Raumfahrt

Was geschah diesen Monat?

Ereignisse aus Astronomie und Raumfahrt im Monat Dezember

2.12. 1971

Vor 46 Jahren:

Russische Sonde Mars 3 erreicht den Mars

Die sowjetische Raumsonde Mars 2 erreicht als erster irdischer Raumkörper einen Marsorbit. Aufgrund von Störungen konnte die Sonde aber keine Daten erfolgreich zur Erde übermitteln.

Mars 2 und Mars 3 waren identische Sonden des Lawotschkin-Konstruktionsbüros bei Moskau welche unter der Leitung des Chefkonstrukteurs Georgi Babakin entwickelt wurden. Aufgabe war es, einen etwa 450 kg schweren Lander auf dem Mars abzusetzen und dessen Daten zu übertragen. Danach sollten die beiden Orbiter den Mars aus der Umlaufbahn untersuchen.

Sie waren mit Infrarotradiometern zur Temperaturmessung, Infrarotphotometer zur Bestimmung der Kohlendioxid bzw. Wasserdampf-Absorption, Mikrowellenradiometern zur Temperaturmessung in 30 bis 50 cm Tiefe unter der Marsoberfläche, UV-Photometer zum Nachweis von verschiedenen Gasen in der Atmosphäre, Teilchenspektrometern und 2 Kameras ausgerüstet.

Außerdem hatten die Lander einen Rover vom Typ PROP-M an Bord, der sich selbsttätig vom Lander entfernen sollte.

Nach dem Start am 19. Mai 1971 und 29. Mai 1971 gelangten beide Sonden problemlos zum Mars. Bei beiden Orbitern versagte jedoch das automatische Kontrollsystem, welches den Kurs berechnen sollte. Die Orbiter gelangten beide in unplanmäßige Orbits am 27. November 1971 und 2. Dezember 1971.

Der Lander von Mars 3 fing nach der Landung in der Randregion des Kraters Ptolemäus (49° Süd, 158° West) an, ein Panorama zu übertragen, verstummte jedoch nach wenigen Sekunden (Datenübertragungsbeginn 90 Sekunden nach der Landung, Abbruch der Übertragung 20 Sekunden später). Die Ursache für den Ausfall ist eventuell in einem globalen Staubsturm zu suchen, der damals tobte. Die Orbiter nahmen Bilder auf Film auf. Bevor der Staubsturm sich legte, hatten sie den Film belichtet, so dass die Bilder nur wenige Details zeigen.

Quelle: Wikipedia


2.12. 1993

Vor 24 Jahren:

Start 1. Reparaturmission Hubble

Das Hubble Space Teleskop wurde am 24. April 1990 mit der Space-Shuttle-Mission STS-31 gestartet. Die Bildqualität war in den ersten Betriebsjahren durch einen Herstellungsfehler des Hauptspiegels begrenzt, der 1993 mit Hilfe des COSTAR-Spiegelsystems erfolgreich korrigiert werden konnte.

Der Spaceshuttleflug STS-61 war die erste Wartungsmission für das Hubble-Weltraumteleskop. Hauptziel war es, zu beweisen, dass Hubble im Orbit gewartet werden kann. Dazu wurden die Wide Field/Planetary Camera 2 (WFPC-2) und COSTAR (Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement) in das Teleskop eingebaut. Zudem wurden zwei Sets Gyroskope ausgetauscht und die Solarkollektoren ersetzt. Erstmals wurden während eines Shuttlefluges fünf Ausstiege durchgeführt, darunter auch der bis dahin zweitlängste.

Quelle: Wikipedia


2.12. 1995

Vor 22 Jahren:

Start der Sonnensonde SOHO

Solar and Heliospheric Observatory (Sonnen- und Heliosphären-Observatorium), kurz SOHO, ist eine Raumsonde bzw. ein Weltraumobservatorium von ESA und NASA. Die Aufgaben des SOHO umfassen zahlreiche Experimente, die der Erforschung unserer Sonne dienen.

Obwohl die Sonde ursprünglich nicht explizit dafür vorgesehen war, konnten mit SOHO auch über tausend bisher unbekannte Kometen entdeckt werden. Die Kometen fielen auf, wenn sie sich durch das Sichtfeld des bildgebenden LASCO-Detektors bewegten. Um von LASCO erfasst zu werden, müssen diese Kometen der Sonne näher als 800.000 km kommen, daher bezeichnet man diese Gruppe auch als Sungrazer (Sonnenstreifer).

Quelle: Wikipedia


3.12. 1965

Vor 52 Jahren:

Start der russischen Mondsonde Luna 8

Das Ziel der Missionen Luna 4 bis 9 (Sonden der Serie E-6) war es, eine Sonde weich auf der Mondoberfläche abzusetzen. Bis dies mit Luna 9 gelang, mussten zahlreiche Rückschläge hingenommen werden.

Bei Luna 8 (Start: 3. Dezember 1965) geriet die Sonde neun Sekunden nach Zünden des Bremstriebwerks in Rotation und schlug hart auf dem Mond auf.

Quelle: Wikipedia


3.12. 1973

Vor 44 Jahren:

Erste Sonde bei Jupiter

Die Sonde Pioneer 10 passiert am 3. Dezember den Planeten Jupiter und liefert erste spektakuläre Bilder aus der Welt der Gasriesen. Danach nimmt sie Kurs auf den Stern Aldebaran.


3.12. 1999

Vor 18 Jahren:

Mars Polar Lander zerschellt auf dem Mars

Der Mars Polar Lander war eine Raumsonde der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA mit dem Zweck der Erforschung des Planeten Mars. Er sollte in der Nähe des Mars-Südpoles in der Planum Australe landen und dort umfangreiche Untersuchungen über die Zusammensetzung der Polkappen durchführen. Er ist wahrscheinlich beim Landevorgang zerschellt.

Am 3. Dezember 1999 begann die Sonde mit dem Abstieg. Rund 2 Minuten vor dem Eintritt in die Atmosphäre wurden die beiden mitgeführten Deep Space 2-Penetrator-Mikrosonden Amundsen und Scott vom Landemodul getrennt. Sie sollten sich mit knapp 700 km/h ungebremst ca. 60 cm tief in den Marsboden einbohren, um dort Bodenproben zu untersuchen. Mit den beiden Sonden wollte man auch überprüfen, ob diese Art der „billigen“ Landung erfolgreich sein kann.

Weder der Mars Polar Lander noch die beiden Mikrosonden konnten nach ihrer Landung kontaktiert werden. Am 17. Januar 2000 stellte man die Kommunikationsversuche ein.

Quelle: Wikipedia


3.12. 1999

Vor 18 Jahren:

Deep Space 2 zerschellt auf dem Mars

Die gescheiterte New-Millennium-Program-Mission Deep Space 2 (auch DS2 oder Mars Microprobe Project) bestand aus zwei Penetrator-Sonden, die sich ungebremst in die Oberfläche des Planeten Mars bohren sollten.

Die beiden Sonden wurden am 3. Januar 1999 als Zusatznutzlast zusammen mit der Marssonde Mars Polar Lander mittels einer Delta 7425-Rakete von Cape Canaveral aus gestartet. Nach dem erfolgreichen Start wurden sie auf die Namen der Polarforscher Amundsen und Scott getauft.

Die jeweils nur 2,4 kg schweren Sonden wurden von der Hauptsonde Mars Polar Lander passiv mitgeführt. Erst zwei Minuten vor dem Eintritt in die Marsatmosphäre lösten sie sich von der Hauptsonde und traten jeweils von einem eigenen Hitzeschild geschützt in die Atmosphäre ein. Außer dem Hitzeschild kamen keine weiteren Maßnahmen zur Bremsung zur Anwendung, so dass sie mit ca. 700 km/h auf der Oberfläche aufschlugen. Der Hitzeschild wurde nicht abgeworfen, sondern zersprang beim Aufprall und gab so den Penetrator frei. Dabei erfuhren die Sonden Beschleunigungen von dem mehrtausendfachen der Erdbeschleunigung, die sich auf 30.000 g für den eindringenden Teil des Penetrators und 60.000 g für die auf der Oberfläche zurückbleibende Kommunikationseinheit beliefen. Der untere Teil des Penetrators sollte ca. 60 cm in den Boden eindringen, während die an der Oberfläche zurückbleibende Einheit für die Kommunikation mit dem Marsorbiter Mars Global Surveyor sorgen sollte. Beide Komponenten blieben über ein flexibles Kabel verbunden.

Nach dem Eintritt in die Marsatmosphäre über der Südpolarregion am 3. Dezember 1999 konnte keine Verbindung zu den Sonden hergestellt werden.

Quelle: Wikipedia


3.12. 2014

Vor 3 Jahren:

Hayabusa 2 mit Mascot gestartet

Der Asteroidenlander Mascot des DLR ist unterwegs zum Asteroiden 1999 JU3. Am 3. Dezember 2014 um 5.22 Uhr MEZ hob die Rakete mit der japanischen Hayabusa2-Sonde und dem Lander Mascot vom Tanegashima Space Center ab und begann ihre Reise durchs All.

Das Ziel werden sie 4 Jahre später erreichen. Hayabusa 2 soll dann Material von der Oberfläche des Asteroiden "einsaugen" und zur Erde zurückbringen. Mascot hingegen wird auf Asteroid 1999 JU3 aufsetzen, sich hüpfend fortbewegen und erstmals in der Raumfahrtgeschichte an mehreren Orten Messungen auf einem Asteroiden durchführen.

Quelle: astronews.com


3.12. 2015

Vor 2 Jahren:

Start von LISA Pathfinder

Mit einem Tag Verspätung ist die ESA-Sonde LISA Pathfinder am frühen Morgen des 3.12.2015 an Bord einer Vega-Trägerrakete in eine Erdumlaufbahn gebracht worden. Die Sonde soll in den kommenden Monaten Technologien testen, die für das weltraumbasierte Gravitationswellenobservatorium eLISA benötigt werden.

Ihr Ziel ist die Demonstration von Technologien zur weltraumgestützten Beobachtung von Gravitationswellen, also der von Albert Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Verzerrungen der Raumzeit.

Quelle: astronews.com


4.12. 1959

Vor 58 Jahren:

Rhesusaffe Sam startet ins All

Im Rahmen des Mercury-Programms schießt die NASA den Rhesusaffen Sam mit der Mission Mercury-Little-Joe 2 in den Weltraum, um die Funktionalität des Rettungssystems zu testen. Der Test verläuft erfolgreich.

Quelle: Wikipedia


4.12. 1965

Vor 52 Jahren:

Start von Gemini 7

Gemini 7 sollte ein Langzeitflug werden. Borman und Lovell sollten den neuen Raumanzug testen. Zum ersten Mal sollte es möglich sein, den Anzug während bestimmter Phasen abzulegen. Der neue Anzug war aber nicht für lange Zeiten im Vakuum ausgelegt. Sollte ein Leck im Raumschiff auftreten, müsste die Mission abgebrochen und eine Notlandung eingeleitet werden.

Gemini 7 startete am 4. Dezember 1965. Die Landung erfolgte am 18. Dezember nach 330 Stunden, 35 Minuten und 1 Sekunde Flug.

Der Flug von Gemini bedeutete einen neuen Langzeitrekord in der bemannten Raumfahrt, der erst 1970 von Sojus 9 gebrochen werden sollte. Es zeigte sich, dass sich die Astronauten ohne medizinische Probleme länger in der Schwerelosigkeit aufhalten konnten, als für einen Mondflug benötigt wurde. Auch die Rückkehr in die irdische Schwerkraft erfolgte ohne langwierige Umgewöhnung. Auch aus technischer Sicht waren die Gemini-Raumschiffe langzeittauglich. Ihre feine Manövrierfähigkeit hatten sie unter Beweis gestellt.

Quelle: Wikipedia


5.12. 2014

Vor 3 Jahren:

Erstflug der Raumkapsel Orion

Das Raumschiff Orion, mit dem die NASA ab 2020 bemannte Flüge zu Asteroiden und später vielleicht auch zum Mars realisieren will, hat seinen ersten Flug absolviert.

An Bord einer Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy wurde die Kapsel ins All gebracht und umrundete zwei Mal die Erde. Orion flog auf einer stark elliptischen Umlaufbahn, die die Raumkapsel bis zu 5.800 Kilometer von der Erde wegführte. Dabei duchquerte sie sogar zweimal den Van-Allen-Strahlungsgürtel. Orion landete rund 4,5 Stunden später im Pazifik.

Quelle: astronews.com


6.12. 1957

Vor 60 Jahren:

Vanguard Trägerrakete explodiert beim 1. Start

Vanguard war der Name eines amerikanischen Projekts, das als Vorbereitung auf das Internationale Geophysikalische Jahr initiiert wurde, um einen Satelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen. In seinem Verlauf wurde eine Trägerrakete entwickelt (Test Vehicle, Kürzel TV-x) und es wurden mehrere Satelliten im All ausgesetzt.

6. Dezember 1957: Erster Startversuch (Vanguard TV 3) der vollständigen Trägerrakete. Wegen Schubverlustes stürzt sie weniger als eine Sekunde nach dem Abheben zurück auf die Startrampe und explodiert. In der amerikanischen Presse werden in Anlehnung an den sowjetischen Sputnik für den geflopten Startversuch Begriffe wie Flopnik, Goofnik, Kaputnik, Nullnik, Oopsnik, Stallnik oder Stayputnik gebraucht.

Quelle: Wikipedia


6.12. 1965

Vor 52 Jahren:

Luna 8 schlägt auf dem Mond auf

Das Ziel der Missionen Luna 4 bis 9 (Sonden der Serie E-6) war es, eine Sonde weich auf der Mondoberfläche abzusetzen. Bis dies mit Luna 9 gelang, mussten zahlreiche Rückschläge hingenommen werden.

Bei Luna 8 (Start: 3. Dezember 1965) geriet die Sonde neun Sekunden nach Zünden des Bremstriebwerks in Rotation und schlug hart auf dem Mond auf.

Quelle: Wikipedia


7.12. 1972

Vor 45 Jahren:

Start von Apollo 17

Apollo 17 war der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und der bisher letzte bemannte Raumflug zum Mond.

Die Besatzung bestand aus den Astronauten Harrison Schmitt, Eugene Cernan und Ronald Evans.

Der Start fand am 7. Dezember 1972 um 5:33 UTC statt. Ursprünglich sollte die Apollo-17-Mission um 2:53 UTC beginnen. Der Countdown musste jedoch 30 Sekunden vor dem geplanten Zeitpunkt abgebrochen werden, weil ein Computer ausfiel. Dieser sollte den Flüssigsauerstofftank der dritten Stufe (S-IVB) der Saturn V unter Druck setzen. Nach einer Verzögerung von mehr als zwei Stunden und vierzig Minuten hob die Rakete von der Startrampe ab. Es war der einzige Nachtstart des Apollo-Programms.

Auf dem Weg zum Mond gelang der Besatzung das berühmte, einzigartige Bild einer „Voll-Erde“ „Blue Marble“ mit Blick auf Afrika und den indischen Ozean. Zu dieser Konstellation kam es, weil der vorgesehene Landeplatz der östlichste des Apollo-Programms war; die Anforderung nach einer günstigen, nicht zu hoch stehenden Sonne auf dem Mond führte daher zu einem Start nur 34 h nach Neumond.

Quelle: Wikipedia


7.12. 1995

Vor 22 Jahren:

Galileo schwenkt in Umlaufbahn um Jupiter ein

Die Raumsonde Galileo wurde am 18. Oktober 1989 von der NASA gestartet, um den Jupiter und seine Monde zu untersuchen. Noch nie war der Planet Jupiter längere Zeit kontinuierlich von einer Raumsonde beobachtet worden. Zwar flogen schon vier Raumsonden an ihm vorbei (Pioneer 10 und 11 und Voyager 1 und 2) aber sie konnten durch den Vorbeiflug jeweils nur kurze Momentaufnahmen liefern. Das sollte sich mit Galileo ändern. Es sollte dauerhaft ein Orbiter um Jupiter kreisen, um sowohl den Planeten selbst als auch dessen Monde zu beobachten.

Vor dem Eintreffen sollte eine Tochtersonde abgekoppelt werden, die in Jupiters Atmosphäre eindringen und verschiedene Daten über Temperatur, Druck, Windgeschwindigkeit und chemische Zusammensetzung liefern sollte. Dabei sollte die Muttersonde als Relaisstation die Informationen zur Erde funken.

In 82 Millionen km Entfernung zum Jupiter trennte sich im Juli 1995 die Tochtersonde vom Mutterschiff. Am 7. Dezember 1995 war ihre Reise zu Ende. Mit einer Geschwindigkeit von 170.000 km/h tauchte die Tochtersonde in einem Winkel von ca. 9° in die Atmosphäre des Jupiter ein. Der Funkkontakt brach ca. eine Stunde nach Eintritt in einer Tiefe von 160 km ab. In den letzten Sekunden registrierte die Sonde einen Druck von 22 bar und eine Temperatur von 152 °C.

Hauptaufgabe der Sonde war die Beobachtung der vier galileischen Monde. Es wurden Hinweise auf einen Wasserozean unter der Eiskruste von Europa geliefert sowie auf Zonen flüssigen Wassers in den Mänteln von Ganymed und Kallisto und die Vulkane auf Io beobachtet.

Der Missionsteil bei Jupiter war ursprünglich nur für 23 Monate bis Dezember 1997 geplant, wurde aber dann insgesamt dreimal verlängert, da Geräte und Antrieb noch funktionsfähig waren und gute Ergebnisse erwarten ließen.

Am 21. September 2003 wurde Galileo in die Jupiter-Atmosphäre gelenkt und verglühte dort, da die Sonde wegen Treibstoffmangels und Ausfällen der Elektronik, bedingt durch die von Jupiter während der letzten Jahre erhaltene hohe Strahlungsdosis, später nicht mehr lenkbar gewesen wäre. Es bestand die Gefahr, dass Galileo auf den Mond Europa stürzen und ihn mit terrestrischen Bakterien verunreinigen könnte. Dies hätte künftige Missionen zur Erforschung von Lebensspuren auf den Jupitermonden erschwert.

Quelle: Wikipedia


7.12. 1995

Vor 22 Jahren:

Atmosphärensonde taucht in Jupiter ein

Die Raumsonde Galileo wurde am 18. Oktober 1989 von der NASA gestartet, um den Jupiter und seine Monde zu untersuchen. Noch nie war der Planet Jupiter längere Zeit kontinuierlich von einer Raumsonde beobachtet worden. Zwar flogen schon vier Raumsonden an ihm vorbei (Pioneer 10 und 11 und Voyager 1 und 2) aber sie konnten durch den Vorbeiflug jeweils nur kurze Momentaufnahmen liefern. Das sollte sich mit Galileo ändern. Es sollte dauerhaft ein Orbiter um Jupiter kreisen, um sowohl den Planeten selbst als auch dessen Monde zu beobachten.

Vor dem Eintreffen sollte eine Tochtersonde abgekoppelt werden, die in Jupiters Atmosphäre eindringen und verschiedene Daten über Temperatur, Druck, Windgeschwindigkeit und chemische Zusammensetzung liefern sollte. Dabei sollte die Muttersonde als Relaisstation die Informationen zur Erde funken.

In 82 Millionen km Entfernung zum Jupiter trennte sich im Juli 1995 die Tochtersonde vom Mutterschiff. Am 7. Dezember 1995 war ihre Reise zu Ende. Mit einer Geschwindigkeit von 170.000 km/h tauchte die Tochtersonde in einem Winkel von ca. 9° in die Atmosphäre des Jupiter ein. Der Funkkontakt brach ca. eine Stunde nach Eintritt in einer Tiefe von 160 km ab. In den letzten Sekunden registrierte die Sonde einen Druck von 22 bar und eine Temperatur von 152 °C.

Hauptaufgabe der Sonde war die Beobachtung der vier galileischen Monde. Es wurden Hinweise auf einen Wasserozean unter der Eiskruste von Europa geliefert sowie auf Zonen flüssigen Wassers in den Mänteln von Ganymed und Kallisto und die Vulkane auf Io beobachtet.

Der Missionsteil bei Jupiter war ursprünglich nur für 23 Monate bis Dezember 1997 geplant, wurde aber dann insgesamt dreimal verlängert, da Geräte und Antrieb noch funktionsfähig waren und gute Ergebnisse erwarten ließen.

Am 21. September 2003 wurde Galileo in die Jupiter-Atmosphäre gelenkt und verglühte dort, da die Sonde wegen Treibstoffmangels und Ausfällen der Elektronik, bedingt durch die von Jupiter während der letzten Jahre erhaltene hohe Strahlungsdosis, später nicht mehr lenkbar gewesen wäre. Es bestand die Gefahr, dass Galileo auf den Mond Europa stürzen und ihn mit terrestrischen Bakterien verunreinigen könnte. Dies hätte künftige Missionen zur Erforschung von Lebensspuren auf den Jupitermonden erschwert.

Quelle: Wikipedia


7.12. 2010

Vor 7 Jahren:

Akatsuki fliegt an Venus vorbei

Akatsuki (deutsch: Morgendämmerung, früher: PLANET-C, auch Venus Climate Orbiter) ist eine Venussonde der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA, der vor allem die Atmosphäre und das Klima des Planeten untersuchen soll.

Am 7. Dezember 2010 sollte Akatsuki in 550 km Höhe in den Venusorbit eintreten, allerdings misslang dieser Versuch, da im entscheidenden Moment der Funkkontakt verloren ging und das Haupttriebwerk versagte. Im Dezember 2015 nähert sich Akatsuki erneut der Venus, so dass ein weiterer Versuch unternommen werden kann, in den Venusorbit einzutreten.

Quelle: Wikipedia


8.12. 2012

Vor 5 Jahren:

Kommunikation mit Satellit Envisat bricht ab

Envisat (Environmental Satellite) ist ein etwa acht Tonnen schwerer Umweltsatellit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der 2002 gestartet wurde und bis 2012 arbeitete. Seine wichtigsten Aufgaben waren die ständige Überwachung des Klimas, des Ozeans, der Landfläche bzw. allgemein des Ökosystems der Erde. Mit Gesamtkosten von 2,3 Milliarden Euro war er der bisher teuerste Satellit der ESA und der größte jemals geflogene Erdbeobachtungssatellit.

Quelle: Wikipedia


9.12. 2016

Vor 1 Jahr:

Entdeckung des massereichsten Doppel-Neutronenstern-Systems

Dank der Rechenleistung zahlreicher Heimcomputer, die durch das Projekt Einstein@Home zusammengeschlossen sind, ist es nun gelungen, das bisher massereichste Doppelneutronensternsystem aufzuspüren. Ausgewertet wurden dazu Daten des Arecibo-Radioteleskops. Der Fund eignet sich ideal zum Test von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie.

Etwa 25.000 Lichtjahre von der Erde entfernt kreisen zwei tote Sterne umeinander. Auf einem Durchmesser von lediglich 20 Kilometern vereint jeder von ihnen mehr Masse als unsere Sonne und sie benötigen nur fünf Stunden für eine Umkreisung.

Quelle: astronews.com


10.12. 1974

Vor 43 Jahren:

Start der Sonnensonde Helios 1

Die Helios-Raumsonden waren ein Gemeinschaftsprojekt der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Erforschung der Sonne. Es wurden zwei Raumsonden gestartet. Ende 1974 startete die erste und Anfang 1976 die zweite.

Die Sonde erreichte eine Sonnenumlaufbahn mit einer minimalen Sonnenentfernung von 46,5 Millionen Kilometern, was etwa der sonnennächsten Entfernung des innersten Planeten Merkur von der Sonne entspricht. Der sonnenfernste Punkt der Umlaufbahn von Helios 1 entspricht etwa dem Abstand der Erde von der Sonne. Der Kontakt zu Helios 1 ging am 16. März 1986 verloren.

Quelle: Wikipedia


11.12. 1998

Vor 19 Jahren:

Mars Climate Orbiter startet zum Mars

Mars Climate Orbiter (MCO) war eine NASA-Sonde zum Mars im Rahmen des Discovery-Programms. Sie ging 1999 aufgrund eines Einheitenfehlers im Navigationssystem verloren.

MCO starte am 11. Dezember 1998 an Bord einer Delta II 7425 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral. Am 23. September 1999 erreichte die Sonde den Mars und startete ihr Triebwerk, um von der Mars-Gravitation eingefangen zu werden. Geplant war zunächst ein elliptischer Orbit von 150 km × 21.000 km, durch Aerobraking sollte MCO innerhalb von 44 Tagen den endgültigen, nahezu kreisförmigen Orbit in 421 km Höhe erreichen. Doch als die Sonde nach dem Abbremsmanöver wieder aus dem Funkschatten des Mars ausgetreten sein sollte, konnte kein Kontakt mehr hergestellt werden.

Quelle: Wikipedia


13.12. 1967

Vor 50 Jahren:

Start der Raumsonde Pioneer 8

Unter dem Namen Pioneer werden insgesamt 19 verschiedene Raumsonden der NASA zusammengefasst, die zwischen 1958 und 1978 zur Erforschung des Mondes, der Sonne, des Jupiters, des Saturns und der Venus gestartet wurden.

Pioneer 8 startete am 13. Dezember 1967 mit einer Delta-Rakete. Die Experimente umfassten Messungen von Staubpartikeln, verschiedenen Strahlen und Magnetfeldern. Die Sonde Pioneer 7 wurde 1986 auch zur Beobachtung des Halleyschen Kometen aus 12 Millionen km Entfernung eingesetzt. Der Kontakt zu Pioneer 8 brach am 22. August 1996 ab.

Quelle: Wikipedia


13.12. 2012

Vor 5 Jahren:

Erster Besuch bei Asteroid Toutatis

Am 13. Dezember 2012 um 08:30 UTC flog die chinesische Sonde Chang'e-2 in 3,2 km Abstand und mit einer Relativgeschwindigkeit von 10,73 km/s am erdnahen Asteroiden Toutatis vorbei (Entfernung zur Erde etwa 6.940.000 km). Dabei wurde aus einer Entfernung von 93 bis 240 km eine Bilderserie aufgenommen.

Quelle: Wikipedia


14.12. 1962

Vor 55 Jahren:

Erste Raumsonde bei Venus

Mariner 2 startete am 27. August 1962 und entdeckte bereits auf dem Weg zur Venus den von Ludwig Biermann in den 1950er Jahren postulierten Sonnenwind.

Sehr bald gab es Probleme mit der Sonde: Nach einer Kurskorrektur am 4. September 1962 stieg der Druck im Stickstofftank an, und es entwich Treibstoff. Eine weitere Kurskorrektur war nicht mehr möglich. Ende Oktober ließ die Leistung eines der beiden Solarpanels nach, welches am 15. November 1962 ganz ausfiel. Da die Sonde sich der Sonne näherte, reichte jedoch der Strom des zweiten Panels, um die Sonde zu betreiben.

Weitere Defekte folgten, konnten jedoch von der Erde aus behoben werden. Als die Sonde am 14. Dezember 1962 die Venus in einer Distanz von 34.773 km passierte, gab es keine Probleme, und alle Messinstrumente lieferten Daten. Am 3. Januar 1963 fiel Mariner 2 endgültig aus.

Die Sonde bestimmte die Temperatur der Venus zu 425 Grad Celsius, konnte keinen Wasserdampf in der Atmosphäre nachweisen und bestimmte die obere Höhe der Wolkenschicht zu etwa 55–80 km.

Quelle: Wikipedia


14.12. 1972

Vor 45 Jahren:

6. und letzte Mondlandung (Apollo 17)

Apollo 17 war der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und der bisher letzte bemannte Raumflug zum Mond.

Cernan und Schmitt landeten mit der Mondfähre „Challenger“ nördlich des Mons Vitruvius an einem Ausläufer des Mare Serenitatis. Drei EVAs sollten die Astronauten auf dieser Mission durchführen. Die mit einer atomaren Energiequelle ausgestatteten „Apollo lunar surface experiment package“ (ALSEP) wurde während der ersten EVA („Extravehicular Activity“, Aktivität außerhalb der Landefähre) in der Nähe des Landeplatzes errichtet, etwas weiter entfernt als die verbliebenen Experimente.

Am 14. Dezember 1972 um 05:40 UT verließ Cernan als letzter Mensch die Mondoberfläche, die bis heute nicht wieder von Menschen betreten wurde. Er nahm Abschied mit den Worten:

"We leave as we came, and God willing, as we shall return, with peace and hope for all mankind."
(„Wir gehen wie wir gekommen sind, und so Gott will werden wir zurückkehren, mit Friede und Hoffnung für die ganze Menschheit.“)
– Eugene Cernan

Quelle: Wikipedia


14.12. 2009

Vor 8 Jahren:

Infrarot-Teleskop WISE ins All gestartet

Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE, vormals auch Next Generation Sky Survey, NGSS) ist ein unbemanntes Weltraumteleskop der NASA, das ab Januar 2010 den gesamten Himmel im Infrarotbereich untersuchte.

Zu den Objekten, die WISE untersuchte, gehören

  • Asteroiden und andere Objekte des Sonnensystems. WISE soll alle Asteroiden des Hauptgürtels mit mehr als 3 km Durchmesser finden
  • Kühle und schwache Sterne, darunter die sonnennächsten Sterne und Braunen Zwerge
  • Falls der hypothetische Stern Nemesis ein Brauner Zwerg sein sollte, hätte WISE ihn entdeckt.
  • Junge Sterne in der Milchstraße und Staubscheiben um bereits weiter entwickelte Sterne
  • Die leuchtkräftigsten Galaxien und Infrarotgalaxien.

Quelle: Wikipedia


15.12. 1965

Vor 52 Jahren:

wurde Saturnmond Janus entdeckt

Der französische Astronom Audouin Dollfus entdeckt den inneren Saturnmond Janus.

Janus (auch Saturn X) ist der siebte bis achte und neuntgrößte der 62 bekannten Monde des Planeten Saturn. Der koorbitale Mond teilt sich seinen Orbit mit Epimetheus, mit dem er alle vier Jahre die Umlaufbahn tauscht.

Janus umkreist Saturn auf einer prograden, fast perfekt kreisförmigen Umlaufbahn in einem mittleren Abstand von 151.440 km von dessen Zentrum, also 91.172 km über dessen Wolkenobergrenze. Die Bahn liegt fast genau in der Äquatorebene des Planeten.Janus umläuft Saturn in 16 Stunden, 40 Minuten und 18,7 Sekunden.

Quelle: Wikipedia


15.12. 1970

Vor 47 Jahren:

Erste weiche Landung auf Venus

Nach einigen Fehlschlägen setzt wie geplant die russische Sonde Venera 7 auf der Oberfläche der Venus auf. Der Abstieg zur Oberfläche dauerte 35 Minuten, wobei Daten über die Atmosphäre übertragen wurden. Nach der Landung konnten 23 Minuten lang Daten von der Oberfläche empfangen werden.

Quelle: Wikipedia


15.12. 1986

Vor 31 Jahren:

Start der Raumsonde Vega 1

Vega (russisch Вега) ist eine sowjetische Mission, bestehend aus zwei getrennten Raumsonden, zum Planeten Venus sowie zum Kometen Halley. Der Name Vega hat nichts mit dem Stern Wega zu tun, sondern ist als Kürzel aus den ersten beiden Buchstaben von Венера = Venera = Venus und Галлей = Gallej = Halley zusammengefügt. Beide Raumsonden wurden 1984 gestartet und wurden mit einer breiten internationalen Beteiligung sowohl ost- als auch westeuropäischer Staaten realisiert.

Vega 1 flog am 11. Juni 1985 an der Venus vorbei, ebenfalls am 11. Juni 1985 fand die Venuslandung der Landesonde statt. Sie erreichte die Oberfläche und übermittelte von dort 56 Minuten lang Daten. Ferner wurde am 11. Juni 1985 der Ballon abgesetzt. Der Vega-1-Ballon flog 46½ Stunden lang, bevor der Kontakt abbrach.

Die Passage am Kometen Halley fand bei Vega 1 am 6. März 1986 in 8890 Kilometern Entfernung statt. Nach dem Halley-Rendezvous wurde die Sonde abgeschaltet.

Quelle: Wikipedia


16.12. 1965

Vor 52 Jahren:

Start von Pioneer 6 in Richtung Sonne

Unter dem Namen Pioneer werden insgesamt 19 verschiedene Raumsonden der NASA zusammengefasst, die zwischen 1958 und 1978 zur Erforschung des Mondes, der Sonne, des Jupiters, des Saturns und der Venus gestartet wurden.

Pioneer 6 startete am 16. Dezember 1965 mit einer Delta-Rakete. Die Experimente umfassten Messungen von Staubpartikeln, verschiedenen Strahlen und Magnetfeldern. Nach 1995 war die Kommunikation zur Sonde teilweise unterbrochen. Ein letzter Kontakt zu Pioneer 6 wurde am 8. Dezember 2000 etabliert - 35 Jahre nach dem Start. Dies stellte einen absoluten Rekord in puncto Lebensdauer dar, bis am 13. August 2012 Voyager 2 diese Leistung überbot.

Quelle: Wikipedia


17.12. 2012

Vor 5 Jahren:

Mondsonden GRAIL auf Mondberg gestürzt

Gravity Recovery and Interior Laboratory (GRAIL) war eine Mondmission der NASA, die im Rahmen des Discovery-Programms durchgeführt wurde. GRAIL bestand aus zwei im September 2011 gemeinsam gestarteten Raumsonden, die seit Anfang 2012 den Mond umkreisten. Ziel der Mission war die genaue Vermessung des lunaren Schwerefelds und der Schwereanomalien, um daraus Aufschlüsse auf den inneren Aufbau des Mondes zu gewinnen.

Beide Raumsonden kollidierten zum planmäßigen Missionsende am 17. Dezember 2012 mit einem unbenannten Berg zwischen Philolaus und Mouchez nahe dem Mondnordpol. Um 22:28:51 UTC schlug GRAIL A („Ebb“) zuerst auf der Mondoberfläche auf, etwa 30 Sekunden später folgte GRAIL B („Flow“).

Quelle: Wikipedia


17.12. 2014

Vor 3 Jahren:

Ende der Mission Venus Express

Die Mission der Sonde Venus Express der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist zu Ende: Nach acht Jahren - und nach einer deutlich längeren Missionsdauer als ursprünglich geplant - hat die Sonde keinen Treibstoff mehr zur Verfügung, um einen stabilen Orbit um Venus halten zu können. Venus Express wird sich dem Planeten nun immer weiter annähern und schließlich in der dichten Atmosphäre verglühen.

Seit Ankunft bei der Venus im Jahr 2006 hatte Venus Express den Planeten auf einer elliptischen Umlaufbahn alle 24 Stunden einmal umrundet. Dabei war die Sonde über dem Südpol des Planeten etwa 66.000 Kilometer von der Oberfläche entfernt und am Nordpol lediglich 200 Kilometer. Auf diese Weise konnte eine detaillierte Untersuchung der Venus und der Atmosphäre des Planeten vorgenommen werden.

Quelle: astronews.com


18.12. 1999

Vor 18 Jahren:

Erdbeobachtungssatellit Terra wird gestartet

Terra, auch EOS-1 oder EOS-AM1 genannt, ist ein am 18. Dezember 1999 gestarteter Erdbeobachtungssatellit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zur Erforschung und Beobachtung der Erde. Die geplante Lebensdauer des Satelliten betrug ursprünglich 6 Jahre.

Terra ist neben Aqua und Aura eine der drei Hauptmissionen des Earth Observing System (EOS), einem etliche Missionen umfassenden, längerfristigen Forschungsprogramm der NASA. Der Satellit kostete 1,3 Milliarden US Dollar.

Der Satellit bewegt sich auf einer polaren, sonnensynchronen Erdumlaufbahn (SSO). Eine Eigenschaft dieser Umlaufbahn ist, dass der Satellit einen Punkt auf der Erde jeden Tag zur selben Zeit passiert. Deshalb werden solche Erdumlaufbahnen häufig für meteorologische Satelliten und Erdbeobachtungssatelliten genutzt.

Quelle: Wikipedia


18.12. 2001

Vor 16 Jahren:

Raumsonde Deep Space 1 wird abgeschaltet

Deep Space 1 (oder kurz DS1) war eine US-amerikanische Raumsonde, die im Jahre 1998 zur Erforschung eines Asteroiden sowie eines Kometen gestartet wurde. DS1 war die erste Mission im Rahmen des „New Millennium Programs“ zur Erforschung neuer Technologien.

Deep Space 1 startete am 24. Oktober 1998 auf einer Delta-II-Trägerrakete. Den Asteroiden (9969) Braille passierte die Sonde am 29. Juli 1999 in nur 26 km Abstand. Es konnten zahlreiche Daten, aber aufgrund einer falschen Ausrichtung der Kamera nur wenige Bilder aus großer Entfernung gewonnen werden.

Da noch Reaktionsmasse im Ionenantrieb vorhanden war, flog die Sonde am 22. September 2001 am Kometen 19P/Borrelly in etwa 2200 km Abstand vorbei. Diesmal konnten nicht nur Daten, sondern auch zahlreiche Bilder gewonnen werden. Am 18. Dezember 2001 wurde Deep Space 1 abgeschaltet.

Quelle: Wikipedia


19.12. 1972

Vor 45 Jahren:

Rückkehr von Apollo 17

Apollo 17 war der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und der bisher letzte bemannte Raumflug zum Mond.

Nachdem Cernan und Schmitt wieder in das Apollo-Raumschiff umgestiegen waren, wurde die Aufstiegsstufe der Mondfähre gezielt zum Absturz gebracht. Sie schlug in etwa 10 km Entfernung von der zurückgelassenen Abstiegsstufe auf. Das ausgelöste Mondbeben wurde auch von den Seismometern an den fünf anderen Apollo-Landestellen registriert.

Am 19. Dezember 1972 um 19:24 UT wasserte die Apollo-17-Besatzung mit der Kommandokapsel im Pazifik und wurde von der USS Ticonderoga geborgen. Die ursprünglich geplanten Missionen Apollo 18, 19 und 20 wurden bereits vor Apollo 15 sowohl aus politischen als auch aus finanziellen Gründen gestrichen. Mit sechs Mondlandungen und zwölf US-amerikanischen Astronauten, die ihre Spuren auf dem Erdtrabanten hinterlassen hatten, war auch bewiesen, dass die im Weltraumrennen lange Zeit führende Sowjetunion von den USA überholt worden war.

Quelle: Wikipedia


19.12. 2013

Vor 4 Jahren:

ESA-Astrometrie-Mission Gaia gestartet

Die Aufgabe des europäischen Astrometrie-Satelliten Gaia ist es, die Position und die Bewegung von Sternen der Milchstraße mit einer bislang unerreichten Präzision zu vermessen. Der Satellit war am 19. Dezember 2013 gestartet worden und hatte einige Wochen später den sogenannten Lagrange-Punkt L2, der 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf der sonnenabgewandten Seite unseres Planeten liegt, erreicht.

Gaia soll mit seinen zwei Teleskopen ständig den Himmel abtasten und im Verlauf der auf fünf Jahre ausgelegten Mission die Position und Bewegung von etwa einer Milliarde Sternen mit großer Genauigkeit vermessen. Zudem sind Beobachtungen vorgesehen, die etwas über die Temperatur, Helligkeit und chemische Zusammensetzung der Sterne verraten.

Das Ergebnis soll die bislang genaueste Karte unserer Milchstraße in 3D sein, die den Wissenschaftlern auch wichtige Informationen über die Geschichte unserer Heimatgalaxie liefern wird.

Quelle: astronews.com


19.12. 2016

Vor 1 Jahr:

Pan-STARRS veröffentlicht größte digitale Himmelsdurchmusterung

Das Pan-STARRS-Projekt, an dem auch Astronomen an den Max-Planck-Instituten für Astronomie in Heidelberg und für extraterrestrische Physik in Garching beteiligt sind, hat am Montag die weltweit größte digitale Himmelsdurchmusterung veröffentlicht. Der Katalog basiert auf Beobachtungsdaten, die über vier Jahre gesammelt wurden, umfasst mehr als drei Viertel des Nachthimmels und liefert umfangreiche Informationen über mehr als drei Milliarden Sterne, Galaxien und andere Quellen.

Im Mai 2010 startete das erste Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System, kurz: das Pan-STARRS, ein 1,8-Meter-Teleskop auf dem Gipfel des Haleakalā auf der Hawaii-Insel Maui, eine digitale Himmelsdurchmusterung im sichtbaren und Nah-Infrarotlicht. Dies war die erste Beobachtungskampagne mit dem Ziel, den Himmel sehr schnell wiederholt zu beobachten und so nach sich bewegenden oder sich verändernden Objekten zu suchen. Dazu zählen auch Asteroiden, die möglicherweise die Erde bedrohen könnten. Die Himmelsdurchmusterung nahm etwa vier Jahre in Anspruch, und tastete den Himmel zwölf Mal in fünf Filtern ab.

Quelle: astronews.com


20.12. 1999

Vor 18 Jahren:

Start des Satelliten ACRIMSat

Der Active Cavity Radiometer Irradiance Monitor Satellite (ACRIMSat) ist ein am 20. Dezember 1999 gestarteter Forschungssatellit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, der die Energieabstrahlung der Sonne und deren Auswirkung auf das irdische Klima untersuchte.

ACRIMSat war Teil des Earth Observing System (EOS), einem etliche Missionen umfassenden, längerfristigen Forschungsprogramm der NASA.

Quelle: Wikipedia


21.12. 1968

Vor 49 Jahren:

Start von Apollo 8

Apollo 8 war der zweite bemannte Raumflug des amerikanischen Apollo-Programms und der erste bemannte Flug zum Mond und damit zu einem anderen Himmelskörper.

Die drei Astronauten Frank Borman, William Anders und James Lovell waren die ersten Menschen, die mit eigenen Augen die Rückseite des Mondes sahen.

Apollo 8 startete am 21. Dezember 1968 vom Kennedy Space Center in Florida und erreichte drei Tage später, am 24. Dezember 1968, die Mondumlaufbahn. Große Bekanntheit erlangte die Fernsehübertragung aus dem Mondorbit, während der die drei Astronauten die ersten Zeilen der biblischen Schöpfungsgeschichte als Weihnachtsbotschaft verlasen.

Nach zehn Umkreisungen des Mondes leiteten die Astronauten am frühen Morgen des 25. Dezember die Rückkehr zur Erde ein, wo die Rückkehrkapsel am 27. Dezember im Pazifischen Ozean wasserte.

Quelle: Wikipedia


21.12. 1984

Vor 33 Jahren:

Start der Raumsonde Vega 2

Vega ist eine sowjetische Mission, bestehend aus zwei getrennten Raumsonden, zum Planeten Venus sowie zum Kometen Halley. Beide Raumsonden wurden 1984 gestartet und mit einer breiten internationalen Beteiligung sowohl ost- als auch westeuropäischer Staaten realisiert.

Vega 2 startete am 21. Dezember 1984 und flog am 14. Juni 1985 an der Venus vorbei. Am 14. Juni 1985 fand auch gleich die Venuslandung der Vega 2 Landesonde statt. Die Sonde erreichte die Oberfläche und übermittelte von dort 57 Minuten lang Daten. Zugleich wurde ein Ballon abgesetzt, der mindestens 60 Stunden lang flog, bevor der Kontakt abbrach.

Die Passage am Kometen Halley fand am 9. März 1986 in 8030 Kilometern Abstand statt. Danach wurde die Sonde abgeschaltet.

Vega 1 und 2 gehörten zu den aufwändigsten Weltraumprojekten der Sowjetunion. Obwohl lediglich die Venus-Ballons wichtige neue Ergebnisse lieferten (die beiden Lander spielten eine untergeordnete Rolle), hatten die Sowjets den hohen Standard ihrer Weltraumtechnik in den 1980er Jahren demonstriert.

Quelle: Wikipedia


22.12. 1891

Vor 126 Jahren:

Erste fotografische Entdeckung eines Kleinplaneten

Am 22. Dezember 1891 fand Max Wolf als erster Astronom einen Kleinplaneten mit fotografischen Methoden, den er "Brucia" zu Ehren der amerikanischen Wissenschaftsmäzenin Catherine Wolfe Bruce nannte.

Das heute bekannteste Arbeitsgebiet Max Wolfs war seine Suche nach Kleinplaneten, von denen er selbst 228 entdeckte, darunter 1906 den ersten Trojaner, (588) Achilles. Am Institut entdeckte er mit seinen Mitarbeitern sowie seine Nachfolger bis in die 1950er-Jahre über 800 Kleinplaneten, ein Rekord, der erst kürzlich mit großflächigen Durchmusterungsprogrammen gebrochen wurde.

Quelle: Wikipedia


22.12. 2015

Vor 2 Jahren:

Erste Raketenstufe aufrecht gelandet

Am 22.12.2015 startete von Cape Canaveral aus eine Falcon-9-Trägerrakete des Unternehmens SpaceX, um mehrere Kommunikationssatelliten ins All zu bringen. Dabei gelang es, die erste Stufe der Rakete wieder sicher zu landen, zehn Kilometer vom Startplatz entfernt auf einem nicht mehr genutzten Gelände der Cape Canaveral Air Force Base.

Etwa neun Minuten nach dem Start, die zweite Raketenstufe hatte fast die Orbitalgeschwindigkeit erreicht, erschien die erste Raketenstufe wieder am Himmel. Wenige Sekunden vor der Landung wurde vier Beine ausgefahren und die Raketenstufe landete aufrecht auf dem vorgesehenen Landeplatz.

Die erfolgreiche Landung gilt als wichtiger Schritt zur Entwicklung eines wiederverwertbaren Trägerraketensystems, durch das die Startkosten deutlich reduziert werden könnten.

Quelle: astronews.com


23.12. 1672

Vor 345 Jahren:

Cassini entdeckt Saturnmond Rhea

Rhea umkreist Saturn in einem mittleren Abstand von 527.040 km in 108 Stunden und 25 Minuten. Rhea hat einen mittleren Durchmesser von 1528 km. Ihre geringe Dichte von 1,240 g/cm3 lässt darauf schließen, dass sie zu etwa 2/3 aus Wassereis sowie einem Kern aus silikatischem Gestein zusammengesetzt ist. Ihre Albedo beträgt 0,65, das heißt 65 % des einfallenden Sonnenlichts werden reflektiert. Im Vergleich zu den Monden Tethys und Enceladus ist die Oberfläche relativ dunkel.

Die Temperaturen an der Oberfläche betragen −174 °C im direkten Sonnenlicht, und zwischen −200 und −220 °C im Schatten. Rhea rotiert in 108 Stunden und 25 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond, eine gebundene Rotation auf.

Quelle: Wikipedia


24.12. 1968

Vor 49 Jahren:

Erstes bemanntes Raumschiff umkreist den Mond

Mit Apollo 8 umkreist erstmals eine menschliche Besatzung, bestehend aus Frank Borman, James Arthur Lovell und William Anders den Mond. William Anders fotografiert den Erdaufgang (engl. Earthrise), eine berühmt werdende Szene.

Quelle: Wikipedia


24.12. 1979

Vor 38 Jahren:

Erster Start der europäischen Rakete Ariane

Vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana startet die erste europäische Trägerrakete Ariane erfolgreich.

Ariane ist eine Serie von europäischen Trägerraketen, die im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) von einem Tochterunternehmen des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS entwickelt wurden. Ziel war der autonome Zugang zum All, um somit unabhängig von den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion Satelliten im Orbit absetzen zu können.

Quelle: Wikipedia


24.12. 2003

Vor 14 Jahren:

Mögliche Landung von Beagle-2 auf dem Mars

Beagle 2 war die Landeeinheit der Mars-Express-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Sie wurde unter der Leitung von britischen Universitäten entwickelt und konstruiert. Beagle 2 ist wahrscheinlich in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember 2003 nach einem fünftägigen Flug auf der Marsoberfläche gelandet. Da kein Funkkontakt zur Sonde hergestellt werden konnte, wurde sie am 11. Februar 2004 für verloren erklärt.

Beagle 2 besaß keinen eigenen Antrieb und war während der Sinkphase von der Erde aus nicht steuerbar. Die Landeeinheit erhielt die Energie für den Flug aus der Bewegung ihrer Muttersonde Mars Express. Nachdem acht Stunden lang kein Kontakt zu der Sonde möglich war, erfolgte die Abkopplung planmäßig am 19. Dezember 2003.

Quelle: Wikipedia


25.12. 2003

Vor 14 Jahren:

Mars Express trifft bei Mars ein

Mars Express (abgekürzt MEX) ist eine Mars-Sonde der ESA. Sie erreichte den Planeten am 25. Dezember 2003. Hauptaufgabe der Mission ist die vollständige Kartografierung des Mars, die Erforschung seiner Atmosphäre, seiner Oberfläche sowie des Materials, das sich in bis zu zwei Metern Tiefe befindet. Zusätzlich hatte die Sonde das Landegerät Beagle 2 an Bord.

Quelle: Wikipedia


27.12. 2006

Vor 11 Jahren:

Teleskop COROT startet ins All

COROT (von französisch „COnvection, ROtation et Transits planétaires“, oder englisch „COnvection, ROtation and planetary Transits“ und deutsche „KOnvektion, ROtation und planetary Transite“) ist ein von der französischen Raumfahrtbehörde CNES betriebenes Weltraumteleskop. Es verfolgt Helligkeitsveränderungen einer Vielzahl von Sternen, um daraus Informationen über deren innere physikalische Eigenschaften abzuleiten und sucht Exoplaneten mit der Transitmethode. Raketenstart war am 27. Dezember 2006.

Im April/Mai 2007 hat COROT seinen ersten extrasolaren Planeten entdeckt. Es handelt sich dabei um einen Gasriesen mit dem Namen „CoRoT-1 b“. Er hat die 1,3-fache Masse des Jupiter und liegt rund 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Quelle: Wikipedia


28.12. 1612

Vor 405 Jahren:

Galilei beobachtet erstmals Neptun

Schon lange vor seiner Entdeckung als 8. Planet wurde Neptun zufällig beobachtet und in Aufzeichnungen und Sternkarten festgehalten. Das konnte man im Nachhinein bei der Analyse alter Sternkarten rekonstruieren. Den Beobachtern war nicht klar, dass es sich um einen Planeten handelt. Galilei zum Beispiel sah Neptun bereits im Jahr 1612, als er Jupiter beobachtete, und machte sich darüber Notizen. Er hielt ihn aber für einen Hintergrundstern oder einen Mond des Jupiter.

Quelle: Wikipedia


30.12. 1995

Vor 22 Jahren:

Start des Röntgensatelliten RXTE

Der Röntgensatellit RXTE (Rossi X-Ray Timing Explorer), nach dem italienischen Astrophysiker Bruno Rossi benannt, wurde am 30. Dezember 1995 auf eine 580 Kilometer hohe, fast kreisförmige Umlaufbahn mit 23° Inklination zum Äquator gebracht.

Der Satellit diente zur Beobachtung von schnellveränderlichen, hochenergetischen Röntgenquellen wie Schwarzen Löchern, Neutronensternen, Röntgen-Pulsaren und sonstigen Röntgenausbrüchen. Nach 16-jähriger Nutzung wurde er am 5. Januar 2012 von der NASA deaktiviert.

Quelle: Wikipedia


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Menschen im All

Lange bevor es möglich war, ins Weltall zu fliegen, waren die Menschen bereits fasziniert von der Vorstellung, zu fernen Planeten oder Sternen reisen zu können. Bücher und Comic-Heft-Serien sind voll mit solchen Ideen. Science-Fiction-Autoren wie Jules Verne in "Reise um den Mond" beschrieben schon vor 150 Jahren sehr anschaulich, wie man einen solchen Ausflug erleben würde. Davon wiederum ließen sich Wissenschaftler und Ingenieure inspirieren und setzten alles daran, den Traum von der Reise ins All Wirklichkeit werden zu lassen. Mehr über Leute, die Raumfahrt ermöglicht haben, erfährst du unter 'Pioniere der Raumfahrt'.

Nur sehr wenige Menschen kommen in den Genuss einer solchen Reise. Bisher verließen ca. 500 Raumfahrer die Erde und erlebten einen Aufenthalt im Weltraum inklusive Schwerelosigkeit und traumhaften Blick zur Erde. Neuerdings kann auch mitfliegen, wer genug Geld zur Verfügung hat. Obwohl es einige Millionen Euro kostet, als Weltraumtourist die Internationale Raumstation ISS zu besuchen, ist die Warteliste lang.

Die bemannte Raumfahrt beschränkt sich derzeit auf Besuche der ISS. Eine bemannte Mondmission ist bis 2018 angedacht. Weiter als bis zum Mond sind wir bisher noch nicht vorgedrungen. Über Reisen zum Mars wird momentan zwar laut nachgedacht, aber ob sie tatsächlich stattfinden werden, ist noch nicht so sicher. Viele Schwierigkeiten gilt es dabei zu meistern.

Die Unterschiede zwischen Erde und Weltraum

Die Unterschiede zwischen den Bedingungen auf der Erde und denen im Weltall sind gewaltig. Bevor man sich also auf eine Reise ins All macht, muss man vieles genau bedenken und planen. Es geht schließlich um das Leben und Überleben der Raumfahrer.

Hier sind die wichtigsten Probleme aufgeführt, die bei Reisen ins All auftreten. Die Unterschiede zwischen den Bedingungen auf der Erde und im Weltall werden aufgezeigt. Doch keine Sorge - der Mensch ist erfinderisch - für fast jedes Problem gibt es auch eine Lösung.

Die Temperatur

Auf der Erde: Die Temperaturen auf der Erde sind optimal für uns Lebewesen. Wenn es uns zu warm/kalt sein sollte, genügt ein Kleidungswechsel oder ein Rückzug in warme oder kühle Räume.

Im Weltall: Hier herrschen extreme Temperaturunterschiede, in sonnenabgewandten Bereichen bis zu - 271° Celsius! Das sind nur zwei Grad vom absoluten Nullpunkt entfernt. Umgekehrt ist es in direkter Sonneneinstrahlung extrem heiß, die Temperatur kann da sehr schnell auf über 100°C steigen!

Die Lösung: Wenn Astronauten im Weltall aus dem Raumschiff steigen wollen, müssen sie gekühlt werden. Dazu tragen sie spezielle, mit Schläuchen für Kühlmittel durchzogene "Unterwäsche". Der ganze Raumanzug ist so beschaffen, dass er gleichbleibend lebensfreundliche Temperaturen für den Astronauten bereitstellt. Auch im Raumschiff und in der Raumstation müssen konstante Temperaturen herrschen. Ein Ausfall der Klimaanlage ist lebensbedrohlich.


Das Wasser

Auf der Erde: Auf der Erde ist genug Wasser vorhanden. Wir alle sollten es vor Verschmutzungen schützen, sonst schaden wir uns selbst. Ohne Wasser könnten wir nicht leben.

Im Weltall: Hier gibt es entweder gar kein Wasser oder es muss erst gewonnen werden (auf anderen Himmelskörpern lagert Wasser eventuell als Eis in Kratern oder in Ozeanen tief unter der Oberfläche).

Die Lösung: Der gesamte Wasserbedarf muss als Vorrat mitgenommen werden. Es muss sparsam damit umgegangen werden. Ein Mensch benötigt pro Tag mindestens etwa 2,5kg Wasser.


Die Luft

Auf der Erde: Wir sind perfekt an die Luftzusammensetzung auf der Erde angepasst und können frei atmen. Wir alle sollten es vermeiden, die Luft durch Abgase usw. zu verschmutzen, denn wer will schon unter Luftverschmutzung leiden und davon krank werden..

Im Weltall: Es gibt hier keine Luft, nur Vakuum. Auch eventuelle Luftschichten auf anderen Himmelskörpern sind für uns nicht atembar. Die Zusammensetzung dieser Luft ist für uns nicht zum Atmen geeignet, sondern eher schädlich.

Die Lösung: Bei Weltraumflügen muss genügend Sauerstoff mitgenommen werden. Im Raumschiff muss der Kabinenluft ständig Sauerstoff zugeführt und Kohlendioxid entzogen werden. Ein Mensch verbraucht mindestens etwa 1kg Sauerstoff pro Tag.


Die Strahlung

Auf der Erde: Die dicke Luftschicht und auch das Magnetfeld verhindern auf der Erde, dass uns schädliche Strahlung aus dem Weltall trifft. Sonnenstrahlen können wir gezielt genießen oder uns bei Bedarf davor schützen (Kleidung, Sonnencreme ..)

Im Weltall: Gefährliche UV-Strahlung, Röntgenstrahlung und Gamma-Strahlung dringen ungehindert durch das All und schädigen das Erbgut, wenn sie auf Lebewesen treffen.

Die Lösung: Astronauten benötigen isolierte Schutzanzüge, wenn sie Außeneinsätze haben oder den Mond betreten wollen. Im Raumschiff bzw. der ISS sind sie etwas sicherer, aber längst nicht so gut geschützt wie auf der Erde.


Die Nahrung

Auf der Erde: Die Erde bietet uns alles, was wir zum Leben brauchen, und das in unüberschaubarer Vielfalt. Früchte, Gemüse, Getreide, tierische Produkte..

Im Weltall: Es gibt hier nichts, wovon wir uns ernähren könnten.

Die Lösung: Es müssen genügend Vorräte mitgenommen werden. Astronauten in der ISS müssen regelmäßig mit neuer Nahrung beliefert werden. Es wird daran geforscht, Pflanzen als Nahrungsquelle bei langen Raumflügen mitzunehmen.


Die Schwerkraft

Auf der Erde: Unser Körper ist auf die Erdanziehungskraft eingestellt, die alles nach unten zieht. Unser Herz z.B. verteilt das Blut gleichmäßig im ganzen Körper und pumpt es dabei auch gegen die Schwerkraft nach oben ins Gehirn.

Im Weltall: Hier gibt es in Abhängigkeit von der Entfernung zum nächsten Himmelskörper eine geringere Schwerkraft als von der Erdoberfläche gewohnt. Wie unser Körper darauf reagiert, steht weiter unten.

Die Lösung: Lösungsvorschläge gibt es viele, um geringe Schwerkraft auszugleichen und sie künstlich zu erzeugen. Das ginge bei großen Raumstationen z.B. dadurch, dass man sie rotieren lässt. In Sciencefiction-Filmen ist das oft zu sehen, in der Praxis ist es aber noch nicht umgesetzt worden.


Die Psyche

Auf der Erde: Auf der Erde haben wir eine Familie, wir leben mit Menschen zusammen, die wir mögen und lieben. So fühlen wir uns wohl. Jeden Tag treffen wir außerdem viele andere Menschen. Wir können uns frei bewegen und andere Orte aufsuchen. Wir können uns Abwechslung verschaffen (Freunde besuchen, ins Kino gehen, wandern, schwimmen usw.). Frische Luft und Sonnenschein tun uns ebenfalls gut.

CrewIm Weltall: Menschen in Raumschiffen leben sehr beengt und können nirgendwo anders hin. Das Eingesperrtsein zerrt an den Nerven. Man ist über lange Zeit von der Familie getrennt. Die Sozialkontakte beschränken sich auf nur wenige Mitmenschen. Bei Problemen miteinander kann man sich nicht aus dem Weg gehen.

Der Weltraum ist kalt und dunkel. Das kann als bedrohlich empfunden werden.

Die Lösung: Vor einer Reise ins All werden die künftigen Raumfahrer vielen psychologischen Tests unterzogen. Sie sollten über eine gefestigte Psyche verfügen und bei Problemen und in Stresssituationen nicht gleich ausflippen, sondern Ruhe bewahren. Per Email und Funk kann mit der Familie Kontakt gehalten werden. Spiele bringen Abwechslung in den anstrengenden Arbeitsalltag.


Kuriositäten, die typisch für einen Aufenthalt im All sind

Nahrungsaufnahme

Sich schnell ein Steak braten oder ein paar Süßigkeiten aus einer Schüssel essen geht in der Schwerelosigkeit nicht, da alles davonfliegt. Das Essen ist daher in Beuteln abgepackt und wird in der Mikrowelle erwärmt. Dann wird es über ein Mundstück aus dem Beutel direkt in den Mund gesaugt. Dabei darf nichts danebengehen, sonst ist man den ganzen Tag auf der Jagd nach frei schwebenden Krümeln.

Der kanadische Astronaut Chris Hadfield zeigt, wie man sich in der ISS ein Sandwich macht.


Getränke

Getrunken wird hauptsächlich durch Trinkhalme aus Bechern mit Deckel. Es darf nichts danebengehen! Denn auch Flüssigkeiten können davonschweben. Tropfen werden zu kleinen Kügelchen und fliegen durch die Raumstation. Dadurch können empfindliche Geräte beschädigt werden. Schwebender Orangensaft ist zwar ganz lustig, darf aber nicht passieren.


Hygiene

Auf der ISS gibt es keine Dusche, da herumschwebende Wasserkügelchen ein echtes Problem darstellen, vor allem, wenn man sie wieder einfangen muss! Die Astronauten waschen sich mit Feuchttüchern und Trockenshampoo. Die Zähne werden mit essbarer Zahncreme geputzt, aber bitte den Mund dabei möglichst geschlossen halten!

Der kanadische Astronaut Chris Hadfield führt uns vor, wie man sich in der ISS die Zähne putzt.


Toilettengang

Auf der Toilette müssen sich die Raumfahrer anschnallen, sonst könnten sie ja nicht sitzenbleiben! Das 'Ergebnis' wird sofort aus der Kloschüssel in einen geschlossenen Behälter abgesaugt, damit es gar nicht erst auf die Idee kommt davonzuschweben. Das wäre schließlich überhaupt nicht lustig.


Schlafen

Raumfahrer müssen sich zum Schlafen am Bett festschnallen, sonst bleiben sie nicht liegen, sondern treiben durch die Raumstation. Überhaupt ist es schwierig schlafen zu können, ohne den Druck der Bettdecke zu spüren oder Kontakt mit der Auflagefläche zu haben.

Der kanadische Astronaut Chris Hadfield zeigt uns, wie man in der ISS schläft.


Gegenstände

Werkzeuge oder Gegenstände, die gerade benutzt werden, kann man nicht mal schnell ablegen und später wieder nehmen, sondern muss sie immer irgendwo befestigen - am Gürtel oder in einer Klemmvorrichtung. Vergisst man das, muss man sie schnell einfangen, bevor sie irgendwo angestoßen sind und Schaden angerichtet haben.


Lichtblitze

Raumfahrer nehmen oft kleine Blitze wahr. Sie sind nicht real, sondern entstehen auf der Netzhaut, wenn diese von Teilchen der Weltraumstrahlung getroffen wird. Diese Teilchen können nahezu ungehindert durch die Wände des Raumschiffs dringen und in den menschlichen Körper gelangen. Dort kann das Erbgut der Zellen geschädigt werden. Auf der Erde sind wir davor geschützt. Das Magnetfeld leitet die Strahlung um die Erde herum und lässt sie nicht eindringen.


Weltraumspaziergang

WeltraumspaziergangEin Spaziergang ist es wahrlich nicht, auch wenn es so genannt wird. Ein Ausstieg aus dem Raumschiff ist äußerst anstrengend. Allein die Vorbereitung dazu erfordert schon höchste Konzentration. Es müssen ein mehrteiliger Raumanzug angelegt und alle Systeme vor dem Ausstieg überprüft werden.

Der Anzug ist wie ein Raumschiff im Miniformat und muss alles enthalten, was ein Mensch zum Überleben im All benötigt: eine Art Klimaanlage zum Schutz vor der Kälte des Weltraums und der gnadenlosen Hitze der Sonnenstrahlung, einen Sauerstoffvorrat für die Atemluft, ein Kommunikationssystem, um mit der Mannschaft Kontakt halten zu können, einen Schutzhelm mit herunterklappbarer Sonnenblende, Handschuhe.

Draußen ist man dann auch nicht zum Vergnügen, sondern muss Reparaturen oder Montagearbeiten an der Außenwand des Raumschiffs oder der Raumstation vornehmen.

Blick zur ErdeLässt man dabei einmal das Werkzeug los, ist es davongeschwebt, und man kann nicht weiterarbeiten. Außerdem sollte man auf jeden Fall durch eine Leine mit dem Raumschiff verbunden sein, sonst schwebt man noch selbst auf Nimmerwiedersehen davon.

Blick zur Erde

Einen langen Blick aus dem Raumschiff heraus auf den Heimatplaneten zu werfen ist sicher mit das Schönste, was der Aufenthalt im All zu bieten hat!

In der ISS ist man zwar noch nicht weit genug von der Erde entfernt, um sie als Kugel im Ganzen sehen zu können. Dennoch erkennt man gut ihre gewölbte Form und hat einen Blick auf die dünne Atmosphärenschicht und auf ganze Kontinente!


Berühmte Raumfahrer

Juri Gagarin

Juri Gagarin flog als erster Mensch ins All und erregte damit weltweit große Aufmerksamkeit. Er wurde 1934 geboren und lebte in der damaligen Sowjetunion. Ausgebildet wurde er zum Piloten der Luftwaffe. Am 12. April 1961 umrundete er in der Raumkapsel Wostok 1 in 108 Minuten einmal die Erde. Bei seinem Flug war er 27 Jahre alt. 1968 kam Juri Gagarin bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.


Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins

Das sind die drei Besatzungsmitglieder der legendären Mission Apollo 11, bei der erstmals ein Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Sie starteten am 16. Juli 1969 und kamen am 19. Juli am Mond an. Michael Collins blieb in der Kommandokapsel im Mondorbit zurück, während seine beiden Kollegen mit der Mondlandefähre Eagle auf der Mondoberfläche aufsetzten. Beim Ausstieg aus dieser sagte Neil Armstrong den berühmten Satz: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit." Neil Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond.


John Glenn

John Glenn umkreiste 1962 als erster Amerikaner die Erde. Vor ihm vollbrachten das nur zwei Menschen, die Russen Juri Gagarin und German Titow. John Glenn war damals 41 Jahre alt. Im Alter von 77 Jahren flog er erneut ins All, diesmal mit dem Space Shuttle Discovery. Damit hält er den Rekord für den ältesten Raumfahrer und auch den für die längste Zeit zwischen zwei Weltraumflügen. 36 Jahre liegen zwischen seinem ersten und seinem letzten Flug ins All.


Siegmund Jähn

Sigmund Jähn flog am 26. August 1978 mit Sojus 31 als erster Deutscher ins All. Er wurde 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz in Sachsen geboren und lebte in der ehemaligen DDR. Er war Offizier und Düsenpilot der NVA-Luftwaffe. Zwei Jahre lang wurde er im sowjetischen Kosmonautenausbildungszentrum auf seinen Flug vorbereitet. Er verbrachte dann 1978 eine Woche in der russischen Raumstation Saljut 6 und führte dort verschiedene wissenschaftliche Experimente durch. Als er zurückkam, war er sehr berühmt. Er bekam den Titel "Held der DDR" und wurde überall jubelnd empfangen.


Thomas Reiter

Thomas Reiter ist einer von vier Deutschen, die die Raumstation Mir besuchten. Er wurde 1958 in Frankfurt am Main geboren und verpflichtete sich bei der Luftwaffe. Er studierte Luft- und Raumfahrttechnik und wurde zum Testpiloten ausgebildet. Auch er wurde 2 Jahre lang im Kosmonautenausbildungszentrum in Russland auf seine Reise ins All vorbereitet. Am 3. September 1995 startete er an Bord der Sojus zur Raumstation Mir und verbrachte dort 176 Tage. Währenddessen stieg er zweimal aus der Raumstation aus und führte Arbeiten im freien Weltraum durch. Im Jahr 2006 besuchte er seine zweite Raumstation, die ISS, und verbrachte dort noch einmal 166 Tage im All.

Die Namen der Raumfahrer kennt fast jeder, sie sind die Helden, die sich ins Weltall vorgewagt haben. Aber ohne die fleißige Arbeit von Ingenieuren, Wissenschaftlern und Technikern wären diese Reisen niemals möglich gewesen. Auch ihre Namen sollten nicht in Vergessenheit geraten. Die wichtigsten Persönlichkeiten aus der Anfangszeit der Raumfahrt sind die 'Pioniere der Raumfahrt'.


Was bewirken Schwerelosigkeit bzw. Schwerkraft?

SchwerelosigkeitEine der Schwierigkeiten, mit denen der menschliche Körper im Weltall zurechtkommen muss, ist die geringere Schwerkraft. Wir sind nun einmal perfekt an die Anziehungskraft der Erde angepasst, die permanent an uns zieht. Muskeln, Herz und Skelett arbeiten dagegen und funktionieren unter irdischen Bedingungen optimal, die Gleichgewichtsorgane orientieren sich am Schwerefeld.

Im Weltraum wirkt die Schwerkraft ebenfalls, allerdings wird sie mit zunehmender Entfernung zur Erde geringer. In einer Raumstation kommt noch dazu, dass diese die Erde umkreist. Das führt zu einer Überlagerung von zwei Bewegungen und infolgedessen zur Schwerelosigkeit.

Auf der ISS beträgt die Erdanziehungskraft noch etwa 90% der Anziehungskraft auf Meeresspiegelhöhe. Die Station samt Astronauten ist nur aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit (ca. 28.000 Km/h) gewichtslos, d. h. weil sich Zentrifugalkraft und Anziehungskraft ausgleichen. Die Station fällt praktisch beständig im freien Fall um die Erde.

Der Körper eines Astronauten bekommt das zu spüren und spielt erst einmal verrückt. Nach einiger Zeit passt er sich aber den neuen Bedingungen an. Kehrt der Astronaut nach längerem Aufenthalt im Weltall (beispielsweise in der Raumstation) wieder zur Erde zurück, hat er auch hier zunächst Probleme, da sich sein Körper mittlerweile an das Leben ohne Schwerkraft gewöhnt hat.

In der folgenden Übersicht sind die Probleme zusammengestellt, mit denen ein Raumfahrer zu kämpfen hat, wenn sich die Schwerkraft ändert.

Zu Besuch im Weltall Wieder zurück auf der Erde
Das Blut sammelt sich plötzlich in Brust und Kopf, weil das Herz es gewohnt ist, nach oben stärker zu pumpen. Im Weltall aber gibt es kein Oben oder Unten. Gesichter von Astronauten sehen am Beginn der Reise aufgedunsen aus, weil sich im Kopfbereich einfach zuviel Blut befindet. Das gibt sich jedoch nach einiger Zeit. Während des Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit passt sich das Herz an die neuen Bedingungen an. Der Herzmuskel wird schwächer. Zurück auf der Erde versorgt das Herz die oberen Bereiche des Körpers nicht ausreichend mit Blut, es sammelt sich in den Beinen. Astronauten können dadurch nach der Landung leicht ohnmächtig werden. Das gibt sich aber wieder.
Der Herzmuskel muss weniger anstrengende Arbeit leisten. Er passt sich den Weltraumbedingungen an und wird schwächer. Astronauten sollten im All fleißig Sport treiben, damit der Herzmuskel nicht zu schwach ist, wenn sie wieder zurückkommen.
Die 'Weltraumkrankheit' tritt auf. Das ist ein Gefühl der Übelkeit, von dem viele Menschen auch auf einem Schiff befallen werden. Plötzlich schwankt hier der Boden unter den Füßen, und das widerspricht der normalen Erfahrung und verwirrt die Sinne.

Das Gleichgewichtssystem ist im Weltall ebenfalls verwirrt. Hier gibt es plötzlich kein richtiges Oben und Unten mehr. Der Astronaut muss sich daran gewöhnen und sich andere Möglichkeiten suchen, um ein vertrautes Gefühl für den Boden oder die Zimmerdecke zu entwickeln, sonst geht ihm die Orientierung verloren.
Das Schöne an der Schwerelosigkeit ist ja, dass man plötzlich fliegen kann! Und man kann sich schwebend fortbewegen, fast wie ein Schmetterling. Noch dazu in jede beliebige Richtung! Ist die Übelkeit und Orientierungslosigkeit einmal überwunden, lässt sich das Gefühl, schwerelos zu sein durchaus genießen.

Zu schweben oder ohne Hilfsmittel zu fliegen ist auf der Erde nicht möglich. Die Schwerkraft fesselt einen sofort wieder an den Boden, sobald man aus dem Raumschiff steigt. Man kann ihr nicht entkommen.
In der Schwerelosigkeit ist alles ganz leicht, der eigene Körper hat sozusagen kein Gewicht mehr. Unser stützender Innenbau, das Skelett, hat seine tragende Funktion verloren. Knochen verlieren an Substanz und bauen Festigkeit ab. Dem müssen Astronauten entgegenwirken, indem sie im All entsprechenden Sport treiben. Sonst haben sie dann auf der Erde Probleme mit leicht brüchigen Knochen. Das Trainingsprogramm ist ein fester Bestandteil der täglichen Routine im All.
Auch die Muskeln werden schwächer, weil man im Weltall nicht so viel Kraft braucht. Man muss sich sogar sehr vorsichtig bewegen und heftige Bewegungen vermeiden, weil man sonst aus Versehen durchs Raumschiff schießt und irgendwo schmerzhaft aneckt. Man muss lernen, seine Kräfte behutsam einzusetzen. Intensives Training im Weltall mit Geräten, die man auch in Fitnessstudios auf der Erde finden kann, ist ganz wichtig, um einem allzu starken Muskelabbau vorzubeugen. Nach der Rückkehr fühlen sich die Beine noch wie Gummi an und wollen nicht recht gehorchen, alles fällt auf einmal so ungeheuer schwer, jede Bewegung strengt fürchterlich an. Das gibt sich nach einiger Zeit und weiterem Training.
Beim Start wird sehr stark beschleunigt. Der Körper erfährt also mehrfache Gravitationskraft und unterliegt starker Belastung. Der Astronaut wird heftig in seinen Sessel gedrückt und muss diesem Druck ca. 10 Minuten lang standhalten. Bei den obigen Punkten ging es um das Fehlen der Schwerkraft, hier ist das Problem aber ein 'zuviel' davon. Bei der Landung wird sehr stark abgebremst. Der Körper erfährt also mehrfache Gravitationskraft und unterliegt starker Belastung. Das ist so, als würde man in einem Auto, das sehr schnell fährt, urplötzlich auf die Bremse treten und es in kürzester Zeit zum Stillstand bringen. Die Personen im Auto werden heftig nach vorn geschleudert, aber von den Sicherheitsgurten zurückgehalten. So ist das auch im Raumschiff.

Die Zukunft der Menschen im All

In Raumstationen

Raumstationen, in denen sich Menschen aufhalten können, gibt es nunmehr seit über 30 Jahren. Momentan befindet sich die ISS in einer Umlaufbahn und wird sicher noch mindestens 10 Jahre dort verbleiben. Was danach kommt ist ungewiss. Eine Raumstation zu betreiben ist extrem teuer, die Kosten muss der Steuerzahler tragen. Das ist vielleicht politisch irgendwann nicht mehr durchsetzbar. Andererseits könnten künftige Raumstationen als Zwischenstation für Reisen zum Mars dienen und wären auf diese Art unverzichtbar.


Auf dem Mond

Seit über 30 Jahren war niemand mehr auf dem Mond. Inzwischen hat man ihn 'wiederentdeckt' und denkt über neue Mondbesuche nach. Es könnte sich sogar wieder ein richtiger Wettlauf entwickeln, da verschiedene Raumfahrtagenturen daran interessiert sind, Menschen zum Mond zu schicken. Diesmal mischen neben den Amerikanern und Russen auch Europäer, Chinesen und Japaner mit!

Geplant sind nicht nur kurze Besuche, sondern eine Mondbasis zwecks dauerhaftem Aufenthalt. Auch ein Installieren von großen Teleskopen auf der Mondoberfläche ist angedacht, denn hier stören weder eine Atmosphäre wie auf der Erde noch eine künstliche Aufhellung des Himmels durch Straßenlampen und ähnliches.

Wir dürfen gespannt sein! In den nächsten Jahren wird sich viel Richtung Mond bewegen.


Auf dem Mars

Mars wäre nach dem Mond das nächste erreichbare Ziel für die bemannte Raumfahrt. Die NASA plant für das Jahr 2030, erstmals Menschen zum Mars zu schicken. Aber ob es tatsächlich dazu kommen wird, ist heute noch nicht abzusehen. Eine solche Reise ist zum Einen extrem teuer und wäre von einem Staat alleine nicht zu finanzieren. Hier ist internationale Zusammenarbeit gefragt.

Zum Anderen gilt es noch jede Menge Probleme zu lösen. Eine Reise zum Mars dauert mindestens 9 Monate, insgesamt wären die Astronauten etwa zwei Jahre unterwegs. Soviele Vorräte mitzunehmen ist nahezu unmöglich. Es müssten vorher unbemannte Versorgungsschiffe zum Mars fliegen und Nahrung, Treibstoff und Baumaterial für eine Marsstation und die Rückreise dort deponieren. Aber auch die psychischen Auswirkungen eines so langen Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit und in der Isolation und Enge eines Raumschiffs sind schwer einzuschätzen. Konflikte an Bord könnten den Missionserfolg gefährden.

Sicher werden Menschen irgendwann zum Mars aufbrechen. Aber ob das bereits 2030 stattfinden wird ist fraglich. Lassen wir uns überraschen!


Weiter hinaus ins All ..

Reisen zu den Gasplaneten oder gar zu anderen Sternen wird es für Menschen wohl nicht geben. Die Vorstellung, jahrelang oder gar jahrzehntelang in einem Raumschiff eingesperrt zu sein, ist nicht gerade sehr angenehm. Solche Missionen sollten wir unbemannten Sonden oder bestenfalls Robotern überlassen. Was in der Zukunft möglich sein wird, ist heute noch nicht abzusehen. Wenn es irgendwann tatsächlich einmal derartige Reisen geben sollte, werden wir es sehr wahrscheinlich nicht mehr erleben ...

Die Aufnahmen auf dieser Seite stammen von der NASA (Courtesy NASA/JPL-Caltech).

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Raumfahrt

Die Geschichte der Raumfahrt begann vor über 50 Jahren mit Piepsgeräuschen aus dem Weltall: Sie ertönten am 4. Oktober 1957 und kamen von Sputnik 1, dem ersten Satelliten, der von der damaligen Sowjetunion ins All geschossen wurde und die Erde umrundete. Sputnik war eine etwa 80 kg schwere Metallkugel mit 58 Zentimetern Durchmesser. Außen waren vier Antennen angebracht. Im Inneren befand sich ein Sender mit seinen Batterien und zwei Thermometer. Das war alles.

Sputnik
Es genügte, um die ganze Welt in helle Aufregung zu versetzen und einen atemberaubenden Wettlauf ins All in Gang zu bringen, einen Wettkampf um technische Erfolge im Weltall zwischen den USA und der Sowjetunion.

Die Ergebnisse können sich wahrlich sehen lassen:

  • Der Mond wurde durch zahlreiche Sonden unter die Lupe genommen.
  • Menschen flogen selbst zum Mond und erkundeten ihn.
  • Alle Planeten bekamen Besuch von Raumsonden und konnten erforscht und fotografiert werden.
  • Raumstationen wurden in Umlaufbahnen um die Erde gebracht und dienten als Arbeitsplatz für viele Astronauten.
  • Einige Sonden (Voyager, Pioneer), die damals losgeschickt wurden, verlassen mittlerweile sogar das Sonnensystem.

Heute geht es in der Raumfahrt nicht mehr gegeneinander, sondern viele Länder führen gemeinsam Raumfahrtmissionen durch. Neben den USA und Russland betreiben inzwischen weitere Nationen oder Gemeinschaften eigene Raumfahrt, so China, Japan und Europa (ESA) mit vielen beteiligten europäischen Ländern. Auch die Internationale Raumstation (ISS) ist ein Gemeinschaftsprojekt von mindestens 14 Staaten.

Gemeinsam das Weltall erforschen ist auch für die Zukunft der einzig richtige Weg. Raumfahrt erfordert ein hohes technisches Wissen, die besten Ingenieure und Wissenschaftler und ist außerdem sehr teuer. Da ist es besser, man tut sich zusammen und stellt neue Projekte gemeinsam auf die Beine.

Welche Menschen zu Beginn der Raumfahrt maßgeblich an ihrem Fortschritt mitgewirkt haben, erfährst du auf der Seite Pioniere der Raumfahrt. Einen Überblick über alles, was sich seit den Anfängen der Raumfahrt schon getan hat, bekommst du auf der Seite zur Geschichte der Raumfahrt.


Von Beruf Raumfahrer

Für Menschen, die ins Weltall reisen, gibt es mehrere Bezeichnungen. Im russischen Sprachraum nennt man sie 'Kosmonauten'. Die Bezeichnung 'Astronaut' aus dem englischen Sprachraum haben wir im Deutschen mit übernommen. Wir haben aber auch ein eigenes Wort dafür, nämlich 'Raumfahrer'. Bei den Chinesen heißen die Weltraumbesucher 'Taikonauten'.

In letzter Zeit gibt es eine neue Sorte Raumfahrer, die 'Weltraumtouristen'. Das sind reiche Leute, die auf eigenen Wunsch für ein paar Millionen Euro Reisekosten mitfliegen dürfen. Normalerweise üben sie Berufe aus, die mit Raumfahrt gar nichts zu tun haben. Aber gewiss begeistern sie sich für das Weltall und erfüllen sich damit einen großen Traum.

Wer mitfliegen möchte, muss allerdings vorher über längere Zeit ein Astronautentraining absolvieren, damit er fit genug ist für die Reise. Astronauten sind unterwegs großen körperlichen Belastungen ausgesetzt, vor allem beim Start und bei der Landung.

Mehr darüber, wie es Menschen im Weltall ergeht, erfährst du auf der Seite 'Menschen im All'.

Tipp: Radio hören!

WDR 5 Leonardo schildert in der opulent erzählten Serie die "Geschichte der Raumfahrt" die frühesten Visionen von der Eroberung des Weltalls, stellt die wichtigsten Pioniere vor und macht deutlich, welche politischen und militärischen Interessen der wahre Motor dieser gigantischen Maschinerie sind. Und natürlich wird spekuliert, wie die Menschheit künftig durch die unendlichen Weiten des Universum reisen wird.

Hier könnt ihr euch die spannenden Radiobeiträge anhören oder als Podcast herunterladen: http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/schwerpunkte/raumfahrt/raumfahrt160.html


Raumfahrtmissionen

Merkur Venus Erde Mars

Jupiter Saturn Uranus Neptun

Sonne Satelliten Mond Asteroiden

Kometen Pluto Außerirdische

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Geschichte der Raumfahrt

Übersicht der wichtigsten Ereignisse

1957 - Erster Satellit im All, erster Hund im All

  • Am 4. Oktober wird von der UdSSR der Satellit Sputnik 1 gestartet. Er umrundet die Erde etwa 1400 Mal und sendet Töne, die auf der ganzen Welt empfangen werden können (je nachdem wo sich Sputnik gerade befindet).
  • Nur einen Monat später, am 3. November, schickt man die Hündin Laika mit Sputnik 2 ins All, um herauszufinden, ob ein Lebewesen Start, Landung und den Aufenthalt im All und in der Schwerelosigkeit überleben würde.

1958 - NASA wird gegründet

  • Im Oktober wird die amerikanische Raumfahrtagentur NASA (National Aeronautics and Space Administration) gegründet. Sie plant nun alle Raumfahrtmissionen der USA und führt sie durch.

1959 - Erste Sonde fliegt zum Mond, erstmals Bilder von der Rückseite des Mondes

  • Nun geht das Wettrennen Richtung Mond los: Die erste Mondsonde der Geschichte, Lunik 1 , wird von der UdSSR gestartet und fliegt am 4. Januar nur knapp 6000 Kilometer entfernt am Mond vorbei. Die USA schickt die Sonde Pioneer 4 zum Mond, die am 5. März in einer Entfernung von 60.000 Kilometern an ihm vorbeikommt.
  • Die russische Mondsonde Lunik 2 erreicht am 13. September als erste Sonde den Mond und zerschellt auf der Oberfläche. Am 4. Oktober startet Lunik 3 und fotografiert erstmals die Rückseite des Mondes.

1960 - Erster Wettersatellit, erster schlimmer Unfall der Raumfahrt

  • Der erste amerikanische Wettersatellit Tiros 1 startet am 1. April und fotografiert an die 23.000 Bilder von der Erde.
  • In Baikonur, dem Weltraumbahnhof in Kasachstan, explodiert bei Reparaturarbeiten am 24. Oktober eine voll betankte Rakete. 120 Menschen kommen bei diesem Unglück ums Leben.

1961 - Erster Mensch im Weltall

  • Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit verlässt ein Mensch den Planeten und hält sich im Weltall auf! Am 12. April 1961 schickt die UdSSR den Kosmonauten Juri Gagarin in der winzigen Raumkapsel Wostok 1 in eine Umlaufbahn um die Erde. 90 Minuten und eine komplette Erdumrundung später kehrt die Kapsel zur Erde zurück, Juri Gagarin wird als Held gefeiert.

1962 - Erste TV-Bilder aus dem All, erste Sonde bei Venus

  • Erstmals wird ein Nachrichtensatellit im Erdorbit stationiert: Telstar 1 wird am 10. Juli gestartet und überträgt erstmals Live-Fernsehbilder nach Europa.
  • Die Raumsonde Mariner 2 erreicht die Venus und fliegt an ihr vorbei.

1963 - Erste Frau im All

  • An Bord von Wostok 6 startet Walentina Tereschkowa am 16. Juni von Baikonur zu einer fast drei Tage dauernden Reise ins All und umkreist die Erde dabei 49 Mal. Damit ist sie die erste Frau im Weltraum.

1965 - Erste Sonde bei Mars, erster Ausstieg aus Raumschiff

  • Am 14. Juli erreicht die NASA-Sonde Mariner 4 den Planeten Mars und schickt 22 Bilder zur Erde.
  • Der Russe Alexander Leonov steigt erstmals aus einem Raumschiff aus und begibt sich in die Kälte des Weltraums. Auch der Amerikaner Ed White unternimmt einen Weltraumspaziergang, nur wenige Wochen später als sein Kollege.

1966 - Erste weiche Landung auf dem Mond, erster Mondsatellit

  • Luna 9 (UdSSR) startet am 31. Januar und landet als erste Sonde am 3. Februar auf der Mondoberfläche, ohne dabei zerstört zu werden. Erste Panorama-Aufnahmen werden zur Erde gefunkt.
  • Am 3. April schwenkt die am 31. März gestartete Sonde Luna 10 in den Mondorbit ein und umrundet den Mond. Sie wird sozusagen zum Mond des Mondes.

1969 - Der erste Mensch auf dem Mond

  • Am 16. Juli bricht Apollo 11 zur legendären ersten Mondlandung auf. Am 20. Juli setzen Neil Armstrong und Edwin Aldrin mit der Landefähre Eagle im Mare Tranquilitatis auf. Ihr Kollege Michael Collins bleibt solange im Service-Modul Columbia im Mondorbit.

1970 - Erste weiche Landung auf Venus

  • Nach einigen Fehlschlägen setzt wie geplant die russische Sonde Venera 7 auf der Oberfläche der Venus auf. Die Sonde startet am 17. August und kommt am 15. Dezember an ihr Ziel.

1971 - Erste Raumstation

  • Zum ersten Mal in der Geschichte wird eine Raumstation in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht. Die erste russische Raumstation Saljut 1 startet am 19. April in den Orbit.

1972 - Letzte bemannte Mondmission

  • Am 14. Dezember 1972 verlässt Eugene Cernan als letzter Mensch die Mondoberfläche und fliegt mit seinen Kollegen Harrison Schmitt und Ronald Evans in der Apollo 17 zurück zur Erde. Seither war kein Mensch mehr auf dem Mond. Das ist schon mehr als 35 Jahre her!

1973 - Erste Sonde zu Besuch bei Jupiter

  • Die Sonde Pioneer 10 passiert am 3. Dezember den Planeten Jupiter und liefert erste spektakuläre Bilder aus der Welt der Gasriesen. Danach nimmt sie Kurs auf den Stern Aldebaran.

1974 - Erste Sonde bei Merkur

  • Zum ersten Mal besucht eine Sonde den Merkur. Mariner 10 fliegt im Abstand von 700 km an ihm vorbei und kartiert etwa 45 % der Merkuroberfläche. Die restliche Oberfläche ist bis heute unbekannt. Erst 2011 trifft eine zweite Sonde bei Merkur ein - Messenger.

1975 - ESA wird gegründet

  • Am 30. Mai wird die European Space Agency (ESA) gegründet. Sie besteht heute aus 17 Mitgliedstaaten und hat ihren Sitz in Paris. Das Raumflug-Kontrollzentrum befindet sich in Darmstadt (Deutschland).

1978 - Erster Deutscher im All

  • Sigmund Jähn ist der erste Deutsche im All. Der Physiker und Diplom-Militärwissenschaftler fliegt am 26. August 1978 als Bürger der DDR in der sowjetischen Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Orbitalstation Saljut 6. In der einen Woche im All umrundet er 125 Mal die Erde und führt zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch.

1979 - Erste Sonde bei Saturn

  • Am 1. September passiert die Sonde Pioneer 11 den Planeten Saturn und liefert als erste Sonde Bilder von der faszinierenden Ringwelt aus einer Entfernung von nur 20800 Kilometern.

1986 - Challenger explodiert, Raumstation Mir startet, Komet Halley bekommt Besuch, erste Sonde bei Uranus

  • Am 28. Januar explodiert die Raumfähre Challenger kurz nach dem Start. Alle sieben Astronauten kommen dabei ums Leben. Die Shuttleflüge werden bis 1988 ausgesetzt.
  • Am 19. Februar startet die russische Raumstation Mir ("Frieden"). Sie ist die erste auf einen dauerhaften und wissenschaftlichen Betrieb ausgelegte Raumstation.
  • Der Komet Halley wird gleich von 5 Raumsonden besucht, die erfolgreichste hierbei ist die europäische Sonde Giotto.
  • Die Raumsonde Voyager 2 kommt an Uranus vorbei und schickt Bilder von ihm zur Erde. Sie entdeckt 10 neue Uranusmonde und ein Ringsystem.

1989 - Erste Sonde bei Neptun

  • Die Raumsonde Voyager 2 erreicht am 24. August den Planeten Neptun und passiert diesen in einer Entfernung von nur 5000 Kilometern. Sie entdeckt 6 neue Neptunmonde.

1990 - Hubble wird im Weltall positioniert

  • Am 25. April startet das Weltraumteleskop Hubble an Bord der Raumfähre Discovery. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von NASA und ESA.

1997 - Erster Marsrover

  • Mars Pathfinder landet auf dem Roten Planeten. Zum ersten Mal fährt ein ferngesteuertes Roboterauto auf der Oberfläche eines anderen Planeten herum. Es heißt Sojourner.

1998 - Erste Teile der ISS in der Umlaufbahn

  • Am 20. November 1998 wird das erste Bauteil der Internationalen Raumstation ISS, das von Russland gebaute Fracht- und Antriebsmodul Sarja, in die Umlaufbahn gebracht. Das zweite Modul, Unity (NASA) folgt am 4. Dezember. Stück für Stück soll die ISS wachsen.

2001 - Erster Weltraumtourist

  • Dennis Tito, der erste Weltraumtourist, besucht die ISS und bleibt 6 Tage oben.

2003 - Spaceshuttle Columbia verunglückt, Chinas erster bemannter Weltraumbesuch

  • Am 1. Februar wird das Spaceshuttle Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört. Alle sieben Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Das Shuttleprogramm wird daraufhin für mehr als zwei Jahre ausgesetzt.
  • China schickt am 15. Oktober den ersten Taikonauten mit Shenzou 5 zu einem Orbitalflug ins All.

2004 - Die Marsrover Spirit und Opportunity landen auf dem Mars

  • Die bislang erfolgreichsten Marsfahrzeuge treffen auf dem Mars ein: am 4. Januar erreicht der Marsrover Spirit den Gusev-Krater. Kurz darauf, am 25. Januar, erreicht auch Marsrover Opportunity sein Ziel, das Meridiani Planum.

2005 - Erstes Bombardement eines Kometen, erste Landung auf fremdem Mond

  • Die Kometensonde Deep Impact nimmt am 12. Januar Kurs auf den Kometen Tempel-1. Die Sonde erreicht am 4. Juli ihr Ziel und feuert ein kühlschrankgroßes Projektil auf den Kometen ab.
  • Am 14. Januar landet die ESA-Sonde Huygens erfolgreich auf dem rätselhaften Saturnmond Titan.

2006 - Erstmals Kometenstaub, erste Plutosonde, Sonnensystem hat nur noch 8 Planeten

  • Am 15. Januar bringt die Sonde Stardust eine Kapsel mit Kometenstaub zur Erde zurück.
  • Die erste Sonde, die Pluto besuchen soll, startet am 19. Januar. Sie heißt New Horizons.
  • Pluto wird der Status als Planet aberkannt. Von nun an wird er als Zwergplanet bezeichnet.

2007 - Der Mond wird wieder interessant für die Raumfahrt

  • Die Raumsonde Dawn wird Ende September in Richtung der größten Asteroiden im Asteroidengürtel, Ceres und Vesta, geschickt, Flugdauer ca. 4 Jahre.
  • Am 14. September startet die erste japanische Mondsonde SELENE (Kaguya) und filmt den Aufgang der Erde über der Mondoberfläche.
    Auch China schickt eine Erkundungssonde zum Mond. Chang'e 1 startet am 24. Oktober.

2008 - Erste direkte Untersuchung einer Polregion des Mars

  • Das europäische Automatische Transportvehikel ATV der ESA startet erstmals zur ISS und liefert Versorgungsgüter.
  • Marslander Phoenix kommt am 26. Mai 2008 in der Nordpolar-Region des roten Planeten an und startet vielfältige Untersuchungen vor Ort.
  • Im Juni startet das Gammastrahlen-Weltraumteleskop GLAST (später dann FERMI) in eine Erdumlaufbahn. Es soll Pulsare und Schwarze Löcher untersuchen.
  • Indien schickt die Sonde Chandrayaan 1 zum Mond.

2009 - Gezielte Abstürze von Sonden auf dem Mond ermöglichen detaillierte Untersuchungen der aufgewirbelten Mondoberfläche.

  • Im März startet das Weltraumteleskop Kepler, um nach exosolaren Planeten zu suchen.
  • Das Weltraumteleskop Hubble wird im Mai 2009 zum letzten Mal repariert.
  • Das Infrarot-Teleskop Herschel und die Sonde Planck zur Erforschung der Hintergrundstrahlung starten im Mai mit der gleichen Rakete.
  • Die japanische Mondsonde SELENE wird über der südlichen Mondhemisphäre zum Absturz gebracht.
  • Die NASA schickt im Juni den Lunar Reconnaissance Orbiter zum Mond. Wenig später sendet die Sonde Bilder zur Erde, auf denen die Reste der bemannten Mondmissionen Apollo zu erkennen sind. Im Oktober stürzt die mitgeführte Sonde LCROSS gezielt in einen Mondkrater am Südpol.

2010 - Ist der Mensch psychisch in der Lage, zum Mars zu reisen?

  • Im Februar geht SDO an den Start, eine neue Sonde zur Beobachtung der Sonne und ihrer Aktivitäten.
  • Im Juni beginnt für 6 Crewmitglieder die simulierte Marsmission Mars500. 520 Tage lang werden sie, von der Außenwelt abgeschnitten, den Flug zum Mars und zurück durchspielen und testen.
  • Im Juli fliegt die Kometensonde Rosetta nur knapp 3000 km am Asteroiden Lutetia vorbei und liefert Bilder zur Erde.

2011 - Erstmals ein Orbiter um einen Asteroiden

  • Die Raumsonde Dawn schwenkte am 16. Juli 2011 um Vesta im Asteroidengürtel ein und umkreiste den Asteroiden ein Jahr lang. Die Sonde näherte sich bis auf 200 Kilometer dem unregelmäßig geformten Asteroiden und kartierte die Oberfläche.
  • Die Ära der Spaceshuttles geht zu Ende. Am 21. Juli 2011 erfolgt die letzte Landung durch das Spaceshuttle Atlantis. Es ist heute ein Ausstellungsstück im Kennedy Space Center.

2012 - Marsrover mit neuartigem Landesystem auf Mars aufgesetzt

  • Am 6. August 2012 traf MSL (Mars Science Laboratory) bei Mars ein und setzte ein neues Marsfahrzeug ab. Curiosity gelangte mit einem neuartigen Landesystem zur Marsoberfläche. Eine Abstiegsstufe ließ den Rover an acht Meter langen Seilen zum Boden hinab, damit das Fahrzeug möglichst sanft aufsetzen konnte.

2013 - Erdnahes Objekt Nr 10.000 entdeckt

  • Mithilfe des Pan-STARRS-1-Teleskops auf Hawaii wurde das zehntausendste erdnahe Objekt entdeckt. Trotz dieser beachtlichen Zahl dürfte bislang nur ein Bruchteil der tatsächlich vorhandenen erdnahen Kometen und Asteroiden bekannt sein.
  • Der Start der beiden Nanosatelliten TUGSAT-1 und UniBRITE am 25.2.2013 macht Österreich erstmals zur Weltraumnation.
  • Zwei neue Marssonden gehen an den Start, die erste indische Marssonde Mangalyaan (5.11.2013) und die amerikanische Sonde MAVEN (18.11.2013).

2014 - Erstmals ein Orbiter um einen Kometen und Landung auf dem Komet

  • Die Raumsonde Rosetta erreicht am 6. August 2014 nach über 10 Jahren Flugzeit den Kometen 67P/Tschurjumow/Gerasimenko und schwenkt in eine Umlaufbahn ein.
  • Der von der Kometensonde Rosetta mitgeführte Lander Philae landet - zwar etwas holprig, aber immerhin - am 12. November 2014 auf dem Kometen 67P/Tschurjumow/Gerasimenko. Damit ist erstmals eine Landung auf einem Kometen geglückt.

2015 - Erster Besuch des Asteroiden Ceres und Erste Sonde bei Pluto

  • Dawn ist die erste Sonde, die einen Zwergplaneten umkreist und auch die erste Sonde, die zwei verschiedene Ziele (Vesta und Ceres) besucht und aus einer Umlaufbahn erforscht hat.
  • New Horizons erreicht nach fast 9 1/2 Jahren Flugzeit den Zwergplaneten Pluto und liefert hervorragende Aufnahmen dieser fernen Eiswelt. Erstmals lernen wir Pluto und seine Monde richtig kennen.

Weitere Informationen gibt es auf Seiten wie http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/portal/home.shtml, http://www.der-orion.com/ oder auch http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Astronomie.

Diese Liste erhebt keinen Anspuch auf Vollständigkeit und Aktualität.
Sie wird nur sporadisch aktualisiert.

Tipp: Radio hören!

WDR 5 Leonardo schildert in der opulent erzählten Serie die "Geschichte der Raumfahrt" die frühesten Visionen von der Eroberung des Weltalls, stellt die wichtigsten Pioniere vor und macht deutlich, welche politischen und militärischen Interessen der wahre Motor dieser gigantischen Maschinerie sind. Und natürlich wird spekuliert, wie die Menschheit künftig durch die unendlichen Weiten des Universum reisen wird.

Hier könnt ihr euch die spannenden Radiobeiträge anhören oder als Podcast herunterladen: http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/schwerpunkte/raumfahrt/raumfahrt160.html

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