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Unser Mond

Mond
Steckbrief Mond
Art Erdbegleiter
Größe 5.größter Mond im Sonnensystem
Durchmesser 3476 km
Abstand zur Erde 363 300 bis 405 500 km
Bahnneigung 5,145 Grad
Umlaufzeit 29,53 Tage
Mondtag 27 Tage 7h
Albedo 0,12
scheinbare Helligk. - 12,74 mag

Der Mond - wer kennt ihn nicht? Er ist wie ein alter Bekannter und fasziniert die Menschen bereits von Anbeginn der Zeiten. Der Mond ist unser steter Begleiter. Besonders auffällig ist er natürlich in der Nacht, denn da leuchtet er von allen Himmelskörpern am hellsten. Am Tag ist er auch zu sehen, trotz Sonnenschein. Er fällt aber tagsüber nicht so stark auf wie nachts.

Der Mond umkreist die Erde mit einem Abstand von durchschnittlich 384000 km (das schwankt aber etwas) und mit ihr gemeinsam die Sonne. Er braucht 29,5 Tage für eine Erdumrundung.

Auf dem Mond ist man viel leichter als auf der Erde, weil die Schwerkraft geringer ist. Teile dein Gewicht einfach durch 6, soviel wiegst du ungefähr auf dem Mond!

Wie sieht die Mondoberfläche aus?

Auf der Mondoberfläche gibt es große dunkle Flächen, die lateinisch Maria (das ist die Mehrzahl, die Einzahl heißt Mare) genannt werden, weil man sie früher für Wassermeere hielt.

Mondmeere Mondkrater Mondgebirge
Dunkle Flächen Krater in allen Größen Mondgebirge

Heute wissen wir, dass es trockene Tiefebenen sind, die durch Einschläge gewaltiger Asteroiden vor 4 Mrd. Jahren entstanden. Die großen Krater füllten sich mit Lava aus dem damals noch heißen Mondinneren, die sich gleichmäßig darin verteilte und abkühlte.

Auf dem Mond finden sich viele Gebirgszüge. Sie wurden einfach nach irdischen Gebirgen benannt. Beispielsweise gibt es dort die Alpen oder die Apenninen. Die Gebirge sind zum Teil 4000 m hoch, und manch ein einzelner Berg ist gar höher als der Mount Everest auf der Erde!

Dann sind noch jede Menge Krater zu finden, die durch Meteoriten entstanden, die bereits vor Jahrmillionen mit dem Mond kollidierten. Dabei wurde das Mondgestein pulverisiert, es entstanden jedesmal große Mengen Staub. Dieser feinpudrige Staub verteilt sich überall und bildet eine dicke Schicht auf dem Mondgestein.

Noch mehr Wissenswertes dazu gibt es auf der Seite 'Mondoberfläche'.

Krater schießen

Mondkrater im Experiment selbst erschaffen! Wie das geht, erfährst du auf der Mach-mit-Seite.

Die Rückseite des Mondes

Rückseite des MondesDer Mond wendet uns immer die gleiche Seite zu. Das liegt daran, dass er für eine Drehung um sich selbst genauso lange braucht wie für einen Umlauf um die Erde. Man spricht hier von gebundener Rotation. Auf dem Bild sehen wir das, was wir von der Erde aus nie zu Gesicht bekommen: die Rückseite des Mondes.

Übrigens: Die Rückseite des Mondes ist nicht dunkel, wie manch einer fälschlicherweise denkt. 'Hinten' treten ebenfalls die Mondphasen auf. Bei Vollmond von der Erde aus gesehen ist auf der Rückseite tiefschwarze Nacht. Bei Neumond aber ist die Rückseite in grelles Sonnenlicht getaucht.

Wie seine Rückseite aussieht, wissen wir erst seit 1959, als die sowjetische Raumsonde Lunik 3 ihn umkreiste und von hinten fotografierte. Bei späteren Mondmissionen wurde die gesamte Mondoberfläche auf das Genaueste kartiert und vermessen.

Wasser gibt es auf dem Mond nicht, einzig Eis wird in manch tiefem Krater vermutet. Auch wird er nicht von einer Lufthülle umgeben wie die Erde. Somit können dort keine Lebewesen existieren. Wer also den Mond besuchen will, muss seine Atemluft mitbringen.

Die Wirkung des Mondes auf die Erde

Landschaft mit MondDer Mond leuchtet nicht selbst, sondern reflektiert nur das Sonnenlicht, das ihn trifft. Dabei wirft er bloß 12% des Lichtes zurück, den Rest verschluckt er. Trotzdem erscheint er uns sehr hell, einfach weil er uns so nahe ist.

Der Mond hat großen Einfluss auf die Erde. Er lässt das Wasser der Ozeane hin und her schwappen, wobei Ebbe und Flut entstehen. Dies nennt man Gezeiten. Die Gezeitenwirkung war vermutlich ein wichtiger Faktor in der Entwicklung der Lebewesen.

Das Leben nahm seinen Anfang im Wasser. In Küstennähe überspült das Meerwasser regelmäßig das Land und zieht sich dann wieder zurück. Dabei blieben Wasserlebewesen an Land zurück und mussten Überlebensstrategien entwickeln, um bis zur nächsten Flut mit wenig oder gar keinem Wasser auszukommen. So kroch das Leben allmählich aus dem Wasser und eroberte das Festland als neuen Lebensraum.

Vollmond Die Erde übt eine Anziehungskraft auf den Mond aus, der Mond aber auch auf die Erde. Er stabilisiert die Erdachse. Ohne Mond würde die Erde stärker schwanken, wobei sie ihre Ausrichtung zur Sonne ändern würde. Dadurch verändert sich die Intensität der Sonneneinstrahlung in den Klimazonen, Sommer und Winter würden durcheinandergeraten.

Der Anblick des Mondes hat schon immer die Phantasie der Menschen beflügelt. Besonders die hellen und dunklen Stellen seiner Oberfläche verleiteten dazu, etwas im Mond zu sehen, ein Kaninchen beispielsweise oder ein Gesicht.

Auch zu seiner Entstehung existieren die unterschiedlichsten Vorstellungen. Jedes Volk hat da seine eigene Idee, wer der Mond ist, wo er herkommt und weshalb er so aussieht. Eine kleine Sammlung von Geschichten findest du auf der Seite 'Mondmythen'.

Schon gewusst?

Auf dem Mond hörst du nichts! Es könnte dich direkt neben dir jemand anschreien oder laute Musik abspielen, du würdest es nicht hören. Das liegt aber nicht daran, dass du einen dicken Helm auf dem Kopf trägst. Schall wird von Luft übertragen, und auf dem Mond gibt es ja keine. Darum ist es dort nicht möglich, Geräusche wahrzunehmen. Dabei ist es egal, wie laut sie sind!

Der Mond im Vergleich zur Erde

Erde und MondAuf diesem Bild, das die NASA-Sonde Mariner 10 im Jahr 1973 aufnahm, sehen wir Erde und Mond im direkten Größenvergleich.

Der Mond ist im Vergleich mit anderen Planet-Mond-Systemen ziemlich groß, sein Durchmesser (3476 km) beträgt etwa ein Viertel des Erddurchmessers.

Deshalb spricht man manchmal auch von einem Doppelplanetensystem. Unser Mond ist der fünftgrößte Mond im Sonnensystem.

Dies lässt vermuten, dass der Mond nicht von Anfang an die Erde umkreiste, denn zwei Körper dieser Größe können nicht in solch großer Nähe zueinander entstehen.

Zu seiner Entstehung gibt es verschiedene Theorien, die auf der Seite 'Entstehung des Mondes' erklärt sind. Die gängigste Mondentstehungstheorie geht davon aus, dass die Erde in der Frühphase ihrer Entwicklung keinen Mond besaß. Dann irgendwann kam es zu einem heftigen Zusammenstoß mit einem marsgroßen Körper, wobei der Erde sehr viel Materie entrissen wurde. Das bildete vermutlich zunächst eine Staubscheibe um die Erde und verklumpte dann zu einem neuen Körper. Nach einigen Tausend Jahren war die Geburt des Mondes dann abgeschlossen.


Die Mondphasen

MondsichelDer Mond wechselt ständig sein Aussehen, weil er auf seinem Weg um die Erde ganz unterschiedlich von der Sonne beleuchtet wird. Genaueres erfährst du auf der Seite für die Mondbeobachtung. Ein Ort auf dem Mond hat etwa 14 Tage Sonnenschein und 14 Tage Dunkelheit.

Da der Mond keine Lufthülle besitzt, trifft die Hitze der Sonnenstrahlen direkt auf seine Oberfläche und heizt diese auf bis zu 180 Grad auf. Während der zwei Wochen Dunkelheit aber kühlt der Mond bis auf - 180 Grad aus.

Diese extremen Temperaturunterschiede können nicht durch Luftströmungen ausgeglichen werden, da es ja keine Luft gibt. Besucher auf dem Mond müssen sich gut schützen - sowohl gegen die enorme Hitze als auch vor der extremen Kälte.

Der Mond und die Zeiteinteilung

Vollmond im DezemberHast du schon bemerkt, dass sich die Menschen bei der Einteilung der Zeit am Mond orientiert haben? Das Jahr ist in Monate unterteilt, wobei 'Mond' schon im Wort steckt. Ein Monat dauert in etwa solange wie von einem Vollmond bis zum nächsten.

Früher hatten die Monate darum auch so schöne Namen wie Heumond (Juli), Erntemond (August), Nebelmond (November) usw. In jedem Monat zeigt sich die Natur ein klein wenig anders, und das tauchte in den Bezeichnungen wieder auf.

Ein Monat wiederum ist in 4 Wochen unterteilt, die jeweils 7 Tage lang sind. Alle 7 Tage hat der Mond eine andere Erscheinungsform. Mal ist Vollmond, mal Halbmond zunehmend oder abnehmend, und an wenigen Tagen ist er gar nicht zu sehen, nämlich bei Neumond.

Die Länge einer Woche richtet sich also an den Mondgestalten aus. Die Zeiteinheiten Tag und Jahr dagegen richten sich nach dem Sonnenzyklus.

Wechsel der Mondphasen im Abstand von etwa 7 Tagen (einer Woche)
Neumond Halbmond zunehmend Vollmond Halbmond abnehmend
Neumond bei
Tag (unsichtbar)
zunehmender
Halbmond
Vollmond
bei Nacht
abnehmender
Halbmond

Mondphasen Der Mond zeigt sich uns in verschiedenen Gestalten. Manchmal ist er ganz rund, ein anderes Mal sieht er aus wie ein Stück Melone, oder er ist ganz dünn und gebogen. Das liegt daran, dass er sich um die Erde herumbewegt, dabei auf unterschiedlichen Gebieten von der Sonne beleuchtet wird und wir ihn aus verschiedenen Blickwinkeln sehen.

Bei Halbmond wird er von der Seite angestrahlt, wir sehen einen Halbkreis. Mit dem Mond selbst passiert dabei nichts, er ist immer noch da. Nur sehen wir eben nur die Hälfte von ihm, auf die das Sonnenlicht trifft. Hier rechts in der Animation ist zu sehen, wie sich die Beleuchtung auf dem Mond innerhalb eines Monats verändert.

Aschgraues Mondlicht Die Schattenseite (das Stück Mond, das gerade 'fehlt') ist für unsere Augen zu dunkel, so dass wir sie nur schlecht sehen könnten. Wenn aber der Mond eine schmale Sichel ist, sind die Bedingungen günstig, dann kann man auch die unbeleuchtete Seite noch erkennen. Der Mond erhält das fahle Licht von der Erde.

Die Erde wirft das Sonnenlicht, von dem sie getroffen wird, teilweise zurück und trifft damit die Nachtseite des Mondes. Der Mond wird ganz schwach vom 'Erdlicht' erhellt und so werden seine dunklen Gebiete für kurze Zeit sichtbar. In der Aufnahme rechts ist das sogenannte aschgraue Mondlicht zu erkennen.

Es ist ganz interessant, den Mond über einen längeren Zeitraum zu beobachten und mitzuerleben, wie er sich von Tag zu Tag verändert und dabei die bekannten Gestalten annimmt.

Die Veränderungen laufen immer gleich ab und zeigen ein ganz bestimmtes Muster bei Tageszeit der Sichtbarkeit, Stellung am Himmel usw.

Zum Beispiel findest du die Mondsichel nach der Zeit des Neumondes immer am Abend am Westhimmel. Oder: der Vollmond geht immer dann auf, wenn die Sonne untergeht, und zwar immer am gegenüberliegenden Horizont.

Viele hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Mondschau gibt es auf den Seiten zur Mondbeobachtung.


Besuch beim Nachbarn

Der Mond ist auch für die Raumfahrt sehr interessant. Er ist bis heute der einzige Himmelskörper, der Besuch von Menschen bekam. Bislang waren 12 Menschen auf dem Mond. Die Apollo-Missionen fanden in den Jahren 1969 bis 1972 statt. Informationen dazu gibt es auf der Seite für bemannte Mondmissionen.

Seit über 40 Jahren war also niemand mehr auf dem Mond. Das wird sich vielleicht bald ändern! Viele Raumfahrtagenturen haben Pläne entwickelt, den Mond in nächster Zeit erneut zu besuchen und vielleicht sogar eine Mondstation aufzubauen. Dort könnten Menschen dann dauerhaft leben und arbeiten.

Bevor Menschen den Mond möglichst gefahrlos betreten konnten, musste der Mond natürlich mit mehreren Raumsonden intensiv erkundet und vermessen werden. Aber auch heute noch starten immer wieder Missionen, die unseren nächsten Nachbarn zum Ziel haben, denn wir wissen noch längst nicht alles über den Mond. Es gibt immer noch etwas zu entdecken. Auf der Seite 'Mondmissionen' erfährst du mehr.

Der Erdenmond war lange Zeit der einzig bekannte Mond. Erst vor etwa 400 Jahren entdeckte Galileo Galilei, dass auch andere Planeten Monde besitzen. Er fand mit seinem Fernrohr die vier größten Jupitermonde. Seitdem bekam Luna immer mehr Geschwister, denn so nach und nach fand man ca. 200 weitere Monde im Sonnensystem.

Eine Übersicht über die Monde und ihre Entdecker findest du auf der Mondeseite.

Der Mond ist für spektakuläre Erscheinungen am Himmel verantwortlich: Finsternisse! Sowohl bei einer Sonnenfinsternis als auch bei einer Mondfinsternis spielt er eine ganz wichtige Rolle. Wenn du wissen möchtest, wie eine Finsternis entsteht, dann schau dir die Seite Finsternisse an.

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