Saturn Monde

Saturn besitzt nach heutigem Wissen etwa 63 Monde, darunter den zweitgrößten im Sonnensystem - Titan. Titan wurde im Jahr 1655 von Christian Huygens entdeckt. Er ist bereits in einem Fernglas und in kleinen Fernrohren zu sehen.

Giovanni Domenico Cassini fand zwischen 1671 und 1689 vier weitere Monde des Saturn, alle mit einem Durchmesser von etwas über 1000 Kilometern. Sie erhielten die Namen Rhea, Japetus, Dione und Tethys.

Erst 100 Jahre später wurden 2 weitere Monde bekannt. Gefunden hat sie der Entdecker des Planeten Uranus, Wilhelm Herschel. Sie wurden Mimas und Enceladus genannt und sind nur etwa halb so groß wie Cassinis Monde. Die meisten Monde wurden von Raumsonden entdeckt, die sich dem Saturnsystem bis auf einige Tausend Kilometern nähern und Fotos schießen konnten. Diese Monde sind aber vergleichsweise winzig.

Da Saturn von Ringen umgeben ist, die aus kleineren und größeren Steinbrocken bestehen, ist es schwierig, eine Grenze zu ziehen. Welcher Steinkörper ist noch ein Mond, und welcher nur ein Bestandteil der Ringe? Wie klein dürfen Monde sein? Das ist schwierig zu beantworten.

Saturnmonde und Ringe

Viele kleine Monde befinden sich innerhalb des Ringsystems. Sie sind so eine Art 'Schäferhunde' und halten mit ihrer Schwerkraft die Staubteilchen der Ringe beisammen, wachen also sozusagen über eine Herde von kleinen Steinchen.

Saturnmond DaphneDie Schäfermonde treiben die Steinchen der Ringe immer wieder zusammen, wenn sie auseinanderdriften wollen. Die Bahn dieser Monde ist dabei frei von kleineren Körpern, denn sie haben auf ihrem Weg alles eingesammelt oder hinauskatapultiert, was ihnen in die Quere kam.

Durch die materiefreien Mondbahnen werden die einzelnen Ringe sichtbar voneinander getrennt. Saturn wird von vielen Tausend Einzelringen umgeben, die sich in ihrer Zusammensetzung und Färbung unterscheiden. Viele davon werden von kleinen Schäfermonden zusammengehalten.

Vermutlich verdanken die Ringe ihre Existenz den Monden des Saturn.

Meteoriteneinschläge auf ihnen und Zusammenstöße der Monde miteinander und mit anderen herumschwirrenden Körpern haben immer wieder Material herausgeschlagen und ins Weltall gewirbelt.

Saturnmonde mit RingDort sammelten sich Schutt und Staub als Ringe rund um Saturn, der alles mit seiner Schwerkraft auf Umlaufbahnen festhält.

Die unterschiedliche Färbung der Ringe kommt daher, dass das Material von unterschiedlichen Monden stammt.

Die Ringe sind nicht auf ewig haltbar. Möglicherweise werden sie sich in einigen hunderttausend Jahren wieder aufgelöst haben. Die Bestandteile der Ringe werden von der Gravitation Saturns beeinflusst und zum Planeten hingezogen. Sie umkreisen auf einer Spiralbahn und nähern sich ihm allmählich immer mehr. Irgendwann tauchen sie in seine Atmosphäre ein und verglühen.


Hauptmonde des Saturn

Dies sind die Hauptmonde des Saturn mit Titan als größtem. Zwischen ihnen befinden sich noch viele weitere, kleinere Monde, die hier nicht dargestellt sind. Allein zwischen Saturn und Mimas gibt es nach heutigem Kenntnisstand noch sechs kleine Monde: Pan, Atlas, Prometheus, Pandora, Epimetheus und Janus.

Saturnmonde

Wer auf dem Bild noch fehlt ist Japetus. Er fand leider keinen Platz, da er dreimal weiter von Saturn entfernt ist als Titan. So schön aufgereiht zeigen sie sich natürlich in natura fast nie. Wichtig für die Grafik war es, die Abstände der Monde zu Saturn und ihre Reihenfolge darzustellen.

Titan - der größte Mond des Saturn

TitanTitan ist ein sehr großer Mond (Durchmesser 5150 Kilometer!), größer als der Planet Merkur, der Explanet Pluto und auch größer als unser eigener Mond. Anfangs meinte man sogar, er sei der größte Mond im Sonnensystem! Aber das täuschte, seine Atmosphäre ließ ihn nur größer erscheinen als Ganymed der Jupitermond.

Titan ist der einzige bekannte Mond, der eine dicke Atmosphäre besitzt. Das ist normalerweise ein Merkmal von Planeten. Alle anderen Monde haben nur eine sehr dünne oder gar keine Luftschicht. Es stellte sich sogar heraus, dass die Titanatmosphäre dicker und dichter ist als die der Erde ... mehr erfahren


Die Cassini-Monde Rhea, Japetus, Dione und Tethys

Rhea

Rhea hat einen Durchmesser von 1530 km und ist nach Titan der größte der Saturnmonde. Der Mond besteht wahrscheinlich aus Gestein, das von einer ganz dicken Eiskruste überzogen ist.

Rhea zeigt Saturn bei ihrem Umlauf immer die gleiche Seite (wie unser Mond). Dadurch hat sie eine Seite, die in Flugrichtung immer vorn ist, und eine geschützte Seite hinten ...
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Japetus

Japetus ist ein mit Eis überzogener Mond und hat einen Durchmesser von 1436 km. Er wurde bereits vor mehr als 300 Jahren von Giovanni Cassini beobachtet. Dieser wunderte sich darüber, dass der Mond manchmal sichtbar war und manchmal aus unerklärlichen Gründen verschwand.

Seit dem Besuch der Raumsonde Voyager 2 wissen wir, welche Ursache das plötzliche Verschwinden hat: Japetus ist auf der einen Seite sehr hell gefärbt, und auf der anderen Seite fast schwarz ...
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Dione

Dione hat einen Durchmesser von 1120 km. Sie besteht zum großen Teil aus Eis und besitzt wahrscheinlich einen Kern aus Silikatgestein.

Möglicherweise fand auf Dione Eisvulkanismus statt. Durch Gravitationskräfte von Saturn und Monden, die ihr nahe kamen, wurde sie innerlich 'durchgeknetet' und so erwärmt...
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Tethys

Tethys

Tethys hat einen Durchmesser von 1060 km. Dieser Mond besteht fast vollständig aus Eis.

Tethys' Oberfläche ist mit unzähligen Kratern und Rissen übersät. Der größte Krater auf Tethys, Odysseus, ist fast 400 Kilometer groß, im Verhältnis zur Größe von Tethis also geradezu riesig ...
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Die Herschel-Monde Enceladus und Mimas

Mimas

Mimas besitzt einen Durchmesser von knapp 400 km. Wie viele andere ist auch er ein Eismond.

Seine Oberfläche ist mit Kratern übersät, wobei einer besonders hervorsticht: der Krater Herschel. Er ist erst 1980 von der Raumsonde Voyager 1 entdeckt worden und erstreckt sich über 130 km (ein Drittel des Mimas-Durchmessers!) ...
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Enceladus

Enceladus

Enceladus besitzt einen Durchmesser von knapp 500 km und die höchste Albedo im gesamten Sonnensystem: 99%!

Seine Oberfläche ist von reinem weißen Schnee bedeckt. Normalerweise sammeln Himmelskörper auf ihrem Weg durch das All Unmengen an Staub und kleinen Steinchen auf, was die Oberfläche dunkler erscheinen lässt. Also muss es auf Enceladus einen Prozess geben, der immer wieder für frischen weißen Schnee sorgt ...
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Der große Rest: 55 weitere Monde

Saturn hat noch über 55 weitere Monde. Sie alle sind kleiner als die hier vorgestellten und bislang weniger gut erforscht.

Die Aufnahmen auf dieser Seite stammen von der NASA (Courtesy NASA/JPL-Caltech).

Tags: Monde, Saturn

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