einem Fernglas den berühmten Orionnebel M42, in dem sich gerade neue Sterne herausbilden.

Der hellste Stern im Orion ist Rigel mit einer leicht bläulichen Färbung. Der zweithellste ist Beteigeuze, die linke Schulter, mit einer deutlichen Rotfärbung. Von Orion ausgehend finden wir ganz leicht alle anderen wichtigen Wintersternbilder.


Stier

Stier und PlejadenDas Sternbild Stier erscheint noch vor Orion am Himmel. Von ihm sehen wir einen Stierkopf und seine Hörner. Der Hauptstern heißt Aldebaran und hat eine rötliche Farbe. Er wird als Auge des Stieres angesehen.

Der Stierkopf sieht aus wie ein V und wird vom Sternhaufen der Hyaden geformt. Wenn du ihn dir mit einem Fernglas anschaust, wirst du sehen, dass er aus vielen weiteren Sternen besteht. Zum Stier gehört außerdem der berühmteste Sternhaufen überhaupt: die Plejaden.

Sie werden auch Siebengestirn genannt. Hier stehen viele helle Sterne eng beieinander, und im Fernglas werden es noch wesentlich mehr. Zwischen Plejaden und Hyaden verläuft die Ekliptik, auf der sich Mond, Sonne und Planeten bewegen. Die beiden Sternhaufen nennt man auch 'Goldenes Tor der Ekliptik'. Der Stier gehört zu den 12 Sternzeichen.


Fuhrmann

Fuhrmann und StierDas Sternbild Fuhrmann befindet sich hoch über Orion und wird auch manchmal als Wintersechseck bezeichnet, denn seine Sterne bilden in etwa eine solche Form.

Der hellste Stern ist Capella, ein Stern der in unseren Breiten nicht unter den Horizont sinkt. Er ist also auch in den Sommermonaten auffindbar, während der Rest des Sternbildes wie abgeschnitten ist. Einen Stern teilt sich der Fuhrmann mit dem Stier, dessen eines Horn bis hier hinein reicht.

Wenn es im Herbst und Winter dunkel wird, steht der Fuhrmann schon hoch am Himmel und ist durch seine einfache Form und seine hellen Sterne leicht zu entdecken. Mitten durch ihn hindurch zieht sich außerdem das glitzernde Band der Milchstraße.


Großer Hund

Großer Hund mit OrionDer Große Hund ist ein treuer Begleiter des Orion und folgt seinem Herrn überall hin. Er ist links unterhalb des Himmelsjägers zu finden und enthält den hellsten Stern des gesamten nördlichen Sternenhimmels: Sirius. Sirius wird auch Hundsstern genannt und ist etwa 9 Lichtjahre weit weg.

Das Sternbild Großer Hund besteht aus weiteren hellen Sternen und ist insgesamt gut zu erkennen. Allerdings steigt er in unseren Breiten nicht auf, sondern bleibt in Horizontnähe, sodass manchmal unruhige Luftschichten eine Beobachtung erschweren.

Sirius macht das nichts aus, er strahlt trotzdem mit voller Kraft und funkelt, wie es scheint, in allen Farben. Dieses Funkeln kommt ebenfalls dadurch zustande, dass er recht tief steht und sein Licht durch dickere Luftschichten dringen muss, wodurch es gebrochen und reflektiert und in die Farben des Regenbogens zerlegt wird.


Kleiner Hund

Kleiner Hund mit OrionDer Kleine Hund ist ein kleines und unauffälliges Sternbild, das nur einen hellen Stern enthält, nämlich Procyon. Die übrigen Sterne sind bis auf einen kaum zu erkennen.

Der Kleine Hund liegt etwa in Schulterhöhe links neben Orion. Procyon ist der achthellste Stern am Himmel und etwa 11 Lichtjahre von uns entfernt.

Sein Name bedeutet 'vor dem Hund' und soll ausdrücken, dass er noch vor dem Hundsstern Sirius aufgeht. Er kündet sozusagen den Aufgang von Sirius an. Die beiden Hunde begleiten den Himmelsjäger auf seinem Streifzug über den Himmel und bleiben immer dicht hinter ihm.


Zwillinge

Zwillinge und Kleiner HundDas Sternbild Zwillinge thront oberhalb des Kleinen Hundes und besitzt gleich zwei auffällige Hauptsterne, die auch noch nahezu gleich hell sind - Castor und Pollux.

Die Beiden sind ein Brüderpaar in der griechischen Mythologie und eng miteinander verbunden. Das drückt sich auch im Sternbild aus, wo sie nebeneinander stehen und sich an den Händen halten.

Pollux bildet eine Ecke des Wintersechsecks. Jeweils von Pollux und Castor geht eine Sternenlinie aus, die aus schwächeren, aber noch gut sichtbaren Sternen gebildet werden. Die Zwillinge liegen auf der Ekliptik und sind eines der 12 Sternzeichen.


Sternenhimmel zum Genießen

Ein Blick an einem Abend im Winter genügt, und man ist überwältigt von der Fülle an hellen Sternen und eindrucksvollen Sternkonstellationen! Und da es im Winter zeitig dunkel wird, haben wir reichlich Gelegenheit zum Sterngucken. Am Abend sehen wir als erste der Wintersternbilder das Vieleck des Fuhrmann und die beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden des Stiers.

Nach ihnen erscheint allmählich Orion am Osthorizont, zunächst noch in halb liegender Position. Er richtet sich im Laufe des Abends immer weiter auf, bis er dann im Süden so aufrecht steht wie hier im Bild zu sehen ist. Dem Orion folgen seine beiden treuen Hunde, erst der kleine Hund, und dann der große mit Sirius. Am anderen Ufer der Milchstraße, die an Orions linker Seite über den Himmel zieht, finden wir die beiden Sternketten der Zwillinge.

Und somit ist das Wintersechseck komplett. Es besteht aus den hellsten Sternen des Winters: Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen. Diese Sternbilder begleiten uns den ganzen Winter über bis in den Frühling hinein, wo sie dann abends am Westhimmel stehen und kurz nach Sonnenuntergang hinter dem Horizont verschwinden.

Winter

Bitte beachte bei der Grafik: es sind nicht alle Sternbilder eingetragen, die in diesem Bereich des Himmels zu sehen sind. Die kleineren und unbekannteren wurden weggelassen, damit es übersichtlich bleibt. Ebenso sind nicht alle Sterne eingetragen, die mit bloßem Auge zu erkennen sind, sondern nur die Sterne der Sternbilder, die auf dieser Seite vorgestellt wurden.

Die Sterne der Milchstraße sind nur mit Fernglas oder Teleskop einzeln zu sehen, mit freiem Auge bilden sie ein diffuses Band am Himmel. Hier weicht die Grafik also ebenfalls etwas ab. Für einen detaillierteren Anblick besorge dir bitte eine Sternkarte oder schau in astronomischen Jahrbüchern nach.

Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.

Tags: Sternbild, Jahreszeit, Beobachtung, Himmel

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