Raumfahrt

Was geschah diesen Monat?

Ereignisse aus Astronomie und Raumfahrt im Monat März

1.3. 1966

Vor 51 Jahren:

Erste Landesonde über Venus abgesetzt

Venera 3, gestartet am 16. November 1965, hatte bei ihrem Vorbeiflug an der Venus am 1. März 1966 keinen Kontakt mehr zur Bodenstation. Ursache war eine Überhitzung der Sonde. Und doch klinkte die Sonde automatisch ihre Landesonde aus, die aber in der Atmosphäre der Venus teilweise verglühte und hart auf der Oberfläche aufschlug. Sie war damit das erste vom Menschen erzeugte Objekt, das auf der Oberfläche der Venus landete. Die Gesamtmasse der Sonde betrug 960 kg.

Quelle: Wikipedia


1.3. 2002

Vor 15 Jahren:

Envisat startet in Umlaufbahn um die Erde

Envisat (Environmental Satellite) ist ein etwa acht Tonnen schwerer Umweltsatellit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der 2002 gestartet wurde und bis 2012 arbeitete. Seine wichtigsten Aufgaben waren die ständige Überwachung des Klimas, des Ozeans, der Landfläche bzw. allgemein des Ökosystems der Erde. Mit Gesamtkosten von 2,3 Milliarden Euro war er der bisher teuerste Satellit der ESA und der größte jemals geflogene Erdbeobachtungssatellit.

Quelle: Wikipedia


1.3. 2009

Vor 8 Jahren:

Chang'e-1 schlägt auf Mond auf

Chang'e-1 war die erste Raumsonde der China National Space Administration (CNSA) und die erste von mindestens drei geplanten Missionen im Mondprogramm der Volksrepublik China. Die Sonde wurde am 24. Oktober 2007 gestartet, erreichte am 5. November 2007 eine Umlaufbahn um den Mond und schlug am 1. März 2009 gezielt auf dem Mond auf. Mit ihr wurden Technologien für zukünftige Missionen getestet sowie die Beschaffenheit der Mondoberfläche und des Gesteins studiert

Quelle: Wikipedia


2.3. 2004

Vor 13 Jahren:

Raumsonde Rosetta startet zum Kometen 67P

Rosetta ist eine Raumsonde der ESA, die am 2. März 2004 mit einer Ariane 5 G+ gestartet und auf den Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko geschickt wurde. Sie ist der erste Kometen-Orbiter und wird im Jahr 2014 in eine Umlaufbahn um diesen kleinen Himmelskörper einschwenken und ihn erforschen, nachdem auf dem Flug dorthin in den Jahren 2008 bzw. 2010 die Asteroiden Šteins und Lutetia passiert wurden.

Quelle: Wikipedia


3.3. 1969

Vor 48 Jahren:

Start von Apollo 9

Apollo 9 war eine Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Programms. Ihr Ziel war ein Testflug der Mondlandefähre unter realen Bedingungen in der Erdumlaufbahn, in der das Rendezvous- und Andockmanöver geprobt wurde.

Die Saturn V startete am 3. März 1969 um 16:00 UTC vom Kennedy Space Center, Florida. Um die Kommunikation zu vereinfachen, erhielten Kommandokapsel und Fähre erstmals eigene Rufnamen: Gumdrop für das Kommandomodul und Spider für die Mondlandefähre.

Zehn Tage nach dem Start, am 13. März, um 17:00 UTC wasserte Apollo 9 sicher im Atlantik und wurde von der USS Guadalcanal geborgen. Die Kommandokapsel war bis zu dessen Schließung im April 2004 im Michigan Space and Science Center, Jackson, MI ausgestellt und befindet sich heute im San Diego Air & Space Museum in San Diego, CA.

Quelle: Wikipedia


3.3. 1972

Vor 45 Jahren:

Pioneer 10 gestartet

Pioneer 10 ist eine Raumsonde der NASA, die der Erforschung des Jupiter sowie des interplanetaren Mediums und des Asteroidengürtels diente. Sie wurde am 3. März 1972 vom Launch Complex 36 auf Cape Canaveral mit einer Atlas-Centaur-Rakete gestartet.

Neben zahlreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen über Jupiter, den Asteroidengürtel und den interplanetaren Weltraum war die Pioneer-10-Mission auch ein wichtiger Schritt im Bereich der Raumsondenkonstruktion und Missionsplanung. Die Sonde erwies sich als sehr robust und sendete das letzte Mal im Januar 2003 Daten zur Erde. Mit einer Missionsdauer von knapp 31 Jahren übertraf sie ihre geplante Lebensdauer von 21 Monaten um mehr als das Siebzehnfache.

Quelle: Wikipedia


3.3. 1975

Vor 42 Jahren:

Dritte und letzte Begegnung Mariner 10 - Merkur

Mariner 10, die letzte der Mariner-Serie, war wieder eine Vorbeiflugsonde – allerdings mit sehr komplexen Bahnmanövern. Sie sollte erstmals den sonnen­nächsten Planeten Merkur besuchen. Als erste Raumsonde überhaupt nutzte sie einen Planeten, in diesem Fall die Venus, für ein Swing-by-Manöver.

Nach dem Start am 3. November 1973 passierte die Sonde am 5. Februar 1974 die Venus, von der sie 4165 Bilder übertrug. Merkur wurde erstmals am 29. März 1974 in einer Entfernung von 705 km passiert, wobei 2450 Bilder übermittelt wurden. Damit war erstmals eine Raumsonde bei diesem Planeten angekommen.

Merkur lenkte die Sonde in eine 176-tägige Umlaufbahn um die Sonne um. Da Merkur selbst die Sonne in 88 Tagen umrundet, trafen sich Sonde und Merkur nach 176 Tagen wieder am gleichen Punkt der Merkur­umlaufbahn.

Die nächste Begegnung am 21. September 1974 fand in einer größeren Distanz von etwa 50.000 km statt. Die letzte Begegnung am 16. März 1975 führte dagegen bis auf 375 km an den Merkur heran, um das Magnetfeld besser studieren zu können. Am 24. März 1975 waren die Vorräte an Treibstoff erschöpft und die Sonde wurde abgeschaltet.

Quelle: Wikipedia


4.3. 1275

Vor 742 Jahren:

Chines. Astronomen berichten von Sonnenfinsternis


5.3. 1979

Vor 38 Jahren:

Voyager 1 kommt an Jupiter vorbei

Voyager 1 ist eine Raumsonde der NASA zur Erforschung des äußeren Planetensystems und des interstellaren Raums. Die Sonde flog zunächst die Planeten Jupiter und Saturn an und bewegt sich seitdem auf die äußere Grenze des Sonnensystems zu.

Die Mission der Voyager 1 gilt als einer der größten Erfolge der NASA und der Raumfahrt allgemein, da die Sonde ihre geplante Lebenserwartung bereits weit übertroffen hat und noch heute regelmäßig Daten zur Erde sendet. Außerdem ist sie das am weitesten von der Erde entfernte von Menschen gebaute Objekt überhaupt und wird diesen Status auf absehbare Zeit auch behalten. Die Entfernung von Voyager 1 zur Sonne beträgt (Stand Dezember 2012) etwa 123,5 Astronomische Einheiten (AE), das entspricht etwa 18,35 Milliarden Kilometern, einer Entfernung, für die Licht 17,1 Stunden benötigt. Jährlich nimmt sie um rund 3,6 AE zu (? 538.552.332 km), dies entspricht einer Geschwindigkeit von etwa 61.380 km/h. Von der Erde aus betrachtet befindet sich Voyager 1 im Sternbild Schlangenträger.

Quelle: Wikipedia


5.3. 1982

Vor 35 Jahren:

Venera 14 landet auf Venus

Venera 14 startete am 4. November 1981 und erreichte die Venus am 3. März 1982. Der Lander überlebte 57 Minuten auf der Oberfläche (Landeort 13,3° Süd und 310° Ost) bei einer Außentemperatur von 465 °C und einem Atmosphärendruck von 94 Bar und lieferte Daten und Bilder.

Quelle: Wikipedia


5.3. 2016

Vor 1 Jahr:

Asteroid 2013 TX68 passiert die Erde

Am 5. März 2016 passierte der kleine, etwa 30 Meter durchmessende Asteroid 2013 TX68 die Erde. Seine Bahn ist nicht präzise genug bekannt, um den geringsten Abstand des Brockens während seines Vorüberflugs zu berechnen - er liegt zwischen 14 Millionen und 17.000 Kilometern. Am 28. September 2017 besteht sogar noch die geringe Möglichkeit einer Kollision.

Quelle: astronews.com


6.3. 2015

Vor 2 Jahren:

Ankunft von Dawn bei Ceres

Die NASA-Raumsonde Dawn ist am 6. März 2015 erfolgreich in eine Umlaufbahn um den Zwergplaneten Ceres eingeschwenkt. Sie ist die erste Sonde, die einen Zwergplaneten umkreist und auch die erste Sonde, die zwei verschiedene Ziele besucht und aus einer Umlaufbahn erforscht hat.

Siebeneinhalb Jahre nach dem Start und nach fast fünf Milliarden geflogener Kilometer ist Dawn somit an ihrem zweiten Missionsziel angekommen. Ihr erstes Ziel, den Asteroiden Vesta, umkreiste sie von 2011 bis 2012 und lieferte Tausende Bilder.

Quelle: astronews.com


6.3. 2016

Vor 1 Jahr:

Feuerkugel in Bayern und Oberösterreich beobachtet

In Oberösterreich und Bayern beobachteten aufmerksame Bürger am 6. März 2016 ein auffälliges Lichtschauspiel am Abendhimmel – Medien berichteten von einer Feuerkugel, die von einem in der Erdatmosphäre teilweise verglühenden Meteoriten verursacht worden war. Inzwischen sind Bruchstücke dieses Meteoriten gefunden und von Wissenschaftlern vom Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster untersucht und klassifiziert worden. Das Fazit der Wissenschaftler: Bei dem Stück handelt es sich um einen gewöhnlichen metallarmen Steinmeteoriten, der in Fachkreisen der LL Chondritenklasse zugeordnet wird.

Quelle: astronews.com


7.3. 2009

Vor 8 Jahren:

Weltraumteleskop Kepler startet ins All

Kepler ist ein Weltraumteleskop der NASA, das im März 2009 gestartet wurde, um nach extrasolaren Planeten zu suchen. Das Teleskop beobachtete einen festen Ausschnitt des Sternenhimmels mit ca. 190000 Sternen im Sternbild Schwan, um extrasolare Planeten zu entdecken.

Besondere Zielsetzung des Projekts war es, vergleichsweise kleine Planeten (wie unsere Erde oder kleiner) und damit auch potenziell bewohnbare („habitable“) extrasolare Planeten zu entdecken. Gleichzeitig lieferte es Basisdaten zu anderen veränderlichen Sternen, um daraus Rückschlüsse über die im Inneren ablaufenden Prozesse ziehen zu können.

Mitte Mai 2013 erklärte die NASA, dass Kepler infolge zweier defekter Reaktionsräder nicht mehr mit der bisherigen Präzision ausgerichtet werden kann. Am 15. August 2013 wurde die Hauptmission eingestellt, im Mai 2014 wurde bekanntgegeben, dass Kepler mit einer modifizierten Mission (K2 genannt) weiterhin nach Exoplaneten suchen wird.

Quelle: Wikipedia


9.3. 2008

Vor 9 Jahren:

Erster Start des europäischen ATV

Das europäische Automatische Transportvehikel ATV der ESA startet erstmals zur ISS und liefert Versorgungsgüter.

Das Automated Transfer Vehicle (ATV; englisch für automatisches Transferfahrzeug) ist ein unbemannter, nicht wiederverwendbarer Weltraumfrachter, der Nachschub wie Nahrung, Wasser, Ausrüstung, Stickstoff, Sauerstoff und Treibstoffe zur Internationalen Raumstation (ISS) transportieren kann. Nach dem Andocken wird er zusätzlich für Ausweichmanöver der Raumstation vor eventuell heranfliegenden Trümmern und für die Anhebung der Umlaufbahn, das so genannte „Reboost“, der ISS gebraucht.

Quelle: Wikipedia


9.3. 2011

Vor 6 Jahren:

Letzte Landung des Spaceshuttles Discovery

Die Raumfähre Discovery (englisch für Entdeckung) hatte ihren Jungfernflug im August/September 1984 (STS-41-D). Mit der Landung am 9. März 2011 beendete die Raumfähre ihre letzte Mission STS-133.

Am 24. Februar 2011 um 22:53 Uhr startete das Shuttle nach 28 Dienstjahren mit STS-133 zum letzten Mal. Am 26. Februar 2011, 20:14 Uhr, dockte sie an der ISS an und landete am 9. März 2011 um 17:57 Uhr zum letzten Mal auf der Landebahn des Kennedy Space Center in Florida. Die Discovery ist mit ca. 230 Millionen Kilometern die am weitesten gereiste Raumfähre der NASA-Shuttleflotte.

Seit dem 19. April 2012 steht die Discovery als Museumsstück im James S. McDonnell Space Hangar im Steven F. Udvar-Hazy Center des Smithsonian-Instituts in der Nähe vom Washington Dulles International Airport.

Quelle: Wikipedia


10.3. 1814

Vor 203 Jahren:

Fraunhofer entdeckt Linien im Sonnenspektrum

Die Fraunhoferlinien oder Fraunhofer'schen Linien sind Absorptionslinien im Spektrum der Sonne. Sie entstehen durch Resonanzabsorption der Gase in der Sonnen-Photosphäre. Die Fraunhoferlinien erlauben Rückschlüsse auf die chemische Zusammensetzung und Temperatur der Gasatmosphäre der Sonne und von Sternen.

Der englische Chemiker William Hyde Wollaston war 1802 der erste Beobachter von dunklen Linien im Sonnenspektrum. Diese wurden jedoch unabhängig von ihm 1814 vom Münchener Optiker Joseph von Fraunhofer neuentdeckt, welcher sie daraufhin systematisch studierte und durch sorgfältige Messungen deren Wellenlängen bestimmte. Insgesamt verzeichnete er über 570 Linien, wobei er die markanten unter ihnen mit den Buchstaben A bis K versah. Die weniger stark ausgeprägten Linien erhielten andere Buchstaben.

Quelle: Wikipedia


10.3. 2006

Vor 11 Jahren:

MRO erreicht den Mars

Der Mars Reconnaissance Orbiter (engl. für „Mars-Erkundungssatellit“), abgekürzt MRO, ist eine NASA-Raumsonde zur Erforschung des Planeten Mars, die am 12. August 2005 zum Roten Planeten aufgebrochen war und am 10. März 2006 ihr Ziel erreichte.

Das primäre Ziel der Sonde ist die Kartografierung der Mars-Oberfläche: Der Mars Reconnaissance Orbiter bringt die bisher hochauflösendste Kamera in eine Mars-Umlaufbahn. Sie erreicht eine verbesserte horizontale Bildauflösung von einem Meter pro Pixel, während frühere Aufnahmen noch mehrere Meter pro Pixel hatten. Wegen der Begrenzung der Datenmenge, die zur Erde übermittelt werden kann, können nur ausgewählte Teile des Planeten mit der höchsten Auflösung erfasst werden.

Quelle: Wikipedia


12.3. 1985

Vor 32 Jahren:

Start des Satelliten Geosat zur Erdbeobachtung

Geosat (Geodetic Satellite) war ein Erdbeobachtungssatellit der US Navy, der mit einem Radar-Altimeter ausgerüstet war und der Satellitengeodäsie und der Ozeantopographie diente.

Geosat bestimmte mittels des Radar-Altimeters den genauen Abstand zwischen der Meeresoberfläche und seinem genau bekannten Orbit. Ziel war es, die räumlichen und zeitlichen Änderungen des Meereshöhe zu bestimmen. Die Mission von Geosat war in zwei Phasen eingeteilt:

In den ersten 18 Monaten wurde als primäre Mission eine geheim gehaltene geodätische Vermessung der Ozeane betrieben. Dafür befand sich der Satellit in einem Orbit mit nicht wiederholendem Überflugszyklus. Die Daten dieser Vermessung ermöglichten ein genaueres Abbild der Erdgravitation und somit eine erhöhte Zielgenauigkeit von U-Boot-gestützten ballistischen Raketen.

In der zweiten Phase, die von September 1986 bis Januar 1990 andauerte, wurden der Wissenschaft zugängliche geodätische Daten gewonnen. Dafür wurde der Orbit so geändert, dass sich der Überflug über eine bestimmte Stelle alle 17 Tage wiederholte. Aufgrund des Orbits wurde die Missionsphase als ERM (Exact Repeating Mission) bezeichnet

Im Januar 1990 endete die Betriebsfähigkeit mit dem Versagen beider Datenrekorder. Bis zum Jahre 1995 wurden in mehreren Schritten alle bis dato geheimen Vermessungsdaten freigegeben.

Quelle: Wikipedia


13.3. 1781

Vor 236 Jahren:

Entdeckung des Planeten Uranus

Sir Friedrich Wilhelm Herschel entdeckte den Planeten zufällig am 13. März 1781 zwischen zehn und elf Uhr abends mit einem selbst gebauten 6-Zoll-Spiegelteleskop, als er von seinem Garten in der englischen Stadt Bath aus eine Himmelsdurchmusterung durchführte, um mit einer stärkeren Vergrößerung versuchsweise Fixsternparallaxen zu messen.

Er hielt den sich an der Grenze zwischen den Sternbildern Stier und Zwillinge bewegenden Himmelskörper jedoch zunächst für einen Kometen, da kaum jemand daran gedacht hatte, dass es mehr als die bis dahin sechs altbekannten Planeten geben könnte. Uranus war der erste, der nicht schon in der Antike bekannt war.

Quelle: Wikipedia


13.3. 1969

Vor 48 Jahren:

Landung von Apollo 9

Apollo 9 war eine Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Programms. Ihr Ziel war ein Testflug der Mondlandefähre unter realen Bedingungen in der Erdumlaufbahn, in der das Rendezvous- und Andockmanöver geprobt wurde.

Die Saturn V startete am 3. März 1969 um 16:00 UTC vom Kennedy Space Center, Florida. Um die Kommunikation zu vereinfachen, erhielten Kommandokapsel und Fähre erstmals eigene Rufnamen: Gumdrop für das Kommandomodul und Spider für die Mondlandefähre.

Zehn Tage nach dem Start, am 13. März, um 17:00 UTC wasserte Apollo 9 sicher im Atlantik und wurde von der USS Guadalcanal geborgen. Die Kommandokapsel war bis zu dessen Schließung im April 2004 im Michigan Space and Science Center, Jackson, MI ausgestellt und befindet sich heute im San Diego Air & Space Museum in San Diego, CA.

Quelle: Wikipedia


14.3. 1986

Vor 31 Jahren:

Komet Halley von Raumsonden beobachtet

Der Komet Halley wird gleich von 5 Raumsonden besucht, die erfolgreichste hierbei ist die europäische Sonde Giotto.


14.3. 1986

Vor 31 Jahren:

Raumsonde Giotto erreicht Kometen Halley

Die erfolgreichste Mission zu Halley wurde von der europäischen Raumsonde Giotto abgeliefert.

Giotto (benannt nach einem Maler aus dem Mittelalter, der 1301 den Kometen Halley in einem berühmten Gemälde verewigte) startete am 2. Juli 1985 und näherte sich dem Kometen Halley am 14. März 1986 bis auf knapp 600 Kilometern. Trotz dieses Abstandes kam es zur Beschädigung einiger Instrumente, und die Sonde geriet ins Schlingern, konnte jedoch kurz darauf wieder stabilisiert werden. Die vorher gewonnenen Daten und Bilder waren glücklicherweise bereits live zur Erde gesandt worden, sodass Giotto trotz der Ausfälle eine große Datenmenge lieferte und neue Erkenntnisse über den Kometen erbrachte.

Da die Raumsonde Giotto bei Halley so erfolgreich war, wurde sie anschließend zum nächsten Kometen geschickt. 1992 kam sie in einem Abstand von knapp 200 km am Kometen Grigg-Skjellerup vorbei. Das war bis dahin der knappste Vorbeiflug an einem Kometen. Anschließend wurde die Sonde abgeschaltet. Die Erfahrungen, die die Wissenschaftler mit Giotto sammeln konnten, flossen später in weitere Kometenmissionen mit ein, beispielsweise bei Rosetta.


14.3. 2016

Vor 1 Jahr:

Start der europäischen Marsmission ExoMars

Am 14. März 2016 um 10.31 Uhr MEZ ist die ExoMars 2016-Mission der europäischen Weltraumagentur ESA und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos vom russischen Kosmodrom Baikonur zu unserem Nachbarplaneten Mars aufgebrochen. An Bord der Proton-Rakete waren der Trace Gas Orbiter (TGO) und der Landedemonstrator Schiaparelli (Entry, descent and landing Demonstrator Module EDM) untergebracht, die sich knapp elf Stunden nach dem Start von der Rakete getrennt und Kurs in Richtung Mars eingeschlagen haben.

Quelle: astronews.com


15.3. 2015

Vor 2 Jahren:

Meteorit über Süddeutschland und Schweiz gesichtet

Ein Lichtschweif hat Süddeutschland am 15. März 2015 kurz vor 21 Uhr in Aufregung versetzt. Die Leuchtspur begann in der Nähe von Stuttgart, etwa 20 Kilometer vor Zürich verglühte der Himmelskörper in einer Höhe von 50 bis 100 Kilometern. Bei der Explosion hätten die Menschen dort einen Knall gehört.

Mit einem Durchmesser zwischen 30 Zentimetern und maximal einem Meter war der Himmelskörper nach Angaben der ESA von ungewöhnlicher Größe.

Quelle: swr.de


16.3. 1926

Vor 91 Jahren:

1. erfolgreicher Start von Flüssigkeitsrakete

Der US-amerikanische Raketenpionier Robert Goddard führt mit Unterstützung der Smithsonian Institution den ersten erfolgreichen Start einer Flüssigkeitsrakete durch (2,5 s Flugdauer, 14 m Höhe, 50 m Flugweite). Im Oktober 1930 erreichte eine Rakete Goddards bereits 800 km/h und 610 m Höhe.

Frühe theoretische Ansätze über die Verwendung von Flüssigkeitraketen wurden 1903 vom russischen Raumfahrtpionier und -vordenker Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski unter dem Titel "Erforschung des Weltraums mittels Reaktionsapparaten" in der russischen Zeitschrift "Wissenschaftliche Rundschau" veröffentlicht.

Flüssigkeitsraketentriebwerke sind Reaktionsantriebe, die heute vor allem in der Raumfahrt eingesetzt werden.

Quelle: Wikipedia


16.3. 1966

Vor 51 Jahren:

Erstes Kopplungsmanöver im Weltall

Die beiden amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und David Scott schaffen mit Gemini 8 das erste Kopplungsmanöver im Weltall, indem sie an eine vorher von einer Atlas-Rakete ins All gebrachte Agena-Stufe andocken.

Die Triebwerke der Agena konnten dabei sowohl von der Bodenstation als auch vom Gemini-Raumschiff aus fernbedient werden, und es war geplant, die mechanische Belastung des Gespanns zu testen. Nach einer Änderung der Lage konnte jedoch die Gemini-Agena-Kombination nicht mehr stabilisiert werden, sie begann immer schneller zu rotieren. Die Astronauten vermuteten das Problem bei der Agena und lösten sich vom Satelliten, nachdem sie dessen Kontrolle wieder an die Bodenstation übergeben hatten.

Als Ursache wurde eine Düse des Orbitallageregelungssystems identifiziert: diese hatte sich verklemmt und fortwährend gefeuert. Durch diese Manöver hatte Gemini 8 nun so viel Treibstoff verbraucht, dass an eine Fortsetzung der Mission nicht zu denken war. Bei der nächsten Gelegenheit wurde die Rückkehr zur Erde eingeleitet. Da es über dem Atlantischen Ozean bereits Nacht war, ging die Landekapsel im Pazifik nieder. Dieser Raumflug hatte nur knapp 11 Stunden gedauert.

Einerseits war dies die erste gelungene Kopplung zweier Raumfahrzeuge (das erste Mal, dass die Amerikaner gegenüber der Sowjetunion einen Vorsprung hatten), andererseits auch der erste Weltraumflug, der wegen einer Notsituation abgebrochen werden musste.

Quelle: Wikipedia


17.3. 1899

Vor 118 Jahren:

Saturns 9. Mond Phoebe wird entdeckt

Der Astronom William Henry Pickering entdeckt bei der Auswertung von am 16. August 1898 aufgenommenen Fotoplatten den Mond Phoebe, den neunten Begleiter des Planeten Saturn.

Es war der erste Mond, der auf fotografischem Wege entdeckt wurde. Seine genaue Umlaufbahn konnte erst 1905 von Frank Elmore Ross bestimmt werden. Über 100 Jahre lang galt Phoebe als der äußerste Mond des Saturn, bis im Jahre 2000 mehrere kleine Trabanten entdeckt wurden, die noch weiter entfernt sind.

Benannt wurde der Mond nach der Titanin Phoibe aus der griechischen Mythologie.

Quelle: Wikipedia


17.3. 1958

Vor 59 Jahren:

Erster mit Solarzellen betriebener Satellit startet

Der kleine, kugelförmige Satellit Vanguard 1, der bei einem Durchmesser von 16,5 cm eine Masse von etwa 1,47 kg hat, wurde auch scherzhaft Grapefruit genannt. Er war der zweite erfolgreich in den Orbit gebrachte Satellit der USA nach Explorer 1 und der erste Satellit, der mit Solarzellen ausgestattet wurde. Dank dieser Energiequelle konnte man sieben Jahre lang, bis 1964, über die von ihm gesendeten Signale seine Flugbahn verfolgen und daraus Erkenntnisse über die Erdform ableiten. Heute ist Vanguard das älteste künstliche Objekt in der Erdumlaufbahn.

Quelle: Wikipedia


17.3. 2013

Vor 4 Jahren:

Lichtblitz auf dem Mond beobachtet

Schon seit mehreren Jahren überwachen Astronomen der NASA den Mond, um Hinweise auf Einschläge von Meteoroiden auf dem Erdtrabanten zu entdecken. Unzählige Lichtblitze, die durch lunare Meteorschauer verursacht wurden, haben die Forscher seitdem registriert. Am 17. März beobachteten sie einen Lichtblitz, der alle bisherigen Einschläge in den Schatten stellte.

Das Objekt mit der Größe eines kleinen Felsbrockens ist auf der Mondoberfläche im Mare Imbrium eingeschlagen. Die Explosion führte zu einem Lichtblitz, der knapp eine Sekunde andauerte und sogar mit bloßem Auge gesehen werden konnte.

Quelle: astronews.com


17.3. 2013

Vor 4 Jahren:

Meteorit schlägt auf Mond ein

Am 17. März 2013 beobachteten Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA einen Einschlag im Mare Imbrium, der die Helligkeit eines 4 mag hellen Sterns erreichte. Er ereignete sich auf der unbeleuchteten Seite des Erdtrabanten und hätte sich mit dem bloßen Auge beobachten lassen – allerdings nicht von Mitteleuropa aus, denn der Einschlag erfolgte um 04:50:55 Uhr MEZ, als sich der zunehmende Mond unter dem Horizont befand.

Die NASA schätzte den Meteoriden auf einen Durchmesser zwischen 30 und 40 Zentimeter bei einem Gewicht von ca. 40kg. Er traf die Mondoberfläche mit einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Sekunde und setzte bei seinem Aufschlag eine Energie vergleichbar der Explosion von fünf Tonnen des Sprengstoff TNT frei.

In der gleichen Nacht registrierten Weitwinkelkameras zur Himmelsüberwachung der NASA und der University of Western Ontario eine ungewöhnliche Häufung von hellen Meteoren, die tief in die Erdatmosphäre eindrangen. Bei Rückberechnung ihrer Bahnen zeigte sich, dass praktisch alle von ihnen auf identischen Wegen aus dem Asteroidengürtel auf die Erde trafen. Offenbar wurden Erde und Mond gleichzeitig von Meteoroiden getroffen, die wohl Teil einer Trümmerwolke waren, die sich erst vor Kurzem gebildet hatte.

Quelle: spektrum.de


18.3. 1965

Vor 52 Jahren:

Erster Weltraumspaziergang

Der Russe Alexander Leonov steigt erstmals aus einem Raumschiff aus und begibt sich in die Kälte des Weltraums. Woschod 2 startete am 18. März 1965 mit Leonow und seinem Kommandanten Pawel Beljajew an Bord.

In der Erdumlaufbahn verließ Leonow als erster Mensch sein Raumschiff und schwebte frei im Weltraum. Mit dem Raumschiff war er nur durch eine 4,5 m lange Sicherheitsleine verbunden und schwebte etwa 12 Minuten im Weltraum.

Quelle: Wikipedia


18.3. 2011

Vor 6 Jahren:

MESSENGER schwenkt in Umlaufbahn um Merkur

MESSENGER (englisch Mercury Surface, Space Environment, Geochemistry and Ranging; etwa ‚Merkur-Oberfläche, -Raumumgebung, -Geochemie und -Entfernungsmessung‘) ist eine NASA-Raumsonde des Discovery-Programms, die den sonnennächsten Planeten Merkur erforscht.

Die Primärmission der Sonde im Merkurorbit ist für ein Jahr ausgelegt. MESSENGER kann dabei erstmals den Planeten vollständig kartieren und widmet sich speziell der Untersuchung der geologischen und tektonischen Geschichte des Merkurs sowie seiner Zusammensetzung. Weiterhin soll die Sonde nach dem Ursprung des Magnetfeldes suchen, die Größe und den Zustand des Planetenkerns bestimmen, die Polarkappen des Planeten untersuchen sowie die Exosphäre und die Magnetosphäre erforschen.

Quelle: Wikipedia


20.3. 1916

Vor 101 Jahren:

Allg. Relativitätstheorie veröffentlicht

Albert Einstein veröffentlicht in der Fachzeitschrift 'Annalen der Physik' den Artikel "Die Grundlage der Allgemeinen Relativitätstheorie". Darin führt er die Gravitation auf ein geometrisches Phänomen in einer gekrümmten 4-dimensionalen Raumzeit zurück.

Die allgemeine Relativitätstheorie (kurz ART) beschreibt die Wechselwirkung zwischen Materie (einschließlich Feldern) einerseits und Raum und Zeit andererseits. Sie erweitert die spezielle Relativitätstheorie und geht für hinreichend kleine Gebiete der Raumzeit in diese über. Außerdem kann sie als eine Erweiterung des newtonschen Gravitationsgesetzes verstanden werden, weil sie dieses im Grenzfall von hinreichend kleinen Massendichten und Geschwindigkeiten liefert.

Die allgemeine Relativitätstheorie wurde vielfach experimentell bestätigt, so dass sie als Gravitationstheorie allgemein anerkannt ist. Insbesondere hat sie sich bisher in der von Einstein formulierten Form gegen alle später vorgeschlagenen Alternativen durchsetzen können. Offene Fragen betreffen vor allem die Beziehung zur Quantenmechanik.

Quelle: Wikipedia


20.3. 2015

Vor 2 Jahren:

Sonnenfinsternis in Europa

Am 20. März 2015 fand in den Vormittagsstunden eine Sonnenfinsternis statt. Im Nordatlantik, in Spitzbergen und auf den Färöer Inseln war sie eine totale, in Deutschland eine partielle Finsternis.

Bei herrlichstem Wetter verfolgten Millionen Menschen dieses Himmelsereignis mit. Die Sonne wurde in Deutschland je nach Standort zu 65 bis 80% vom Mond verdunkelt. Zum Maximum blieb von der Sonne nur eine schmale Sichel übrig.


21.3. 1684

Vor 333 Jahren:

Saturnmonde Tethys und Dione entdeckt

Der Astronom Giovanni Domenico Cassini entdeckt zwei Monde des Planeten Saturn, Tethys und Dione. Damit sind die beiden der 4. und 5. entdeckte Saturnmond und der 8. bzw. 9. entdeckte Mond im gesamten Sonnensystem.

Dione hat einen Durchmesser von 1120 km. Sie besteht zum großen Teil aus Eis und besitzt wahrscheinlich einen Kern aus Silikatgestein. Möglicherweise fand auf Dione Eisvulkanismus statt. Durch Gravitationskräfte von Saturn und Monden, die ihr nahe kamen, wurde sie innerlich 'durchgeknetet' und so erwärmt.

Tethys hat einen Durchmesser von 1060 km. Dieser Mond besteht fast vollständig aus Eis. Tethys' Oberfläche ist mit unzähligen Kratern und Rissen übersät. Der größte Krater auf Tethys, Odysseus, ist fast 400 Kilometer groß, im Verhältnis zur Größe von Tethis also geradezu riesig.

Quelle: Wikipedia


23.3. 1779

Vor 238 Jahren:

Entdeckung der Blackeye-Galaxie

Der britische Astronom Edward Pigott sieht als erster Mensch die Blackeye-Galaxie im Sternbild Haar der Berenike.

Messier 64 (auch als NGC 4826 und Blackeye-Galaxie bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie mit der scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag im Sternbild Coma Berenices. Sie besitzt eine große ovale Dunkelwolke nördlich des Kerns mit einer Ausdehnung von etwa 8000 Lichtjahren, die wahrscheinlich durch Verschmelzung mit einer kleinen, sehr staubreichen Galaxie entstanden ist. Die Galaxie ist etwa 24 Mio. Lichtjahre von uns entfernt.

Quelle: Wikipedia


23.3. 2001

Vor 16 Jahren:

Raumstation MIR verglüht

Nach über 15 Jahren in der Erdumlaufbahn wird die Raumstation Mir gezielt zum Absturz gebracht und verglüht über dem Pazifik.

Die Mir (russisch ‚Frieden‘ oder ‚Welt‘) war eine von der Sowjetunion erbaute, bemannte Raumstation, die von 1986 bis zu ihrem kontrollierten Absturz 2001 86.325 mal die Erde umkreiste. Nachdem die Mir in den ersten Jahren nur von der Sowjetunion und den mit ihr verbundenen Staaten genutzt wurde, betrieb sie die russische Raumfahrtagentur Roskosmos nach dem politischen Umbruch im Ostblock weiter und öffnete sie auch für westliche Staaten und ihre Raumfahrtagenturen.

Die Raumstation Mir war zu ihrer Zeit das größte künstliche Objekt im Erdorbit und gilt – mit dem Sputnik-Satelliten 1957 und Juri Gagarins Erstflug 1961 – als größter Erfolg der sowjetischen Raumfahrt.

Quelle: Wikipedia


25.3. 1655

Vor 362 Jahren:

Entdeckung von Saturnmond Titan

Der niederländische Astronom Christiaan Huygens entdeckt mit seinem selbstgebauten Teleskop den größten Mond des Saturn, Titan.

Titan ist der einzige bekannte Mond, der eine Atmosphäre besitzt. Das ist normalerweise ein Merkmal von Planeten. Alle anderen Monde haben nur eine sehr dünne oder gar keine Luftschicht. Es stellte sich sogar heraus, dass die Titanatmosphäre dicker und dichter ist als die der Erde!

Lange Zeit war es unmöglich herauszufinden, wie denn nun seine Oberfläche aussehen mag. Am 14. Januar 2005 schwebte die Sonde Huygens durch seine Wolken hinab auf die Oberfläche des Titan. Während des Abstiegs am Fallschirm wurde so viel wie möglich gemessen und fotografiert. Aus den vielen Daten ergaben sich zahlreiche neue Erkenntnisse und Einblicke in diese einzigartige Welt.

Quelle: Wikipedia


25.3. 1961

Vor 56 Jahren:

Start von Sputnik 10

Die Sowjetunion startet Sputnik 10 mit dem Hund Swesdotschka (Kleiner Stern) an Bord als letzten Test vor dem bemannten Raumflug Juri Gagarins im April 1961. Flug und Rückkehr der Landekapsel verlaufen erfolgreich.

Quelle: Wikipedia


25.3. 1996

Vor 21 Jahren:

Komet Hyakutake in Erdnähe

Hyakutake, der „Große Komet von 1996“, erreicht mit nur 0,109 Astronomischen Einheiten (rund 16 Mio km) seine größte Annäherung an die Erde. Um den 25. März 1996 war er eines der hellsten Objekte am Nachthimmel und sein Schweif erstreckte sich mit einer beeindruckenden Länge von 75° über den Himmel. Die Koma zeigte eine deutlich sichtbare blau-grüne Färbung.

Der Komet Hyakutake läuft auf einer extrem langgestreckten, elliptischen Umlaufbahn um die Sonne. Der sonnennächste Punkt der Bahn (Perihel), den der Komet am 1. Mai 1996 durchlaufen hat, liegt mit 0,230 AE noch innerhalb der Bahn des Planeten Merkur, während der sonnenfernste Punkt (Aphel) mit ungefähr 4700 AE beinahe 1/10 Lichtjahr von der Sonne entfernt ist.

Quelle: Wikipedia


25.3. 2014

Vor 3 Jahren:

Ringe um Asteroiden entdeckt

Mithilfe verschiedener Teleskope in Südamerika haben Astronomen jetzt den ersten Asteroiden entdeckt, der von zwei dichten und schmalen Ringen umgeben ist. Es ist das kleinste bislang bekannte Objekt mit einem Ringsystem. Wie die Ringe entstanden sind, ist den Astronomen noch ein Rätsel. Sie vermuten jedoch, dass sie die Überreste einer Kollision sind.

Entdeckt wurden die Ringe bei dem Asteroiden (10199) Chariklo, der zwischen Saturn und Uranus um die Sonne kreist.

Quelle: astronews.com


27.3. 1969

Vor 48 Jahren:

Start von Mariner 7 Richtung Mars

Mariner 7 sollte den Mars passieren und mehr und besser aufgelöste Aufnahmen als Mariner 4 anfertigen. Mariner 7 war 412,8 kg schwer, davon entfielen 57,6 kg auf die Experimente. Erstmals gab es auch eine Programmsteuerung an Bord. Man verzichtete auf die Experimente zur Untersuchung des interplanetaren Raumes und gab der Sonde zwei Kameras, ein UV-Spektrometer und ein Infrarotradiometer, mit auf den Weg.

Mariner 7 startete am 27. März 1969. Am 2. August 1969 fertigte die Sonde 93 Aufnahmen bei der Annäherung an, die zwei volle Rotationen des Mars abdeckten. Bei der Passage gab es weitere 33 Bilder. Die Sonde passierte den Mars auf der Südhalbkugel und kartierte 20 Prozent der Oberfläche. Der Bodendruck und die Temperaturen konnten genauer bestimmt werden.

Auf Aufnahmen von Mariner 7 konnte die Größe von Phobos, dem größeren der beiden Marsmonde, zu 22,4 × 17,6 km bestimmt werden.

Quelle: Wikipedia


28.3. 1802

Vor 215 Jahren:

Entdeckung des Asteroiden Pallas

Pallas wurde am 28. März 1802 von Heinrich Wilhelm Olbers entdeckt und nach der griechischen Göttin Pallas Athene benannt. Die Entdeckung erfolgte zufällig, als Olbers die ein Jahr zuvor entdeckte und heute als Zwergplanet klassifizierte Ceres aufsuchen wollte.

Nach der Entdeckung von Ceres hatte Olbers, wie die anderen Astronomen seiner Zeit, nicht damit gerechnet, noch einen weiteren Planeten zwischen Mars und Jupiter zu finden, da man glaubte, den von der Titius-Bode-Reihe vorhergesagten Planeten in diesem Bereich des Sonnensystems gefunden zu haben.

Quelle: Wikipedia


29.3. 1807

Vor 210 Jahren:

Entdeckung des Asteroiden Vesta

Vesta wurde am 29. März 1807 von Heinrich Wilhelm Olbers in Bremen als vierter Asteroid entdeckt. Wie der 1801 entdeckte Zwergplanet Ceres und die 1802 sowie 1804 entdeckten Asteroiden Pallas und Juno wurde zunächst auch Vesta als Planet bezeichnet. Da bis zur Entdeckung von Astraea noch mehr als 38 Jahre vergehen sollten, änderte sich daran zunächst auch nichts.

Erst als nach etwa 1850 die Zahl der zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter gefundenen Himmelskörper rasch anstieg, setzen sich für diese Objekte die Bezeichnungen „Kleine Planeten“, „Kleinplaneten“, „Planetoiden“ oder „Asteroiden“ durch.

Quelle: Wikipedia


29.3. 1974

Vor 43 Jahren:

Erste Sonde bei Merkur

Zum ersten Mal besuchte eine Sonde den Merkur. Mariner 10 flog im Abstand von 700 km an ihm vorbei und kartierte etwa 45 % der Merkuroberfläche. Die restliche Oberfläche blieb bis zum nächsten Besuch einer Raumsonde unbekannt. Erst 2011 traf eine zweite Sonde bei Merkur ein - Messenger.


31.3. 1966

Vor 51 Jahren:

Start des 1. Mondorbiters Luna 10

Die sowjetische Mondsonde Luna 10 startete am 31. März 1966 und schwenkte als erste Raumsonde am 3. April in einen Mondorbit ein. Die Experimente an Bord vermaßen das Magnetfeld des Mondes und detektierten Mikrometeoriten und Teilchen. Aus den Veränderungen der Bahn konnte man erstmals auf Massekonzentrationen in der Mondkruste schließen.

Am 3. April 1966 wurde bei der Eröffnung des 23. Kongresses der KPdSU eine aufgezeichnete Sendung von Luna 10 abgespielt: Ingenieure hatten die Sonde so programmiert, dass sie Die Internationale abspielte.

Quelle: Wikipedia


31.3. 1970

Vor 47 Jahren:

Explorer 1 verglüht in Erdatmosphäre

Explorer 1 startete am 1. Februar 1958 und war der erste künstliche Erdsatellit der USA (1958) und weltweit der dritte nach den beiden Satelliten Sputnik 1 und 2 der Sowjetunion.

Explorer 1 war deutlich kleiner und leichter als der sowjetische Sputnik, lieferte jedoch zahlreiche Messdaten über die Ionosphäre, die auf einen Strahlungsgürtel (später Van-Allen-Gürtel benannt) rings um die Erde schließen ließen.

Mit späteren Explorer-Starts wurde der Strahlungsgürtel – und ein außerhalb liegender zweiter – genauer erforscht und erwies sich als gefährlich für die bemannte Raumfahrt, deren Vorplanungen schon länger liefen.

Im Laufe der Zeit sank die Bahn langsam wegen der Bremswirkung der obersten Luftschichten (Exosphäre) – im Durchschnitt um 30 km pro Jahr. Daraus konnte – wie auch aus den ersten sowjetischen Satelliten – schon 1958/59 das Modell der hohen Erdatmosphäre verbessert werden. Die bis dato angenommene Luftdichte war um ein mehrfaches zu gering angesetzt worden. Nach 12 Jahren im All verglühte Explorer am 31. März 1970 in etwa 100 km Höhe.

Quelle: Wikipedia


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Menschen im All

Lange bevor es möglich war, ins Weltall zu fliegen, waren die Menschen bereits fasziniert von der Vorstellung, zu fernen Planeten oder Sternen reisen zu können. Bücher und Comic-Heft-Serien sind voll mit solchen Ideen. Science-Fiction-Autoren wie Jules Verne in "Reise um den Mond" beschrieben schon vor 150 Jahren sehr anschaulich, wie man einen solchen Ausflug erleben würde. Davon wiederum ließen sich Wissenschaftler und Ingenieure inspirieren und setzten alles daran, den Traum von der Reise ins All Wirklichkeit werden zu lassen. Mehr über Leute, die Raumfahrt ermöglicht haben, erfährst du unter 'Pioniere der Raumfahrt'.

Nur sehr wenige Menschen kommen in den Genuss einer solchen Reise. Bisher verließen ca. 500 Raumfahrer die Erde und erlebten einen Aufenthalt im Weltraum inklusive Schwerelosigkeit und traumhaften Blick zur Erde. Neuerdings kann auch mitfliegen, wer genug Geld zur Verfügung hat. Obwohl es einige Millionen Euro kostet, als Weltraumtourist die Internationale Raumstation ISS zu besuchen, ist die Warteliste lang.

Die bemannte Raumfahrt beschränkt sich derzeit auf Besuche der ISS. Eine bemannte Mondmission ist bis 2018 angedacht. Weiter als bis zum Mond sind wir bisher noch nicht vorgedrungen. Über Reisen zum Mars wird momentan zwar laut nachgedacht, aber ob sie tatsächlich stattfinden werden, ist noch nicht so sicher. Viele Schwierigkeiten gilt es dabei zu meistern.

Die Unterschiede zwischen Erde und Weltraum

Die Unterschiede zwischen den Bedingungen auf der Erde und denen im Weltall sind gewaltig. Bevor man sich also auf eine Reise ins All macht, muss man vieles genau bedenken und planen. Es geht schließlich um das Leben und Überleben der Raumfahrer.

Hier sind die wichtigsten Probleme aufgeführt, die bei Reisen ins All auftreten. Die Unterschiede zwischen den Bedingungen auf der Erde und im Weltall werden aufgezeigt. Doch keine Sorge - der Mensch ist erfinderisch - für fast jedes Problem gibt es auch eine Lösung.

Die Temperatur

Auf der Erde: Die Temperaturen auf der Erde sind optimal für uns Lebewesen. Wenn es uns zu warm/kalt sein sollte, genügt ein Kleidungswechsel oder ein Rückzug in warme oder kühle Räume.

Im Weltall: Hier herrschen extreme Temperaturunterschiede, in sonnenabgewandten Bereichen bis zu - 271° Celsius! Das sind nur zwei Grad vom absoluten Nullpunkt entfernt. Umgekehrt ist es in direkter Sonneneinstrahlung extrem heiß, die Temperatur kann da sehr schnell auf über 100°C steigen!

Die Lösung: Wenn Astronauten im Weltall aus dem Raumschiff steigen wollen, müssen sie gekühlt werden. Dazu tragen sie spezielle, mit Schläuchen für Kühlmittel durchzogene "Unterwäsche". Der ganze Raumanzug ist so beschaffen, dass er gleichbleibend lebensfreundliche Temperaturen für den Astronauten bereitstellt. Auch im Raumschiff und in der Raumstation müssen konstante Temperaturen herrschen. Ein Ausfall der Klimaanlage ist lebensbedrohlich.


Das Wasser

Auf der Erde: Auf der Erde ist genug Wasser vorhanden. Wir alle sollten es vor Verschmutzungen schützen, sonst schaden wir uns selbst. Ohne Wasser könnten wir nicht leben.

Im Weltall: Hier gibt es entweder gar kein Wasser oder es muss erst gewonnen werden (auf anderen Himmelskörpern lagert Wasser eventuell als Eis in Kratern oder in Ozeanen tief unter der Oberfläche).

Die Lösung: Der gesamte Wasserbedarf muss als Vorrat mitgenommen werden. Es muss sparsam damit umgegangen werden. Ein Mensch benötigt pro Tag mindestens etwa 2,5kg Wasser.


Die Luft

Auf der Erde: Wir sind perfekt an die Luftzusammensetzung auf der Erde angepasst und können frei atmen. Wir alle sollten es vermeiden, die Luft durch Abgase usw. zu verschmutzen, denn wer will schon unter Luftverschmutzung leiden und davon krank werden..

Im Weltall: Es gibt hier keine Luft, nur Vakuum. Auch eventuelle Luftschichten auf anderen Himmelskörpern sind für uns nicht atembar. Die Zusammensetzung dieser Luft ist für uns nicht zum Atmen geeignet, sondern eher schädlich.

Die Lösung: Bei Weltraumflügen muss genügend Sauerstoff mitgenommen werden. Im Raumschiff muss der Kabinenluft ständig Sauerstoff zugeführt und Kohlendioxid entzogen werden. Ein Mensch verbraucht mindestens etwa 1kg Sauerstoff pro Tag.


Die Strahlung

Auf der Erde: Die dicke Luftschicht und auch das Magnetfeld verhindern auf der Erde, dass uns schädliche Strahlung aus dem Weltall trifft. Sonnenstrahlen können wir gezielt genießen oder uns bei Bedarf davor schützen (Kleidung, Sonnencreme ..)

Im Weltall: Gefährliche UV-Strahlung, Röntgenstrahlung und Gamma-Strahlung dringen ungehindert durch das All und schädigen das Erbgut, wenn sie auf Lebewesen treffen.

Die Lösung: Astronauten benötigen isolierte Schutzanzüge, wenn sie Außeneinsätze haben oder den Mond betreten wollen. Im Raumschiff bzw. der ISS sind sie etwas sicherer, aber längst nicht so gut geschützt wie auf der Erde.


Die Nahrung

Auf der Erde: Die Erde bietet uns alles, was wir zum Leben brauchen, und das in unüberschaubarer Vielfalt. Früchte, Gemüse, Getreide, tierische Produkte..

Im Weltall: Es gibt hier nichts, wovon wir uns ernähren könnten.

Die Lösung: Es müssen genügend Vorräte mitgenommen werden. Astronauten in der ISS müssen regelmäßig mit neuer Nahrung beliefert werden. Es wird daran geforscht, Pflanzen als Nahrungsquelle bei langen Raumflügen mitzunehmen.


Die Schwerkraft

Auf der Erde: Unser Körper ist auf die Erdanziehungskraft eingestellt, die alles nach unten zieht. Unser Herz z.B. verteilt das Blut gleichmäßig im ganzen Körper und pumpt es dabei auch gegen die Schwerkraft nach oben ins Gehirn.

Im Weltall: Hier gibt es in Abhängigkeit von der Entfernung zum nächsten Himmelskörper eine geringere Schwerkraft als von der Erdoberfläche gewohnt. Wie unser Körper darauf reagiert, steht weiter unten.

Die Lösung: Lösungsvorschläge gibt es viele, um geringe Schwerkraft auszugleichen und sie künstlich zu erzeugen. Das ginge bei großen Raumstationen z.B. dadurch, dass man sie rotieren lässt. In Sciencefiction-Filmen ist das oft zu sehen, in der Praxis ist es aber noch nicht umgesetzt worden.


Die Psyche

Auf der Erde: Auf der Erde haben wir eine Familie, wir leben mit Menschen zusammen, die wir mögen und lieben. So fühlen wir uns wohl. Jeden Tag treffen wir außerdem viele andere Menschen. Wir können uns frei bewegen und andere Orte aufsuchen. Wir können uns Abwechslung verschaffen (Freunde besuchen, ins Kino gehen, wandern, schwimmen usw.). Frische Luft und Sonnenschein tun uns ebenfalls gut.

CrewIm Weltall: Menschen in Raumschiffen leben sehr beengt und können nirgendwo anders hin. Das Eingesperrtsein zerrt an den Nerven. Man ist über lange Zeit von der Familie getrennt. Die Sozialkontakte beschränken sich auf nur wenige Mitmenschen. Bei Problemen miteinander kann man sich nicht aus dem Weg gehen.

Der Weltraum ist kalt und dunkel. Das kann als bedrohlich empfunden werden.

Die Lösung: Vor einer Reise ins All werden die künftigen Raumfahrer vielen psychologischen Tests unterzogen. Sie sollten über eine gefestigte Psyche verfügen und bei Problemen und in Stresssituationen nicht gleich ausflippen, sondern Ruhe bewahren. Per Email und Funk kann mit der Familie Kontakt gehalten werden. Spiele bringen Abwechslung in den anstrengenden Arbeitsalltag.


Kuriositäten, die typisch für einen Aufenthalt im All sind

Nahrungsaufnahme

Sich schnell ein Steak braten oder ein paar Süßigkeiten aus einer Schüssel essen geht in der Schwerelosigkeit nicht, da alles davonfliegt. Das Essen ist daher in Beuteln abgepackt und wird in der Mikrowelle erwärmt. Dann wird es über ein Mundstück aus dem Beutel direkt in den Mund gesaugt. Dabei darf nichts danebengehen, sonst ist man den ganzen Tag auf der Jagd nach frei schwebenden Krümeln.

Der kanadische Astronaut Chris Hadfield zeigt, wie man sich in der ISS ein Sandwich macht.


Getränke

Getrunken wird hauptsächlich durch Trinkhalme aus Bechern mit Deckel. Es darf nichts danebengehen! Denn auch Flüssigkeiten können davonschweben. Tropfen werden zu kleinen Kügelchen und fliegen durch die Raumstation. Dadurch können empfindliche Geräte beschädigt werden. Schwebender Orangensaft ist zwar ganz lustig, darf aber nicht passieren.


Hygiene

Auf der ISS gibt es keine Dusche, da herumschwebende Wasserkügelchen ein echtes Problem darstellen, vor allem, wenn man sie wieder einfangen muss! Die Astronauten waschen sich mit Feuchttüchern und Trockenshampoo. Die Zähne werden mit essbarer Zahncreme geputzt, aber bitte den Mund dabei möglichst geschlossen halten!

Der kanadische Astronaut Chris Hadfield führt uns vor, wie man sich in der ISS die Zähne putzt.


Toilettengang

Auf der Toilette müssen sich die Raumfahrer anschnallen, sonst könnten sie ja nicht sitzenbleiben! Das 'Ergebnis' wird sofort aus der Kloschüssel in einen geschlossenen Behälter abgesaugt, damit es gar nicht erst auf die Idee kommt davonzuschweben. Das wäre schließlich überhaupt nicht lustig.


Schlafen

Raumfahrer müssen sich zum Schlafen am Bett festschnallen, sonst bleiben sie nicht liegen, sondern treiben durch die Raumstation. Überhaupt ist es schwierig schlafen zu können, ohne den Druck der Bettdecke zu spüren oder Kontakt mit der Auflagefläche zu haben.

Der kanadische Astronaut Chris Hadfield zeigt uns, wie man in der ISS schläft.


Gegenstände

Werkzeuge oder Gegenstände, die gerade benutzt werden, kann man nicht mal schnell ablegen und später wieder nehmen, sondern muss sie immer irgendwo befestigen - am Gürtel oder in einer Klemmvorrichtung. Vergisst man das, muss man sie schnell einfangen, bevor sie irgendwo angestoßen sind und Schaden angerichtet haben.


Lichtblitze

Raumfahrer nehmen oft kleine Blitze wahr. Sie sind nicht real, sondern entstehen auf der Netzhaut, wenn diese von Teilchen der Weltraumstrahlung getroffen wird. Diese Teilchen können nahezu ungehindert durch die Wände des Raumschiffs dringen und in den menschlichen Körper gelangen. Dort kann das Erbgut der Zellen geschädigt werden. Auf der Erde sind wir davor geschützt. Das Magnetfeld leitet die Strahlung um die Erde herum und lässt sie nicht eindringen.


Weltraumspaziergang

WeltraumspaziergangEin Spaziergang ist es wahrlich nicht, auch wenn es so genannt wird. Ein Ausstieg aus dem Raumschiff ist äußerst anstrengend. Allein die Vorbereitung dazu erfordert schon höchste Konzentration. Es müssen ein mehrteiliger Raumanzug angelegt und alle Systeme vor dem Ausstieg überprüft werden.

Der Anzug ist wie ein Raumschiff im Miniformat und muss alles enthalten, was ein Mensch zum Überleben im All benötigt: eine Art Klimaanlage zum Schutz vor der Kälte des Weltraums und der gnadenlosen Hitze der Sonnenstrahlung, einen Sauerstoffvorrat für die Atemluft, ein Kommunikationssystem, um mit der Mannschaft Kontakt halten zu können, einen Schutzhelm mit herunterklappbarer Sonnenblende, Handschuhe.

Draußen ist man dann auch nicht zum Vergnügen, sondern muss Reparaturen oder Montagearbeiten an der Außenwand des Raumschiffs oder der Raumstation vornehmen.

Blick zur ErdeLässt man dabei einmal das Werkzeug los, ist es davongeschwebt, und man kann nicht weiterarbeiten. Außerdem sollte man auf jeden Fall durch eine Leine mit dem Raumschiff verbunden sein, sonst schwebt man noch selbst auf Nimmerwiedersehen davon.

Blick zur Erde

Einen langen Blick aus dem Raumschiff heraus auf den Heimatplaneten zu werfen ist sicher mit das Schönste, was der Aufenthalt im All zu bieten hat!

In der ISS ist man zwar noch nicht weit genug von der Erde entfernt, um sie als Kugel im Ganzen sehen zu können. Dennoch erkennt man gut ihre gewölbte Form und hat einen Blick auf die dünne Atmosphärenschicht und auf ganze Kontinente!


Berühmte Raumfahrer

Juri Gagarin

Juri Gagarin flog als erster Mensch ins All und erregte damit weltweit große Aufmerksamkeit. Er wurde 1934 geboren und lebte in der damaligen Sowjetunion. Ausgebildet wurde er zum Piloten der Luftwaffe. Am 12. April 1961 umrundete er in der Raumkapsel Wostok 1 in 108 Minuten einmal die Erde. Bei seinem Flug war er 27 Jahre alt. 1968 kam Juri Gagarin bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.


Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins

Das sind die drei Besatzungsmitglieder der legendären Mission Apollo 11, bei der erstmals ein Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Sie starteten am 16. Juli 1969 und kamen am 19. Juli am Mond an. Michael Collins blieb in der Kommandokapsel im Mondorbit zurück, während seine beiden Kollegen mit der Mondlandefähre Eagle auf der Mondoberfläche aufsetzten. Beim Ausstieg aus dieser sagte Neil Armstrong den berühmten Satz: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit." Neil Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond.


John Glenn

John Glenn umkreiste 1962 als erster Amerikaner die Erde. Vor ihm vollbrachten das nur zwei Menschen, die Russen Juri Gagarin und German Titow. John Glenn war damals 41 Jahre alt. Im Alter von 77 Jahren flog er erneut ins All, diesmal mit dem Space Shuttle Discovery. Damit hält er den Rekord für den ältesten Raumfahrer und auch den für die längste Zeit zwischen zwei Weltraumflügen. 36 Jahre liegen zwischen seinem ersten und seinem letzten Flug ins All.


Siegmund Jähn

Sigmund Jähn flog am 26. August 1978 mit Sojus 31 als erster Deutscher ins All. Er wurde 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz in Sachsen geboren und lebte in der ehemaligen DDR. Er war Offizier und Düsenpilot der NVA-Luftwaffe. Zwei Jahre lang wurde er im sowjetischen Kosmonautenausbildungszentrum auf seinen Flug vorbereitet. Er verbrachte dann 1978 eine Woche in der russischen Raumstation Saljut 6 und führte dort verschiedene wissenschaftliche Experimente durch. Als er zurückkam, war er sehr berühmt. Er bekam den Titel "Held der DDR" und wurde überall jubelnd empfangen.


Thomas Reiter

Thomas Reiter ist einer von vier Deutschen, die die Raumstation Mir besuchten. Er wurde 1958 in Frankfurt am Main geboren und verpflichtete sich bei der Luftwaffe. Er studierte Luft- und Raumfahrttechnik und wurde zum Testpiloten ausgebildet. Auch er wurde 2 Jahre lang im Kosmonautenausbildungszentrum in Russland auf seine Reise ins All vorbereitet. Am 3. September 1995 startete er an Bord der Sojus zur Raumstation Mir und verbrachte dort 176 Tage. Währenddessen stieg er zweimal aus der Raumstation aus und führte Arbeiten im freien Weltraum durch. Im Jahr 2006 besuchte er seine zweite Raumstation, die ISS, und verbrachte dort noch einmal 166 Tage im All.

Die Namen der Raumfahrer kennt fast jeder, sie sind die Helden, die sich ins Weltall vorgewagt haben. Aber ohne die fleißige Arbeit von Ingenieuren, Wissenschaftlern und Technikern wären diese Reisen niemals möglich gewesen. Auch ihre Namen sollten nicht in Vergessenheit geraten. Die wichtigsten Persönlichkeiten aus der Anfangszeit der Raumfahrt sind die 'Pioniere der Raumfahrt'.


Was bewirken Schwerelosigkeit bzw. Schwerkraft?

SchwerelosigkeitEine der Schwierigkeiten, mit denen der menschliche Körper im Weltall zurechtkommen muss, ist die geringere Schwerkraft. Wir sind nun einmal perfekt an die Anziehungskraft der Erde angepasst, die permanent an uns zieht. Muskeln, Herz und Skelett arbeiten dagegen und funktionieren unter irdischen Bedingungen optimal, die Gleichgewichtsorgane orientieren sich am Schwerefeld.

Im Weltraum wirkt die Schwerkraft ebenfalls, allerdings wird sie mit zunehmender Entfernung zur Erde geringer. In einer Raumstation kommt noch dazu, dass diese die Erde umkreist. Das führt zu einer Überlagerung von zwei Bewegungen und infolgedessen zur Schwerelosigkeit.

Auf der ISS beträgt die Erdanziehungskraft noch etwa 90% der Anziehungskraft auf Meeresspiegelhöhe. Die Station samt Astronauten ist nur aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit (ca. 28.000 Km/h) gewichtslos, d. h. weil sich Zentrifugalkraft und Anziehungskraft ausgleichen. Die Station fällt praktisch beständig im freien Fall um die Erde.

Der Körper eines Astronauten bekommt das zu spüren und spielt erst einmal verrückt. Nach einiger Zeit passt er sich aber den neuen Bedingungen an. Kehrt der Astronaut nach längerem Aufenthalt im Weltall (beispielsweise in der Raumstation) wieder zur Erde zurück, hat er auch hier zunächst Probleme, da sich sein Körper mittlerweile an das Leben ohne Schwerkraft gewöhnt hat.

In der folgenden Übersicht sind die Probleme zusammengestellt, mit denen ein Raumfahrer zu kämpfen hat, wenn sich die Schwerkraft ändert.

Zu Besuch im Weltall Wieder zurück auf der Erde
Das Blut sammelt sich plötzlich in Brust und Kopf, weil das Herz es gewohnt ist, nach oben stärker zu pumpen. Im Weltall aber gibt es kein Oben oder Unten. Gesichter von Astronauten sehen am Beginn der Reise aufgedunsen aus, weil sich im Kopfbereich einfach zuviel Blut befindet. Das gibt sich jedoch nach einiger Zeit. Während des Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit passt sich das Herz an die neuen Bedingungen an. Der Herzmuskel wird schwächer. Zurück auf der Erde versorgt das Herz die oberen Bereiche des Körpers nicht ausreichend mit Blut, es sammelt sich in den Beinen. Astronauten können dadurch nach der Landung leicht ohnmächtig werden. Das gibt sich aber wieder.
Der Herzmuskel muss weniger anstrengende Arbeit leisten. Er passt sich den Weltraumbedingungen an und wird schwächer. Astronauten sollten im All fleißig Sport treiben, damit der Herzmuskel nicht zu schwach ist, wenn sie wieder zurückkommen.
Die 'Weltraumkrankheit' tritt auf. Das ist ein Gefühl der Übelkeit, von dem viele Menschen auch auf einem Schiff befallen werden. Plötzlich schwankt hier der Boden unter den Füßen, und das widerspricht der normalen Erfahrung und verwirrt die Sinne.

Das Gleichgewichtssystem ist im Weltall ebenfalls verwirrt. Hier gibt es plötzlich kein richtiges Oben und Unten mehr. Der Astronaut muss sich daran gewöhnen und sich andere Möglichkeiten suchen, um ein vertrautes Gefühl für den Boden oder die Zimmerdecke zu entwickeln, sonst geht ihm die Orientierung verloren.
Das Schöne an der Schwerelosigkeit ist ja, dass man plötzlich fliegen kann! Und man kann sich schwebend fortbewegen, fast wie ein Schmetterling. Noch dazu in jede beliebige Richtung! Ist die Übelkeit und Orientierungslosigkeit einmal überwunden, lässt sich das Gefühl, schwerelos zu sein durchaus genießen.

Zu schweben oder ohne Hilfsmittel zu fliegen ist auf der Erde nicht möglich. Die Schwerkraft fesselt einen sofort wieder an den Boden, sobald man aus dem Raumschiff steigt. Man kann ihr nicht entkommen.
In der Schwerelosigkeit ist alles ganz leicht, der eigene Körper hat sozusagen kein Gewicht mehr. Unser stützender Innenbau, das Skelett, hat seine tragende Funktion verloren. Knochen verlieren an Substanz und bauen Festigkeit ab. Dem müssen Astronauten entgegenwirken, indem sie im All entsprechenden Sport treiben. Sonst haben sie dann auf der Erde Probleme mit leicht brüchigen Knochen. Das Trainingsprogramm ist ein fester Bestandteil der täglichen Routine im All.
Auch die Muskeln werden schwächer, weil man im Weltall nicht so viel Kraft braucht. Man muss sich sogar sehr vorsichtig bewegen und heftige Bewegungen vermeiden, weil man sonst aus Versehen durchs Raumschiff schießt und irgendwo schmerzhaft aneckt. Man muss lernen, seine Kräfte behutsam einzusetzen. Intensives Training im Weltall mit Geräten, die man auch in Fitnessstudios auf der Erde finden kann, ist ganz wichtig, um einem allzu starken Muskelabbau vorzubeugen. Nach der Rückkehr fühlen sich die Beine noch wie Gummi an und wollen nicht recht gehorchen, alles fällt auf einmal so ungeheuer schwer, jede Bewegung strengt fürchterlich an. Das gibt sich nach einiger Zeit und weiterem Training.
Beim Start wird sehr stark beschleunigt. Der Körper erfährt also mehrfache Gravitationskraft und unterliegt starker Belastung. Der Astronaut wird heftig in seinen Sessel gedrückt und muss diesem Druck ca. 10 Minuten lang standhalten. Bei den obigen Punkten ging es um das Fehlen der Schwerkraft, hier ist das Problem aber ein 'zuviel' davon. Bei der Landung wird sehr stark abgebremst. Der Körper erfährt also mehrfache Gravitationskraft und unterliegt starker Belastung. Das ist so, als würde man in einem Auto, das sehr schnell fährt, urplötzlich auf die Bremse treten und es in kürzester Zeit zum Stillstand bringen. Die Personen im Auto werden heftig nach vorn geschleudert, aber von den Sicherheitsgurten zurückgehalten. So ist das auch im Raumschiff.

Die Zukunft der Menschen im All

In Raumstationen

Raumstationen, in denen sich Menschen aufhalten können, gibt es nunmehr seit über 30 Jahren. Momentan befindet sich die ISS in einer Umlaufbahn und wird sicher noch mindestens 10 Jahre dort verbleiben. Was danach kommt ist ungewiss. Eine Raumstation zu betreiben ist extrem teuer, die Kosten muss der Steuerzahler tragen. Das ist vielleicht politisch irgendwann nicht mehr durchsetzbar. Andererseits könnten künftige Raumstationen als Zwischenstation für Reisen zum Mars dienen und wären auf diese Art unverzichtbar.


Auf dem Mond

Seit über 30 Jahren war niemand mehr auf dem Mond. Inzwischen hat man ihn 'wiederentdeckt' und denkt über neue Mondbesuche nach. Es könnte sich sogar wieder ein richtiger Wettlauf entwickeln, da verschiedene Raumfahrtagenturen daran interessiert sind, Menschen zum Mond zu schicken. Diesmal mischen neben den Amerikanern und Russen auch Europäer, Chinesen und Japaner mit!

Geplant sind nicht nur kurze Besuche, sondern eine Mondbasis zwecks dauerhaftem Aufenthalt. Auch ein Installieren von großen Teleskopen auf der Mondoberfläche ist angedacht, denn hier stören weder eine Atmosphäre wie auf der Erde noch eine künstliche Aufhellung des Himmels durch Straßenlampen und ähnliches.

Wir dürfen gespannt sein! In den nächsten Jahren wird sich viel Richtung Mond bewegen.


Auf dem Mars

Mars wäre nach dem Mond das nächste erreichbare Ziel für die bemannte Raumfahrt. Die NASA plant für das Jahr 2030, erstmals Menschen zum Mars zu schicken. Aber ob es tatsächlich dazu kommen wird, ist heute noch nicht abzusehen. Eine solche Reise ist zum Einen extrem teuer und wäre von einem Staat alleine nicht zu finanzieren. Hier ist internationale Zusammenarbeit gefragt.

Zum Anderen gilt es noch jede Menge Probleme zu lösen. Eine Reise zum Mars dauert mindestens 9 Monate, insgesamt wären die Astronauten etwa zwei Jahre unterwegs. Soviele Vorräte mitzunehmen ist nahezu unmöglich. Es müssten vorher unbemannte Versorgungsschiffe zum Mars fliegen und Nahrung, Treibstoff und Baumaterial für eine Marsstation und die Rückreise dort deponieren. Aber auch die psychischen Auswirkungen eines so langen Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit und in der Isolation und Enge eines Raumschiffs sind schwer einzuschätzen. Konflikte an Bord könnten den Missionserfolg gefährden.

Sicher werden Menschen irgendwann zum Mars aufbrechen. Aber ob das bereits 2030 stattfinden wird ist fraglich. Lassen wir uns überraschen!


Weiter hinaus ins All ..

Reisen zu den Gasplaneten oder gar zu anderen Sternen wird es für Menschen wohl nicht geben. Die Vorstellung, jahrelang oder gar jahrzehntelang in einem Raumschiff eingesperrt zu sein, ist nicht gerade sehr angenehm. Solche Missionen sollten wir unbemannten Sonden oder bestenfalls Robotern überlassen. Was in der Zukunft möglich sein wird, ist heute noch nicht abzusehen. Wenn es irgendwann tatsächlich einmal derartige Reisen geben sollte, werden wir es sehr wahrscheinlich nicht mehr erleben ...

Die Aufnahmen auf dieser Seite stammen von der NASA (Courtesy NASA/JPL-Caltech).

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Raumfahrt

Die Geschichte der Raumfahrt begann vor über 50 Jahren mit Piepsgeräuschen aus dem Weltall: Sie ertönten am 4. Oktober 1957 und kamen von Sputnik 1, dem ersten Satelliten, der von der damaligen Sowjetunion ins All geschossen wurde und die Erde umrundete. Sputnik war eine etwa 80 kg schwere Metallkugel mit 58 Zentimetern Durchmesser. Außen waren vier Antennen angebracht. Im Inneren befand sich ein Sender mit seinen Batterien und zwei Thermometer. Das war alles.

Sputnik
Es genügte, um die ganze Welt in helle Aufregung zu versetzen und einen atemberaubenden Wettlauf ins All in Gang zu bringen, einen Wettkampf um technische Erfolge im Weltall zwischen den USA und der Sowjetunion.

Die Ergebnisse können sich wahrlich sehen lassen:

  • Der Mond wurde durch zahlreiche Sonden unter die Lupe genommen.
  • Menschen flogen selbst zum Mond und erkundeten ihn.
  • Alle Planeten bekamen Besuch von Raumsonden und konnten erforscht und fotografiert werden.
  • Raumstationen wurden in Umlaufbahnen um die Erde gebracht und dienten als Arbeitsplatz für viele Astronauten.
  • Einige Sonden (Voyager, Pioneer), die damals losgeschickt wurden, verlassen mittlerweile sogar das Sonnensystem.

Heute geht es in der Raumfahrt nicht mehr gegeneinander, sondern viele Länder führen gemeinsam Raumfahrtmissionen durch. Neben den USA und Russland betreiben inzwischen weitere Nationen oder Gemeinschaften eigene Raumfahrt, so China, Japan und Europa (ESA) mit vielen beteiligten europäischen Ländern. Auch die Internationale Raumstation (ISS) ist ein Gemeinschaftsprojekt von mindestens 14 Staaten.

Gemeinsam das Weltall erforschen ist auch für die Zukunft der einzig richtige Weg. Raumfahrt erfordert ein hohes technisches Wissen, die besten Ingenieure und Wissenschaftler und ist außerdem sehr teuer. Da ist es besser, man tut sich zusammen und stellt neue Projekte gemeinsam auf die Beine.

Welche Menschen zu Beginn der Raumfahrt maßgeblich an ihrem Fortschritt mitgewirkt haben, erfährst du auf der Seite Pioniere der Raumfahrt. Einen Überblick über alles, was sich seit den Anfängen der Raumfahrt schon getan hat, bekommst du auf der Seite zur Geschichte der Raumfahrt.


Von Beruf Raumfahrer

Für Menschen, die ins Weltall reisen, gibt es mehrere Bezeichnungen. Im russischen Sprachraum nennt man sie 'Kosmonauten'. Die Bezeichnung 'Astronaut' aus dem englischen Sprachraum haben wir im Deutschen mit übernommen. Wir haben aber auch ein eigenes Wort dafür, nämlich 'Raumfahrer'. Bei den Chinesen heißen die Weltraumbesucher 'Taikonauten'.

In letzter Zeit gibt es eine neue Sorte Raumfahrer, die 'Weltraumtouristen'. Das sind reiche Leute, die auf eigenen Wunsch für ein paar Millionen Euro Reisekosten mitfliegen dürfen. Normalerweise üben sie Berufe aus, die mit Raumfahrt gar nichts zu tun haben. Aber gewiss begeistern sie sich für das Weltall und erfüllen sich damit einen großen Traum.

Wer mitfliegen möchte, muss allerdings vorher über längere Zeit ein Astronautentraining absolvieren, damit er fit genug ist für die Reise. Astronauten sind unterwegs großen körperlichen Belastungen ausgesetzt, vor allem beim Start und bei der Landung.

Mehr darüber, wie es Menschen im Weltall ergeht, erfährst du auf der Seite 'Menschen im All'.

Tipp: Radio hören!

WDR 5 Leonardo schildert in der opulent erzählten Serie die "Geschichte der Raumfahrt" die frühesten Visionen von der Eroberung des Weltalls, stellt die wichtigsten Pioniere vor und macht deutlich, welche politischen und militärischen Interessen der wahre Motor dieser gigantischen Maschinerie sind. Und natürlich wird spekuliert, wie die Menschheit künftig durch die unendlichen Weiten des Universum reisen wird.

Hier könnt ihr euch die spannenden Radiobeiträge anhören oder als Podcast herunterladen: http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/schwerpunkte/raumfahrt/raumfahrt160.html


Raumfahrtmissionen

Merkur Venus Erde Mars

Jupiter Saturn Uranus Neptun

Sonne Satelliten Mond Asteroiden

Kometen Pluto Außerirdische

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Geschichte der Raumfahrt

Übersicht der wichtigsten Ereignisse

1957 - Erster Satellit im All, erster Hund im All

  • Am 4. Oktober wird von der UdSSR der Satellit Sputnik 1 gestartet. Er umrundet die Erde etwa 1400 Mal und sendet Töne, die auf der ganzen Welt empfangen werden können (je nachdem wo sich Sputnik gerade befindet).
  • Nur einen Monat später, am 3. November, schickt man die Hündin Laika mit Sputnik 2 ins All, um herauszufinden, ob ein Lebewesen Start, Landung und den Aufenthalt im All und in der Schwerelosigkeit überleben würde.

1958 - NASA wird gegründet

  • Im Oktober wird die amerikanische Raumfahrtagentur NASA (National Aeronautics and Space Administration) gegründet. Sie plant nun alle Raumfahrtmissionen der USA und führt sie durch.

1959 - Erste Sonde fliegt zum Mond, erstmals Bilder von der Rückseite des Mondes

  • Nun geht das Wettrennen Richtung Mond los: Die erste Mondsonde der Geschichte, Lunik 1 , wird von der UdSSR gestartet und fliegt am 4. Januar nur knapp 6000 Kilometer entfernt am Mond vorbei. Die USA schickt die Sonde Pioneer 4 zum Mond, die am 5. März in einer Entfernung von 60.000 Kilometern an ihm vorbeikommt.
  • Die russische Mondsonde Lunik 2 erreicht am 13. September als erste Sonde den Mond und zerschellt auf der Oberfläche. Am 4. Oktober startet Lunik 3 und fotografiert erstmals die Rückseite des Mondes.

1960 - Erster Wettersatellit, erster schlimmer Unfall der Raumfahrt

  • Der erste amerikanische Wettersatellit Tiros 1 startet am 1. April und fotografiert an die 23.000 Bilder von der Erde.
  • In Baikonur, dem Weltraumbahnhof in Kasachstan, explodiert bei Reparaturarbeiten am 24. Oktober eine voll betankte Rakete. 120 Menschen kommen bei diesem Unglück ums Leben.

1961 - Erster Mensch im Weltall

  • Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit verlässt ein Mensch den Planeten und hält sich im Weltall auf! Am 12. April 1961 schickt die UdSSR den Kosmonauten Juri Gagarin in der winzigen Raumkapsel Wostok 1 in eine Umlaufbahn um die Erde. 90 Minuten und eine komplette Erdumrundung später kehrt die Kapsel zur Erde zurück, Juri Gagarin wird als Held gefeiert.

1962 - Erste TV-Bilder aus dem All, erste Sonde bei Venus

  • Erstmals wird ein Nachrichtensatellit im Erdorbit stationiert: Telstar 1 wird am 10. Juli gestartet und überträgt erstmals Live-Fernsehbilder nach Europa.
  • Die Raumsonde Mariner 2 erreicht die Venus und fliegt an ihr vorbei.

1963 - Erste Frau im All

  • An Bord von Wostok 6 startet Walentina Tereschkowa am 16. Juni von Baikonur zu einer fast drei Tage dauernden Reise ins All und umkreist die Erde dabei 49 Mal. Damit ist sie die erste Frau im Weltraum.

1965 - Erste Sonde bei Mars, erster Ausstieg aus Raumschiff

  • Am 14. Juli erreicht die NASA-Sonde Mariner 4 den Planeten Mars und schickt 22 Bilder zur Erde.
  • Der Russe Alexander Leonov steigt erstmals aus einem Raumschiff aus und begibt sich in die Kälte des Weltraums. Auch der Amerikaner Ed White unternimmt einen Weltraumspaziergang, nur wenige Wochen später als sein Kollege.

1966 - Erste weiche Landung auf dem Mond, erster Mondsatellit

  • Luna 9 (UdSSR) startet am 31. Januar und landet als erste Sonde am 3. Februar auf der Mondoberfläche, ohne dabei zerstört zu werden. Erste Panorama-Aufnahmen werden zur Erde gefunkt.
  • Am 3. April schwenkt die am 31. März gestartete Sonde Luna 10 in den Mondorbit ein und umrundet den Mond. Sie wird sozusagen zum Mond des Mondes.

1969 - Der erste Mensch auf dem Mond

  • Am 16. Juli bricht Apollo 11 zur legendären ersten Mondlandung auf. Am 20. Juli setzen Neil Armstrong und Edwin Aldrin mit der Landefähre Eagle im Mare Tranquilitatis auf. Ihr Kollege Michael Collins bleibt solange im Service-Modul Columbia im Mondorbit.

1970 - Erste weiche Landung auf Venus

  • Nach einigen Fehlschlägen setzt wie geplant die russische Sonde Venera 7 auf der Oberfläche der Venus auf. Die Sonde startet am 17. August und kommt am 15. Dezember an ihr Ziel.

1971 - Erste Raumstation

  • Zum ersten Mal in der Geschichte wird eine Raumstation in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht. Die erste russische Raumstation Saljut 1 startet am 19. April in den Orbit.

1972 - Letzte bemannte Mondmission

  • Am 14. Dezember 1972 verlässt Eugene Cernan als letzter Mensch die Mondoberfläche und fliegt mit seinen Kollegen Harrison Schmitt und Ronald Evans in der Apollo 17 zurück zur Erde. Seither war kein Mensch mehr auf dem Mond. Das ist schon mehr als 35 Jahre her!

1973 - Erste Sonde zu Besuch bei Jupiter

  • Die Sonde Pioneer 10 passiert am 3. Dezember den Planeten Jupiter und liefert erste spektakuläre Bilder aus der Welt der Gasriesen. Danach nimmt sie Kurs auf den Stern Aldebaran.

1974 - Erste Sonde bei Merkur

  • Zum ersten Mal besucht eine Sonde den Merkur. Mariner 10 fliegt im Abstand von 700 km an ihm vorbei und kartiert etwa 45 % der Merkuroberfläche. Die restliche Oberfläche ist bis heute unbekannt. Erst 2011 trifft eine zweite Sonde bei Merkur ein - Messenger.

1975 - ESA wird gegründet

  • Am 30. Mai wird die European Space Agency (ESA) gegründet. Sie besteht heute aus 17 Mitgliedstaaten und hat ihren Sitz in Paris. Das Raumflug-Kontrollzentrum befindet sich in Darmstadt (Deutschland).

1978 - Erster Deutscher im All

  • Sigmund Jähn ist der erste Deutsche im All. Der Physiker und Diplom-Militärwissenschaftler fliegt am 26. August 1978 als Bürger der DDR in der sowjetischen Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Orbitalstation Saljut 6. In der einen Woche im All umrundet er 125 Mal die Erde und führt zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch.

1979 - Erste Sonde bei Saturn

  • Am 1. September passiert die Sonde Pioneer 11 den Planeten Saturn und liefert als erste Sonde Bilder von der faszinierenden Ringwelt aus einer Entfernung von nur 20800 Kilometern.

1986 - Challenger explodiert, Raumstation Mir startet, Komet Halley bekommt Besuch, erste Sonde bei Uranus

  • Am 28. Januar explodiert die Raumfähre Challenger kurz nach dem Start. Alle sieben Astronauten kommen dabei ums Leben. Die Shuttleflüge werden bis 1988 ausgesetzt.
  • Am 19. Februar startet die russische Raumstation Mir ("Frieden"). Sie ist die erste auf einen dauerhaften und wissenschaftlichen Betrieb ausgelegte Raumstation.
  • Der Komet Halley wird gleich von 5 Raumsonden besucht, die erfolgreichste hierbei ist die europäische Sonde Giotto.
  • Die Raumsonde Voyager 2 kommt an Uranus vorbei und schickt Bilder von ihm zur Erde. Sie entdeckt 10 neue Uranusmonde und ein Ringsystem.

1989 - Erste Sonde bei Neptun

  • Die Raumsonde Voyager 2 erreicht am 24. August den Planeten Neptun und passiert diesen in einer Entfernung von nur 5000 Kilometern. Sie entdeckt 6 neue Neptunmonde.

1990 - Hubble wird im Weltall positioniert

  • Am 25. April startet das Weltraumteleskop Hubble an Bord der Raumfähre Discovery. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von NASA und ESA.

1997 - Erster Marsrover

  • Mars Pathfinder landet auf dem Roten Planeten. Zum ersten Mal fährt ein ferngesteuertes Roboterauto auf der Oberfläche eines anderen Planeten herum. Es heißt Sojourner.

1998 - Erste Teile der ISS in der Umlaufbahn

  • Am 20. November 1998 wird das erste Bauteil der Internationalen Raumstation ISS, das von Russland gebaute Fracht- und Antriebsmodul Sarja, in die Umlaufbahn gebracht. Das zweite Modul, Unity (NASA) folgt am 4. Dezember. Stück für Stück soll die ISS wachsen.

2001 - Erster Weltraumtourist

  • Dennis Tito, der erste Weltraumtourist, besucht die ISS und bleibt 6 Tage oben.

2003 - Spaceshuttle Columbia verunglückt, Chinas erster bemannter Weltraumbesuch

  • Am 1. Februar wird das Spaceshuttle Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört. Alle sieben Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Das Shuttleprogramm wird daraufhin für mehr als zwei Jahre ausgesetzt.
  • China schickt am 15. Oktober den ersten Taikonauten mit Shenzou 5 zu einem Orbitalflug ins All.

2004 - Die Marsrover Spirit und Opportunity landen auf dem Mars

  • Die bislang erfolgreichsten Marsfahrzeuge treffen auf dem Mars ein: am 4. Januar erreicht der Marsrover Spirit den Gusev-Krater. Kurz darauf, am 25. Januar, erreicht auch Marsrover Opportunity sein Ziel, das Meridiani Planum.

2005 - Erstes Bombardement eines Kometen, erste Landung auf fremdem Mond

  • Die Kometensonde Deep Impact nimmt am 12. Januar Kurs auf den Kometen Tempel-1. Die Sonde erreicht am 4. Juli ihr Ziel und feuert ein kühlschrankgroßes Projektil auf den Kometen ab.
  • Am 14. Januar landet die ESA-Sonde Huygens erfolgreich auf dem rätselhaften Saturnmond Titan.

2006 - Erstmals Kometenstaub, erste Plutosonde, Sonnensystem hat nur noch 8 Planeten

  • Am 15. Januar bringt die Sonde Stardust eine Kapsel mit Kometenstaub zur Erde zurück.
  • Die erste Sonde, die Pluto besuchen soll, startet am 19. Januar. Sie heißt New Horizons.
  • Pluto wird der Status als Planet aberkannt. Von nun an wird er als Zwergplanet bezeichnet.

2007 - Der Mond wird wieder interessant für die Raumfahrt

  • Die Raumsonde Dawn wird Ende September in Richtung der größten Asteroiden im Asteroidengürtel, Ceres und Vesta, geschickt, Flugdauer ca. 4 Jahre.
  • Am 14. September startet die erste japanische Mondsonde SELENE (Kaguya) und filmt den Aufgang der Erde über der Mondoberfläche.
    Auch China schickt eine Erkundungssonde zum Mond. Chang'e 1 startet am 24. Oktober.

2008 - Erste direkte Untersuchung einer Polregion des Mars

  • Das europäische Automatische Transportvehikel ATV der ESA startet erstmals zur ISS und liefert Versorgungsgüter.
  • Marslander Phoenix kommt am 26. Mai 2008 in der Nordpolar-Region des roten Planeten an und startet vielfältige Untersuchungen vor Ort.
  • Im Juni startet das Gammastrahlen-Weltraumteleskop GLAST (später dann FERMI) in eine Erdumlaufbahn. Es soll Pulsare und Schwarze Löcher untersuchen.
  • Indien schickt die Sonde Chandrayaan 1 zum Mond.

2009 - Gezielte Abstürze von Sonden auf dem Mond ermöglichen detaillierte Untersuchungen der aufgewirbelten Mondoberfläche.

  • Im März startet das Weltraumteleskop Kepler, um nach exosolaren Planeten zu suchen.
  • Das Weltraumteleskop Hubble wird im Mai 2009 zum letzten Mal repariert.
  • Das Infrarot-Teleskop Herschel und die Sonde Planck zur Erforschung der Hintergrundstrahlung starten im Mai mit der gleichen Rakete.
  • Die japanische Mondsonde SELENE wird über der südlichen Mondhemisphäre zum Absturz gebracht.
  • Die NASA schickt im Juni den Lunar Reconnaissance Orbiter zum Mond. Wenig später sendet die Sonde Bilder zur Erde, auf denen die Reste der bemannten Mondmissionen Apollo zu erkennen sind. Im Oktober stürzt die mitgeführte Sonde LCROSS gezielt in einen Mondkrater am Südpol.

2010 - Ist der Mensch psychisch in der Lage, zum Mars zu reisen?

  • Im Februar geht SDO an den Start, eine neue Sonde zur Beobachtung der Sonne und ihrer Aktivitäten.
  • Im Juni beginnt für 6 Crewmitglieder die simulierte Marsmission Mars500. 520 Tage lang werden sie, von der Außenwelt abgeschnitten, den Flug zum Mars und zurück durchspielen und testen.
  • Im Juli fliegt die Kometensonde Rosetta nur knapp 3000 km am Asteroiden Lutetia vorbei und liefert Bilder zur Erde.

2011 - Erstmals ein Orbiter um einen Asteroiden

  • Die Raumsonde Dawn schwenkte am 16. Juli 2011 um Vesta im Asteroidengürtel ein und umkreiste den Asteroiden ein Jahr lang. Die Sonde näherte sich bis auf 200 Kilometer dem unregelmäßig geformten Asteroiden und kartierte die Oberfläche.
  • Die Ära der Spaceshuttles geht zu Ende. Am 21. Juli 2011 erfolgt die letzte Landung durch das Spaceshuttle Atlantis. Es ist heute ein Ausstellungsstück im Kennedy Space Center.

2012 - Marsrover mit neuartigem Landesystem auf Mars aufgesetzt

  • Am 6. August 2012 traf MSL (Mars Science Laboratory) bei Mars ein und setzte ein neues Marsfahrzeug ab. Curiosity gelangte mit einem neuartigen Landesystem zur Marsoberfläche. Eine Abstiegsstufe ließ den Rover an acht Meter langen Seilen zum Boden hinab, damit das Fahrzeug möglichst sanft aufsetzen konnte.

2013 - Erdnahes Objekt Nr 10.000 entdeckt

  • Mithilfe des Pan-STARRS-1-Teleskops auf Hawaii wurde das zehntausendste erdnahe Objekt entdeckt. Trotz dieser beachtlichen Zahl dürfte bislang nur ein Bruchteil der tatsächlich vorhandenen erdnahen Kometen und Asteroiden bekannt sein.
  • Der Start der beiden Nanosatelliten TUGSAT-1 und UniBRITE am 25.2.2013 macht Österreich erstmals zur Weltraumnation.
  • Zwei neue Marssonden gehen an den Start, die erste indische Marssonde Mangalyaan (5.11.2013) und die amerikanische Sonde MAVEN (18.11.2013).

2014 - Erstmals ein Orbiter um einen Kometen und Landung auf dem Komet

  • Die Raumsonde Rosetta erreicht am 6. August 2014 nach über 10 Jahren Flugzeit den Kometen 67P/Tschurjumow/Gerasimenko und schwenkt in eine Umlaufbahn ein.
  • Der von der Kometensonde Rosetta mitgeführte Lander Philae landet - zwar etwas holprig, aber immerhin - am 12. November 2014 auf dem Kometen 67P/Tschurjumow/Gerasimenko. Damit ist erstmals eine Landung auf einem Kometen geglückt.

2015 - Erster Besuch des Asteroiden Ceres und Erste Sonde bei Pluto

  • Dawn ist die erste Sonde, die einen Zwergplaneten umkreist und auch die erste Sonde, die zwei verschiedene Ziele (Vesta und Ceres) besucht und aus einer Umlaufbahn erforscht hat.
  • New Horizons erreicht nach fast 9 1/2 Jahren Flugzeit den Zwergplaneten Pluto und liefert hervorragende Aufnahmen dieser fernen Eiswelt. Erstmals lernen wir Pluto und seine Monde richtig kennen.

Weitere Informationen gibt es auf Seiten wie http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/portal/home.shtml, http://www.der-orion.com/ oder auch http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Astronomie.

Diese Liste erhebt keinen Anspuch auf Vollständigkeit und Aktualität.
Sie wird nur sporadisch aktualisiert.

Tipp: Radio hören!

WDR 5 Leonardo schildert in der opulent erzählten Serie die "Geschichte der Raumfahrt" die frühesten Visionen von der Eroberung des Weltalls, stellt die wichtigsten Pioniere vor und macht deutlich, welche politischen und militärischen Interessen der wahre Motor dieser gigantischen Maschinerie sind. Und natürlich wird spekuliert, wie die Menschheit künftig durch die unendlichen Weiten des Universum reisen wird.

Hier könnt ihr euch die spannenden Radiobeiträge anhören oder als Podcast herunterladen: http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/schwerpunkte/raumfahrt/raumfahrt160.html

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