Was geschah diesen Monat?

Ereignisse aus Astronomie und Raumfahrt im Monat Oktober

1.10. 2010

Vor 7 Jahren:

Start der chinesischen Sonde Chang'e-2

Chang'e-2 ist die zweite Raumsonde der China National Space Administration (CNSA) und die zweite von mindestens drei geplanten Missionen im Mondprogramm der Volksrepublik China. Die Sonde startete am 1. Oktober 2010 um 10:59 Uhr UTC vom Raumfahrtbahnhof in Xichang. Die Sonde umkreiste den Mond sechs Monate, um ihn zu vermessen und zu fotografieren.

Am 9. Juni 2011 wurden die Triebwerke von Chang'e-2 gezündet, und die Sonde verließ die Umlaufbahn in Richtung des Lagrangepunkts L2 des Sonne-Erde-Systems wo sie etwa zehn Monate verblieb, den Sonnenwind maß und China wichtige Erfahrungen im Betrieb einer Tiefraumsonde lieferte.

Im April 2012 verließ sie den Lagrangepunkt L2 um den erdnahen Asteroid (4179) Toutatis zu erreichen. Am 13. Dezember 2012 um 08:30 UTC flog die Sonde in 3,2 km Abstand und mit einer Relativgeschwindigkeit von 10,73 km/s an Toutatis vorbei. Dabei wurde aus einer Entfernung von 93 bis 240 km eine Bilderserie aufgenommen.

Quelle: Wikipedia


2.10. 1608

Vor 409 Jahren:

Erstes Patent auf Teleskop von Lipperhey beantragt

Am 2. Oktober 1608 bot Hans Lipperhey dem Rat von Zeeland ein Instrument zum Sehen in die Ferne an und erhielt den Auftrag, dieses Instrument anzufertigen. Bereits im Jahr darauf wurden in Paris die so genannten „Teleskope“ Lipperheys verkauft. 1609 gelang Galileo Galilei mit einem Lipperhey-Nachbau ein astronomischer Durchbruch.

Lipperhey erhielt das beantragte Patent für sein Fernrohr allerdings nicht. Der Grund dafür bestand darin, dass er im Oktober 1608 nicht (mehr) der einzige war, der sich auf die Kunst, Fernrohre zu bauen, verstand. Neben Hans Lipperhey erhoben Jacob Adriaanszon, genannt Metius aus Alkmaar, sowie Zacharias Janssen den Anspruch, das Fernrohr erfunden zu haben.

Quelle: Wikipedia


2.10. 1991

Vor 26 Jahren:

Erster Österreicher im All

Franz Viehböck startet gemeinsam mit den beiden Kosmonauten Alexander Alexandrowitsch Wolkow und Toktar Aubakirow zur russischen Raumstation Mir. Er ist damit der erste Österreicher im All.

Während seines Aufenthalts in der Raumstation Mir führte er 15 wissenschaftliche Experimente aus den Gebieten Weltraummedizin, Physik und Weltraumtechnik durch. Viehböck kehrte nach sieben Tagen und 22 Stunden mit Sojus TM-12 zurück und landete am 10. Oktober in Kasachstan.

Quelle: Wikipedia


3.10. 1942

Vor 75 Jahren:

Erster Vorstoß in den Weltraum

Mit dem ersten erfolgreichen Start der A4-/V2-Rakete in Peenemünde mit einer Gipfelhöhe von 84,5 Kilometern und einer Reichweite von 190 Kilometern gilt diese als das erste von Menschenhand gebaute Gerät, welches in den Weltraum vorgestoßen ist.

Aggregat 4 (A4) war die Typenbezeichnung der weltweit ersten funktionsfähigen Großrakete mit Flüssigkeitstriebwerk. Die ballistische Boden-Boden-Rakete wurde im Deutschen Reich in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde (HVA) auf Usedom ab 1939 unter der Leitung Wernher von Brauns entwickelt und kam im Zweiten Weltkrieg ab 1944 in großer Zahl zum Einsatz.

Quelle: Wikipedia


3.10. 1962

Vor 55 Jahren:

Erste TV-Live-Übertragung aus dem All

Im Rahmen des US-amerikanischen Mercury-Programms wird ein bemannter Weltraumflug mit dem Astronauten Walter Schirra durchgeführt. Nach sechs Erdumkreisungen endet die Mission Mercury-Atlas 8 mit der Wasserung der Kapsel im Pazifik.

Während dieses Fluges fand auch die erste Fernsehübertragung live aus dem All statt, die allerdings nur wenige Minuten dauerte. Die Fernsehsignale wurden dabei vom TV-Satelliten Telstar 1 übertragen.

Schirra verstand es, das Raumschiff sorgfältig und energiesparend zu steuern. Außerdem gab es keine größeren Pannen, so dass der Flug von Sigma 7 als "Raumflug aus dem Lehrbuch" in die Geschichte der NASA einging.

Quelle: Wikipedia


3.10. 1985

Vor 32 Jahren:

Erstflug des Spaceshuttles Atlantis

Das Space Shuttle Atlantis absolviert seinen Erstflug. Die damit verbundene Mission STS-51-J hat zur Aufgabe, zwei militärisch genutzte DSCS III-Kommunikationssatelliten auszusetzen.

Von 1995 bis 1997 wurde die Atlantis ausschließlich für die Flüge zur russischen Raumstation Mir im Rahmen des Shuttle-Mir-Programms eingesetzt, wofür sie mit einem Kopplungsadapter russischer Bauart ausgestattet wurde.

Am 8. Juli 2011 startete sie zu ihrer 33. und letzten Mission. Sie transportierte Proviant, Material und Technik für Experimente zur ISS und brachte das Logistikmodul Raffaello zur Erde zurück. Am 21. Juli 2011 pünktlich um 11.57 MESZ setzte sie sicher auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers in Florida (USA) auf. Ihre Landung beendete die Ära der Shuttleflüge. Das Programm kostete zuletzt etwa 775 Millionen Dollar pro Mission.

Nach dem Ende des amerikanischen Shuttle-Programms wird die Raumfähre als Museumsstück im Besucherzentrum des Kennedy Space Centers in Florida ausgestellt. Insgesamt hat die Atlantis in ihren 25 Dienstjahren mehr als 193 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Quelle: Wikipedia


4.10. 1582

Vor 435 Jahren:

Letzter Tag des Julianischen Kalenders

Der julianische Kalender wurde von Julius Caesar eingeführt und war in manchen Teilen der Welt noch weit bis ins 20. Jahrhundert gültig, im kirchlichen Bereich teilweise noch bis heute.

Da ein julianisches Kalenderjahr mit seinen durchschnittlich 365,25 Tagen um etwa elf Minuten länger ist als das Sonnenjahr, verschob sich der astronomische Frühlingsanfang etwa alle 130 Jahre um einen Tag auf ein früheres Kalenderdatum.

Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – unter anderem durch Nikolaus von Kues im Auftrag des Konzils von Basel, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus.

Bis zum Jahre 1582 hatte sich der Kalender derart verschoben, dass das Frühlings-Äquinoktium schon am 11. März stattfand (anstatt am 21.). Um diese Abweichung rückgängig zu machen, bestimmte Papst Gregor XIII., dass im Jahre 1582 zehn Tage zu überspringen seien. Daher folgte in denjenigen katholischen Ländern, die diese Reform sofort annahmen, auf Donnerstag, den 4. Oktober, gleich Freitag, der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage wurde somit beibehalten. Der Frühlingsanfang fand im Folgejahr 1583 in diesen Ländern dann am 21. März statt.

Nur die Länder Spanien, Portugal, Polen und teilweise Italien übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 5./15. Oktober 1582. Die meisten katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen vom Papst dekretierten Kalender zunächst ablehnten.

Quelle: Wikipedia


4.10. 1957

Vor 60 Jahren:

Sputnik als erster Satelliit im All

Die Geschichte der Raumfahrt begann vor über 50 Jahren mit Piepsgeräuschen aus dem Weltall: Sie ertönten am 4. Oktober 1957 und kamen von Sputnik 1, dem ersten Satelliten, der von der damaligen Sowjetunion ins All geschossen wurde und die Erde umrundete.

Sputnik war eine etwa 80 kg schwere Metallkugel mit 58 Zentimetern Durchmesser. Außen waren vier Antennen angebracht. Im Inneren befand sich ein Sender mit seinen Batterien und zwei Thermometer.


4.10. 1959

Vor 58 Jahren:

Erste Fotos von der Rückseite des Mondes

Am 4. Oktober startet Lunik 3 und fotografiert erstmals die Rückseite des Mondes.

Die wesentliche Entdeckung war, dass auf der erdabgewandten Seite die hellen Hochländer gegenüber den dunklen Tiefebenen weit stärker vorherrschen als auf der bekannten Seite und große Maria demnach fehlen. Die auffälligsten der von Lunik 3 gefundenen Mareebenen sind das Moskauer Meer und der besonders dunkle Boden von Krater Tsiolkovskiy.

Quelle: Wikipedia


5.10. 1582

Vor 435 Jahren:

Einführung des Gregorianischen Kalenders

Da ein julianisches Kalenderjahr mit seinen durchschnittlich 365,25 Tagen um etwa elf Minuten länger ist als das Sonnenjahr, verschob sich der astronomische Frühlingsanfang etwa alle 130 Jahre um einen Tag auf ein früheres Kalenderdatum.

Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – unter anderem durch Nikolaus von Kues im Auftrag des Konzils von Basel, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus.

Bis zum Jahre 1582 hatte sich der Kalender derart verschoben, dass das Frühlings-Äquinoktium schon am 11. März stattfand (anstatt am 21.). Um diese Abweichung rückgängig zu machen, bestimmte Papst Gregor XIII., dass im Jahre 1582 zehn Tage zu überspringen seien. Daher folgte in denjenigen katholischen Ländern, die diese Reform sofort annahmen, auf Donnerstag, den 4. Oktober, gleich Freitag, der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage wurde somit beibehalten. Der Frühlingsanfang fand im Folgejahr 1583 in diesen Ländern dann am 21. März statt.

Nur die Länder Spanien, Portugal, Polen und teilweise Italien übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 5./15. Oktober 1582. Die meisten katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen vom Papst dekretierten Kalender zunächst ablehnten.

Quelle: Wikipedia


5.10. 1995

Vor 22 Jahren:

Erster Exoplanet entdeckt

Die Schweizer Michel Mayor und Didier Queloz teilen mit, dass sie den ersten einen sonnenähnlichen Stern umkreisenden Exoplaneten 51 Pegasi b im Sternbild Pegasus entdeckt haben. Sieben Tage später bestätigen US-Wissenschaftler diese Beobachtung.

Beobachtet wurde der Planet mit Hilfe eines hochauflösenden Spektrographen, der leichte, regelmäßige Veränderung der Radialgeschwindigkeit des Sterns von 70 m/s erkennen ließ. Diese womöglich durch den Einfluss eines nahen, schweren Himmelskörpers erzeugten Schwankungen deuteten von Anfang an auf ein jupitergroßes Objekt in nur 7 Millionen Kilometern Entfernung zu 51 Pegasi hin.

51 Pegasi b (inoffiziell auch: Bellerophon) war der erste Himmelskörper, der den Typus des „Hot Jupiter“ bekam.

Quelle: Wikipedia


6.10. 1990

Vor 27 Jahren:

Start der Sonnensonde Ulysses

Ulysses ist eine am 6. Oktober 1990 um 11:47:16 UTC gestartete, mittlerweile aufgegebene Raumsonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zur Erforschung der Sonne. Ulysses war die erste Sonde, die eine polare Sonnenumlaufbahn einschlug. Außerdem war sie mit dem Jupiter-Vorbeiflug die erste nicht-amerikanische Sonde im äußeren Sonnensystem. Die Sonde war bis zum 29. Juni 2009 in Betrieb.

Quelle: Wikipedia


10.10. 1846

Vor 171 Jahren:

Entdeckung des Neptunmondes Triton

Triton wurde am 10. Oktober 1846 vom Bierbrauer und Hobbyastronomen William Lassell entdeckt. Erst 17 Tage zuvor hatte Johann Gottfried Galle den Riesenplaneten Neptun entdeckt.

Triton (auch Neptun I) ist mit einem Durchmesser von 2707 Kilometern der mit Abstand größte Mond des Planeten Neptun, sowie der siebtgrößte Mond und der sechzehntgrößte Körper des Sonnensystems.

Triton umkreist Neptun auf einer retrograden, fast perfekt kreisförmigen Umlaufbahn in einem mittleren Abstand von 354.759 Kilometer. Die Rotationszeit ist gleich der Umlaufzeit und Triton weist damit, wie der Erdmond, eine synchrone Rotation auf.

Quelle: Wikipedia


11.10. 1968

Vor 49 Jahren:

Start von Apollo 7

Apollo 7 war der erste bemannte Raumflug im Rahmen des Apollo-Programms nach der Brandkatastrophe des Apollo 1. Nach etwa zehn Minuten erreichte das Raumschiff die Erdumlaufbahn.

Der Flug von Apollo 7 stellte nicht nur die Flugtauglichkeit des Raumschiffs unter Beweis, sondern auch die Tauglichkeit aller anderen Einrichtungen wie Raketenmontage, Startvorbereitung und Flugleitung. Dies war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Mondlandung. Bis zum Ende des Jahrzehnts blieben jetzt nur noch wenige Monate, um Kennedys Versprechen einzulösen.

Quelle: Wikipedia


12.10. 1964

Vor 53 Jahren:

Woschod 1: 1. Raumflug mit mehreren Personen

Woschod 1 war ein sowjetischer bemannter Raumflug. Zum ersten Mal weltweit wurde ein mehrsitziges Raumschiff in eine Erdumlaufbahn gebracht, und zum ersten Mal befanden sich unter den Raumfahrern Wissenschaftsastronauten.

Woschod 1 startete am 12. Oktober 1964 um 07:30 Uhr UT vom Startkomplex 1 in Baikonur und erreichte nach knapp neun Minuten die vorhergesehene Umlaufbahn. Während der zweiten Umkreisung sandte die Besatzung eine Grußbotschaft zu den Olympischen Spielen in Tokio, später wurden Fernsehbilder aus der Kommandokapsel übertragen. Aus Moskau sprach der Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow mit der Mannschaft. Die Dauer dieses Raumfluges war mit 24 Stunden relativ kurz.

Quelle: Wikipedia


12.10. 1994

Vor 23 Jahren:

Magellan verglüht in Venusatmosphäre

Magellan war eine zwischen 1989 und 1994 aktive US-amerikanische Raumsonde, welche als Orbiter die Venus erforschte. Die Sonde startete am 4. Mai 1989 von Bord des Space Shuttles Atlantis mit Hilfe einer IUS-Raketenstufe und trat am 10. August 1990 in einen Orbit um die Venus ein.

Die Radarkartierung lief von 1990 bis 1992. Im Jahr 1993 testete man mit Magellan das so genannte Aerobraking-Manöver, die Abbremsung einer Sonde mittels Durchflug durch obere Atmosphärenschichten eines Planeten. Zudem wurden dadurch Schlussfolgerungen über die Dichte und die Zusammensetzung der Gashülle möglich. Magellan verglühte am 12. Oktober 1994 in der Venusatmosphäre.

Die Magellan-Sonde war ein dreiachsenstabilisierter Raumflugkörper. Sowohl die Hauptstruktur (Bus) als auch die Hauptantenne bestanden aus übrig gebliebenen Teilen des Voyager-Programms. Die Parabolantenne diente sowohl als Antenne für das SAR als auch als Kommunikationsantenne. Neben der Hauptantenne befand sich eine Hornantenne des Altimeters. Die Magellan-Sonde besaß acht kleine Triebwerke zur Korrektur der Umlaufbahn. Der Einschuss in die Venus-Umlaufbahn erfolgte durch einen abwerfbaren Star-48-Raketenmotor. Die Energieversorgung der Sonde erfolgt durch zwei schwenkbare Solarzellenausleger, die bereits vor dem Verlassen der Erdumlaufbahn entfaltet wurden.

Quelle: Wikipedia


12.10. 2005

Vor 12 Jahren:

Start von Shenzou 6

Shenzhou 6 war der zweite bemannte Weltraumflug der Volksrepublik China. Er begann am 12. Oktober 2005. Für die Mission wurde ein Raumschiff der Shenzhou-Baureihe eingesetzt, das die zwei Taikonauten Fei Junlong (Kommandant) und Nie Haisheng (Pilot) in einen Erdorbit beförderte, wo sie sich für 115 Stunden und 32 Minuten aufhielten.

Missionsziele waren der Test leichterer Raumanzüge, wissenschaftliche Experimente, der erstmalige Umstieg in das Orbitalmodul und die Erprobung alltäglicher Dinge des menschlichen Bedarfs wie einer neuen Toilette. Die Höhe des Erdorbits schwankt zwischen 250 und 350 Kilometern.

Quelle: Wikipedia


13.10. 1884

Vor 133 Jahren:

Nullmeridian auf Greenwich festgelegt

Der Nullmeridian ist derjenige Meridian (ein senkrecht zum Erdäquator stehender und von Nord- zu Südpol verlaufender Halbkreis), von dem aus die geografische Länge nach Osten und Westen gezählt wird.

Seine Festlegung ist an sich willkürlich, er wurde aber durch internationale Vereinbarung (Internationale Meridiankonferenz 1884) in die Meridianebene der Londoner Sternwarte Greenwich gelegt und wird daher oft auch als Greenwich-Meridian bezeichnet. Bis dahin waren verschiedene Nullmeridiane in Gebrauch.

Quelle: Wikipedia


15.10. 1582

Vor 435 Jahren:

Erster Tag des Gregorianischen Kalenders

Da ein julianisches Kalenderjahr mit seinen durchschnittlich 365,25 Tagen um etwa elf Minuten länger ist als das Sonnenjahr, verschob sich der astronomische Frühlingsanfang etwa alle 130 Jahre um einen Tag auf ein früheres Kalenderdatum.

Seit dem 14. Jahrhundert wurden immer wieder Vorschläge für eine Kalenderreform unterbreitet – unter anderem durch Nikolaus von Kues im Auftrag des Konzils von Basel, Regiomontanus und Nikolaus Kopernikus.

Bis zum Jahre 1582 hatte sich der Kalender derart verschoben, dass das Frühlings-Äquinoktium schon am 11. März stattfand (anstatt am 21.). Um diese Abweichung rückgängig zu machen, bestimmte Papst Gregor XIII., dass im Jahre 1582 zehn Tage zu überspringen seien. Daher folgte in denjenigen katholischen Ländern, die diese Reform sofort annahmen, auf Donnerstag, den 4. Oktober, gleich Freitag, der 15. Oktober – die Abfolge der Wochentage wurde somit beibehalten. Der Frühlingsanfang fand im Folgejahr 1583 in diesen Ländern dann am 21. März statt.

Nur die Länder Spanien, Portugal, Polen und teilweise Italien übernahmen den gregorianischen Kalender tatsächlich am 5./15. Oktober 1582. Die meisten katholischen Länder Europas folgten in den nächsten Jahren, während die protestantischen Länder den neuen vom Papst dekretierten Kalender zunächst ablehnten.

Quelle: Wikipedia


15.10. 1997

Vor 20 Jahren:

Start der Saturnmission Cassini-Huygens

Cassini-Huygens ist der Name einer Mission zweier Raumsonden zur Erforschung des Planeten Saturn und seiner Monde. Bei Cassini handelt es sich um einen Orbiter, der im Auftrag der NASA vom Jet Propulsion Laboratory gebaut wurde und die Objekte aus einer Umlaufbahn heraus untersucht.

Aufgrund der dichten und schwer zu durchdringenden Atmosphäre des Mondes Titan wurde Huygens (konstruiert von Aérospatiale im Auftrag der ESA) als Lander konzipiert, der von Cassini abgekoppelt wurde, auf dem Mond landete und diesen mittels direkter Messungen in der Atmosphäre und auf der Oberfläche erforschte.

Der Cassini-Orbiter hat mit seiner umfangreichen Ausstattung an wissenschaftlichen Instrumenten viele neue, teils revolutionäre Erkenntnisse in Bezug auf Saturn und seine Monde geliefert. Die Mission wurde daher mehrfach verlängert, aktuell ist ihr Ende für 2017 geplant.

Quelle: Wikipedia


15.10. 2003

Vor 14 Jahren:

Beginn der chinesischen Raumfahrt

China schickt am 15. Oktober den ersten Taikonauten mit Shenzou 5 zu einem Orbitalflug ins All.


17.10. 1604

Vor 413 Jahren:

Kepler entdeckt Supernova 1604

Der Astronom Johannes Kepler beobachtet im Sternbild Schlangenträger die Supernova 1604 („Keplers Stern“). Er veröffentlicht seine Erkenntnisse später in dem Werk De Stella nova in pede Serpentarii.

Die Supernova 1604 (SN1604), auch Keplers Supernova oder Keplers Stern genannt, war eine galaktische Supernova, die im Jahr 1604 in etwa 6.000 Parsec (20.000 Lichtjahren) Entfernung im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) explodierte. Mit einer scheinbaren Helligkeit von −2,5mag war sie der hellste Stern am Nachthimmel. Sie war die bislang letzte Supernova, die in der Milchstraße beobachtet wurde. Es handelte sich dabei um eine thermonukleare Supernova vom Typ Ia.

Quelle: Wikipedia


18.10. 1989

Vor 28 Jahren:

Raumsonde Galileo startet zu Jupiter

Die Raumsonde Galileo wurde am 18. Oktober 1989 von der NASA gestartet, um den Jupiter und seine Monde zu untersuchen. Noch nie war der Planet Jupiter längere Zeit kontinuierlich von einer Raumsonde beobachtet worden. Zwar flogen schon vier Raumsonden an ihm vorbei (Pioneer 10 und 11 und Voyager 1 und 2) aber sie konnten durch den Vorbeiflug jeweils nur kurze Momentaufnahmen liefern. Das sollte sich mit Galileo ändern. Es sollte dauerhaft ein Orbiter um Jupiter kreisen, um sowohl den Planeten selbst als auch dessen Monde zu beobachten.

Vor dem Eintreffen sollte eine Tochtersonde abgekoppelt werden, die in Jupiters Atmosphäre eindringen und verschiedene Daten über Temperatur, Druck, Windgeschwindigkeit und chemische Zusammensetzung liefern sollte. Dabei sollte die Muttersonde als Relaisstation die Informationen zur Erde funken.

In 82 Millionen km Entfernung zum Jupiter trennte sich im Juli 1995 die Tochtersonde vom Mutterschiff. Am 7. Dezember 1995 war ihre Reise zu Ende. Mit einer Geschwindigkeit von 170.000 km/h tauchte die Tochtersonde in einem Winkel von ca. 9° in die Atmosphäre des Jupiter ein. Der Funkkontakt brach ca. eine Stunde nach Eintritt in einer Tiefe von 160 km ab. In den letzten Sekunden registrierte die Sonde einen Druck von 22 bar und eine Temperatur von 152 °C.

Hauptaufgabe der Sonde war die Beobachtung der vier galileischen Monde. Es wurden Hinweise auf einen Wasserozean unter der Eiskruste von Europa geliefert sowie auf Zonen flüssigen Wassers in den Mänteln von Ganymed und Kallisto und die Vulkane auf Io beobachtet.

Der Missionsteil bei Jupiter war ursprünglich nur für 23 Monate bis Dezember 1997 geplant, wurde aber dann insgesamt dreimal verlängert, da Geräte und Antrieb noch funktionsfähig waren und gute Ergebnisse erwarten ließen.

Am 21. September 2003 wurde Galileo in die Jupiter-Atmosphäre gelenkt und verglühte dort, da die Sonde wegen Treibstoffmangels und Ausfällen der Elektronik, bedingt durch die von Jupiter während der letzten Jahre erhaltene hohe Strahlungsdosis, später nicht mehr lenkbar gewesen wäre. Es bestand die Gefahr, dass Galileo auf den Mond Europa stürzen und ihn mit terrestrischen Bakterien verunreinigen könnte. Dies hätte künftige Missionen zur Erforschung von Lebensspuren auf den Jupitermonden erschwert.

Quelle: Wikipedia


19.10. 1967

Vor 50 Jahren:

Mariner 5 fliegt an Venus vorbei

Mariner 5 absolvierte am 19. Oktober 1967 einen erfolgreichen Vorbeiflug am Planeten Venus und lieferte zahlreiche wissenschaftliche Daten. Festgestellt wurde, dass die Venus einen mittleren Radius von 6051,8 km aufweist, kaum abgeplattet ist und die Atmosphäre sehr dicht sein muss. Der Bodendruck wurde auf 75 bis 100 bar, die Boden­temperatur auf 500 Grad Celsius geschätzt.

Das Mariner-Programm der NASA diente zur Erkundung der erdähnlichen Planeten des Sonnensystems, also zu Merkur, Venus und Mars. Insgesamt zehn Raumsonden wurden zwischen 1962 und 1973 gestartet.

Quelle: Wikipedia


20.10. 1975

Vor 42 Jahren:

Landesonde taucht in Venusatmosphäre ein

Venera 9 startete am 8. Juni 1975 und schwenkte am 20. Oktober 1975 in eine Umlaufbahn um die Venus ein.

Die Landesonde landete noch am selben Tag bei 32° Nord und 291° Ost und übermittelte 53 Minuten lang Daten und erstmals einige Bilder der Oberfläche zur Erde. Die Sonde wog beim Start 4.936 kg.

Erstmals flog die Muttersonde nicht am Planeten vorbei, sondern schlug einen hochexzentrischen Orbit ein. Der ohne Treibstoffe etwa 2.300 kg schwere Orbiter vermaß den Planeten und lieferte erstmals Radarmessungen, da die Venusoberfläche wegen der komplett aus Wolken bestehenden Atmosphäre nicht einsehbar ist.

Der Venera 9 Orbiter arbeitete bis zum 22. März 1976. Er untersuchte die Venusatmosphäre mit Kameras und Spektrometern. Weitere Experimente galten dem interplanetaren Raum und der Suche nach Gammastrahlenausbrüchen.

Quelle: Wikipedia


21.10. 2003

Vor 14 Jahren:

Entdeckung des Zwergplaneten Eris

Eris wurde von Mike Brown (CalTech), Chad Trujillo (Gemini-Observatorium) und David Rabinowitz (Yale-Universität) entdeckt. Eris wurde auf CCD-Aufnahmen des 1,2-Meter-Schmidt-Teleskops am Mount-Palomar-Observatorium vom 21. Oktober 2003 gefunden. Weil sie sich langsam bewegt, wurde sie bei der ersten Verarbeitung der Bilder übersehen. Erst bei einer neuen Auswertung der Aufnahmen fand man das Objekt am 5. Januar 2005 im Kuipergürtel. Danach identifizierten die drei es auch auf älteren Aufnahmen bis zurück zum 3. September 1954; die Bahndaten sind damit heute sehr sicher bestimmt.


22.10. 1992

Vor 25 Jahren:

Start des Lasersatelliten LAGEOS 2

Der Lasersatellit LAGEOS 2 wurde am 22. Oktober 1992 von der NASA im Rahmen der Space Shuttle-Mission STS-52 ins All gebracht. Er dient Zwecken der Geodäsie und ermöglicht eine genaue Bestimmung von übergeordneten Vermessungspunkten.

Die Hauptaufgaben bestehen in der Bestimmung von tektonischen Plattenbewegungen und regionalen Krustenverschiebungen, der Bestimmung von Polbewegung und Erdrotationsparameter sowie der Festlegung eines geodätischen Bezugssystems.

Die LAGEOS-Satelliten haben die Gestalt einer Kugel, die 426 Laserreflektoren trägt. Diese werfen auftreffendes Licht genau in die Einfallsrichtung zurück und erlauben im Wege des Satellite Laser Ranging (SLR) eine genaue Distanzmessung zwischen terrestrischen Observatorien und dem Satelliten. Seine Lebensdauer im Satellitenorbit wird mit acht Millionen Jahren geschätzt.

Der zweite LAGEOS-Satellit wurde von der italienischen Raumfahrtbehörde ASI gebaut und ist eine nahezu exakte Kopie des ersten LAGEOS-Satelliten. Er hat einen Durchmesser von 60 cm bei einem leicht geringerem Gewicht von 405 kg. Das bedeutet, dass nicht-gravitative Störkräfte kaum Einfluss haben (nur geringe Bahnstörungen). Daher ist seine Bahn außerordentlich stabil und kann zur genauen Bestimmung von übergeordneten Vermessungspunkten und des Fundamentalsystems der Geodäsie und Astronomie verwendet werden.

Quelle: Wikipedia


22.10. 2008

Vor 9 Jahren:

Erste indische Raumsonde Chandrayaan-1

Chandrayaan-1 (Chandrayaan bedeutet in Hindi: „Reise zum Mond“) ist eine Raumsonde der indischen Raumfahrtagentur ISRO, die am 22. Oktober 2008 zum Mond startete und ihn mindestens zwei Jahre lang umkreisen sollte, um unter anderem nach Wassereis zu suchen. Dies ist die erste Mission Indiens, die über den Erdorbit hinausgegangen ist.

Ihr Ziel ist die Prüfung und Verbesserung der technologischen Kapazitäten Indiens im Weltraum sowie die Gewinnung wissenschaftlicher Informationen von der Mondoberfläche. Dazu kam auch eine hart aufschlagende Tochtersonde zum Einsatz, die während ihres Sturzes zur Mondoberfläche Messdaten aufnahm.

Quelle: Wikipedia


23.10. 2011

Vor 6 Jahren:

ROSAT verglüht in der Erdatmosphäre

ROSAT (von Röntgensatellit) war ein als Röntgenobservatorium ausgelegter Satellit. Mit 2426 Kilogramm war er der bislang schwerste deutsche Satellit, kostete 560 Millionen DM (mit US- und britischer Beteiligung), war von 1990 bis 1999 in Betrieb und wurde am 23. Oktober 2011 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört.

Mit ROSAT wurde der gesamte Himmel im Röntgenbereich durchmustert. Es wurden dabei 125.000 neue Röntgenquellen und 479 EUV-Quellen entdeckt. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind in weltweit über 7000 Publikationen niedergelegt, die etwa 100.000 Mal zitiert wurden.

Zu den wichtigsten Entdeckungen gehören die Auflösung der kosmischen Röntgenhintergrundstrahlung in die Emission von Quasaren und anderen aktiven Galaxien, die Entdeckung von Neutronensternen, die ausschließlich thermisch strahlen, die Röntgenstrahlung des Kometen Hyakutake 1996 sowie Dutzende neuer Supernovaüberreste. Auch konnte eine Röntgenquelle an der Stelle der Supernova 1987A in der Großen Magellanschen Wolke gefunden werden.

Ebenfalls im Blickfeld des sehr erfolgreichen Weltraumobservatoriums standen Galaxienhaufen, Röntgendoppelsterne und Schwarze Löcher. ROSATs zeitliche Auflösung ermöglichte selbst die zeitliche Trennung des Crab-Pulsars (Blinkdauer 0,033 s). ROSAT entdeckte auch, dass der Mond Röntgenstrahlung der Sonne reflektiert.

Quelle: Wikipedia


23.10. 2014

Vor 3 Jahren:

Start chines. Mondsonde Chang´e 5

Am 23.10.2014 startete die chinesische Sonde Chang´e 5 T1 Richtung Mond. Sie soll den Erdtrabanten einmal umkreisen und dann zur Erde zurückkehren.

Diese Mission dient der Vorbereitung der Probenrückholmission Chang´e 5, die für das Jahr 2017 geplant ist. Mit der Vorbereitungsmission sollen neue Technologien getestet werden.


24.10. 1851

Vor 166 Jahren:

Entdeckung Uranusmonde Ariel und Umbriel

Im Jahre 1851 entdeckte William Lassell zwei neue Monde des Uranus, die nach einem Vorschlag des Astronomen John Herschel „Ariel“ und „Umbriel“ genannt wurden.

Umbriel hat einen Durchmesser von 1169,4 km. Er ist damit der drittgrößte Uranusmond. Umbriel umkreist Uranus auf einer prograden, fast perfekt kreisförmigen Umlaufbahn in einem mittleren Abstand von rund 266.300 km. Er umläuft Uranus in 4 Tagen, 3 Stunden, 27 Minuten und 37 Sekunden.

Ariel ist etwas unregelmäßig geformt mit Abmessungen von 1162,2 × 1155,8 × 1155,4 km. Er ist damit der viertgrößte Uranusmond und geringfügig kleiner als der drittgrößte Mond Umbriel, doch scheint er massereicher als dieser zu sein. Ariel umläuft Uranus in 2 Tagen, 12 Stunden 29 Minuten und 21 Sekunden.

Quelle: Wikipedia


24.10. 1960

Vor 57 Jahren:

Erster schlimmer Unfall der Raumfahrt

In Baikonur, dem Weltraumbahnhof in Kasachstan, explodiert bei Reparaturarbeiten am 24. Oktober eine voll betankte Rakete. 120 Menschen kommen bei diesem Unglück ums Leben.

Quelle: Wikipedia


24.10. 1998

Vor 19 Jahren:

Deep Space 1 startet zum Asteroiden Braille

Deep Space 1 (oder kurz DS1) war eine US-amerikanische Raumsonde, die im Jahre 1998 zur Erforschung eines Asteroiden sowie eines Kometen gestartet wurde. DS1 war die erste Mission im Rahmen des „New Millennium Programs“ zur Erforschung neuer Technologien.

Deep Space 1 startete am 24. Oktober 1998 auf einer Delta-II-Trägerrakete. Den Asteroiden (9969) Braille passierte die Sonde am 29. Juli 1999 in nur 26 km Abstand. Es konnten zahlreiche Daten, aber aufgrund einer falschen Ausrichtung der Kamera nur wenige Bilder aus großer Entfernung gewonnen werden.

Da noch Reaktionsmasse im Ionenantrieb vorhanden war, flog die Sonde am 22. September 2001 am Kometen 19P/Borrelly in etwa 2200 km Abstand vorbei. Diesmal konnten nicht nur Daten, sondern auch zahlreiche Bilder gewonnen werden. Am 18. Dezember 2001 wurde Deep Space 1 abgeschaltet.

Quelle: Wikipedia


24.10. 2001

Vor 16 Jahren:

2001 Mars Odyssey erreicht den Mars

2001 Mars Odyssey (oder kurz Mars Odyssey) ist eine Raumsonde der NASA, die seit dem 24. Oktober 2001 den Mars umkreist und ihn erforscht. Ihr Start erfolgte am 7. April 2001 an Bord einer Delta-II-Trägerrakete. Die ursprünglich geplante Missionsdauer hat der Orbiter trotz einiger Beschädigungen bei weitem übertroffen und wurde bereits viermal um zwei Jahre bis September 2012 verlängert. Im Falle einer weiteren Verlängerung der Mission soll der Orbiter auch als Relaisstation zur Datenübertragung zwischen dem am 6. August 2012 gelandeten Rover Curiosity und der Erde dienen.

Das erste Mal in der Geschichte der Marsforschung wird im Rahmen der Mission eine globale Karte der chemischen Elemente auf der Oberfläche erstellt. Ein Schwerpunkt der Mission liegt dabei auf der Fahndung nach Vorkommen von Wassereis. Zudem soll die Strahlungsbelastung in niedrigen Marsorbits untersucht werden, um die Risiken zukünftiger bemannter Marsmissionen besser zu erforschen.

Quelle: Wikipedia


24.10. 2007

Vor 10 Jahren:

Erste chinesische Raumsonde Chang'e-1

Chang'e-1 war die erste Raumsonde der China National Space Administration (CNSA) und die erste von mindestens drei geplanten Missionen im Mondprogramm der Volksrepublik China. Die Sonde wurde am 24. Oktober 2007 gestartet, erreichte am 5. November 2007 eine Umlaufbahn um den Mond und schlug am 1. März 2009 gezielt auf dem Mond auf. Mit ihr wurden Technologien für zukünftige Missionen getestet sowie die Beschaffenheit der Mondoberfläche und des Gesteins studiert.

Quelle: Wikipedia


25.10. 1671

Vor 346 Jahren:

Saturnmond Japetus wird entdeckt

Iapetus oder Japetus (auch Saturn VIII) ist der drittgrößte Mond des Planeten Saturn. Er wurde am 25. Oktober 1671 von Giovanni Cassini entdeckt.

Iapetus umkreist Saturn in einem mittleren Abstand von 3.561.300 km mit gebundener Rotation in 79 Tagen, 7 Stunden und 55 Minuten.

Iapetus hat einen mittleren Durchmesser von 1436 km. Er hat eine helle und eine dunkle Seite und damit von allen Körpern im Sonnensystem den größten Helligkeitskontrast.

Quelle: Wikipedia


25.10. 1975

Vor 42 Jahren:

Landekapsel von Venera 10 taucht in Venusatmosphäre ein

Venera 10 startete am 14. Juni 1975 und schwenkte am 25. Oktober 1975 in eine Umlaufbahn um die Venus ein.

Der Lander (Landeort 16° Nord und 291° Ost) arbeitete 63 Minuten lang auf der Oberfläche. Er lieferte Daten und Bilder von der Oberfläche des Planeten. Die Sonde wog beim Start 5.033 kg.

Die Muttersonde flog nicht, wie die Venussonden vor ihr, am Planeten vorbei, sondern schlug einen hochexzentrischen Orbit ein. Der ohne Treibstoffe etwa 2.300 kg schwere Orbiter vermaß den Planeten und lieferte erstmals Radarmessungen, da die Venusoberfläche wegen der komplett aus Wolken bestehenden Atmosphäre nicht einsehbar ist. Er untersuchte die Venusatmosphäre mit Kameras und Spektrometern. Weitere Experimente galten dem interplanetaren Raum und der Suche nach Gammastrahlenausbrüchen.

Quelle: Wikipedia


26.10. 2006

Vor 11 Jahren:

Raumsonden STEREO starten ins All

Das Projekt STEREO (Solar TErrestrial RElations Observatory) der US-Raumfahrtbehörde NASA besteht aus zwei fast identischen Raumsonden, die die Sonne und die Wechselwirkung ihrer Teilchenausbrüche und Felder mit der Magnetosphäre der Erde erstmals dreidimensional beobachten sollen (Stereoeffekt).

Quelle: Wikipedia


27.10. 1997

Vor 20 Jahren:

Vorbeiflug von NEAR am Asteroiden Mathilde

NEAR Shoemaker war eine US-amerikanische Raumsonde, die 1996 zur Erforschung des Asteroiden Eros gestartet wurde. NEAR ist die Abkürzung für Near Earth Asteroid Rendezvous (deutsch Rendezvous mit erdnahem Asteroiden); den Zusatznamen „Shoemaker“ erhielt die Sonde im Jahr 2000 nach dem Tod des führenden Geo- und Planetologen Eugene Shoemaker.

NEAR verließ die Erde am 17. Februar 1996 auf einer Delta-II-Rakete. Bereits im März 1996 konnte die Sonde einige Bilder des Kometen Hyakutake aus großer Entfernung übersenden. Ein Vorbeiflug am Asteroiden Mathilde fand am 27. Oktober 1997 statt. Der Abstand betrug 1.200 km. Die Sonde übermittelte einige Bilder. Der Einschuss in einen Orbit um den Asteroiden Eros misslang zunächst zum Jahreswechsel 1998/1999.

Ein Jahr später als geplant, am 14. Februar 2000, erreichte NEAR den gewünschten Orbit um Eros. Die Sonde war damit der erste Asteroiden-Orbiter in der Geschichte der Raumfahrt. Im Laufe der folgenden Monate wurde der Asteroid eingehend erforscht. Die Umlaufbahn wurde von 350 km auf bis zu 50 km abgesenkt. Nach einem Jahr im Orbit um Eros landete die Sonde am 12. Februar 2001 erfolgreich auf der Oberfläche des Asteroiden. Auch dies war ein Novum in der Raumfahrt, da sie gar nicht für eine Landung ausgelegt war. Noch bis zum 28. Februar 2001 übermittelte die Sonde Daten von der Oberfläche des Asteroiden, danach brach der Kontakt ab, da die Solarpanele nicht mehr in Richtung Sonne zeigten.

Quelle: Wikipedia


27.10. 2005

Vor 12 Jahren:

Erster Satellit von Studenten gestartet

Am 27. Oktober 2005 startete vom russischen Weltraumflughafen Plessezk aus ein Mikrosatellit ins All, der von über 200 Studenten aus etwa 20 Universitäten in 12 Ländern entworfen und gebaut wurde. Der SSETI Express („Student Space Exploration and Technology Initiative“ - Weltraumexplorations- und -technologieinitiative für Studenten) wiegt 60 Kilogramm und ist der weltweit erste „Studentensatellit“.

Der Satellit führte drei Picosatelliten mit sich, die eine Kantenlänge von 10 Zentimetern und etwa 1 Kilogramm Masse haben. Diese drei Satelliten wurden in der Umlaufbahn abgesetzt.

Nach fünf Tagen Flug verlor die SSETI/ESA am 1. November 2005 den Kontakt zu SSETI Express. Die Stromversorgung im Satelliten versagte, und somit war ein Aufladen des Satelliten nicht möglich. Trotzdem wird die Mission als herausragender Erfolg betrachtet. Bis zur vollständigen Entladung der Batterie funktionierte der Satellit problemlos.

Quelle: Wikipedia


28.10. 2014

Vor 3 Jahren:

Explosion einer Antares-Rakete

Kurz nach dem Abheben explodierte am 28.10.2014 gegen 23:33 Uhr eine Antares-Trägerrakete. Sie sollte einen Cygnus-Raumfrachter zu seinem dritten regulären ISS-Versorgungsflug ins All bringen.

Die Trägerrakete vom Typ Antares wurde von der Firma Orbital Science entwickelt. Diese hatte zuvor bereits zwei Raumfrachter vom Typ Cygnus im Rahmen regulärer ISS-Versorgungsmissionen ins All gebracht und auch eine erfolgreiche Qualifizierungsmission durchgeführt.

Am Boden kam es zu erheblichen Schäden, Menschen aber sollen, so die offiziellen Angaben, nicht verletzt worden sein.

Quelle: astronews.com


29.10. 1991

Vor 26 Jahren:

Galileo kommt am Asteroiden Gaspra vorbei

Auf dem Weg zum Jupiter passierte Galileo die Asteroiden Gaspra 1991 in nur 1.600 km Entfernung sowie Ida im Jahr 1993, wobei detaillierte Aufnahmen der Himmelskörper entstanden. Bei Letzterem wurde erstmals ein Asteroidenmond entdeckt. Der 1–2 km große Brocken wurde Dactyl genannt.

Quelle: Wikipedia


30.10. 1938

Vor 79 Jahren:

Hörspiel "Krieg der Welten" wird ausgestrahlt

Das Buch "Krieg der Welten" wurde von Orson Welles und dem Mercury Theatre als Hörspiel in Form einer fiktiven Reportage nach einer Adaption von Howard Koch inszeniert, das der amerikanische Radiosender CBS am Abend vor Halloween am 30. Oktober 1938 ausstrahlte. Dazu wurde der Handlungsort von England nach Grover’s Mill (New Jersey) in den USA verlegt und die Geschichte entsprechend angepasst.

Das Hörspiel führte Zeitungsberichten zufolge zu heftigen Irritationen bei der Bevölkerung von New York und New Jersey, die teilweise das Hörspiel für eine authentische Reportage hielt und einen tatsächlichen Angriff Außerirdischer befürchtete. Dies lag daran, dass Wells eine neue Art der Einspielung benutzte: Er nahm das Hörspiel am Tag vorher auf und ließ es dann mit Musik unterlegen. Dadurch wirkten die Aufnahmen wie das normale Radioprogramm, in dem der Moderator ab und zu unterbricht, um die neusten Nachrichten zur Invasion zu verbreiten. Die Berichterstattung über diese Vorfälle machte die Sendung und damit auch den jungen Orson Welles weltberühmt. Einige Beschreibungen einer landesweiten Massenpanik sind jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Quelle: Wikipedia


31.10. 2015

Vor 2 Jahren:

Asteroid 2015 TB145 fliegt an Erde vorbei

Am 31. Oktober 2015 flog der Asteroid 2015 TB145 in einem Abstand von rund 480.000 Kilometern an der Erde vorüber.

Er war erst am 10. Oktober 2015 vom Pan-STARRS-1-Teleskop auf Hawaii entdeckt worden. Der Orbit des Asteroiden war schnell berechnet und es war klar, dass er der Erde zwar sehr nahe kommen, jedoch keine Gefahr für unseren Heimatplaneten darstellen wird. Bei einem Einschlag hätte ein Brocken in der Größe von 2015 TB145 für erhebliche regionale Verwüstungen sorgen können.

Quelle: astronews.com


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