Was geschah diesen Monat?

Ereignisse aus Astronomie und Raumfahrt im Monat Dezember

2.12. 1971

Vor 46 Jahren:

Russische Sonde Mars 3 erreicht den Mars

Die sowjetische Raumsonde Mars 2 erreicht als erster irdischer Raumkörper einen Marsorbit. Aufgrund von Störungen konnte die Sonde aber keine Daten erfolgreich zur Erde übermitteln.

Mars 2 und Mars 3 waren identische Sonden des Lawotschkin-Konstruktionsbüros bei Moskau welche unter der Leitung des Chefkonstrukteurs Georgi Babakin entwickelt wurden. Aufgabe war es, einen etwa 450 kg schweren Lander auf dem Mars abzusetzen und dessen Daten zu übertragen. Danach sollten die beiden Orbiter den Mars aus der Umlaufbahn untersuchen.

Sie waren mit Infrarotradiometern zur Temperaturmessung, Infrarotphotometer zur Bestimmung der Kohlendioxid bzw. Wasserdampf-Absorption, Mikrowellenradiometern zur Temperaturmessung in 30 bis 50 cm Tiefe unter der Marsoberfläche, UV-Photometer zum Nachweis von verschiedenen Gasen in der Atmosphäre, Teilchenspektrometern und 2 Kameras ausgerüstet.

Außerdem hatten die Lander einen Rover vom Typ PROP-M an Bord, der sich selbsttätig vom Lander entfernen sollte.

Nach dem Start am 19. Mai 1971 und 29. Mai 1971 gelangten beide Sonden problemlos zum Mars. Bei beiden Orbitern versagte jedoch das automatische Kontrollsystem, welches den Kurs berechnen sollte. Die Orbiter gelangten beide in unplanmäßige Orbits am 27. November 1971 und 2. Dezember 1971.

Der Lander von Mars 3 fing nach der Landung in der Randregion des Kraters Ptolemäus (49° Süd, 158° West) an, ein Panorama zu übertragen, verstummte jedoch nach wenigen Sekunden (Datenübertragungsbeginn 90 Sekunden nach der Landung, Abbruch der Übertragung 20 Sekunden später). Die Ursache für den Ausfall ist eventuell in einem globalen Staubsturm zu suchen, der damals tobte. Die Orbiter nahmen Bilder auf Film auf. Bevor der Staubsturm sich legte, hatten sie den Film belichtet, so dass die Bilder nur wenige Details zeigen.

Quelle: Wikipedia


2.12. 1993

Vor 24 Jahren:

Start 1. Reparaturmission Hubble

Das Hubble Space Teleskop wurde am 24. April 1990 mit der Space-Shuttle-Mission STS-31 gestartet. Die Bildqualität war in den ersten Betriebsjahren durch einen Herstellungsfehler des Hauptspiegels begrenzt, der 1993 mit Hilfe des COSTAR-Spiegelsystems erfolgreich korrigiert werden konnte.

Der Spaceshuttleflug STS-61 war die erste Wartungsmission für das Hubble-Weltraumteleskop. Hauptziel war es, zu beweisen, dass Hubble im Orbit gewartet werden kann. Dazu wurden die Wide Field/Planetary Camera 2 (WFPC-2) und COSTAR (Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement) in das Teleskop eingebaut. Zudem wurden zwei Sets Gyroskope ausgetauscht und die Solarkollektoren ersetzt. Erstmals wurden während eines Shuttlefluges fünf Ausstiege durchgeführt, darunter auch der bis dahin zweitlängste.

Quelle: Wikipedia


2.12. 1995

Vor 22 Jahren:

Start der Sonnensonde SOHO

Solar and Heliospheric Observatory (Sonnen- und Heliosphären-Observatorium), kurz SOHO, ist eine Raumsonde bzw. ein Weltraumobservatorium von ESA und NASA. Die Aufgaben des SOHO umfassen zahlreiche Experimente, die der Erforschung unserer Sonne dienen.

Obwohl die Sonde ursprünglich nicht explizit dafür vorgesehen war, konnten mit SOHO auch über tausend bisher unbekannte Kometen entdeckt werden. Die Kometen fielen auf, wenn sie sich durch das Sichtfeld des bildgebenden LASCO-Detektors bewegten. Um von LASCO erfasst zu werden, müssen diese Kometen der Sonne näher als 800.000 km kommen, daher bezeichnet man diese Gruppe auch als Sungrazer (Sonnenstreifer).

Quelle: Wikipedia


3.12. 1965

Vor 52 Jahren:

Start der russischen Mondsonde Luna 8

Das Ziel der Missionen Luna 4 bis 9 (Sonden der Serie E-6) war es, eine Sonde weich auf der Mondoberfläche abzusetzen. Bis dies mit Luna 9 gelang, mussten zahlreiche Rückschläge hingenommen werden.

Bei Luna 8 (Start: 3. Dezember 1965) geriet die Sonde neun Sekunden nach Zünden des Bremstriebwerks in Rotation und schlug hart auf dem Mond auf.

Quelle: Wikipedia


3.12. 1973

Vor 44 Jahren:

Erste Sonde bei Jupiter

Die Sonde Pioneer 10 passiert am 3. Dezember den Planeten Jupiter und liefert erste spektakuläre Bilder aus der Welt der Gasriesen. Danach nimmt sie Kurs auf den Stern Aldebaran.


3.12. 1999

Vor 18 Jahren:

Mars Polar Lander zerschellt auf dem Mars

Der Mars Polar Lander war eine Raumsonde der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA mit dem Zweck der Erforschung des Planeten Mars. Er sollte in der Nähe des Mars-Südpoles in der Planum Australe landen und dort umfangreiche Untersuchungen über die Zusammensetzung der Polkappen durchführen. Er ist wahrscheinlich beim Landevorgang zerschellt.

Am 3. Dezember 1999 begann die Sonde mit dem Abstieg. Rund 2 Minuten vor dem Eintritt in die Atmosphäre wurden die beiden mitgeführten Deep Space 2-Penetrator-Mikrosonden Amundsen und Scott vom Landemodul getrennt. Sie sollten sich mit knapp 700 km/h ungebremst ca. 60 cm tief in den Marsboden einbohren, um dort Bodenproben zu untersuchen. Mit den beiden Sonden wollte man auch überprüfen, ob diese Art der „billigen“ Landung erfolgreich sein kann.

Weder der Mars Polar Lander noch die beiden Mikrosonden konnten nach ihrer Landung kontaktiert werden. Am 17. Januar 2000 stellte man die Kommunikationsversuche ein.

Quelle: Wikipedia


3.12. 1999

Vor 18 Jahren:

Deep Space 2 zerschellt auf dem Mars

Die gescheiterte New-Millennium-Program-Mission Deep Space 2 (auch DS2 oder Mars Microprobe Project) bestand aus zwei Penetrator-Sonden, die sich ungebremst in die Oberfläche des Planeten Mars bohren sollten.

Die beiden Sonden wurden am 3. Januar 1999 als Zusatznutzlast zusammen mit der Marssonde Mars Polar Lander mittels einer Delta 7425-Rakete von Cape Canaveral aus gestartet. Nach dem erfolgreichen Start wurden sie auf die Namen der Polarforscher Amundsen und Scott getauft.

Die jeweils nur 2,4 kg schweren Sonden wurden von der Hauptsonde Mars Polar Lander passiv mitgeführt. Erst zwei Minuten vor dem Eintritt in die Marsatmosphäre lösten sie sich von der Hauptsonde und traten jeweils von einem eigenen Hitzeschild geschützt in die Atmosphäre ein. Außer dem Hitzeschild kamen keine weiteren Maßnahmen zur Bremsung zur Anwendung, so dass sie mit ca. 700 km/h auf der Oberfläche aufschlugen. Der Hitzeschild wurde nicht abgeworfen, sondern zersprang beim Aufprall und gab so den Penetrator frei. Dabei erfuhren die Sonden Beschleunigungen von dem mehrtausendfachen der Erdbeschleunigung, die sich auf 30.000 g für den eindringenden Teil des Penetrators und 60.000 g für die auf der Oberfläche zurückbleibende Kommunikationseinheit beliefen. Der untere Teil des Penetrators sollte ca. 60 cm in den Boden eindringen, während die an der Oberfläche zurückbleibende Einheit für die Kommunikation mit dem Marsorbiter Mars Global Surveyor sorgen sollte. Beide Komponenten blieben über ein flexibles Kabel verbunden.

Nach dem Eintritt in die Marsatmosphäre über der Südpolarregion am 3. Dezember 1999 konnte keine Verbindung zu den Sonden hergestellt werden.

Quelle: Wikipedia


3.12. 2014

Vor 3 Jahren:

Hayabusa 2 mit Mascot gestartet

Der Asteroidenlander Mascot des DLR ist unterwegs zum Asteroiden 1999 JU3. Am 3. Dezember 2014 um 5.22 Uhr MEZ hob die Rakete mit der japanischen Hayabusa2-Sonde und dem Lander Mascot vom Tanegashima Space Center ab und begann ihre Reise durchs All.

Das Ziel werden sie 4 Jahre später erreichen. Hayabusa 2 soll dann Material von der Oberfläche des Asteroiden "einsaugen" und zur Erde zurückbringen. Mascot hingegen wird auf Asteroid 1999 JU3 aufsetzen, sich hüpfend fortbewegen und erstmals in der Raumfahrtgeschichte an mehreren Orten Messungen auf einem Asteroiden durchführen.

Quelle: astronews.com


3.12. 2015

Vor 2 Jahren:

Start von LISA Pathfinder

Mit einem Tag Verspätung ist die ESA-Sonde LISA Pathfinder am frühen Morgen des 3.12.2015 an Bord einer Vega-Trägerrakete in eine Erdumlaufbahn gebracht worden. Die Sonde soll in den kommenden Monaten Technologien testen, die für das weltraumbasierte Gravitationswellenobservatorium eLISA benötigt werden.

Ihr Ziel ist die Demonstration von Technologien zur weltraumgestützten Beobachtung von Gravitationswellen, also der von Albert Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Verzerrungen der Raumzeit.

Quelle: astronews.com


4.12. 1959

Vor 58 Jahren:

Rhesusaffe Sam startet ins All

Im Rahmen des Mercury-Programms schießt die NASA den Rhesusaffen Sam mit der Mission Mercury-Little-Joe 2 in den Weltraum, um die Funktionalität des Rettungssystems zu testen. Der Test verläuft erfolgreich.

Quelle: Wikipedia


4.12. 1965

Vor 52 Jahren:

Start von Gemini 7

Gemini 7 sollte ein Langzeitflug werden. Borman und Lovell sollten den neuen Raumanzug testen. Zum ersten Mal sollte es möglich sein, den Anzug während bestimmter Phasen abzulegen. Der neue Anzug war aber nicht für lange Zeiten im Vakuum ausgelegt. Sollte ein Leck im Raumschiff auftreten, müsste die Mission abgebrochen und eine Notlandung eingeleitet werden.

Gemini 7 startete am 4. Dezember 1965. Die Landung erfolgte am 18. Dezember nach 330 Stunden, 35 Minuten und 1 Sekunde Flug.

Der Flug von Gemini bedeutete einen neuen Langzeitrekord in der bemannten Raumfahrt, der erst 1970 von Sojus 9 gebrochen werden sollte. Es zeigte sich, dass sich die Astronauten ohne medizinische Probleme länger in der Schwerelosigkeit aufhalten konnten, als für einen Mondflug benötigt wurde. Auch die Rückkehr in die irdische Schwerkraft erfolgte ohne langwierige Umgewöhnung. Auch aus technischer Sicht waren die Gemini-Raumschiffe langzeittauglich. Ihre feine Manövrierfähigkeit hatten sie unter Beweis gestellt.

Quelle: Wikipedia


5.12. 2014

Vor 3 Jahren:

Erstflug der Raumkapsel Orion

Das Raumschiff Orion, mit dem die NASA ab 2020 bemannte Flüge zu Asteroiden und später vielleicht auch zum Mars realisieren will, hat seinen ersten Flug absolviert.

An Bord einer Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy wurde die Kapsel ins All gebracht und umrundete zwei Mal die Erde. Orion flog auf einer stark elliptischen Umlaufbahn, die die Raumkapsel bis zu 5.800 Kilometer von der Erde wegführte. Dabei duchquerte sie sogar zweimal den Van-Allen-Strahlungsgürtel. Orion landete rund 4,5 Stunden später im Pazifik.

Quelle: astronews.com


6.12. 1957

Vor 60 Jahren:

Vanguard Trägerrakete explodiert beim 1. Start

Vanguard war der Name eines amerikanischen Projekts, das als Vorbereitung auf das Internationale Geophysikalische Jahr initiiert wurde, um einen Satelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen. In seinem Verlauf wurde eine Trägerrakete entwickelt (Test Vehicle, Kürzel TV-x) und es wurden mehrere Satelliten im All ausgesetzt.

6. Dezember 1957: Erster Startversuch (Vanguard TV 3) der vollständigen Trägerrakete. Wegen Schubverlustes stürzt sie weniger als eine Sekunde nach dem Abheben zurück auf die Startrampe und explodiert. In der amerikanischen Presse werden in Anlehnung an den sowjetischen Sputnik für den geflopten Startversuch Begriffe wie Flopnik, Goofnik, Kaputnik, Nullnik, Oopsnik, Stallnik oder Stayputnik gebraucht.

Quelle: Wikipedia


6.12. 1965

Vor 52 Jahren:

Luna 8 schlägt auf dem Mond auf

Das Ziel der Missionen Luna 4 bis 9 (Sonden der Serie E-6) war es, eine Sonde weich auf der Mondoberfläche abzusetzen. Bis dies mit Luna 9 gelang, mussten zahlreiche Rückschläge hingenommen werden.

Bei Luna 8 (Start: 3. Dezember 1965) geriet die Sonde neun Sekunden nach Zünden des Bremstriebwerks in Rotation und schlug hart auf dem Mond auf.

Quelle: Wikipedia


7.12. 1972

Vor 45 Jahren:

Start von Apollo 17

Apollo 17 war der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und der bisher letzte bemannte Raumflug zum Mond.

Die Besatzung bestand aus den Astronauten Harrison Schmitt, Eugene Cernan und Ronald Evans.

Der Start fand am 7. Dezember 1972 um 5:33 UTC statt. Ursprünglich sollte die Apollo-17-Mission um 2:53 UTC beginnen. Der Countdown musste jedoch 30 Sekunden vor dem geplanten Zeitpunkt abgebrochen werden, weil ein Computer ausfiel. Dieser sollte den Flüssigsauerstofftank der dritten Stufe (S-IVB) der Saturn V unter Druck setzen. Nach einer Verzögerung von mehr als zwei Stunden und vierzig Minuten hob die Rakete von der Startrampe ab. Es war der einzige Nachtstart des Apollo-Programms.

Auf dem Weg zum Mond gelang der Besatzung das berühmte, einzigartige Bild einer „Voll-Erde“ „Blue Marble“ mit Blick auf Afrika und den indischen Ozean. Zu dieser Konstellation kam es, weil der vorgesehene Landeplatz der östlichste des Apollo-Programms war; die Anforderung nach einer günstigen, nicht zu hoch stehenden Sonne auf dem Mond führte daher zu einem Start nur 34 h nach Neumond.

Quelle: Wikipedia


7.12. 1995

Vor 22 Jahren:

Galileo schwenkt in Umlaufbahn um Jupiter ein

Die Raumsonde Galileo wurde am 18. Oktober 1989 von der NASA gestartet, um den Jupiter und seine Monde zu untersuchen. Noch nie war der Planet Jupiter längere Zeit kontinuierlich von einer Raumsonde beobachtet worden. Zwar flogen schon vier Raumsonden an ihm vorbei (Pioneer 10 und 11 und Voyager 1 und 2) aber sie konnten durch den Vorbeiflug jeweils nur kurze Momentaufnahmen liefern. Das sollte sich mit Galileo ändern. Es sollte dauerhaft ein Orbiter um Jupiter kreisen, um sowohl den Planeten selbst als auch dessen Monde zu beobachten.

Vor dem Eintreffen sollte eine Tochtersonde abgekoppelt werden, die in Jupiters Atmosphäre eindringen und verschiedene Daten über Temperatur, Druck, Windgeschwindigkeit und chemische Zusammensetzung liefern sollte. Dabei sollte die Muttersonde als Relaisstation die Informationen zur Erde funken.

In 82 Millionen km Entfernung zum Jupiter trennte sich im Juli 1995 die Tochtersonde vom Mutterschiff. Am 7. Dezember 1995 war ihre Reise zu Ende. Mit einer Geschwindigkeit von 170.000 km/h tauchte die Tochtersonde in einem Winkel von ca. 9° in die Atmosphäre des Jupiter ein. Der Funkkontakt brach ca. eine Stunde nach Eintritt in einer Tiefe von 160 km ab. In den letzten Sekunden registrierte die Sonde einen Druck von 22 bar und eine Temperatur von 152 °C.

Hauptaufgabe der Sonde war die Beobachtung der vier galileischen Monde. Es wurden Hinweise auf einen Wasserozean unter der Eiskruste von Europa geliefert sowie auf Zonen flüssigen Wassers in den Mänteln von Ganymed und Kallisto und die Vulkane auf Io beobachtet.

Der Missionsteil bei Jupiter war ursprünglich nur für 23 Monate bis Dezember 1997 geplant, wurde aber dann insgesamt dreimal verlängert, da Geräte und Antrieb noch funktionsfähig waren und gute Ergebnisse erwarten ließen.

Am 21. September 2003 wurde Galileo in die Jupiter-Atmosphäre gelenkt und verglühte dort, da die Sonde wegen Treibstoffmangels und Ausfällen der Elektronik, bedingt durch die von Jupiter während der letzten Jahre erhaltene hohe Strahlungsdosis, später nicht mehr lenkbar gewesen wäre. Es bestand die Gefahr, dass Galileo auf den Mond Europa stürzen und ihn mit terrestrischen Bakterien verunreinigen könnte. Dies hätte künftige Missionen zur Erforschung von Lebensspuren auf den Jupitermonden erschwert.

Quelle: Wikipedia


7.12. 1995

Vor 22 Jahren:

Atmosphärensonde taucht in Jupiter ein

Die Raumsonde Galileo wurde am 18. Oktober 1989 von der NASA gestartet, um den Jupiter und seine Monde zu untersuchen. Noch nie war der Planet Jupiter längere Zeit kontinuierlich von einer Raumsonde beobachtet worden. Zwar flogen schon vier Raumsonden an ihm vorbei (Pioneer 10 und 11 und Voyager 1 und 2) aber sie konnten durch den Vorbeiflug jeweils nur kurze Momentaufnahmen liefern. Das sollte sich mit Galileo ändern. Es sollte dauerhaft ein Orbiter um Jupiter kreisen, um sowohl den Planeten selbst als auch dessen Monde zu beobachten.

Vor dem Eintreffen sollte eine Tochtersonde abgekoppelt werden, die in Jupiters Atmosphäre eindringen und verschiedene Daten über Temperatur, Druck, Windgeschwindigkeit und chemische Zusammensetzung liefern sollte. Dabei sollte die Muttersonde als Relaisstation die Informationen zur Erde funken.

In 82 Millionen km Entfernung zum Jupiter trennte sich im Juli 1995 die Tochtersonde vom Mutterschiff. Am 7. Dezember 1995 war ihre Reise zu Ende. Mit einer Geschwindigkeit von 170.000 km/h tauchte die Tochtersonde in einem Winkel von ca. 9° in die Atmosphäre des Jupiter ein. Der Funkkontakt brach ca. eine Stunde nach Eintritt in einer Tiefe von 160 km ab. In den letzten Sekunden registrierte die Sonde einen Druck von 22 bar und eine Temperatur von 152 °C.

Hauptaufgabe der Sonde war die Beobachtung der vier galileischen Monde. Es wurden Hinweise auf einen Wasserozean unter der Eiskruste von Europa geliefert sowie auf Zonen flüssigen Wassers in den Mänteln von Ganymed und Kallisto und die Vulkane auf Io beobachtet.

Der Missionsteil bei Jupiter war ursprünglich nur für 23 Monate bis Dezember 1997 geplant, wurde aber dann insgesamt dreimal verlängert, da Geräte und Antrieb noch funktionsfähig waren und gute Ergebnisse erwarten ließen.

Am 21. September 2003 wurde Galileo in die Jupiter-Atmosphäre gelenkt und verglühte dort, da die Sonde wegen Treibstoffmangels und Ausfällen der Elektronik, bedingt durch die von Jupiter während der letzten Jahre erhaltene hohe Strahlungsdosis, später nicht mehr lenkbar gewesen wäre. Es bestand die Gefahr, dass Galileo auf den Mond Europa stürzen und ihn mit terrestrischen Bakterien verunreinigen könnte. Dies hätte künftige Missionen zur Erforschung von Lebensspuren auf den Jupitermonden erschwert.

Quelle: Wikipedia


7.12. 2010

Vor 7 Jahren:

Akatsuki fliegt an Venus vorbei

Akatsuki (deutsch: Morgendämmerung, früher: PLANET-C, auch Venus Climate Orbiter) ist eine Venussonde der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA, der vor allem die Atmosphäre und das Klima des Planeten untersuchen soll.

Am 7. Dezember 2010 sollte Akatsuki in 550 km Höhe in den Venusorbit eintreten, allerdings misslang dieser Versuch, da im entscheidenden Moment der Funkkontakt verloren ging und das Haupttriebwerk versagte. Im Dezember 2015 nähert sich Akatsuki erneut der Venus, so dass ein weiterer Versuch unternommen werden kann, in den Venusorbit einzutreten.

Quelle: Wikipedia


8.12. 2012

Vor 5 Jahren:

Kommunikation mit Satellit Envisat bricht ab

Envisat (Environmental Satellite) ist ein etwa acht Tonnen schwerer Umweltsatellit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der 2002 gestartet wurde und bis 2012 arbeitete. Seine wichtigsten Aufgaben waren die ständige Überwachung des Klimas, des Ozeans, der Landfläche bzw. allgemein des Ökosystems der Erde. Mit Gesamtkosten von 2,3 Milliarden Euro war er der bisher teuerste Satellit der ESA und der größte jemals geflogene Erdbeobachtungssatellit.

Quelle: Wikipedia


9.12. 2016

Vor 1 Jahr:

Entdeckung des massereichsten Doppel-Neutronenstern-Systems

Dank der Rechenleistung zahlreicher Heimcomputer, die durch das Projekt Einstein@Home zusammengeschlossen sind, ist es nun gelungen, das bisher massereichste Doppelneutronensternsystem aufzuspüren. Ausgewertet wurden dazu Daten des Arecibo-Radioteleskops. Der Fund eignet sich ideal zum Test von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie.

Etwa 25.000 Lichtjahre von der Erde entfernt kreisen zwei tote Sterne umeinander. Auf einem Durchmesser von lediglich 20 Kilometern vereint jeder von ihnen mehr Masse als unsere Sonne und sie benötigen nur fünf Stunden für eine Umkreisung.

Quelle: astronews.com


10.12. 1974

Vor 43 Jahren:

Start der Sonnensonde Helios 1

Die Helios-Raumsonden waren ein Gemeinschaftsprojekt der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Erforschung der Sonne. Es wurden zwei Raumsonden gestartet. Ende 1974 startete die erste und Anfang 1976 die zweite.

Die Sonde erreichte eine Sonnenumlaufbahn mit einer minimalen Sonnenentfernung von 46,5 Millionen Kilometern, was etwa der sonnennächsten Entfernung des innersten Planeten Merkur von der Sonne entspricht. Der sonnenfernste Punkt der Umlaufbahn von Helios 1 entspricht etwa dem Abstand der Erde von der Sonne. Der Kontakt zu Helios 1 ging am 16. März 1986 verloren.

Quelle: Wikipedia


11.12. 1998

Vor 19 Jahren:

Mars Climate Orbiter startet zum Mars

Mars Climate Orbiter (MCO) war eine NASA-Sonde zum Mars im Rahmen des Discovery-Programms. Sie ging 1999 aufgrund eines Einheitenfehlers im Navigationssystem verloren.

MCO starte am 11. Dezember 1998 an Bord einer Delta II 7425 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral. Am 23. September 1999 erreichte die Sonde den Mars und startete ihr Triebwerk, um von der Mars-Gravitation eingefangen zu werden. Geplant war zunächst ein elliptischer Orbit von 150 km × 21.000 km, durch Aerobraking sollte MCO innerhalb von 44 Tagen den endgültigen, nahezu kreisförmigen Orbit in 421 km Höhe erreichen. Doch als die Sonde nach dem Abbremsmanöver wieder aus dem Funkschatten des Mars ausgetreten sein sollte, konnte kein Kontakt mehr hergestellt werden.

Quelle: Wikipedia


13.12. 1967

Vor 50 Jahren:

Start der Raumsonde Pioneer 8

Unter dem Namen Pioneer werden insgesamt 19 verschiedene Raumsonden der NASA zusammengefasst, die zwischen 1958 und 1978 zur Erforschung des Mondes, der Sonne, des Jupiters, des Saturns und der Venus gestartet wurden.

Pioneer 8 startete am 13. Dezember 1967 mit einer Delta-Rakete. Die Experimente umfassten Messungen von Staubpartikeln, verschiedenen Strahlen und Magnetfeldern. Die Sonde Pioneer 7 wurde 1986 auch zur Beobachtung des Halleyschen Kometen aus 12 Millionen km Entfernung eingesetzt. Der Kontakt zu Pioneer 8 brach am 22. August 1996 ab.

Quelle: Wikipedia


13.12. 2012

Vor 5 Jahren:

Erster Besuch bei Asteroid Toutatis

Am 13. Dezember 2012 um 08:30 UTC flog die chinesische Sonde Chang'e-2 in 3,2 km Abstand und mit einer Relativgeschwindigkeit von 10,73 km/s am erdnahen Asteroiden Toutatis vorbei (Entfernung zur Erde etwa 6.940.000 km). Dabei wurde aus einer Entfernung von 93 bis 240 km eine Bilderserie aufgenommen.

Quelle: Wikipedia


14.12. 1962

Vor 55 Jahren:

Erste Raumsonde bei Venus

Mariner 2 startete am 27. August 1962 und entdeckte bereits auf dem Weg zur Venus den von Ludwig Biermann in den 1950er Jahren postulierten Sonnenwind.

Sehr bald gab es Probleme mit der Sonde: Nach einer Kurskorrektur am 4. September 1962 stieg der Druck im Stickstofftank an, und es entwich Treibstoff. Eine weitere Kurskorrektur war nicht mehr möglich. Ende Oktober ließ die Leistung eines der beiden Solarpanels nach, welches am 15. November 1962 ganz ausfiel. Da die Sonde sich der Sonne näherte, reichte jedoch der Strom des zweiten Panels, um die Sonde zu betreiben.

Weitere Defekte folgten, konnten jedoch von der Erde aus behoben werden. Als die Sonde am 14. Dezember 1962 die Venus in einer Distanz von 34.773 km passierte, gab es keine Probleme, und alle Messinstrumente lieferten Daten. Am 3. Januar 1963 fiel Mariner 2 endgültig aus.

Die Sonde bestimmte die Temperatur der Venus zu 425 Grad Celsius, konnte keinen Wasserdampf in der Atmosphäre nachweisen und bestimmte die obere Höhe der Wolkenschicht zu etwa 55–80 km.

Quelle: Wikipedia


14.12. 1972

Vor 45 Jahren:

6. und letzte Mondlandung (Apollo 17)

Apollo 17 war der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und der bisher letzte bemannte Raumflug zum Mond.

Cernan und Schmitt landeten mit der Mondfähre „Challenger“ nördlich des Mons Vitruvius an einem Ausläufer des Mare Serenitatis. Drei EVAs sollten die Astronauten auf dieser Mission durchführen. Die mit einer atomaren Energiequelle ausgestatteten „Apollo lunar surface experiment package“ (ALSEP) wurde während der ersten EVA („Extravehicular Activity“, Aktivität außerhalb der Landefähre) in der Nähe des Landeplatzes errichtet, etwas weiter entfernt als die verbliebenen Experimente.

Am 14. Dezember 1972 um 05:40 UT verließ Cernan als letzter Mensch die Mondoberfläche, die bis heute nicht wieder von Menschen betreten wurde. Er nahm Abschied mit den Worten:

"We leave as we came, and God willing, as we shall return, with peace and hope for all mankind."
(„Wir gehen wie wir gekommen sind, und so Gott will werden wir zurückkehren, mit Friede und Hoffnung für die ganze Menschheit.“)
– Eugene Cernan

Quelle: Wikipedia


14.12. 2009

Vor 8 Jahren:

Infrarot-Teleskop WISE ins All gestartet

Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE, vormals auch Next Generation Sky Survey, NGSS) ist ein unbemanntes Weltraumteleskop der NASA, das ab Januar 2010 den gesamten Himmel im Infrarotbereich untersuchte.

Zu den Objekten, die WISE untersuchte, gehören

  • Asteroiden und andere Objekte des Sonnensystems. WISE soll alle Asteroiden des Hauptgürtels mit mehr als 3 km Durchmesser finden
  • Kühle und schwache Sterne, darunter die sonnennächsten Sterne und Braunen Zwerge
  • Falls der hypothetische Stern Nemesis ein Brauner Zwerg sein sollte, hätte WISE ihn entdeckt.
  • Junge Sterne in der Milchstraße und Staubscheiben um bereits weiter entwickelte Sterne
  • Die leuchtkräftigsten Galaxien und Infrarotgalaxien.

Quelle: Wikipedia


15.12. 1965

Vor 52 Jahren:

wurde Saturnmond Janus entdeckt

Der französische Astronom Audouin Dollfus entdeckt den inneren Saturnmond Janus.

Janus (auch Saturn X) ist der siebte bis achte und neuntgrößte der 62 bekannten Monde des Planeten Saturn. Der koorbitale Mond teilt sich seinen Orbit mit Epimetheus, mit dem er alle vier Jahre die Umlaufbahn tauscht.

Janus umkreist Saturn auf einer prograden, fast perfekt kreisförmigen Umlaufbahn in einem mittleren Abstand von 151.440 km von dessen Zentrum, also 91.172 km über dessen Wolkenobergrenze. Die Bahn liegt fast genau in der Äquatorebene des Planeten.Janus umläuft Saturn in 16 Stunden, 40 Minuten und 18,7 Sekunden.

Quelle: Wikipedia


15.12. 1970

Vor 47 Jahren:

Erste weiche Landung auf Venus

Nach einigen Fehlschlägen setzt wie geplant die russische Sonde Venera 7 auf der Oberfläche der Venus auf. Der Abstieg zur Oberfläche dauerte 35 Minuten, wobei Daten über die Atmosphäre übertragen wurden. Nach der Landung konnten 23 Minuten lang Daten von der Oberfläche empfangen werden.

Quelle: Wikipedia


15.12. 1986

Vor 31 Jahren:

Start der Raumsonde Vega 1

Vega (russisch Вега) ist eine sowjetische Mission, bestehend aus zwei getrennten Raumsonden, zum Planeten Venus sowie zum Kometen Halley. Der Name Vega hat nichts mit dem Stern Wega zu tun, sondern ist als Kürzel aus den ersten beiden Buchstaben von Венера = Venera = Venus und Галлей = Gallej = Halley zusammengefügt. Beide Raumsonden wurden 1984 gestartet und wurden mit einer breiten internationalen Beteiligung sowohl ost- als auch westeuropäischer Staaten realisiert.

Vega 1 flog am 11. Juni 1985 an der Venus vorbei, ebenfalls am 11. Juni 1985 fand die Venuslandung der Landesonde statt. Sie erreichte die Oberfläche und übermittelte von dort 56 Minuten lang Daten. Ferner wurde am 11. Juni 1985 der Ballon abgesetzt. Der Vega-1-Ballon flog 46½ Stunden lang, bevor der Kontakt abbrach.

Die Passage am Kometen Halley fand bei Vega 1 am 6. März 1986 in 8890 Kilometern Entfernung statt. Nach dem Halley-Rendezvous wurde die Sonde abgeschaltet.

Quelle: Wikipedia


16.12. 1965

Vor 52 Jahren:

Start von Pioneer 6 in Richtung Sonne

Unter dem Namen Pioneer werden insgesamt 19 verschiedene Raumsonden der NASA zusammengefasst, die zwischen 1958 und 1978 zur Erforschung des Mondes, der Sonne, des Jupiters, des Saturns und der Venus gestartet wurden.

Pioneer 6 startete am 16. Dezember 1965 mit einer Delta-Rakete. Die Experimente umfassten Messungen von Staubpartikeln, verschiedenen Strahlen und Magnetfeldern. Nach 1995 war die Kommunikation zur Sonde teilweise unterbrochen. Ein letzter Kontakt zu Pioneer 6 wurde am 8. Dezember 2000 etabliert - 35 Jahre nach dem Start. Dies stellte einen absoluten Rekord in puncto Lebensdauer dar, bis am 13. August 2012 Voyager 2 diese Leistung überbot.

Quelle: Wikipedia


17.12. 2012

Vor 5 Jahren:

Mondsonden GRAIL auf Mondberg gestürzt

Gravity Recovery and Interior Laboratory (GRAIL) war eine Mondmission der NASA, die im Rahmen des Discovery-Programms durchgeführt wurde. GRAIL bestand aus zwei im September 2011 gemeinsam gestarteten Raumsonden, die seit Anfang 2012 den Mond umkreisten. Ziel der Mission war die genaue Vermessung des lunaren Schwerefelds und der Schwereanomalien, um daraus Aufschlüsse auf den inneren Aufbau des Mondes zu gewinnen.

Beide Raumsonden kollidierten zum planmäßigen Missionsende am 17. Dezember 2012 mit einem unbenannten Berg zwischen Philolaus und Mouchez nahe dem Mondnordpol. Um 22:28:51 UTC schlug GRAIL A („Ebb“) zuerst auf der Mondoberfläche auf, etwa 30 Sekunden später folgte GRAIL B („Flow“).

Quelle: Wikipedia


17.12. 2014

Vor 3 Jahren:

Ende der Mission Venus Express

Die Mission der Sonde Venus Express der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist zu Ende: Nach acht Jahren - und nach einer deutlich längeren Missionsdauer als ursprünglich geplant - hat die Sonde keinen Treibstoff mehr zur Verfügung, um einen stabilen Orbit um Venus halten zu können. Venus Express wird sich dem Planeten nun immer weiter annähern und schließlich in der dichten Atmosphäre verglühen.

Seit Ankunft bei der Venus im Jahr 2006 hatte Venus Express den Planeten auf einer elliptischen Umlaufbahn alle 24 Stunden einmal umrundet. Dabei war die Sonde über dem Südpol des Planeten etwa 66.000 Kilometer von der Oberfläche entfernt und am Nordpol lediglich 200 Kilometer. Auf diese Weise konnte eine detaillierte Untersuchung der Venus und der Atmosphäre des Planeten vorgenommen werden.

Quelle: astronews.com


18.12. 1999

Vor 18 Jahren:

Erdbeobachtungssatellit Terra wird gestartet

Terra, auch EOS-1 oder EOS-AM1 genannt, ist ein am 18. Dezember 1999 gestarteter Erdbeobachtungssatellit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zur Erforschung und Beobachtung der Erde. Die geplante Lebensdauer des Satelliten betrug ursprünglich 6 Jahre.

Terra ist neben Aqua und Aura eine der drei Hauptmissionen des Earth Observing System (EOS), einem etliche Missionen umfassenden, längerfristigen Forschungsprogramm der NASA. Der Satellit kostete 1,3 Milliarden US Dollar.

Der Satellit bewegt sich auf einer polaren, sonnensynchronen Erdumlaufbahn (SSO). Eine Eigenschaft dieser Umlaufbahn ist, dass der Satellit einen Punkt auf der Erde jeden Tag zur selben Zeit passiert. Deshalb werden solche Erdumlaufbahnen häufig für meteorologische Satelliten und Erdbeobachtungssatelliten genutzt.

Quelle: Wikipedia


18.12. 2001

Vor 16 Jahren:

Raumsonde Deep Space 1 wird abgeschaltet

Deep Space 1 (oder kurz DS1) war eine US-amerikanische Raumsonde, die im Jahre 1998 zur Erforschung eines Asteroiden sowie eines Kometen gestartet wurde. DS1 war die erste Mission im Rahmen des „New Millennium Programs“ zur Erforschung neuer Technologien.

Deep Space 1 startete am 24. Oktober 1998 auf einer Delta-II-Trägerrakete. Den Asteroiden (9969) Braille passierte die Sonde am 29. Juli 1999 in nur 26 km Abstand. Es konnten zahlreiche Daten, aber aufgrund einer falschen Ausrichtung der Kamera nur wenige Bilder aus großer Entfernung gewonnen werden.

Da noch Reaktionsmasse im Ionenantrieb vorhanden war, flog die Sonde am 22. September 2001 am Kometen 19P/Borrelly in etwa 2200 km Abstand vorbei. Diesmal konnten nicht nur Daten, sondern auch zahlreiche Bilder gewonnen werden. Am 18. Dezember 2001 wurde Deep Space 1 abgeschaltet.

Quelle: Wikipedia


19.12. 1972

Vor 45 Jahren:

Rückkehr von Apollo 17

Apollo 17 war der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und der bisher letzte bemannte Raumflug zum Mond.

Nachdem Cernan und Schmitt wieder in das Apollo-Raumschiff umgestiegen waren, wurde die Aufstiegsstufe der Mondfähre gezielt zum Absturz gebracht. Sie schlug in etwa 10 km Entfernung von der zurückgelassenen Abstiegsstufe auf. Das ausgelöste Mondbeben wurde auch von den Seismometern an den fünf anderen Apollo-Landestellen registriert.

Am 19. Dezember 1972 um 19:24 UT wasserte die Apollo-17-Besatzung mit der Kommandokapsel im Pazifik und wurde von der USS Ticonderoga geborgen. Die ursprünglich geplanten Missionen Apollo 18, 19 und 20 wurden bereits vor Apollo 15 sowohl aus politischen als auch aus finanziellen Gründen gestrichen. Mit sechs Mondlandungen und zwölf US-amerikanischen Astronauten, die ihre Spuren auf dem Erdtrabanten hinterlassen hatten, war auch bewiesen, dass die im Weltraumrennen lange Zeit führende Sowjetunion von den USA überholt worden war.

Quelle: Wikipedia


19.12. 2013

Vor 4 Jahren:

ESA-Astrometrie-Mission Gaia gestartet

Die Aufgabe des europäischen Astrometrie-Satelliten Gaia ist es, die Position und die Bewegung von Sternen der Milchstraße mit einer bislang unerreichten Präzision zu vermessen. Der Satellit war am 19. Dezember 2013 gestartet worden und hatte einige Wochen später den sogenannten Lagrange-Punkt L2, der 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf der sonnenabgewandten Seite unseres Planeten liegt, erreicht.

Gaia soll mit seinen zwei Teleskopen ständig den Himmel abtasten und im Verlauf der auf fünf Jahre ausgelegten Mission die Position und Bewegung von etwa einer Milliarde Sternen mit großer Genauigkeit vermessen. Zudem sind Beobachtungen vorgesehen, die etwas über die Temperatur, Helligkeit und chemische Zusammensetzung der Sterne verraten.

Das Ergebnis soll die bislang genaueste Karte unserer Milchstraße in 3D sein, die den Wissenschaftlern auch wichtige Informationen über die Geschichte unserer Heimatgalaxie liefern wird.

Quelle: astronews.com


19.12. 2016

Vor 1 Jahr:

Pan-STARRS veröffentlicht größte digitale Himmelsdurchmusterung

Das Pan-STARRS-Projekt, an dem auch Astronomen an den Max-Planck-Instituten für Astronomie in Heidelberg und für extraterrestrische Physik in Garching beteiligt sind, hat am Montag die weltweit größte digitale Himmelsdurchmusterung veröffentlicht. Der Katalog basiert auf Beobachtungsdaten, die über vier Jahre gesammelt wurden, umfasst mehr als drei Viertel des Nachthimmels und liefert umfangreiche Informationen über mehr als drei Milliarden Sterne, Galaxien und andere Quellen.

Im Mai 2010 startete das erste Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System, kurz: das Pan-STARRS, ein 1,8-Meter-Teleskop auf dem Gipfel des Haleakalā auf der Hawaii-Insel Maui, eine digitale Himmelsdurchmusterung im sichtbaren und Nah-Infrarotlicht. Dies war die erste Beobachtungskampagne mit dem Ziel, den Himmel sehr schnell wiederholt zu beobachten und so nach sich bewegenden oder sich verändernden Objekten zu suchen. Dazu zählen auch Asteroiden, die möglicherweise die Erde bedrohen könnten. Die Himmelsdurchmusterung nahm etwa vier Jahre in Anspruch, und tastete den Himmel zwölf Mal in fünf Filtern ab.

Quelle: astronews.com


20.12. 1999

Vor 18 Jahren:

Start des Satelliten ACRIMSat

Der Active Cavity Radiometer Irradiance Monitor Satellite (ACRIMSat) ist ein am 20. Dezember 1999 gestarteter Forschungssatellit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, der die Energieabstrahlung der Sonne und deren Auswirkung auf das irdische Klima untersuchte.

ACRIMSat war Teil des Earth Observing System (EOS), einem etliche Missionen umfassenden, längerfristigen Forschungsprogramm der NASA.

Quelle: Wikipedia


21.12. 1968

Vor 49 Jahren:

Start von Apollo 8

Apollo 8 war der zweite bemannte Raumflug des amerikanischen Apollo-Programms und der erste bemannte Flug zum Mond und damit zu einem anderen Himmelskörper.

Die drei Astronauten Frank Borman, William Anders und James Lovell waren die ersten Menschen, die mit eigenen Augen die Rückseite des Mondes sahen.

Apollo 8 startete am 21. Dezember 1968 vom Kennedy Space Center in Florida und erreichte drei Tage später, am 24. Dezember 1968, die Mondumlaufbahn. Große Bekanntheit erlangte die Fernsehübertragung aus dem Mondorbit, während der die drei Astronauten die ersten Zeilen der biblischen Schöpfungsgeschichte als Weihnachtsbotschaft verlasen.

Nach zehn Umkreisungen des Mondes leiteten die Astronauten am frühen Morgen des 25. Dezember die Rückkehr zur Erde ein, wo die Rückkehrkapsel am 27. Dezember im Pazifischen Ozean wasserte.

Quelle: Wikipedia


21.12. 1984

Vor 33 Jahren:

Start der Raumsonde Vega 2

Vega ist eine sowjetische Mission, bestehend aus zwei getrennten Raumsonden, zum Planeten Venus sowie zum Kometen Halley. Beide Raumsonden wurden 1984 gestartet und mit einer breiten internationalen Beteiligung sowohl ost- als auch westeuropäischer Staaten realisiert.

Vega 2 startete am 21. Dezember 1984 und flog am 14. Juni 1985 an der Venus vorbei. Am 14. Juni 1985 fand auch gleich die Venuslandung der Vega 2 Landesonde statt. Die Sonde erreichte die Oberfläche und übermittelte von dort 57 Minuten lang Daten. Zugleich wurde ein Ballon abgesetzt, der mindestens 60 Stunden lang flog, bevor der Kontakt abbrach.

Die Passage am Kometen Halley fand am 9. März 1986 in 8030 Kilometern Abstand statt. Danach wurde die Sonde abgeschaltet.

Vega 1 und 2 gehörten zu den aufwändigsten Weltraumprojekten der Sowjetunion. Obwohl lediglich die Venus-Ballons wichtige neue Ergebnisse lieferten (die beiden Lander spielten eine untergeordnete Rolle), hatten die Sowjets den hohen Standard ihrer Weltraumtechnik in den 1980er Jahren demonstriert.

Quelle: Wikipedia


22.12. 1891

Vor 126 Jahren:

Erste fotografische Entdeckung eines Kleinplaneten

Am 22. Dezember 1891 fand Max Wolf als erster Astronom einen Kleinplaneten mit fotografischen Methoden, den er "Brucia" zu Ehren der amerikanischen Wissenschaftsmäzenin Catherine Wolfe Bruce nannte.

Das heute bekannteste Arbeitsgebiet Max Wolfs war seine Suche nach Kleinplaneten, von denen er selbst 228 entdeckte, darunter 1906 den ersten Trojaner, (588) Achilles. Am Institut entdeckte er mit seinen Mitarbeitern sowie seine Nachfolger bis in die 1950er-Jahre über 800 Kleinplaneten, ein Rekord, der erst kürzlich mit großflächigen Durchmusterungsprogrammen gebrochen wurde.

Quelle: Wikipedia


22.12. 2015

Vor 2 Jahren:

Erste Raketenstufe aufrecht gelandet

Am 22.12.2015 startete von Cape Canaveral aus eine Falcon-9-Trägerrakete des Unternehmens SpaceX, um mehrere Kommunikationssatelliten ins All zu bringen. Dabei gelang es, die erste Stufe der Rakete wieder sicher zu landen, zehn Kilometer vom Startplatz entfernt auf einem nicht mehr genutzten Gelände der Cape Canaveral Air Force Base.

Etwa neun Minuten nach dem Start, die zweite Raketenstufe hatte fast die Orbitalgeschwindigkeit erreicht, erschien die erste Raketenstufe wieder am Himmel. Wenige Sekunden vor der Landung wurde vier Beine ausgefahren und die Raketenstufe landete aufrecht auf dem vorgesehenen Landeplatz.

Die erfolgreiche Landung gilt als wichtiger Schritt zur Entwicklung eines wiederverwertbaren Trägerraketensystems, durch das die Startkosten deutlich reduziert werden könnten.

Quelle: astronews.com


23.12. 1672

Vor 345 Jahren:

Cassini entdeckt Saturnmond Rhea

Rhea umkreist Saturn in einem mittleren Abstand von 527.040 km in 108 Stunden und 25 Minuten. Rhea hat einen mittleren Durchmesser von 1528 km. Ihre geringe Dichte von 1,240 g/cm3 lässt darauf schließen, dass sie zu etwa 2/3 aus Wassereis sowie einem Kern aus silikatischem Gestein zusammengesetzt ist. Ihre Albedo beträgt 0,65, das heißt 65 % des einfallenden Sonnenlichts werden reflektiert. Im Vergleich zu den Monden Tethys und Enceladus ist die Oberfläche relativ dunkel.

Die Temperaturen an der Oberfläche betragen −174 °C im direkten Sonnenlicht, und zwischen −200 und −220 °C im Schatten. Rhea rotiert in 108 Stunden und 25 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond, eine gebundene Rotation auf.

Quelle: Wikipedia


24.12. 1968

Vor 49 Jahren:

Erstes bemanntes Raumschiff umkreist den Mond

Mit Apollo 8 umkreist erstmals eine menschliche Besatzung, bestehend aus Frank Borman, James Arthur Lovell und William Anders den Mond. William Anders fotografiert den Erdaufgang (engl. Earthrise), eine berühmt werdende Szene.

Quelle: Wikipedia


24.12. 1979

Vor 38 Jahren:

Erster Start der europäischen Rakete Ariane

Vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana startet die erste europäische Trägerrakete Ariane erfolgreich.

Ariane ist eine Serie von europäischen Trägerraketen, die im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) von einem Tochterunternehmen des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS entwickelt wurden. Ziel war der autonome Zugang zum All, um somit unabhängig von den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion Satelliten im Orbit absetzen zu können.

Quelle: Wikipedia


24.12. 2003

Vor 14 Jahren:

Mögliche Landung von Beagle-2 auf dem Mars

Beagle 2 war die Landeeinheit der Mars-Express-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Sie wurde unter der Leitung von britischen Universitäten entwickelt und konstruiert. Beagle 2 ist wahrscheinlich in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember 2003 nach einem fünftägigen Flug auf der Marsoberfläche gelandet. Da kein Funkkontakt zur Sonde hergestellt werden konnte, wurde sie am 11. Februar 2004 für verloren erklärt.

Beagle 2 besaß keinen eigenen Antrieb und war während der Sinkphase von der Erde aus nicht steuerbar. Die Landeeinheit erhielt die Energie für den Flug aus der Bewegung ihrer Muttersonde Mars Express. Nachdem acht Stunden lang kein Kontakt zu der Sonde möglich war, erfolgte die Abkopplung planmäßig am 19. Dezember 2003.

Quelle: Wikipedia


25.12. 2003

Vor 14 Jahren:

Mars Express trifft bei Mars ein

Mars Express (abgekürzt MEX) ist eine Mars-Sonde der ESA. Sie erreichte den Planeten am 25. Dezember 2003. Hauptaufgabe der Mission ist die vollständige Kartografierung des Mars, die Erforschung seiner Atmosphäre, seiner Oberfläche sowie des Materials, das sich in bis zu zwei Metern Tiefe befindet. Zusätzlich hatte die Sonde das Landegerät Beagle 2 an Bord.

Quelle: Wikipedia


27.12. 2006

Vor 11 Jahren:

Teleskop COROT startet ins All

COROT (von französisch „COnvection, ROtation et Transits planétaires“, oder englisch „COnvection, ROtation and planetary Transits“ und deutsche „KOnvektion, ROtation und planetary Transite“) ist ein von der französischen Raumfahrtbehörde CNES betriebenes Weltraumteleskop. Es verfolgt Helligkeitsveränderungen einer Vielzahl von Sternen, um daraus Informationen über deren innere physikalische Eigenschaften abzuleiten und sucht Exoplaneten mit der Transitmethode. Raketenstart war am 27. Dezember 2006.

Im April/Mai 2007 hat COROT seinen ersten extrasolaren Planeten entdeckt. Es handelt sich dabei um einen Gasriesen mit dem Namen „CoRoT-1 b“. Er hat die 1,3-fache Masse des Jupiter und liegt rund 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Quelle: Wikipedia


28.12. 1612

Vor 405 Jahren:

Galilei beobachtet erstmals Neptun

Schon lange vor seiner Entdeckung als 8. Planet wurde Neptun zufällig beobachtet und in Aufzeichnungen und Sternkarten festgehalten. Das konnte man im Nachhinein bei der Analyse alter Sternkarten rekonstruieren. Den Beobachtern war nicht klar, dass es sich um einen Planeten handelt. Galilei zum Beispiel sah Neptun bereits im Jahr 1612, als er Jupiter beobachtete, und machte sich darüber Notizen. Er hielt ihn aber für einen Hintergrundstern oder einen Mond des Jupiter.

Quelle: Wikipedia


30.12. 1995

Vor 22 Jahren:

Start des Röntgensatelliten RXTE

Der Röntgensatellit RXTE (Rossi X-Ray Timing Explorer), nach dem italienischen Astrophysiker Bruno Rossi benannt, wurde am 30. Dezember 1995 auf eine 580 Kilometer hohe, fast kreisförmige Umlaufbahn mit 23° Inklination zum Äquator gebracht.

Der Satellit diente zur Beobachtung von schnellveränderlichen, hochenergetischen Röntgenquellen wie Schwarzen Löchern, Neutronensternen, Röntgen-Pulsaren und sonstigen Röntgenausbrüchen. Nach 16-jähriger Nutzung wurde er am 5. Januar 2012 von der NASA deaktiviert.

Quelle: Wikipedia


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