Was geschah diesen Monat?

Ereignisse aus Astronomie und Raumfahrt im Monat Juni

1.6. 1990

Vor 27 Jahren:

Röntgenobservatorium ROSAT ins All gestartet

ROSAT (von Röntgensatellit) war ein als Röntgenobservatorium ausgelegter Satellit. Mit 2426 Kilogramm war er der bislang schwerste deutsche Satellit, kostete 560 Millionen DM (mit US- und britischer Beteiligung), war von 1990 bis 1999 in Betrieb und wurde am 23. Oktober 2011 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört.

Mit ROSAT wurde der gesamte Himmel im Röntgenbereich durchmustert. Es wurden dabei 125.000 neue Röntgenquellen und 479 EUV-Quellen entdeckt. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind in weltweit über 7000 Publikationen niedergelegt, die etwa 100.000 Mal zitiert wurden.

Zu den wichtigsten Entdeckungen gehören die Auflösung der kosmischen Röntgenhintergrundstrahlung in die Emission von Quasaren und anderen aktiven Galaxien, die Entdeckung von Neutronensternen, die ausschließlich thermisch strahlen, die Röntgenstrahlung des Kometen Hyakutake 1996 sowie Dutzende neuer Supernovaüberreste. Auch konnte eine Röntgenquelle an der Stelle der Supernova 1987A in der Großen Magellanschen Wolke gefunden werden.

Ebenfalls im Blickfeld des sehr erfolgreichen Weltraumobservatoriums standen Galaxienhaufen, Röntgendoppelsterne und Schwarze Löcher. ROSATs zeitliche Auflösung ermöglichte selbst die zeitliche Trennung des Crab-Pulsars (Blinkdauer 0,033 s). ROSAT entdeckte auch, dass der Mond Röntgenstrahlung der Sonne reflektiert.

Quelle: Wikipedia


2.6. 1966

Vor 51 Jahren:

Surveyor 1 landet auf dem Mond

Surveyor 1 startete am 30. Mai 1966 und landete drei Tage später auf der Mondoberfläche, im Oceanus Procellarum.

Die Sonde arbeitete bis zum 14. Juli 1966 insgesamt rund sechs Wochen auf der Mondoberfläche und übertrug 11.200 Bilder.

Surveyor 1 war die erste weiche Landung einer US-amerikanischen Sonde auf dem Mond. Allerdings war die UdSSR den Amerikanern zuvor gekommen und hatte mit Luna 9 bereits am 3. Februar 1966 eine weiche Landung vollführt.

Quelle: Wikipedia


2.6. 2003

Vor 14 Jahren:

Mars Express startet zum Mars

Mars Express (abgekürzt MEX) ist eine Mars-Sonde der ESA. Sie erreichte den Planeten am 25. Dezember 2003. Hauptaufgabe der Mission ist die vollständige Kartografierung des Mars, die Erforschung seiner Atmosphäre, seiner Oberfläche sowie des Materials, das sich in bis zu zwei Metern Tiefe befindet. Zusätzlich hatte die Sonde das Landegerät Beagle 2 an Bord.

Quelle: Wikipedia


2.6. 2014

Vor 3 Jahren:

Stellaren Röntgenpulsar entdeckt

Mithilfe des europäischen Röntgenteleskops XMM-Newton hat ein internationales Astronomenteam unter Leitung Potsdamer Astronomen einen eigentümlichen Stern aufgespürt: Die rund 1.500 Lichtjahre entfernte Sonne Xi1 Canis Majoris leuchtet nicht nur sehr hell, sondern zeigt auch im Röntgenbereich regelmäßige Pulsationen.

Mit verblüffender Regelmäßigkeit und über einen Zeitraum von fünf Stunden steigt die Strahlungsaktivität des Sterns Xi1 Canis Majoris im Sternbild Großer Hund im Röntgenlicht an und fällt dann wieder ab. Solche Pulsationen waren zuvor noch nie bei einem normalen Stern beobachtet worden. Die Wissenschaftler sind nun auf der Suche nach einer möglichen physikalischen Erklärung für diese Eigenschaften.

Quelle: astronews.com


3.6. 2010

Vor 7 Jahren:

Beginn Langzeit-Experiment Mars 500

Im Juni 2010 beginnt für 6 Crewmitglieder die simulierte Marsmission Mars500.

Das Projekt simulierte einen bemannten Flug zum Mars, wobei sechs Freiwillige für 520 Tage in einem Komplex eingeschlossen wurden.

Die anfallenden Arbeiten und Tagesstrukturen wurden so gewählt, dass es einem Hin- und Rückflug zum Mars möglichst nahe kommt. Das Projekt wurde am IBMP (Institut für Biomedizinische Probleme) in der Nähe von Moskau durchgeführt. Seine Kosten waren auf 15 Millionen US-Dollar veranschlagt.

Quelle: Wikipedia


6.6. 1971

Vor 46 Jahren:

Start der Mission Sojus 11

Sojus 11 ist die Missionsbezeichnung für den Flug eines sowjetischen Sojus-Raumschiffs zur sowjetischen Raumstation Saljut 1. Es war die erste erfolgreiche Kopplung eines Raumschiffs an eine Raumstation überhaupt und der 19. Flug im sowjetischen Sojus-Programm.

Nach einer ersten Kurskorrektur in der vierten Umkreisung näherte sich Sojus 11 der Raumstation auf sieben Kilometer, bis das automatische Annäherungs- und Kopplungssystem Igla die Flugkontrolle übernahm. Die Besatzung musste nicht in den automatischen Ablauf eingreifen. Nach einer Ruhephase zog man in die Saljut um und fuhr alle Systeme der Sojus herunter. Damit ging die erste Raumstation der Geschichte in Betrieb, zwei Jahre vor der amerikanischen Skylab.

Die Kosmonauten machten eine Kurskorrektur und drehten die Solarzellen in die Sonne, um ein Maximum an elektrischer Energie zu erhalten. An den folgenden Tagen führten die Kosmonauten verschiedene Erdbeobachtungen und wissenschaftliche Experimente durch.

Infolge einer technischen Fehlfunktion während der Landephase (aufgrund einer fehlerhaften Zündsequenz der Sprengbolzen öffnete sich unerwartet ein Frischluftventil, und die Atemluft entwich komplett aus der Landekapsel) kamen jedoch alle drei Kosmonauten ums Leben. Dobrowolski, Wolkow und Pazajew waren innerhalb kürzester Zeit tot. Die Landung am 29. Juni 1971 erfolgte automatisch.

Quelle: Wikipedia


7.6. 1971

Vor 46 Jahren:

1. erfolgreiche Ankopplung Raumschiff - Raumstation

Sojus 11 ist die Missionsbezeichnung für den Flug eines sowjetischen Sojus-Raumschiffs zur sowjetischen Raumstation Saljut 1. Es war die erste erfolgreiche Kopplung eines Raumschiffs an eine Raumstation überhaupt und der 19. Flug im sowjetischen Sojus-Programm.

Nach einer ersten Kurskorrektur in der vierten Umkreisung näherte sich Sojus 11 der Raumstation auf sieben Kilometer, bis das automatische Annäherungs- und Kopplungssystem Igla die Flugkontrolle übernahm. Die Besatzung musste nicht in den automatischen Ablauf eingreifen. Nach einer Ruhephase zog man in die Saljut um und fuhr alle Systeme der Sojus herunter. Damit ging die erste Raumstation der Geschichte in Betrieb, zwei Jahre vor der amerikanischen Skylab.

Die Kosmonauten machten eine Kurskorrektur und drehten die Solarzellen in die Sonne, um ein Maximum an elektrischer Energie zu erhalten. An den folgenden Tagen führten die Kosmonauten verschiedene Erdbeobachtungen und wissenschaftliche Experimente durch.

Infolge einer technischen Fehlfunktion während der Landephase (aufgrund einer fehlerhaften Zündsequenz der Sprengbolzen öffnete sich unerwartet ein Frischluftventil, und die Atemluft entwich komplett aus der Landekapsel) kamen jedoch alle drei Kosmonauten ums Leben. Dobrowolski, Wolkow und Pazajew waren innerhalb kürzester Zeit tot. Die Landung am 29. Juni 1971 erfolgte automatisch.

Quelle: Wikipedia


8.6. 1975

Vor 42 Jahren:

Venussonde Venera 9 startet

Venera 9 startete am 8. Juni 1975 und schwenkte am 20. Oktober 1975 in eine Umlaufbahn um die Venus ein.

Die Landesonde landete noch am selben Tag bei 32° Nord und 291° Ost und übermittelte 53 Minuten lang Daten und erstmals einige Bilder der Oberfläche zur Erde. Die Sonde wog beim Start 4.936 kg.

Erstmals flog die Muttersonde nicht am Planeten vorbei, sondern schlug einen hochexzentrischen Orbit ein. Der ohne Treibstoffe etwa 2.300 kg schwere Orbiter vermaß den Planeten und lieferte erstmals Radarmessungen, da die Venusoberfläche wegen der komplett aus Wolken bestehenden Atmosphäre nicht einsehbar ist.

Der Venera 9 Orbiter arbeitete bis zum 22. März 1976. Er untersuchte die Venusatmosphäre mit Kameras und Spektrometern. Weitere Experimente galten dem interplanetaren Raum und der Suche nach Gammastrahlenausbrüchen.

Quelle: Wikipedia


8.6. 2004

Vor 13 Jahren:

Venustransit 2004

Am Vormittag des 8. Juni 2004 zog der Planet Venus als winziger schwarzer Fleck über die Sonnenscheibe. Für alle Menschen, die den Venustransit beobachteten, war es der Erste ihres Lebens. Mit großer Spannung wurde das Himmelsereignis erwartet, das von Europa aus hervorragend zu sehen war, da sogar das Wetter mitspielte und sich von seiner freundlichen Seite zeigte. Der Abstand Erde - Venus betrug 42 Mio Kilometer.

Stehen Erde, Venus und Sonne in einer Linie, sollte Venus eigentlich einen Teil der Sonne verdecken. Aber weil die Bahnen von Erde und Venus nicht in einer Ebene liegen, sondern gegeneinander gekippt sind, zieht Venus knapp oberhalb oder unterhalb der Sonne vorbei, wenn sie die Erde überholt. Nur wenn sich Erde und Venus an einem Knoten ihrer Bahnen treffen, bilden sie tatsächlich eine Linie mit der Sonne, und ein Transit (oder auch eine Mini-Verfinsterung der Sonne) kann stattfinden.

Es gibt zwei Knoten, wo sich die Bahnen kreuzen, doch Erde und Venus treffen sich dort nur selten. Nur etwa alle 103 bis 130 Jahre ziehen Erde und Venus gleichzeitig durch einen Knoten. Dann aber gleich acht Jahre später auch durch den anderen Knoten.


9.6. 1964

Vor 53 Jahren:

Gründung des Deutschen Luft- und Raumfahrt-Instituts DLR

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig.

Das DLR erforscht Erde und Sonnensystem, es stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickelt umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit.

Quelle: dlr.de


10.6. 2003

Vor 14 Jahren:

Start der Marssonde MER-A (Marsrover Spirit)

Spirit (englisch für Geist, Seele) war eine im Juni 2003 gestartete US-amerikanische Raumsonde der NASA zur Erforschung des Planeten Mars.

Sie hieß ursprünglich Mars Exploration Rover A, kurz MER-A, und wurde nach dem Start in Spirit umbenannt. Spirit landete am 4. Januar 2004 im Gusev-Krater. Die Schwestersonde Opportunity (MER-B) landete am 25. Januar 2004 auf der Meridiani-Ebene.

Spirit suchte nach Spuren von eventuell ehemals vorhandenem Wasser und erkundete die Landestelle geologisch. Aus den Ergebnissen erhofften sich die weltweit beteiligten Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Geschichte des Marsklimas. Der Gusev-Krater wurde als wissenschaftliches Ziel in einem komplizierten Verfahren ausgewählt, da auf Aufnahmen der um den Mars kreisenden Raumsonden Mars Global Surveyor und 2001 Mars Odyssey ausgeprägte Spuren eines ehemaligen Sees zu erkennen sind.

Die Missionsdauer sollte anfangs garantierte 90 Tage betragen, doch hatte Spirit diese weit übertroffen. Die Mission wurde regelmäßig verlängert. Seit April 2009 steckte der Rover im Sand fest. Bis Januar 2010 wurde vergeblich versucht, ihn durch Fahrmanöver zu befreien. Am 22. März 2010 wurden die letzten Signale von Spirit aufgefangen.

Quelle: Wikipedia


10.6. 2009

Vor 8 Jahren:

Kaguya schlägt auf Mondoberfläche auf

Die japanische Mondsonde Kaguya schlug am 10. Juni 2009 um 20:25 MESZ bei 80,4° O, 65,5° S (in der Nähe des Kraters Gill) mit etwa 6000 km/h auf der Mondoberfläche auf und beendete damit ihre Mission.

Der Aufschlag und der dadurch aufgewirbelte Staub konnte mit erdgebundenen Teleskopen beobachtet werden. Die Auswertung der von Kaguya gewonnenen Daten wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Quelle: Wikipedia


11.6. 2008

Vor 9 Jahren:

Fermi Gamma-ray Teleskop startet ins All

FGST soll Quellen hochenergetischer Gammastrahlen wie aktive galaktische Kerne, Pulsare, stellare schwarze Löcher, Blazare, Supernovaüberreste, Gammablitze, Flares der Sonne und von Sternen finden und ihre Eigenschaften und die der diffusen Gammastrahlung untersuchen. Damit sollen schwer messbare Eigenschaften zum Beispiel der Magnetfelder in kosmischen Teilchenbeschleunigern oder der infraroten Strahlungsfelder zwischen Gammaquellen und Erde bestimmt werden.

Durch die gegenüber früheren Gammateleskopen stark verbesserten Eigenschaften besteht auch Hoffnung auf die Entdeckung neuer Phänomene, so z.B. der Nachweis einer diffusen Hintergrundstrahlung im Gammastrahlungsbereich, der Hinweise auf exotische Teilchen (Neutralino) aus den Vorhersagen der Teilchenphysik geben könnte oder eine Varianz der Lichtgeschwindigkeit bei hochenergetischen Photonen zur Untermauerung der Schleifenquantengravitation.

Quelle: Wikipedia


13.6. 1983

Vor 34 Jahren:

Pioneer 10 erreicht als 1. Sonde die Neptunbahn

Pioneer 10 ist eine Raumsonde der NASA, die der Erforschung des Jupiters sowie des interplanetaren Mediums und des Asteroidengürtels diente.

Sie wurde am 3. März 1972 vom Launch Complex 36 auf Cape Canaveral mit einer Atlas-Centaur-Rakete gestartet. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen über Jupiter, den Asteroidengürtel und den interplanetaren Weltraum war die Pioneer-10-Mission auch ein wichtiger Schritt im Bereich der Raumsondenkonstruktion und Missionsplanung.

Die Sonde erwies sich als äußerst robust und sendete das letzte Mal im Januar 2003 Daten zur Erde. Mit einer Missionsdauer von knapp 31 Jahren übertraf sie ihre geplante Lebensdauer von 21 Monaten um mehr als das Sechzehnfache.

Am 13. Juni 1983 passierte die Sonde als erste die Bahn von Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Pioneer 10 blieb bis zum 17. Februar 1998 das am weitesten von der Erde entfernte von Menschen geschaffene Objekt.

Quelle: Wikipedia


13.6. 2010

Vor 7 Jahren:

Erste Bodenprobe von Asteroid zurückgebracht

Nach einem misslungenen Versuch am 19. November fand die zweite Landung der japanischen Raumsonde Hayabusa auf dem Asteroiden Itokawa am 26. November 2005 statt. Diesmal arbeitete der Mechanismus der Probenentnahme nach den ersten Berichten einwandfrei.

Zur Probenentnahme besitzt Hayabusa eine trichterförmige Öffnung, die als Staubfänger dient. Bei Bodenberührung des Trichters wurde ein kleines Geschoss auf die Oberfläche abgefeuert und der Probenbehälter kurzzeitig geöffnet. Ein Teil des aufgewirbelten Materials sollte auf diese Weise gesammelt werden.

Die Sonde verglühte bei ihrer Rückkehr zur Erde am 13. Juni 2010 über Südaustralien und konnte dabei von mehreren Beobachtungstationen verfolgt werden, während die Rückkehrkapsel planmäßig am Fallschirm im australischen Woomera Prohibited Area landete und eine Stunde später per Hubschrauber lokalisiert war. Hier wurde die augenscheinlich intakte Kapsel am nächsten Tag geborgen und bis zur Untersuchung der Proben versiegelt.

Quelle: Wikipedia


13.6. 2012

Vor 5 Jahren:

Röntgen-Teleskop NuStar ins All gestartet

Nuclear Spectroscopic Telescope Array (NuSTAR) ist ein orbitales Röntgen-Teleskop für die Beobachtung von Röntgenquellen wie schwarzen Löchern.

Quelle: Wikipedia


13.6. 2015

Vor 2 Jahren:

Philae meldet sich zurück

Endlich, nach sieben langen Monaten des Schweigens, meldet sich Rosettas Lander Philae von der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko zurück! Die Signale wurden am 13. Juni gegen 22:28 Uhr im European Space Operations Centre in Darmstadt empfangen.

Nach der abenteuerlichen Landung am 12. November 2014, bei der Philae einige ungeplante Hüpfer vollführte und vermutlich in einer schattigen und ungünstigen Position zum Stehen kam, war der Strom der Primärbatterie bei ersten Experimenten schnell aufgebraucht.

Am 15. November war Schluss, es konnten keine Signale mehr empfangen werden. Ein Aufladen der Sekundärbatterie mittels Solarpaneelen war Philae leider nicht möglich. Doch das Missionsteam gab die Hoffnung nie auf. Irgendwann im Frühjahr 2015 wird sich der Komet auf seinem Weg um die Sonne so gedreht haben, dass auch Philae genug Sonnenlicht abbekommt, um sich wieder aufzuladen.


14.6. 1962

Vor 55 Jahren:

Gründung der ESRO

Die European Space Research Organisation (ESRO) war eine Europäische Weltraumforschungsorganisation. Die ESRO wurde am 14. Juni 1962 durch zehn Staaten (Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien, Schweden, die Schweiz, Großbritannien und die Bundesrepublik Deutschland) gegründet. Die ESRO baute wissenschaftliche Satelliten, die von den USA aus in ihre Umlaufbahn gebracht wurden.

Parallel wurde die European Launcher Development Organisation (ELDO) gegründet, um selber Satelliten starten zu können, was jedoch nicht gelang. Auf der Europäischen Weltraumkonferenz vom 12. bis 14. November 1968 in Bad Godesberg wurde der Zusammenschluss der ESRO mit der ELDO zu einer einheitlichen Organisation beraten. Am 30. Mai 1975 erfolgte die Fusion zur heutigen Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

Quelle: Wikipedia


14.6. 1963

Vor 54 Jahren:

Start von Wostok 5

Wostok 5 startete am 14. Juni 1963 um 14:58 Uhr Moskauer Zeit vom Raketenstartplatz Baikonur und erreichte nach wenigen Minuten die Erdumlaufbahn mit 130 km Perigäum und 131 km Apogäum bei einer Inklination von 65 Grad.

Die Flughöhe war niedriger als geplant und verringerte sich ständig durch atmosphärische Reibung, so dass die geplante Missionsdauer von acht Tagen nicht erreicht werden konnte. Aufgrund von Problemen mit dem Lebenserhaltungssystem sank die Temperatur in der Kabine im Laufe der Mission von 30 °C bis auf 10 °C.

Zwei Tage nach Wostok 5 startete Wostok 6 mit Walentina Tereschkowa an Bord, der ersten Frau im Weltall. Die beiden Raumschiffen näherten sich einander bis auf 5 km, doch dann vergrößerte sich der Abstand zunehmend. Während der ersten Zeit standen Bykowski und Tereschkowa in direktem Funkkontakt, später mussten Relaisstationen auf der Erde vermitteln.

Die Landung von Wostok 5 erfolgte nach fünf Tagen um 14:06 Uhr Moskauer Zeit, 540 km nordwestlich von Karaganda im heutigen Kasachstan.

Quelle: Wikipedia


14.6. 1975

Vor 42 Jahren:

Venussonde Venera 10 startet

Venera 10 startete am 14. Juni 1975 und schwenkte am 25. Oktober 1975 in eine Umlaufbahn um die Venus ein.

Der Lander (Landeort 16° Nord und 291° Ost) arbeitete 63 Minuten lang auf der Oberfläche. Er lieferte Daten und Bilder von der Oberfläche des Planeten. Die Sonde wog beim Start 5.033 kg.

Die Muttersonde flog nicht, wie die Venussonden vor ihr, am Planeten vorbei, sondern schlug einen hochexzentrischen Orbit ein. Der ohne Treibstoffe etwa 2.300 kg schwere Orbiter vermaß den Planeten und lieferte erstmals Radarmessungen, da die Venusoberfläche wegen der komplett aus Wolken bestehenden Atmosphäre nicht einsehbar ist. Er untersuchte die Venusatmosphäre mit Kameras und Spektrometern. Weitere Experimente galten dem interplanetaren Raum und der Suche nach Gammastrahlenausbrüchen.

Quelle: Wikipedia


16.6. 1963

Vor 54 Jahren:

Erste Frau im Weltall

An Bord von Wostok 6 startet Walentina Tereschkowa am 16. Juni von Baikonur zu einer fast drei Tage dauernden Reise ins All und umkreist die Erde dabei 49 Mal. Damit ist sie die erste Frau im Weltraum.

Quelle: Wikipedia


17.6. 2013

Vor 4 Jahren:

Missionsende für Herschel

Das europäische Infrarot-Weltraumteleskop Herschel hat am 17.6.2013 zum letzten Mal Befehle aus dem Raumfahrtkontrollzentrum der ESA in Darmstadt erhalten. Nachdem der wissenschaftliche Teil der Herschel-Mission schon Ende April abgeschlossen war, endet damit auch der operative Teil der Mission. Mit der Datenauswertung werden die Forscher aber noch Jahre beschäftigt sein.

Herschel hatte seine Beobachtungen nicht, wie etwa das Weltraumteleskop Hubble, von einer Umlaufbahn um die Erde gemacht, sondern befand sich in einem Orbit um den sogenannten Lagrange-Punkt L2.

Herschel hatte über drei Jahre lang das kalte Universum beobachtet. Das Weltraumteleskop war am 14. Mai 2009 gestartet worden und war mit einem 3,5 Meter durchmessenden Hauptspiegel das bisher größte und leistungsfähigste Infrarot-Weltraumteleskop.

Um jedoch Beobachtungen der Infrarotstrahlung von sehr kalten astronomischen Objekten machen zu können, mussten alle drei Instrumente des Teleskops mit superflüssigem Helium auf -271 Grad Celsius gekühlt werden. Ansonsten hätte die Wärme der Instrumente die Beobachtungen überstrahlt.

Quelle: astronews.com


18.6. 1983

Vor 34 Jahren:

Erste US-Astronautin im All

Das Space Shuttle Challenger startet vom Kennedy Space Center aus zur Mission STS-7. An Bord befindet sich Sally Ride. Sie wird damit zur ersten US-Astronautin und die dritte Frau im Weltraum.

Beim Start am 18. Juni war Sally Ride 32 Jahre und 23 Tage alt und stellte damit auch den bis heute gültigen Rekord als jüngster US-Raumfahrer auf.

Quelle: Wikipedia


18.6. 2009

Vor 8 Jahren:

Mondsonde LRO gestartet

Der Lunar Reconnaissance Orbiter (kurz LRO, lateinisch-englisch für „Mond-Aufklärungssonde“) ist eine Mondsonde der NASA, die am 18. Juni 2009 um 21:32 UTC von Cape Canaveral AFS Launch Complex 41 aus zusammen mit dem Lunar CRater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) zum Mond gestartet ist. Ziel der Mission ist die hochaufgelöste Kartierung der gesamten Mondoberfläche (Topographie, Fotografie, Indikatoren für Vorkommen von Wassereis) und die Messung der kosmischen Strahlenbelastung.

Quelle: Wikipedia


18.6. 2013

Vor 4 Jahren:

Erdnahes Objekt Nr. 10.000 entdeckt

Mithilfe des Pan-STARRS-1-Teleskops auf Hawaii wurde das zehntausendste erdnahe Objekt entdeckt. Trotz dieser beachtlichen Zahl dürfte bislang nur ein Bruchteil der tatsächlich vorhandenen erdnahen Kometen und Asteroiden bekannt sein. Die Suche geht also weiter.

Das zehntausendste erdnahe Objekt ist relativ unspektakulär: Beim Asteroiden 2013 MZ5 handelt es sich um einen vermutlich 300 Meter durchmessenden Brocken, dessen Bahn um die Sonne sich so genau berechnen ließ, dass eine gefährliche Annäherung an die Erde ausgeschlossen werden kann.

Quelle: astronews.com


19.6. 1976

Vor 41 Jahren:

Viking 1 schwenkt in Umlaufbahn um Mars ein

Viking 1 wurde am 20. August 1975 von Launch Complex 41 auf Cape Canaveral mit einer Titan 3E/Centaur gestartet. Eine Umlaufbahn um den Mars erreichte die Sonde am 19. Juni 1976. Die Tochtersonde landete am 20. Juli 1976 in der Landschaft Chryse Planitia. Zu dem Orbiter wurde bis zum 7. August 1980 Kontakt gehalten, mit dem Lander sogar bis zum 11. November 1982. Der Lander wurde am 7. Januar 1982 in Thomas A. Mutch Memorial Station umbenannt, nach einem der am Projekt beteiligten Wissenschaftler.

Quelle: Wikipedia


22.6. 2016

Vor 1 Jahr:

Start des Kleinsatelliten BIROS

Am 22. Juni 2016 um 5.55 Uhr MESZ startete der Kleinsatellit BIROS (Bi-Spektral Infrared Optical System) vom indischen Weltraumbahnhof Satish Dhawan Space Centre an Bord einer PSLV-Trägerrakete erfolgreich ins All. Der Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird nun in 515 Kilometern Höhe Hochtemperaturereignisse auf der Erde aufspüren.

Dabei wird der kühlschrankgroße Kleinsatellit aber nicht allein arbeiten. Bereits seit Juli 2012 befindet sich sein Brudersatellit TET-1 (Technologie-Erprobungsträger) im Orbit und hält Ausschau nach Waldbränden. Gemeinsam bilden die beiden Satelliten die Mission FireBIRD (Fire Bispectral InfraRed Detector) - eine Mission zur Feuerfernerkundung. Neben Waldbränden sollen auch vulkanische Aktivitäten, Gasfackeln oder Industrie-Hotspots beobachtet und dokumentiert werden.

Quelle: astronews.com


28.6. 2013

Vor 4 Jahren:

Ende der Mission GALEX

GALEX war ein Weltraumteleskop der NASA zur Beobachtung von Galaxien im ultravioletten Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Damit lieferte es wichtige Daten zur Erforshung der Galaxienentwicklung.

Kernstück von GALEX war ein 50-Zentimeter-Teleskop, mit dessen Hilfe Größe, Aussehen und Helligkeit von Galaxien im ultravioletten Bereich des Lichts untersucht wurden. Ein Spektrometer ermöglichte es zudem, die Entfernung der Galaxien zu bestimmen und damit ihren Platz in der kosmischen Entwicklung einzuordnen.

Die GALEX-Mission war ursprünglich auf eine Missionsdauer von zwei bis drei Jahren ausgelegt, wurde aber drei Mal verlängert. Der Befehl zur Abschaltung des Teleskops wurde am 28. Juni 2013 zu GALEX gesandt. Das Teleskop wird noch mindestens 65 Jahre in einer Erdumlaufbahn bleiben und anschließend in der Erdatmosphäre verglühen.

Quelle: astronews.com und Wikipedia


29.6. 1971

Vor 46 Jahren:

3 Kosmonauten sterben beim Landeanflug von Sojus 11

Sojus 11 ist die Missionsbezeichnung für den Flug eines sowjetischen Sojus-Raumschiffs zur sowjetischen Raumstation Saljut 1. Es war die erste erfolgreiche Kopplung eines Raumschiffs an eine Raumstation überhaupt und der 19. Flug im sowjetischen Sojus-Programm.

Nach einer ersten Kurskorrektur in der vierten Umkreisung näherte sich Sojus 11 der Raumstation auf sieben Kilometer, bis das automatische Annäherungs- und Kopplungssystem Igla die Flugkontrolle übernahm. Die Besatzung musste nicht in den automatischen Ablauf eingreifen. Nach einer Ruhephase zog man in die Saljut um und fuhr alle Systeme der Sojus herunter. Damit ging die erste Raumstation der Geschichte in Betrieb, zwei Jahre vor der amerikanischen Skylab.

Die Kosmonauten machten eine Kurskorrektur und drehten die Solarzellen in die Sonne, um ein Maximum an elektrischer Energie zu erhalten. An den folgenden Tagen führten die Kosmonauten verschiedene Erdbeobachtungen und wissenschaftliche Experimente durch.

Infolge einer technischen Fehlfunktion während der Landephase (aufgrund einer fehlerhaften Zündsequenz der Sprengbolzen öffnete sich unerwartet ein Frischluftventil, und die Atemluft entwich komplett aus der Landekapsel) kamen jedoch alle drei Kosmonauten ums Leben. Dobrowolski, Wolkow und Pazajew waren innerhalb kürzester Zeit tot. Die Landung am 29. Juni 1971 erfolgte automatisch.

Quelle: Wikipedia


30.6. 1861

Vor 156 Jahren:

Größte Erdnähe des Großen Kometen 1861

Der australische Amateurastronom John Tebbutt entdeckte am 13. Mai 1861 den Großen Kometen, der später die Bezeichnung C/1861 J1 erhielt.

Der Komet war den ganzen Sommer 1861 mit dem bloßen Auge sichtbar. Wegen seiner außerordentlichen Helligkeit und des erdnahen, extrem breiten Schweifes zählt er zu den spektakulärsten unter den Großen Kometen der Astronomiegeschichte.

Für den Kometen konnte eine elliptische Umlaufbahn bestimmt werden, die um fast 90° gegen die Ekliptik geneigt ist. Die Bahn des Kometen steht damit nahezu senkrecht auf der Bahnebene der Erde. Im sonnennächsten Punkt der Bahn (Perihel), den der Komet am 12. Juni 1861 durchlaufen hat, befand er sich mit etwa 123,0 Mio. km Sonnenabstand im Bereich zwischen den Umlaufbahnen der Venus und der Erde. Am 30. Juni erreichte er mit 0,13 AE/19,8 Mio. km die größte Annäherung an die Erde.

Der nächste Periheldurchgang (größte Annäherung an die Sonne) des Kometen wird möglicherweise um das Jahr 2267 stattfinden.

Quelle: Wikipedia


30.6. 1908

Vor 109 Jahren:

Tunguska-Ereignis

Das Tunguska-Ereignis war ein Ereignis, das am 30. Juni 1908 in Sibirien in der Nähe des Flusses Steinige Tunguska (Podkamennaja Tunguska) im Siedlungsgebiet der Ewenken stattfand, dem damaligen Gouvernement Jenisseisk bzw. der heutigen Region Krasnojarsk. Dabei gab es eine oder mehrere sehr große Explosionen, deren Ursache bisher nicht zweifelsfrei geklärt wurde. Als bislang wahrscheinlichste Ursache wird der Eintritt eines Asteroiden oder eines Kometen in die Erdatmosphäre bzw. die damit einhergehende Explosion angenommen.

Bei dem Ereignis wurden Bäume bis in etwa 30 Kilometer Entfernung entwurzelt und Fenster und Türen in der 65 Kilometer entfernten Handelssiedlung Wanawara eingedrückt. Es wird geschätzt, dass auf einem Gebiet von über 2000 km² rund 60 Millionen Bäume umgeknickt wurden. Noch in über 500 Kilometern Entfernung wurden ein heller Feuerschein, eine starke Erschütterung, eine Druckwelle und ein Donnergeräusch wahrgenommen, unter anderem von Reisenden der Transsibirischen Eisenbahn. Aufgrund der dünnen Besiedlung des Gebietes gibt es keine verlässlichen Berichte über Verletzte oder Tote.

Quelle: Wikipedia


30.6. 2001

Vor 16 Jahren:

Raumsonde WMAP ins All gestartet

Wilkinson Microwave Anisotropy Probe (WMAP, früher: MAP, auch Explorer 80) ist eine 2001 gestartete US-amerikanische Raumsonde, die bis 2010 in Betrieb war.

Hauptaufgabe von WMAP ist die Messung der Temperaturverteilung der kosmischen Hintergrundstrahlung (gemessen wird die Planck'sche Strahlungstemperatur). Die Messungen decken den gesamten Himmel ab. Die gemessenen Temperaturfluktuationen spiegeln die Materieverteilung im Universum zum Zeitpunkt der Entkopplung von Strahlung und Materie wenige hunderttausend Jahre nach dem vor etwa 13,7 Milliarden Jahren erfolgten Urknall wider. Die Strahlung ist insgesamt extrem homogen, die Schwankungen relativ zum Mittelwert, der gegenwärtig bei etwa 2,7 Kelvin liegt, betragen etwa 5·10?5. Die Ergebnisse von WMAP sind von herausragender Bedeutung für die Kosmologie.

Quelle: Wikipedia


30.6. 2015

Vor 2 Jahren:

Begründung des Asteroid Day

Der Asteroid Day (Tag des Asteroiden) soll dazu dienen, den Menschen etwas über Asteroiden zu erzählen. Über die Gefahren, die von ihnen für die Erde ausgehen; über die Möglichkeiten die wir haben, um diesen Gefahren zu begegnen und die Chancen, die in der Erforschung der Asteroiden zu finden sind.

Warum findet der Asteroid Day gerade am 30. Juni statt? Weil das der Jahrestag einer der letzten großen Kollisionen zwischen der Erde und einem Asteroid ist! Am 30. Juni 1908 explodierte über der sibirischen Tundra bei Tunguska ein großer Himmelskörper und richtete enorme Zerstörung an.

Quelle: scienceblogs.de/astrodicticum-simplex


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