Was geschah diesen Monat?

Ereignisse aus Astronomie und Raumfahrt im Monat Februar

1.2. 1958

Vor 59 Jahren:

Start von Explorer 1

Explorer 1 startete am 1. Februar 1958 und war der erste künstliche Erdsatellit der USA (1958) und weltweit der dritte nach den beiden Satelliten Sputnik 1 und 2 der Sowjetunion.

Explorer 1 war deutlich kleiner und leichter als der sowjetische Sputnik, lieferte jedoch zahlreiche Messdaten über die Ionosphäre, die auf einen Strahlungsgürtel (später Van-Allen-Gürtel benannt) rings um die Erde schließen ließen.

Mit späteren Explorer-Starts wurde der Strahlungsgürtel – und ein außerhalb liegender zweiter – genauer erforscht und erwies sich als gefährlich für die bemannte Raumfahrt, deren Vorplanungen schon länger liefen.

Im Laufe der Zeit sank die Bahn langsam wegen der Bremswirkung der obersten Luftschichten (Exosphäre) – im Durchschnitt um 30 km pro Jahr. Daraus konnte – wie auch aus den ersten sowjetischen Satelliten – schon 1958/59 das Modell der hohen Erdatmosphäre verbessert werden. Die bis dato angenommene Luftdichte war um ein mehrfaches zu gering angesetzt worden. Nach 12 Jahren im All verglühte Explorer am 31. März 1970 in etwa 100 km Höhe.

Quelle: Wikipedia


1.2. 2003

Vor 14 Jahren:

Spaceshuttle Columbia verunglückt

Am 1. Februar wird das Spaceshuttle Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört. Alle sieben Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Das Shuttleprogramm wird daraufhin für mehr als zwei Jahre ausgesetzt.


2.2. 1106

Vor 911 Jahren:

Enrdeckung des Kometen X/1106 C1 am Taghimmel

X/1106 C1 ist in zahlreichen mittelalterlichen Quellen von Europa über den Nahen Osten bis nach Ostasien belegt. Entdeckt wurde er vermutlich am 02.02.1106 im heutigen Belgien von Sigebertus Gemblacensis am Taghimmel unmittelbar neben der Sonne.

In den folgenden Tagen wanderte er in die Abenddämmerung, wo er mit einem hellen Schweif von geradezu unglaublichen Dimensionen in Erscheinung trat, dessen Länge nach mehreren Quellen 90 bis 100 Grad erreichte. Offenbar war der Himmelszauber aber rasch vorbei, spätestens Mitte März war der Komet nicht mehr sichtbar.

Quelle: kometen.info


3.2. 1851

Vor 166 Jahren:

Foucaultsches Pendel in Pariser Sternwarte

Am 3. Februar 1851 führte Foucault den Versuch in der Pariser Sternwarte mit einem 12 Meter langen Pendel und am 26. März 1851 im Panthéon mit einem 67 Meter langen Pendel mit einem 28 Kilogramm schweren und 60 Zentimeter Durchmesser umfassenden Pendelkörper der Öffentlichkeit vor. Am unteren Ende des Pendelkörpers befand sich eine Spitze, die mit jeder Schwingung eine Spur in einem Sandbett am Kirchenboden markierte.

Hiermit wurde ein laientauglicher Nachweis der Erdrotation vorgelegt. Seit diesem Zeitpunkt wird dieser Versuch foucaultscher Pendelversuch genannt, obwohl vergleichbare Versuche bereits 1661 vom italienischen Physiker Vincenzo Viviani durchgeführt worden waren.

Foucaultsche Pendel hängen noch heute in verschiedenen naturwissenschaftlichen Museen, unter anderem im großen Hauptturm des Deutschen Museums in München, in der Eingangshalle des Odysseums in Köln und im Museo de las Ciencias Príncipe Felipe – Teil der Ciudad de las Artes y de las Ciencias in Valencia. Die Eisenkugel des Original-Pendels wurde bis 1946 im Conservatoire National des Arts et Métiers aufbewahrt und dann dem Panthéon zurückgegeben.

Am Äquator dreht sich die Schwingungsebene des Pendels überhaupt nicht. Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto stärker ist die Drehung, an den geographischen Polen beträgt sie genau 360 Grad pro Sterntag.

Quelle: Wikipedia


3.2. 1966

Vor 51 Jahren:

Erste weiche Landung auf Himmelskörper

Luna 9 (UdSSR) startet am 31. Januar und landet als erste Sonde am 3. Februar auf der Mondoberfläche, ohne dabei zerstört zu werden. Erste Panorama-Aufnahmen werden zur Erde gefunkt.

Quelle: Wikipedia


5.2. 1971

Vor 46 Jahren:

3. Mondlandung (Apollo 14)

Apollo 14 war ein bemannter Mondflug im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Programms.

Als Ziel war das Fra-Mauro-Hochland anvisiert, das eigentlich von Apollo 13 hätte besucht werden sollen. Teilnehmer des Mondfluges waren Stuart Roosa, Alan Shepard und Edgar Mitchell.

Es wartete ein sehr umfangreiches wissenschaftliches Programm auf die Astronauten. Neben einem erweiterten ALSEP (Apollo Lunar Surface Experiments Package) hatte die Mannschaft eine ganze Reihe kleinerer Messgeräte im Gepäck.

Quelle: Wikipedia


5.2. 1974

Vor 43 Jahren:

Erstes Swing-By-Manöver

Mariner 10, die letzte der Mariner-Serie, war wieder eine Vorbeiflugsonde – allerdings mit sehr komplexen Bahnmanövern. Sie sollte erstmals den sonnen­nächsten Planeten Merkur besuchen. Als erste Raumsonde überhaupt nutzte sie einen Planeten, in diesem Fall die Venus, für ein Swing-by-Manöver.

Nach dem Start am 3. November 1973 passierte die Sonde am 5. Februar 1974 die Venus, von der sie 4165 Bilder übertrug. Merkur wurde erstmals am 29. März 1974 in einer Entfernung von 705 km passiert, wobei 2450 Bilder übermittelt wurden. Damit war erstmals eine Raumsonde bei diesem Planeten angekommen.

Merkur lenkte die Sonde in eine 176-tägige Umlaufbahn um die Sonne um. Da Merkur selbst die Sonne in 88 Tagen umrundet, trafen sich Sonde und Merkur nach 176 Tagen wieder am gleichen Punkt der Merkur­umlaufbahn.

Die nächste Begegnung am 21. September 1974 fand in einer größeren Distanz von etwa 50.000 km statt. Die letzte Begegnung am 16. März 1975 führte dagegen bis auf 375 km an den Merkur heran, um das Magnetfeld besser studieren zu können. Am 24. März 1975 waren die Vorräte an Treibstoff erschöpft und die Sonde wurde abgeschaltet.

Quelle: Wikipedia


9.2. 1971

Vor 46 Jahren:

Rückkehr von Apollo 14

Apollo 14 war ein bemannter Mondflug im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Programms. Als Ziel war das Fra-Mauro-Hochland anvisiert, das eigentlich von Apollo 13 hätte besucht werden sollen. Teilnehmer des Mondfluges waren Stuart Roosa, Alan Shepard und Edgar Mitchell.

Der Rückflug ging ohne Probleme vonstatten. Am 9. Februar 1971 um 16:05 Uhr wasserte Apollo 14 nur 7 km von der USS New Orleans entfernt im Pazifik. Die Landekapsel verfehlte den anvisierten Zielpunkt nur um 1,1 km und hatte damit die genaueste Landung aller Apollo-Missionen.

Wie die Besatzungen von Apollo 11 und Apollo 12 mussten auch Shepard, Roosa und Mitchell nach der Landung Schutzanzüge anlegen und sich 16 Tage lang in Quarantäne begeben. Wie bei den zwei vorigen Besatzungen wurden keinerlei Anzeichen von „Mondviren“ entdeckt, so dass bei späteren Flügen auf diese Vorsichtsmaßnahme verzichtet wurde. Die Besatzung von Apollo 14 kam daher als einzige in den zweifelhaften Genuss zweier Quarantäneperioden.

Die Kommandokapsel von Apollo 14 befindet sich heute im Saturn V Center am Kennedy Space Center in Florida. Zuvor war sie Bestandteil der Astronaut Hall of Fame in Titusville, Florida.

Quelle: Wikipedia


10.2. 2009

Vor 8 Jahren:

Zusammenstoß zweier Satelliten in der Umlaufbahn

Erstmals kommt es zu einem Zusammenstoß zweier künstlicher Erdtrabanten auf ihrer Umlaufbahn. Über der Taimyrhalbinsel im Norden Sibiriens kollidieren der Strela-Satellit Kosmos 2251 und der Iridium-Satellit 33 in rund 790 Kilometer Höhe.

Durch die Kollision mit der enormen Relativgeschwindigkeit von 11,6 km/s entstanden über 100.000 Bruchstücke, die groß genug sind, um über Jahrzehnte im Orbit zu bleiben und im Falle eines Treffers schweren Schaden anzurichten. Mehrfach schon flog die Internationale Raumstation (ISS) Ausweichmanöver, wenn eines dieser Teile auf die Bahnhöhe der Station abgesunken war und ein Impakt nicht sicher ausgeschlossen werden konnte.

Quelle: Wikipedia


11.2. 2014

Vor 3 Jahren:

Bislang ältesten Stern entdeckt

Astronomen haben in einer Entfernung von nur rund 6.000 Lichtjahren einen Stern aufgespürt, der älter ist als jede andere Sonne, die man im Universum bislang untersucht hat.

Der Stern wurde im Rahmen eines fünfjährigen Projekts entdeckt, bei dem mit dem SkyMapper-Teleskop am Siding Spring Observatory in Australien gezielt nach extrem alten Sternen gesucht wird.

Der jetzt entdeckte Stern mit der etwas unhandlichen Bezeichnung SMSS J031300.36- 670839.3 dürfte nur rund 200 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden und damit stolze 13,6 Milliarden Jahre alt sein. Der Stern dürfte aus einer Gaswolke entstanden sein, die durch die Explosion eines einzigen Vorgängersterns verschmutzt wurde.

Quelle: astronews.com


11.2. 2016

Vor 1 Jahr:

Bekanntgabe der Entdeckung von Gravitationswellen

Mithilfe des Gravitationswellendetektors LIGO in den USA ist es erstmals gelungen, Kräuselungen der Raumzeit, sogenannte Gravitationswellen, zu beobachten, die - ausgelöst durch die Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung - die Erde erreichten. Diese Beobachtung bestätigt eine wichtige Vorhersage der von Albert Einstein im Jahr 1915 formulierten Allgemeinen Relativitätstheorie. Sie öffnet gleichzeitig ein vollkommen neues Fenster zum Kosmos.

Die LIGO Scientific Collaboration (LSC) besteht aus mehr als 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Universitäten in den USA und in 14 weiteren Ländern. Mehr als 90 Universitäten und Forschungseinrichtungen in der LSC entwickeln Detektor-Technologien und analysieren die Daten; rund 250 Studierende tragen als wichtige Mitglieder zur Kollaboration bei. Das Detektornetzwerk der LSC umfasst die LIGO-Interferometer in den USA und den GEO600-Detektor in Deutschland.

Bekannt gegeben wurde die Entdeckung bzw. Bestätigung der Existenz von Gravitationswellen am 11. Februar 2016.

Quelle: astronews.com


12.2. 2001

Vor 16 Jahren:

Erste Landung auf einem Asteroiden (NEAR)

NEAR Shoemaker war eine US-amerikanische Raumsonde, die 1996 zur Erforschung des Asteroiden Eros gestartet wurde. NEAR ist die Abkürzung für Near Earth Asteroid Rendezvous (deutsch Rendezvous mit erdnahem Asteroiden); den Zusatznamen „Shoemaker“ erhielt die Sonde im Jahr 2000 nach dem Tod des führenden Geo- und Planetologen Eugene Shoemaker.

NEAR verließ die Erde am 17. Februar 1996 auf einer Delta-II-Rakete. Bereits im März 1996 konnte die Sonde einige Bilder des Kometen Hyakutake aus großer Entfernung übersenden. Ein Vorbeiflug am Asteroiden Mathilde fand am 27. Oktober 1997 statt. Der Abstand betrug 1.200 km. Die Sonde übermittelte einige Bilder. Der Einschuss in einen Orbit um den Asteroiden Eros misslang zunächst zum Jahreswechsel 1998/1999.

Ein Jahr später als geplant, am 14. Februar 2000, erreichte NEAR den gewünschten Orbit um Eros. Die Sonde war damit der erste Asteroiden-Orbiter in der Geschichte der Raumfahrt. Im Laufe der folgenden Monate wurde der Asteroid eingehend erforscht. Die Umlaufbahn wurde von 350 km auf bis zu 50 km abgesenkt. Nach einem Jahr im Orbit um Eros landete die Sonde am 12. Februar 2001 erfolgreich auf der Oberfläche des Asteroiden. Auch dies war ein Novum in der Raumfahrt, da sie gar nicht für eine Landung ausgelegt war. Noch bis zum 28. Februar 2001 übermittelte die Sonde Daten von der Oberfläche des Asteroiden, danach brach der Kontakt ab, da die Solarpanele nicht mehr in Richtung Sonne zeigten.

Quelle: Wikipedia


12.2. 2015

Vor 2 Jahren:

Start des Satelliten DSCOVR zur Sonnenbeobachtung

DSCOVR startete am 12. Februar 2015 mit einer Falcon-9-Trägerrakete von Cape Canaveral in Florida. Der Satellit wird vom Lagrange-Punkt L1 aus die Sonne beobachten.

L1 ist von der Erde aus gesehen 1,5 Millionen Kilometer in Richtung Sonne entfernt. Hier können Satelliten mit geringem energetischem Aufwand für die Positionierung gemeinsam mit der Erde die Sonne umrunden. Von seinem Einsatzort kann DSCOVR unser Tagesgestirn und unsere Erde ständig im Blick behalten.

DSCOVR kann mit seinem Plasma-Magnetometer Stärke und Richtung des Sonnenwinds mit sehr hoher zeitlicher Auflösung erfassen. So ist es möglich, vor geomagnetischen Stürmen zu warnen, die auf der Erde schwere Probleme bei Satelliten, Starkstromnetzen und Kommunikationssystemen auslösen können.

spektrum.de


13.2. 2012

Vor 5 Jahren:

Erststart der europäischen Trägerrakete Vega

Vega ist eine europäische vierstufige Trägerrakete für kleine Satelliten, die im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) seit 1998 entwickelt wurde und ihren Erstflug am 13. Februar 2012 erfolgreich absolviert hat. Sie ist die kleinste europäische Trägerrakete und soll bis zu 2,5 Tonnen in eine erdnahe Umlaufbahn bringen.

Durch ihre einfache Bauweise als Feststoffrakete erhofft man sich eine erhöhte Zuverlässigkeit und eine drastische Reduzierung der Startkosten auf unter 20 Millionen Euro. An Vega sind insgesamt sieben Nationen beteiligt.

Quelle: Wikipedia


14.2. 2000

Vor 17 Jahren:

Erster Orbiter um einen Asteroiden (NEAR)

NEAR Shoemaker war eine US-amerikanische Raumsonde, die 1996 zur Erforschung des Asteroiden Eros gestartet wurde. NEAR ist die Abkürzung für Near Earth Asteroid Rendezvous (deutsch Rendezvous mit erdnahem Asteroiden); den Zusatznamen „Shoemaker“ erhielt die Sonde im Jahr 2000 nach dem Tod des führenden Geo- und Planetologen Eugene Shoemaker.

NEAR verließ die Erde am 17. Februar 1996 auf einer Delta-II-Rakete. Bereits im März 1996 konnte die Sonde einige Bilder des Kometen Hyakutake aus großer Entfernung übersenden. Ein Vorbeiflug am Asteroiden Mathilde fand am 27. Oktober 1997 statt. Der Abstand betrug 1.200 km. Die Sonde übermittelte einige Bilder. Der Einschuss in einen Orbit um den Asteroiden Eros misslang zunächst zum Jahreswechsel 1998/1999.

Ein Jahr später als geplant, am 14. Februar 2000, erreichte NEAR den gewünschten Orbit um Eros. Die Sonde war damit der erste Asteroiden-Orbiter in der Geschichte der Raumfahrt. Im Laufe der folgenden Monate wurde der Asteroid eingehend erforscht. Die Umlaufbahn wurde von 350 km auf bis zu 50 km abgesenkt. Nach einem Jahr im Orbit um Eros landete die Sonde am 12. Februar 2001 erfolgreich auf der Oberfläche des Asteroiden. Auch dies war ein Novum in der Raumfahrt, da sie gar nicht für eine Landung ausgelegt war. Noch bis zum 28. Februar 2001 übermittelte die Sonde Daten von der Oberfläche des Asteroiden, danach brach der Kontakt ab, da die Solarpanele nicht mehr in Richtung Sonne zeigten.

Quelle: Wikipedia


15.2. 2013

Vor 4 Jahren:

Meteoriten über Tscheljabinsk

Am Freitagmorgen (15.02.2013) explodierte über Westsibirien und dem Ural nahe der Stadt Tscheljabinsk ein Meteor. Die ungeheure Druckwelle - die Wucht der Explosion entsprach in etwa der 20-fachen Sprengkraft der Atombombe, die im Zweiten Weltkrieg Hiroshima zerstörte - hatte Fenster in rund 4000 Gebäuden beschädigt. Insgesamt wurden rund 1200 Menschen verletzt, die meisten von ihnen durch umherfliegende Glassplitter.

tagesschau.de

Ein weltweites Netz an Sensoren hat den Meteoriten nach Eintritt in die Erdatmosphäre und seine Explosion erfasst; ihre Daten dienen nun dazu, unter anderem seine Dimension, Flugbahn und Flugdauer zu ermitteln.

Fünf Infraschall-Messstationen rund um den Globus lieferten laut NASA dazu wichtige Erkenntnisse. So erfasste zuerst eine Station in Alaska den Boliden, der in einer sehr flachen Flugbahn mit circa 50 000 Kilometer pro Stunde in die Erdatmosphäre eintrat und danach noch 32,5 Sekunden flog, bevor er zerplatzte. Sein geschätzter Durchmesser wurde von Peter Brown von der University of Western Ontarion und NASA-Forschern um Paul Chodas vom Near-Earth Object Program Office in Pasadena mittlerweile auch von anfänglich 15 auf nun 17 Meter hochgesetzt, seine geschätzte Masse von 7000 auf 10 000 Tonnen.

Die Explosion des Meteoriten, bei der eine Energie im Umfang von rund 500 000 Tonnen TNT-Äquivalent freigesetzt wurde, löste zudem eine zerstörerische Druckwelle aus. Er brach in einer Höhe von 15 bis 20 Kilometer auseinander. "Ein Ereignis dieser Größe tritt statistisch nur alle 100 Jahre auf", so Chodas. Der Bolide gilt deshalb als wohl größter seit dem Tunguska-Ereignis 1908, als in Ostsibirien auf einer 2000 Quadratkilometer großen Fläche alle Bäume umgeknickt und noch in 65 Kilometer Entfernung Glasscheiben in der Siedlung Wanawara zerstört wurden. Am Freitag haben seismische Stationen auch in rund 2200 Kilometer Distanz zu Tscheljabinsk noch die Erschütterungswellen aufgezeichnet.

Der Meteorit, dessen Durchmesser etwa ein Drittel des Asteroiden 2012 DA 14 betrug, der wenige Stunden später die Erde in großer Nähe passierte, leuchtete beim Eintritt in die Atmosphäre heller als die Sonne und machte so zahlreiche Beobachter auf sich aufmerksam. Mit 2012 DA 14 hatte der Meteorit allerdings definitiv nichts zu tun, wie zum Beispiel der ESA-Luft- und Raumfahrtingenieur in seinem SciLogs-Blog zeigt: Allein schon die Bahndaten beider Geschosse belegten, dass sie unmöglich miteinander zusammenhängen konnten. Ein Objekt, das von 2012 DA 14 stammte, hätte viel weiter südlich in den Tropen in die Erdatmosphäre eintreten müssen, so Khan. 1012 DA 14 hat mittlerweile die Erde folgenlos passiert und seinen Weg durchs All störungsfrei fortgesetzt.

Im Gegensatz zu diesem größeren Asteroiden treffen uns kosmische Gesteinsbrocken mit den gestrigen Ausmaßen bislang noch ohne Vorwarnung: "Mit den heutigen technischen Möglichkeiten haben wir überhaupt keine Chance so etwas vorherzusagen", sagt Detlef Koschny von der Near-Earth-Object-Activity-Gruppe der ESA.

Quelle: Spektrum der Wissenschaft


15.2. 2014

Vor 3 Jahren:

Nahe Erdpassage eines Asteroiden

Der etwa 45 Meter durchmessende Asteroid 2012 DA14 passierte die Erde mit einer Geschwindigkeit von rund acht Kilometern pro Sekunde in einem Abstand von unter 28.000 Kilometern. Den Astronomen bot sich so eine einmalige Gelegenheit, diesen erdnahen Asteroiden näher zu untersuchen.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse könnten auch einmal helfen, eine Abwehrstrategie zu entwickeln, falls sich in Zukunft einmal ein Asteroid auf einem Kollisionskurs mit der Erde befinden sollte.

Quelle: astronews.com


15.2. 2015

Vor 2 Jahren:

Letztes ATV verglüht

Am 15. Februar 2015 verglühte das 5. und letzte Automatic Transfer Vehicle (ATV) der europäischen Weltraumorganisation ESA planmäßig in der Erdatmosphäre. Das ATV-5 "Georges Lemaître" war am 30.07.2014 mit Vorräten und Experimenten zur ISS gestartet und dockte dort 12 Tage später an. Entladen wurde es unter anderem vom deutschen Astronuaten Alexander Gerst.

Mit dem Verglühen des Raumfrachters gehört das letzte ATV der Vergangenheit an - doch seine Technologie lebt weiter: Sie wird im europäischen Servicemodul ESM der US-amerikanischen Raumkapsel Orion verwendet.

Quelle: astronews.com


16.2. 1948

Vor 69 Jahren:

Kuiper entdeckt Uranusmond Miranda

Miranda ist der vierzehnte der 27 bekannten sowie der kleinste und innerste der fünf großen Monde des Planeten Uranus. Er zeichnet sich durch eine besonders komplexe Oberfläche aus.

Miranda wurde am 16. Februar 1948 als fünfter Uranusmond von dem niederländisch-amerikanischen Astronomen Gerard Peter Kuiper am McDonald-Observatorium in Texas entdeckt, 161 Jahre nach der Entdeckung von Titania und Oberon.

Miranda umkreist Uranus auf einer prograden, fast perfekt kreisförmigen Umlaufbahn in einem mittleren Abstand von rund 129.872 km von dessen Zentrum. Der Mond umläuft Uranus in 1 Tag, 9 Stunden, 55 Minuten und 25 Sekunden. Ihre Oberfläche weist extreme Verwerfungen, bruchstückhafte Muster und ein Netz von Canyons auf, die mit Verona Rupes bis zu 20 km tief sind. Kein anderer bekannter Himmelskörper weist derartige Strukturen auf, weshalb Miranda der geologisch interessanteste der Uranusmonde ist.

Quelle: Wikipedia


16.2. 2016

Vor 1 Jahr:

Start des Erdbeobachtungs-Satelliten Sentinel-3A

Sentinel-3A, der Hightech-Ozeanwächter im All, wird aus seinem Orbit in 815 Kilometern Höhe die Meere beobachten und so Ozeanvorhersagen sowie Umwelt- und Klimaüberwachung unterstützen. Denn neben der Meeresbeobachtung hat Sentinel-3A die Aufgabe, die globalen Landoberflächen in zeitlich hoher Frequenz zu beobachten. So können die Vegetation überwacht, Waldbrände und andere Feuer aufgespürt und Frühwarnsysteme wie etwa gegen illegale Tropenwaldabholzung betrieben werden.

Quelle: astronews.com


17.2. 1600

Vor 417 Jahren:

Giordano Bruno auf Scheiterhaufen verbrannt

Bruno postulierte die Unendlichkeit des Weltraums und die ewige Dauer des Universums. Damit stellte er sich der damals herrschenden Meinung einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen.

Viel schwerer wog damals, dass seine pantheistischen Thesen von einer unendlichen materiellen Welt keinen Raum für ein Jenseits ließen, da zeitliche Anfangslosigkeit des Universums eine Schöpfung und dessen ewiger Bestand ein Jüngstes Gericht ausschlossen.

Von fast achtjähriger Kerkerhaft körperlich gebrochen, wurde der 52-jährige Giordano Bruno am 17. Februar 1600 auf dem Campo de’ Fiori auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Vor der Hinrichtung wurde Giordano Bruno angeblich die Zunge festgebunden, damit er nicht zum anwesenden Volk sprechen konnte.

Quelle: Wikipedia


17.2. 1996

Vor 21 Jahren:

Raumsonde NEAR startet zum Asteroiden Eros

NEAR Shoemaker war eine US-amerikanische Raumsonde, die 1996 zur Erforschung des Asteroiden Eros gestartet wurde. NEAR ist die Abkürzung für Near Earth Asteroid Rendezvous (deutsch Rendezvous mit erdnahem Asteroiden); den Zusatznamen „Shoemaker“ erhielt die Sonde im Jahr 2000 nach dem Tod des führenden Geo- und Planetologen Eugene Shoemaker.

NEAR verließ die Erde am 17. Februar 1996 auf einer Delta-II-Rakete. Bereits im März 1996 konnte die Sonde einige Bilder des Kometen Hyakutake aus großer Entfernung übersenden. Ein Vorbeiflug am Asteroiden (253) Mathilde fand am 27. Oktober 1997 statt. Der Abstand betrug 1.200 km. Die Sonde übermittelte einige Bilder. Der Einschuss in einen Orbit um den Asteroiden Eros misslang zunächst zum Jahreswechsel 1998/1999.

Ein Jahr später als geplant, am 14. Februar 2000, erreichte NEAR den gewünschten Orbit um Eros. Die Sonde war damit der erste Asteroiden-Orbiter in der Geschichte der Raumfahrt. Im Laufe der folgenden Monate wurde der Asteroid eingehend erforscht. Die Umlaufbahn wurde von 350 km auf bis zu 50 km abgesenkt. Nach einem Jahr im Orbit um Eros landete die Sonde am 12. Februar 2001 erfolgreich auf der Oberfläche des Asteroiden. Auch dies war ein Novum in der Raumfahrt, da sie gar nicht für eine Landung ausgelegt war. Noch bis zum 28. Februar 2001 übermittelte die Sonde Daten von der Oberfläche des Asteroiden, danach brach der Kontakt ab, da die Solarpanele nicht mehr in Richtung Sonne zeigten.

Quelle: Wikipedia


18.2. 1930

Vor 87 Jahren:

Entdeckung von Pluto

Pluto wurde am 18. Februar 1930 durch das Lowell-Observatorium in Flagstaff, Arizona durch Vergleiche einiger Himmelsaufnahmen am Blinkkomparator nach rund 25-jähriger Suche entdeckt, allerdings nicht an genau der vorausgesagten Position. Der junge Entdecker Clyde Tombaugh war erst kurz zuvor für die fotografische Suche nach dem legendären Transneptun angestellt worden.

Der Marsforscher Percival Lowell hatte seit 1905 selbst nach einem solchen Himmelskörper gesucht und das Lowell-Observatorium auf einem Berg bei Flagstaff finanziert. Wie sich später herausstellte, war auf zwei der fotografischen Platten, die Lowell 1915 angefertigt hatte, Pluto bereits zu erkennen. Da Lowell aber nach einem viel helleren Objekt Ausschau hielt, war ihm diese Entdeckung entgangen.

Quelle: Wikipedia


19.2. 1986

Vor 31 Jahren:

Raumstation MIR in Umlaufbahn gebracht

Am 19. Februar startet die russische Raumstation Mir ("Frieden"). Sie ist die erste auf einen dauerhaften und wissenschaftlichen Betrieb ausgelegte Raumstation.


19.2. 1994

Vor 23 Jahren:

Clementine erreicht polare Mond-Umlaufbahn

Clementine war eine US-amerikanische Raumsonde, die 1994 den Erdmond erkundete. Die Sonde startete am 25. Januar 1994 mit einer Titan 23G.

Clementine war die erste Raumsonde, die von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien gestartet wurde. Sie erreichte am 19. Februar eine polare Umlaufbahn um den Mond. Die Sonde kartierte bis Mai etwa 95 % der Mondoberfläche (insgesamt rd. 1,6 Millionen Einzelbilder).

Aufgrund einer Computerpanne kam es am 7. Mai unmittelbar vor dem Aufbruch zum Asteroiden Geographos zu einer fehlerhaften Triebwerkszündung, die die Sonde in eine Eigenrotation von 80 Umdrehungen pro Minute versetzte und alle Treibstoffreserven verbrauchte. Danach wurde die Sonde in eine Bahn um die Erde geführt, um einige Instrumente im Flug durch den Van-Allen-Gürtel zu untersuchen. Im Juni 1994 versagte die Sonde ihren Dienst.

Quelle: Wikipedia


20.2. 1962

Vor 55 Jahren:

Erster Amerikaner im Weltall

John Herschel Glenn startet von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida aus zur Mission Mercury-Atlas 6, um als erster US-Amerikaner die Erde im All zu umkreisen. Der Flug dauerte insgesamt knapp 5 Stunden.

Mit diesem vollwertigen bemannten Raumflug hatten die USA zur Sowjetunion aufgeschlossen, die jedoch nach Anzahl und Dauer der Raumflüge führten. Glenn wurde als Held gefeiert.

Quelle: Wikipedia


20.2. 1965

Vor 52 Jahren:

Ranger 8 schlägt auf dem Mond auf

Die US-amerikanische Raumsonde Ranger 8 der NASA schlägt wie geplant im Mare Tranquillitatis auf dem Mond auf und übermittelt vorher noch 7.300 Bilder.

Ranger ist der Name eines US-amerikanischen Raumfahrtprogramms und von neun Raumsonden, die zwischen 1961 und 1965 zum Mond flogen und von dort vor dem Aufschlag Bilder übermittelten. Es wurde von der NASA durchgeführt und stand unter der Leitung des JPL.

Quelle: Wikipedia


20.2. 1993

Vor 24 Jahren:

Jüngster je beobachteter Stern entdeckt

Das Magazin New Scientist berichtet über das Entdecken des jüngsten je beobachteten Sterns. Der Protostern VLA 1623 ist etwa 10.000 Jahre alt.

Ein Protostern ist ein Bereich innerhalb einer kollabierenden interstellaren Wolke, der bereits ein annäherndes hydrostatisches Gleichgewicht erreicht hat und der durch einen aufgrund von Gravitationskraft erzeugten stetigen Massezuwachs aus der ihn umgebenden Wolke schließlich zu einem Stern wird. Während seines langsamen Kollapses setzt er Gravitationsenergie in Wärme um, die in Form von Infrarotstrahlung abgestrahlt wird.

Protosterne befinden sich im Hertzsprung-Russell-Diagramm rechts von der Hayashi-Linie: Sie stellen also keinen stabilen Zustand dar. Sie kontrahieren solange, bis die Temperatur im Inneren 3 Mio Kelvin übersteigt, wodurch das Wasserstoffbrennen anspringt und der Strahlungsdruck den Stern stabilisiert. Der Stern ist nun geboren und wandert auf die Hauptreihe.

Quelle: Wikipedia


22.2. 1906

Vor 111 Jahren:

Entdeckung des ersten Trojaners

1906 entdeckte Max Wolf in Heidelberg einen neuen Kleinplaneten, der sich auf der Ekliptik aufhielt, 55° östlich von Jupiter. Relativ zum Planeten bewegte sich der Körper kaum, sondern hielt immer den gleichen Abstand. Damit handelte es sich nicht um einen klassischen Kleinplaneten, sondern um den ersten entdeckten Trojaner. Diese halten sich an den beiden stabilen Orten auf der Umlaufbahn eines Planeten auf.

Der erste Trojaner erhielt den Namen Achilles. Er hat einen Durchmesser von 135km und eine Helligkeit von 8,7mag. Damit ist er mit bloßem Auge nicht sichtbar, aber schon mit kleinen Teleskopen beobachtbar. Heute sind mehr als 6000 Jupiter-Trojaner bekannt.

In der Ebene, in der sich zwei Körper umkreisen, z.B. ein Stern und ein Planet, gibt es Orte auf der Umlaufbahn des Planeten, an denen sich die gemeinsame Gravitationskraft der beiden Körper genau aufhebt. Zwei dieser Punkte befinden sich 60 Grad vor und nach dem Planeten auf dessen Bahn. Sie werden nach ihrem Entdecker Lagrange-Punkt 4 und 5 genannt, abgekürzt L4 und L5. Diese Lagrange-Punktte sind gravitative Senken, das heißt sie wirken wie Fallen auf kleinere Körper, die in diesen Bereich geraten.

Quelle: Sterne und Weltraum, 01/2017


22.2. 2016

Vor 1 Jahr:

Würzburg hat wieder eine Uni-Sternwarte

Nachdem die Universität Würzburg ihre alte Sternwarte im Stadtteil Keesburg in den 1990er Jahren aufgegeben hatte, übernahm nun eine Schulsternwarte im nahegelegenen Hettstadt diese Funktion: Die dortige Einrichtung wurde offiziell zur Universitätssternwarte und wird um ein Radioteleskop erweitert. Schon länger führt man dort auch wissenschaftliche Beobachtungen durch.

Gebaut wurde die Sternwarte 2008/2009 mit Unterstützung der Gemeinde Hettstadt durch den Verein Naturwissenschaftliches Labor für Schüler am FKG e.V., der am Friedrich-Koenig-Gymnasium (FKG) in Würzburg verwurzelt ist. Ziel des Experimental- und Forschungslabors ist es, naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schüler zu fördern. Sie können an der Hans-Haffner-Sternwarte selbstständig beobachten und astronomische Messungen durchführen.

Quelle: astronews.com


24.2. 1969

Vor 48 Jahren:

Mariner 6 startet zum Mars

Mariner 6 startete am 24. Februar 1969. Die Sonde wurde auf eine sehr schnelle Bahn geschickt und passierte den Mars bereits am 31. Juli 1969. Dadurch war die Vorbeiflugdistanz mit 3.430 Kilometern erheblich geringer als bei Mariner 4.

Dies und weitere Verbesserungen von Sendern und Empfängern erlaubten es, ein Bild innerhalb weniger Minuten zu übertragen. Die Sonde machte zunächst aus größerer Entfernung 50 Aufnahmen des Mars, die den ganzen Planeten zeigten, dann beim Vorbeiflug weitere 25 Aufnahmen mit der Weitwinkelkamera, die direkt übertragen wurden.

Quelle: Wikipedia


24.2. 1987

Vor 30 Jahren:

Supernova in Großer Maggelanschen Wolke

In der Großen Magellanschen Wolke wird die Supernova 1987A entdeckt. Sie ist die erste Supernova seit 1604, die mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Die GMW ist etwa 48.000 ± 5.000 Parsec entfernt, was rund 157.000 ± 16.000 Lichtjahren entspricht.

SN 1987A war die erste Supernova, bei der man den Vorgänger identifizieren konnte. Der mit seinem Kernkollaps die Explosion auslösende Stern war Teil eines Systems von drei Sonnen. Der Stern besaß etwa 17 Sonnenmassen und beendete sein Leben als so genannter blauer Überriese. Sein Alter zum Zeitpunkt der Explosion wird auf »nur« etwa 20 Millionen Jahre geschätzt. Während dieser kurzen Lebensspanne verfeuerte er seinen Energievorrat im Vergleich zu unserer Sonne, die bereits etwa 5 Milliarden Jahre alt ist, also um ein Vielfaches schneller.

Quelle: Wikipedia


24.2. 2011

Vor 6 Jahren:

Letzter Start des Spaceshuttles Discovery

Die Raumfähre Discovery (englisch für Entdeckung) hatte ihren Jungfernflug im August/September 1984 (STS-41-D). Mit der Landung am 9. März 2011 beendete die Raumfähre ihre letzte Mission STS-133.

Am 24. Februar 2011 um 22:53 Uhr startete das Shuttle nach 28 Dienstjahren mit STS-133 zum letzten Mal. Am 26. Februar 2011, 20:14 Uhr, dockte sie an der ISS an und landete am 9. März 2011 um 17:57 Uhr zum letzten Mal auf der Landebahn des Kennedy Space Center in Florida. Die Discovery ist mit ca. 230 Millionen Kilometern die am weitesten gereiste Raumfähre der NASA-Shuttleflotte.

Seit dem 19. April 2012 steht die Discovery als Museumsstück im James S. McDonnell Space Hangar im Steven F. Udvar-Hazy Center des Smithsonian-Instituts in der Nähe vom Washington Dulles International Airport.

Quelle: Wikipedia


25.2. 2013

Vor 4 Jahren:

TUGSAT-1 und UniBRITE starten ins All

Der Start der beiden Nanosatelliten macht Österreich erstmals zur Weltraumnation.

20 Zentimeter groß und acht Kilogramm schwer sind die beiden Hightech-Geräte. 25 Minuten nach dem Start erreichten die beiden Satelliten namens "UniBRITE" und "BRITE-Austria" ihre vorhergesehene Position in 800 Kilometer Höhe. Die Bodenstation an der TU Graz hält Kontakt

Das Messgerät ist im Prinzip eine weltraumtaugliche Digitalkamera mit elf Millionen Pixel, wie "Instrument Scientist" Kuschnig erklärt. Sie misst ein Mal pro Minute die Lichtsignale heller Sterne - und das sechs Monate lang.

Daraus entstehen sogenannte Lichtkurven, die Astronomen etwas über das Innere der Sternen erzählen. Die Lichtschwankungen zeigen an, wie aktiv die Sterne sind. Sie geben Aufschluss über deren Alter, Masse, Temperatur und chemische Zusammensetzung. Rund 24 Grad beträgt der Blickwinkel der Nanosatelliten. "Das genügt, um große Sternbilder wie etwa den großen Wagen oder den Orion zu beobachten", sagt Kuschnig im Gespräch mit science.ORF.at.

In Zahlen: Je zehn bis 15 helle Sterne werden die beiden Satelliten gleichzeitig im Auge behalten können, dazu kommen noch etwa 100 etwas lichtschwächere Sonnen. "UniBRITE", gefertigt an der Uni Wien, wird das im roten Farbspektrum tun. Zwillingssatellit "BRITE-Austria", ein Produkt der TU Graz (daher intern auch "TUGSAT-1" genannt), wird sich indes auf Blaulicht konzentrieren.

Was TUGSAT-1 so einmalig macht ist die intensive Mitarbeit des wissenschaftlichen Nachwuchses: Studierende waren und sind nach wie vor in alle Phasen des Projekts vom Bau über den Test bis zum Betrieb des Satelliten unmittelbar eingebunden und spielen auch im Management des komplexen Weltraumprojekts eine unverzichtbare Rolle. „Mit ihrer Neugierde, ihrem Fleiß und ihrem wissenschaftlichen Können leisten die Studierenden unseres Teams einen unschätzbaren Beitrag zum Gelingen des Projekts“, unterstreicht Koudelka.

Ausführliche Informationen: direkt von der Uni Graz

Quelle: ORF


26.2. 1966

Vor 51 Jahren:

1. unbemannter Testflug des Apollo-Raumschiffs

AS-201 (auch SA-201 genannt) war der erste unbemannte Testflug des Apollo-Raumschiffs.

Sowohl für die Rakete als auch für die Nutzlast war es der erste Flug. Als Rakete stand erstmals eine Saturn IB zur Verfügung, die gegenüber der bisher verwendeten Saturn I einen größeren Schub entwickeln konnte und eine neue zweite Stufe hatte. Als Kennzeichen für die Saturn IB wurde eine „2“ in der Hunderterstelle der Missionsbezeichnung verwendet.

Die Nutzlast bestand aus einer frühen Version des Apollo-Raumschiffs mit der Seriennummer 009. Es war geplant, dass das Raumschiff die Erde nicht umkreisen sollte, sondern bereits kurz nach Brennschluss der Saturn das eigene Triebwerk zünden und eine erhöhte Wiedereintrittsgeschwindigkeit herbeiführen sollte, um den Hitzeschild zu testen.

Quelle: Wikipedia


27.2. 1843

Vor 174 Jahren:

Komet C/1843 D1 größte Annäherung an Sonne

C/1843 D1 war der erste der hellen Sungrazer der Kreutz-Gruppe des 19. und 20. Jahrhunderts und eine der großartigsten Kometenerscheinungen der Geschichte. Entdeckt wurde C/1843 D1 von mehreren namentlich nicht bekannten Personen Anfang Februar 1843 im Raum New York. Die ersten vagen Beobachtungsberichte wurden in Tageszeitungen publiziert.

Im Laufe des Monats bewegte der Komet sich bei zunehmender Helligkeit auf die Sonne zu, deren Oberfläche er sich beim Periheldurchgang in nur 0.0055 AE vom Sonnenmittelpunkt am 27.02.1843 bis auf etwa 140000 km annäherte. Am folgenden Tag waren seine Koma und etwa 5 Grad des Schweifes mit einer unglaublichen Brillanz und Schärfe neben dem Tagesgestirn sichtbar.

Quelle: kometen.info


28.2. 2001

Vor 16 Jahren:

Letztes Signal von Raumsonde NEAR

NEAR Shoemaker war eine US-amerikanische Raumsonde, die 1996 zur Erforschung des Asteroiden Eros gestartet wurde. NEAR ist die Abkürzung für Near Earth Asteroid Rendezvous (deutsch Rendezvous mit erdnahem Asteroiden); den Zusatznamen „Shoemaker“ erhielt die Sonde im Jahr 2000 nach dem Tod des führenden Geo- und Planetologen Eugene Shoemaker.

NEAR verließ die Erde am 17. Februar 1996 auf einer Delta-II-Rakete. Bereits im März 1996 konnte die Sonde einige Bilder des Kometen Hyakutake aus großer Entfernung übersenden. Ein Vorbeiflug am Asteroiden Mathilde fand am 27. Oktober 1997 statt. Der Abstand betrug 1.200 km. Die Sonde übermittelte einige Bilder. Der Einschuss in einen Orbit um den Asteroiden Eros misslang zunächst zum Jahreswechsel 1998/1999.

Ein Jahr später als geplant, am 14. Februar 2000, erreichte NEAR den gewünschten Orbit um Eros. Die Sonde war damit der erste Asteroiden-Orbiter in der Geschichte der Raumfahrt. Im Laufe der folgenden Monate wurde der Asteroid eingehend erforscht. Die Umlaufbahn wurde von 350 km auf bis zu 50 km abgesenkt. Nach einem Jahr im Orbit um Eros landete die Sonde am 12. Februar 2001 erfolgreich auf der Oberfläche des Asteroiden. Auch dies war ein Novum in der Raumfahrt, da sie gar nicht für eine Landung ausgelegt war. Noch bis zum 28. Februar 2001 übermittelte die Sonde Daten von der Oberfläche des Asteroiden, danach brach der Kontakt ab, da die Solarpanele nicht mehr in Richtung Sonne zeigten.

Quelle: Wikipedia


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