Jahreszeiten

Frühling

Wenn sich Schnee und Kälte langsam zurückziehen und die Vögel wiederkehren, um uns mit ihrem Gezwitscher zu erfreuen, und wenn sich hier und da bunte Farbkleckse durch das triste Graubraun der Wiesen kämpfen und Frühlingsblumen stolz ihre Köpfe erheben, dann ist der Frühling da. Und mit dem frischen Grün und den vielen Blüten kommen abends auch neue Sternbilder zum Vorschein, andere als die, die uns den Winter hindurch begleitet hatten.

Löwe, Jungfrau und Bootes erscheinen als typische Vertreter des Frühlingssternenhimmels und bilden mit ihren hellen Sternen Regulus, Spica und Arktur das bekannte Frühlingsdreieck.

Frühlingsdreieck

Wie kann ich die Frühlingssternbilder finden?

Du musst gar nicht alle Sternbilder kennen, um dich am Himmel zurechtzufinden. Es genügt, sich einige ganz markante einzuprägen. Dann findest du mit ein paar kleinen Tricks auch die weniger auffälligen Sternkonstellationen.

Unser Ausgangspunkt im Frühling ist der Große Wagen. Er ist zwar nicht wirklich ein Sternbild (er gehört zu dem größeren Sternbild Großer Bär), dafür ist er aber am bekanntesten. Seine sieben etwa gleich hellen Sterne, die einen Handwagen mit Deichsel formen, hat bestimmt jeder schon einmal gesehen. Im Frühling steht er hoch über unseren Köpfen, nahezu im Zenit, dem höchsten Punkt am Himmel.

Bootes

Bootes und WagenDie Deichsel des Großen Wagen weist uns den Weg zu Arktur, dem Hauptstern des Sternbildes Bootes, das auch Bärenhüter genannt wird.

Da der Große Wagen Teil des Sternbildes Großer Bär ist, haben wir mit Bootes also gleich den passenden Bärenhüter dazu. Arktur findet man ganz einfach, wenn man den Bogen der Deichsel noch ein Stück verlängert.

Das dazugehörige Sternbild Bärenhüter hat die Form eines Drachen, den Kinder an einer Schnur aufsteigen lassen. So leicht ist schon die erste Ecke des Frühlingsdreiecks am Himmel ausgemacht.


Jungfrau

Jungfrau und Arktur Verlängert man den Bogen, der von der Deichsel des Wagens ausgeht, über Arktur hinaus, kommt man zum Sternbild Jungfrau. Das ist ein ausgedehntes Sternbild mit vielen schwachen Sternen.

Der Hauptstern dagegen ist sehr hell und heißt Spica. Spica stellt eine weitere Ecke des Frühlingsdreiecks.

Spica symbolisiert in der Jungfrau die Ähre, die die Dame in der Hand hält, als Zeichen des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Die Jungfrau liegt auf der Ekliptik und zählt somit zu den 12 Sternzeichen.


Löwe

LöweEin markanter Punkt des Frühlingsdreiecks fehlt noch, doch er ist gut am Himmel auffindbar. Es ist Regulus, der Hauptstern im Sternbild Löwe. Der Löwe besteht aus hellen Sternen und hat eine einprägsame Form, die tatsächlich an einen Löwen mit Kopf erinnert. Manche allerdings glauben da auch eine Maus zu erkennen oder - etwas ganz anderes, nämlich ein Bügeleisen!

Der Löwe liegt unterhalb des Großen Wagens und gleichzeitig auf der Ekliptik. Er gehört zu den Sternzeichen und bekommt jeden Monat Besuch vom Mond. Auch die Planeten ziehen von Zeit zu Zeit durch den Löwen, nahe an Regulus vorbei, sodass er manchmal mehr Leuchtpunkte aufweisen kann als hier in der Abbildung.


Nördliche Krone

Krone und BootesVerlängert man die Deichsel des Großen Wagens und durchquert das Sternbild Bootes, so kommt man zu einem wunderschönen Sternenhalbkreis, der Nördlichen Krone. Dieses Sternbild sieht aus wie ein Schmuckstück, wie eine Kette aus Diamanten. Ein Stern davon funkelt besonders intensiv: Gemma, der Hauptstern der Nördlichen Krone.

Wenn es eine nördliche Krone gibt, liegt die Vermutung nahe, dass es da noch eine südliche Krone geben muss. Das ist richtig. Die Südliche Krone befindet sich allerdings am südlichen Sternenhimmel und ist von Europa aus nicht beobachtbar.


Herkules

Herkules und KroneEin beliebtes Sternbild des Frühlings fehlt nun noch: Herkules, der berühmte griechische Held. Er befindet sich direkt neben der Nördlichen Krone. Seine vier hellen Sterne bilden ein Trapez, von dessen Ecken so etwas wie Arme und Beine abgehen.

Im Herkules gibt es einen berühmten Kugelsternhaufen, den M 13. In einem Fernglas kannst du sehen, dass er aus ganz vielen Sternen zusammengesetzt ist, die sich kugelförmig versammeln. Kugelsternhaufen sind meist kleine Begleitgalaxien der Milchstraße und bestehen überwiegend aus alten Sternen.


Der Winter muss abtreten

Nun hast du schon viele Sternbilder kennengelernt. Sie alle erscheinen in den Frühlingsmonaten am Abendhimmel. Du findest sie zunächst Richtung Osten, da gehen sie auf und steigen rasch höher. Im Laufe des Abends und der Nacht bewegen sie sich immer weiter über den Himmel. Nach ihnen steigen neue Sternbilder auf, die schon zum Sommer gehören.

Richtung Westen kannst du im Frühling noch etliche Wintersternbilder erkennen. Sie werden bald unter den Horizont sinken und die Bühne dem Frühling überlassen.

Am besten behältst du den Überblick, wenn du dir eine drehbare Sternkarte kaufst. Mit ihrer Hilfe kannst du die Drehung des Sternenhimmels nachstellen und sehen, welche Sternbilder wann aufgehen, wann sie ihren Höchststand im Süden haben und wann sie wieder untergehen. Diese Karte wirst du ein Leben lang benutzen können, denn sie ist immer aktuell.

Bitte beachte bei der Grafik: es sind nicht alle Sternbilder eingetragen, die in diesem Bereich des Himmels zu sehen sind. Die kleineren und unbekannteren wurden weggelassen, damit es übersichtlich bleibt. Ebenso sind nicht alle Sterne eingetragen, die mit bloßem Auge zu erkennen sind, sondern nur die Sterne der Sternbilder, die auf dieser Seite vorgestellt wurden. Für einen detaillierteren Anblick besorge dir bitte eine Sternkarte oder schau in astronomischen Jahrbüchern nach.

Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.

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Winter

Der Winter ist ein guter Freund der Sterngucker, denn er verwöhnt uns mit besonders vielen hellen Sternen und beeindruckenden Sternkonstellationen. Außerdem wird es sehr zeitig dunkel, man kann sogar schon vor dem Abendessen den Sternenhimmel bewundern. Auch morgens, wenn wir aus dem Haus müssen, ist es noch dunkel.

Ein rascher Blick nach oben lohnt sich allemal, um zu sehen, wo die Sternbilder im Laufe der Nacht hingewandert sind. Ein großer Pluspunkt ist die kalte Luft, die das Sternenlicht nicht so verzerrt wie eine warme wabernde Sommernacht. Dadurch erscheint der Himmel viel klarer, und das Band der Milchstraße ist deutlich zu erkennen, vorausgesetzt irdische Lichter stören nicht beim Beobachten.

Es gibt also nur eine Empfehlung: warm anziehen und raus in die Sternennacht!

Wintersechseck

Wie finde ich die Wintersternbilder?

Die Wintersternbilder erscheinen am Abend über dem Osthorizont und ziehen im Verlauf der Nacht immer weiter Richtung Süden. Dabei steigen sie höher auf und bieten uns einen wundervollen, ja sensationellen Anblick und eine Fülle an auffälligen Sternen und hübschen Sternbildern.

Unser Ausgangssternbild ist Orion, der Himmelsjäger. Sein markantes aus hellen Sternen geformtes X oder H ist leicht zu finden. Um ihn herum gruppieren sich viele weitere gut erkennbare Sternbilder. Aus deren Hauptsternen ergibt sich eine Konstellation, die wir als Wintersechseck bezeichnen.

Orion

OrionOrion begleitet uns den ganzen Winter hindurch und ist DAS typische Wintersternbild. Zu Beginn des Winters finden wir ihn abends im Osten, wo er gerade aufgeht und noch eine halb liegende Position einnimmt.

Genau an Silvester, wenn wir das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßen, steht Orion dann aufrecht im Süden und hat seinen Höchststand über dem Horizont. Wenn es auf den Frühling zugeht, finden wir Orion im Westen, wie er sich zur Seite neigt und sich wohl schlafenlegt und bald darauf untergeht. Ein paar Grafiken dazu findest du auf der Orionseite.

Orion besteht aus vielen hellen Sternen, die am Himmel ein gut erkennbares X oder H bilden. Man kann sich darunter aber auch leicht einen Menschen vorstellen mit zwei Schultersternen, einem Kopf, einem Gürtel aus drei eng in einer Reihe stehenden Sternen, mit einem Schwert am Gürtel und unten dann zwei Sterne für die Knie. An der Position des Schwertes entdecken wir mit einem Fernglas den berühmten Orionnebel M42, in dem sich gerade neue Sterne herausbilden.

Der hellste Stern im Orion ist Rigel mit einer leicht bläulichen Färbung. Der zweithellste ist Beteigeuze, die linke Schulter, mit einer deutlichen Rotfärbung. Von Orion ausgehend finden wir ganz leicht alle anderen wichtigen Wintersternbilder.


Stier

Stier und PlejadenDas Sternbild Stier erscheint noch vor Orion am Himmel. Von ihm sehen wir einen Stierkopf und seine Hörner. Der Hauptstern heißt Aldebaran und hat eine rötliche Farbe. Er wird als Auge des Stieres angesehen.

Der Stierkopf sieht aus wie ein V und wird vom Sternhaufen der Hyaden geformt. Wenn du ihn dir mit einem Fernglas anschaust, wirst du sehen, dass er aus vielen weiteren Sternen besteht. Zum Stier gehört außerdem der berühmteste Sternhaufen überhaupt: die Plejaden.

Sie werden auch Siebengestirn genannt. Hier stehen viele helle Sterne eng beieinander, und im Fernglas werden es noch wesentlich mehr. Zwischen Plejaden und Hyaden verläuft die Ekliptik, auf der sich Mond, Sonne und Planeten bewegen. Die beiden Sternhaufen nennt man auch 'Goldenes Tor der Ekliptik'. Der Stier gehört zu den 12 Sternzeichen.


Fuhrmann

Fuhrmann und StierDas Sternbild Fuhrmann befindet sich hoch über Orion und wird auch manchmal als Wintersechseck bezeichnet, denn seine Sterne bilden in etwa eine solche Form.

Der hellste Stern ist Capella, ein Stern der in unseren Breiten nicht unter den Horizont sinkt. Er ist also auch in den Sommermonaten auffindbar, während der Rest des Sternbildes wie abgeschnitten ist. Einen Stern teilt sich der Fuhrmann mit dem Stier, dessen eines Horn bis hier hinein reicht.

Wenn es im Herbst und Winter dunkel wird, steht der Fuhrmann schon hoch am Himmel und ist durch seine einfache Form und seine hellen Sterne leicht zu entdecken. Mitten durch ihn hindurch zieht sich außerdem das glitzernde Band der Milchstraße.


Großer Hund

Großer Hund mit OrionDer Große Hund ist ein treuer Begleiter des Orion und folgt seinem Herrn überall hin. Er ist links unterhalb des Himmelsjägers zu finden und enthält den hellsten Stern des gesamten nördlichen Sternenhimmels: Sirius. Sirius wird auch Hundsstern genannt und ist etwa 9 Lichtjahre weit weg.

Das Sternbild Großer Hund besteht aus weiteren hellen Sternen und ist insgesamt gut zu erkennen. Allerdings steigt er in unseren Breiten nicht auf, sondern bleibt in Horizontnähe, sodass manchmal unruhige Luftschichten eine Beobachtung erschweren.

Sirius macht das nichts aus, er strahlt trotzdem mit voller Kraft und funkelt, wie es scheint, in allen Farben. Dieses Funkeln kommt ebenfalls dadurch zustande, dass er recht tief steht und sein Licht durch dickere Luftschichten dringen muss, wodurch es gebrochen und reflektiert und in die Farben des Regenbogens zerlegt wird.


Kleiner Hund

Kleiner Hund mit OrionDer Kleine Hund ist ein kleines und unauffälliges Sternbild, das nur einen hellen Stern enthält, nämlich Procyon. Die übrigen Sterne sind bis auf einen kaum zu erkennen.

Der Kleine Hund liegt etwa in Schulterhöhe links neben Orion. Procyon ist der achthellste Stern am Himmel und etwa 11 Lichtjahre von uns entfernt.

Sein Name bedeutet 'vor dem Hund' und soll ausdrücken, dass er noch vor dem Hundsstern Sirius aufgeht. Er kündet sozusagen den Aufgang von Sirius an. Die beiden Hunde begleiten den Himmelsjäger auf seinem Streifzug über den Himmel und bleiben immer dicht hinter ihm.


Zwillinge

Zwillinge und Kleiner HundDas Sternbild Zwillinge thront oberhalb des Kleinen Hundes und besitzt gleich zwei auffällige Hauptsterne, die auch noch nahezu gleich hell sind - Castor und Pollux.

Die Beiden sind ein Brüderpaar in der griechischen Mythologie und eng miteinander verbunden. Das drückt sich auch im Sternbild aus, wo sie nebeneinander stehen und sich an den Händen halten.

Pollux bildet eine Ecke des Wintersechsecks. Jeweils von Pollux und Castor geht eine Sternenlinie aus, die aus schwächeren, aber noch gut sichtbaren Sternen gebildet werden. Die Zwillinge liegen auf der Ekliptik und sind eines der 12 Sternzeichen.


Sternenhimmel zum Genießen

Ein Blick an einem Abend im Winter genügt, und man ist überwältigt von der Fülle an hellen Sternen und eindrucksvollen Sternkonstellationen! Und da es im Winter zeitig dunkel wird, haben wir reichlich Gelegenheit zum Sterngucken. Am Abend sehen wir als erste der Wintersternbilder das Vieleck des Fuhrmann und die beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden des Stiers.

Nach ihnen erscheint allmählich Orion am Osthorizont, zunächst noch in halb liegender Position. Er richtet sich im Laufe des Abends immer weiter auf, bis er dann im Süden so aufrecht steht wie hier im Bild zu sehen ist. Dem Orion folgen seine beiden treuen Hunde, erst der kleine Hund, und dann der große mit Sirius. Am anderen Ufer der Milchstraße, die an Orions linker Seite über den Himmel zieht, finden wir die beiden Sternketten der Zwillinge.

Und somit ist das Wintersechseck komplett. Es besteht aus den hellsten Sternen des Winters: Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen. Diese Sternbilder begleiten uns den ganzen Winter über bis in den Frühling hinein, wo sie dann abends am Westhimmel stehen und kurz nach Sonnenuntergang hinter dem Horizont verschwinden.

Winter

Bitte beachte bei der Grafik: es sind nicht alle Sternbilder eingetragen, die in diesem Bereich des Himmels zu sehen sind. Die kleineren und unbekannteren wurden weggelassen, damit es übersichtlich bleibt. Ebenso sind nicht alle Sterne eingetragen, die mit bloßem Auge zu erkennen sind, sondern nur die Sterne der Sternbilder, die auf dieser Seite vorgestellt wurden.

Die Sterne der Milchstraße sind nur mit Fernglas oder Teleskop einzeln zu sehen, mit freiem Auge bilden sie ein diffuses Band am Himmel. Hier weicht die Grafik also ebenfalls etwas ab. Für einen detaillierteren Anblick besorge dir bitte eine Sternkarte oder schau in astronomischen Jahrbüchern nach.

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Herbst

Im Herbst verbessert sich eine wichtige Bedingung für die Betrachtung des Sternenhimmels: es wird jeden Tag ein klein wenig eher dunkel! Nun muss nur noch das Wetter mitspielen. Zwischen zahlreichen Nebeltagen bietet sich doch immer wieder einmal die Gelegenheit, einen Blick auf die Herbststernbilder zu werfen.

Zumal sich da am Himmel eine ganz dramatische Geschichte zuträgt, die von einem König und einer Königin handelt, die ihre eigene Tochter opfern, um ihr Land vor einem Meeresungeheuer zu schützen. Zum Glück kommt der traurigen Andromeda ein mutiger Held auf einem geflügelten Pferd zu Hilfe, der sich dem Ungeheuer entgegenstellt und die Prinzessin rettet.

Auf der anderen Seite kommt der Herbst den Astronomen aber auch entgegen, denn nun werden die Nächte wieder deutlich länger. Die Sonne geht jeden Tag ein bisschen eher unter und gibt den Blick auf die Schönheiten des Kosmos frei.

Herbstviereck

Wie finde ich die Herbststernbilder?

Die hier vorgestellten Herbststernbilder halten sich im Herbst am Abend überwiegend in östlicher Richtung auf. Natürlich ändert sich das Bild im Laufe der Nacht, denn die Erde dreht sich ja. Für uns Beobachter, die fest auf der Erde stehen scheint es, als wären es die Sterne, die über den Himmel wandern, und wir stünden fest.

Die Sterne der Herbststernbilder bewegen sich die ganze Nacht über allmählich weiter, durchlaufen den Süden und kommen morgens am westlichen Horizont an, wo sie verblassen, weil jetzt die Sonne aufgeht. Wir konzentrieren uns aber auf den östlichen Abendhimmel.

Pegasus

Pegasus und SchwanOrientieren können wir uns an den vier hellen Sternen des Pegasus, der gleich vorgestellt wird. Von seiner auffälligen Erscheinung ausgehend finden wir schnell auch die anderen Herbststernbilder.

Das Herbstviereck setzt sich nicht aus Sternen zusammen, die in verschiedenen Sternbildern stehen, sondern ist selbst eines, nämlich das fliegende Pferd Pegasus.

Vier helle Sterne eines ziemlich gleichmäßigen Vierecks bilden den Pferdekörper. Eigenartigerweise steht es verkehrt herum am Himmel, und zwar mit dem Kopf nach unten und den Beinen nach oben.

Das Sternbild Pegasus geht ab September abends im Osten auf und kündigt uns den Herbst an. Von ihm aus finden wir ganz leicht auch die anderen Herbststernbilder. Vielleicht ist es hilfreich zu wissen, dass der Schwan mit seinem linken Flügel auf ihn zeigt (siehe Abbildung).


Andromeda

Andromeda uns PegasusDas Sternbild Andromeda ist ganz leicht zu finden, denn es hängt direkt an der oberen linken Ecke von Pegasus. Eigentlich gehört der Eckstern sogar zu Andromeda.

Die übrigen Sterne bilden eine fast gerade Linie. Sich darunter ein schönes Mädchen vorzustellen ist sicher nicht einfach.

Ein ganz besonderes Juwel enthält dieses Sternbild, wir treffen nämlich hier auf unsere Nachbargalaxie! Obwohl die Andromedagalaxie 2,3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist, ist sie doch Teil einer Gruppe Galaxien, der auch die Milchstraße angehört.


Perseus

Perseus und Andromeda Folgt man der Linie der Andromeda, gelangt man zu Perseus, ihrem Helden. In der Mythologie befreit Perseus die schöne Andromeda aus einer sehr misslichen Lage.

Dazu muss er ein Ungeheuer besiegen, das sich ebenfalls als Sternbild am Himmel befindet, aber bei uns relativ unbekannt ist - Cetus der Walfisch.

Perseus ist zum Teil zirkumpolar und nahezu das ganze Jahr über zu sehen. Im Herbst und Winter steht er sehr hoch und bietet so günstige Beobachtungsbedingungen.

Mitte August liefert er uns ein besonderes Himmelsschauspiel - den Sternschnuppenstrom der Perseiden. In dieser Zeit treten besonders viele Sternschnuppen auf, die alle aus Richtung Perseus zu kommen scheinen.


Cassiopeia

Cassiopeia und Kepheus Über Perseus und Andromeda thront Cassiopeia. Sie bildet mit den hier angeführten Sternbildern eine Gruppe am Himmel. Außerdem ist Cassiopeia die Mutter von Andromeda. Cassiopeias Mann, König Kepheus und Vater der Andromeda, hat fürs Familienfoto gleich neben ihr Platz genommen.

Cassiopeia liegt mitten in der Milchstraße und ist ein sehr einprägsames Sternbild, da sie die Form eines Buchstaben hat - im Herbst ist sie ein W, im Frühling ein M.

Manchmal, denn sie dreht sich ja um den Himmelsnordpol, sieht man auch einen Stuhl mit Lehne. Kepheus dagegen sieht aus wie ein Häuschen.

Die beiden sind zirkumpolare Sternbilder und in jeder Jahreszeit sichtbar. Trotzdem nehmen wir sie mit in die Herbststernbilder, da sie gerade dann am höchsten stehen und am besten zu beobachten sind.


Fische

Fische und Pegasus Das Sternbild Fische zu finden ist nicht leicht. Wichtigste Voraussetzung ist ein dunkler Himmel, denn die Sterne der Fische sind alle ziemlich schwach.

Das Sternbild Pegasus hilft uns bei der Suche, denn unter seinem Viereck befindet sich der eine Fisch, ein Sternenkreis, und links neben Pegasus ist der andere Fisch zu finden, ebenfalls als Sternenkreis.

Die beiden sind durch eine 'Schnur' miteinander verbunden. Das sind (leider nur schwache) Sterne, die nahezu in einer Linie zueinander stehen. Die Fische befinden sich auf der Ekliptik und sind eines der 12 Sternzeichen, durch die Mond, Sonne und Planeten hindurchziehen.


Steinbock und Wassermann

Steinbock und Wassermann Weitere zwei Sternbilder des Tierkreises stehen im Herbst am Himmel, das sind Steinbock und Wassermann. Sie steigen nicht sehr hoch, sondern bleiben in Horizontnähe.

Außerdem bestehen sie aus vielen schwachen Sternen, sodass es schwierig ist, sie überhaupt zu entdecken. Beim Steinbock geht es noch recht gut, denn seine Sterne bilden ein großes Dreieck. Allerdings ist er ab November nicht mehr zu sehen.

Der Wassermann dagegen hat keine einprägsame Form. Er befindet sich unter dem Kopf des Pegasus und gehört zu den vielen Wassersternbildern in dieser Himmelsgegend, denn da tümmeln sich noch Delfin und Walfisch, Fische und der Weltenfluss Eridanus.


Wassertiere und Sagengestalten

Im Herbst zieht sich die Milchstraße von Fuhrmann und Perseus im Osten durch Cassiopeia und Kepheus im Zenit Richtung Westen, wo der Adler kurz vor dem Untergang steht. Darunter prangt das Herbstviereck in Gestalt von Pegasus, dem geflügelten Pferd.

Die Sternbilder, die unterhalb von Pegasus auf der Ekliptik liegen, enthalten keine auffälligen Sterne und sind schwer auszumachen. Dagegen befinden sich ganz markante Sternbilder oberhalb von Pegasus, nämlich das Himmels-W der Cassiopeia und das Häuschen des Kepheus.

Auch der Schwan, eigentlich ein Sommersternbild, bleibt noch lange sichtbar, denn im Herbst verlängert sich die Zeit der Dunkelheit spürbar. Die Sonne geht jeden Tag ein klein wenig eher unter und gibt den Blick frei auf die Sternbilder, die uns auch im Sommer begleitet haben. Sie rücken allmählich nach Westen ab und machen Platz für die Herbststernbilder.

Herbst

Bitte beachte bei der Grafik: es sind nicht alle Sternbilder eingetragen, die in diesem Bereich des Himmels zu sehen sind. Die kleineren und unbekannteren wurden weggelassen, damit es übersichtlich bleibt. Ebenso sind nicht alle Sterne eingetragen, die mit bloßem Auge zu erkennen sind, sondern nur die Sterne der Sternbilder, die auf dieser Seite vorgestellt wurden.

Die Sterne der Milchstraße sind nur mit Fernglas oder Teleskop einzeln zu sehen, mit freiem Auge bilden sie ein diffuses Band am Himmel. Hier weicht die Grafik also ebenfalls etwas ab. Für einen detaillierteren Anblick besorge dir bitte eine Sternkarte oder schau in astronomischen Jahrbüchern nach.

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Sommer

Der Sommer ist mit seinen kurzen Nächten nicht sonderlich sternguckerfreundlich. Es dauert am Abend sehr lange, bis es endlich dunkel genug ist, damit die Sterne uns verzaubern können. Andererseits fällt die Haupturlaubszeit und eine lange Ferienzeit in die Sommermonate, sodass man auch lange genug aufbleiben kann, um die Sterne zu bewundern, denn man kann ja am nächsten Morgen ausschlafen.

Vielleicht verreist der Eine oder Andere in südliche Länder und bekommt dort Sterne zu sehen, die daheim nie über den Horizont steigen. Das ist doch dann ein Erlebnis der besonderen Art, also nicht vergessen: im Urlaub gibt es auch am Himmel ein paar Sehenswürdigkeiten.

Manch einer verbringt seine Urlaubszeit auch einfach in einer ländlichen Gegend, abseits des Großstadtgewimmels. Hier bekommt man des Nachts einen ungewohnt dunklen und sternreichen Himmel serviert, besonders im Gebirge und in dünn besiedelten Landstrichen. Es lohnt sich im Sommer auf alle Fälle, zum Himmel aufzusehen, egal wo immer man sich auch gerade befindet!

Die Sommersternbilder präsentieren sich jedem Interessierten in ihrer ganzen Pracht und Schönheit, und auch unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, überzieht den Himmel mit ihrem glitzernden Band und möchte bewundert werden.

Sommersternbilder

Wie findest du die typischen Sommersternbilder?

An einem warmen Sommerabend ist es schön, draußen zu sitzen und mitzuerleben, wie sich langsam die Dämmerung über uns legt und die Welt nach und nach mit Dunkelheit verhüllt. Über uns aber tauchen die Sterne auf, einer nach dem anderen, die hellsten zuerst. Anfangs lassen sich noch keine Sternbilder ausmachen.

Wer sich ein wenig am Himmel auskennt, weiß aber, dass nun die Sterne Wega, Deneb und Atair zu sehen sind, und vielleicht noch ein/zwei Planeten. Wenn es dann kurz vor Mitternacht richtig dunkel ist, erkennen wir viele Sterne und Sternbilder und auch das Band der Milchstraße. Die Frühlingssternbilder sind noch da, aber sie wandern Richtung Westen und machen im Osten und Süden Platz für die Bilder des Sommers.

Leier

Leier und HerkulesBeginnen wir die Sommersternbilder mit der Leier. Das ist zwar nur ein winziges Sternbild, dafür enthält es aber einen der hellsten Sterne überhaupt - die Wega. Daher sollte es leicht zu finden sein. Das Viereck des Herkules steht im Sommer hoch oben Richtung Süden. Und gleich links daneben dieser helle Stern ist Wega.

Das Sternbild Leier setzt sich aus vier weiteren Sternen zusammen, die in einem Parallelogramm angeordnet sind. Sie stehen eng beieinander. Man muss schon genau hinschauen, um nicht nur Wega zu sehen, sondern auch den Rest der Leier, aber es ist doch ein markantes Sternbild, das sich gut einprägt. Wega liefert uns eine Ecke des Sommerdreiecks.


Schwan

Schwan und Leier Der Schwan ist eines der schönsten Sternbilder! Zwei Sternlinien scheinen sich hier zu überkreuzen, und wir erkennen mit Leichtigkeit einen Schwan mit langgestrecktem Hals, der seine Flügel weit ausbreitet und über unsere Köpfe hinwegfliegt.

Dazu kommt, dass dieses Sternbild mitten in der Milchstraße liegt und von Abertausenden kleinen Glitzersternen eingerahmt wird.

Der Schwan selbst setzt sich aus hellen, gut erkennbaren Sternen zusammen. Sein Kopf, der Stern Deneb, ist mehr als dreitausend Lichtjahre von uns entfernt und trotzdem einer der hellsten Sterne an unserem Himmel. Er bildet eine weitere Ecke des Sommerdreiecks.


Adler

Adler mit Milchstrasse Folgen wir dem Band der Milchstraße nach unten, stoßen wir bald auf das nächste Sommersternbild: den Adler. Ähnlich wie der Schwan liegt auch er auf der Milchstraße und breitet seine Schwingen aus. Der hellste Stern im Adler ist der Stern Atair und unser dritter Punkt im Sommerdreieck.

Der Adler fliegt nicht so hoch wie der Schwan. Im Juli um Mitternacht steht er am höchsten am Himmel, doch der Schwan befindet sich weiterhin über ihm.

Die Sterne der Milchstraße sind einzeln kaum mit bloßem Auge zu sehen, sie bilden insgesamt ein helles, milchiges Band am Himmel. Schau einmal mit einem Fernglas hinein, und du wirst überwältigt sein von der Sternfülle der Milchstraße!


Skorpion

Skorpion Weit unterhalb des Herkules kriecht knapp über dem Horizont der Skorpion herum. Sein Hauptstern Antares leuchtet rötlich und ist leicht zu finden.

Knapp über Antares verläuft die Ekliptik, sodass ab und zu ein Planet an ihm vorüberkommt und natürlich auch der Mond. Der Skorpion ist ein wunderschönes Sternbild, bei dessen Sternen man sich leicht dieses gefährliche Tier mit dem Stachel vorstellen kann.

Leider schafft er es nicht vollständig über den Horizont, sodass wir nur sein Vorderteil zu sehen bekommen. Im Juni hat er seinen Höchststand tief im Süden, dananch wird es wieder schwierig, ihn zu finden.

Der Skorpion ist eines der 12 Sternzeichen. Über ihn gibt es viele spannende Geschichten zu erzählen. Am besten du schaust einmal auf der Skorpionseite vorbei.


Schütze

Schütze Folgst du dem Band der Milchstraße von Antares aus nach links, kommst du zum Sternbild Schütze. Leicht ist es nicht zu finden, denn es steht sehr tief und wird oft von den Dünsten in Horizontnähe verschluckt.

Dieses Sternbild ist aber etwas ganz Besonderes, denn hierin liegt das Zentrum unserer Galaxie. Leider können wir es nicht direkt sehen, da uns Gaswolken den Blick verstellen.

Aber dennoch, ein Blick durch's Teleskop lohnt sich, denn hier stehen die Sterne wirklich dicht an dicht.

Der Schütze gehört zu den 12 Sternzeichen der Ekliptik. Seine Form erinnert an ein Teekännchen mit Deckel, Griff und Ausgießer. So kann man sich das Bild besser merken. Der Schütze selbst stellt in der Mythologie ein Mischwesen aus Mensch und Pferd dar, einen Zentaur.


Schlangenträger

Schlangenträger Der Schlangenträger ist ein großes, aber weniger bekanntes Sternbild, da er sich aus schwächeren Sternen zusammensetzt. Er steht mit seinen Füßen sozusagen auf den Sternbildern Skorpion und Schütze und hält ein weiteres Sternbild in seinen Händen: die Schlange.

Auch durch den Schlangenträger geht die Ekliptik hindurch, und so bekommt er häufig Besuch vom Mond, der Sonne und den Planeten. Dennoch wurde er nicht in die Reihe der Sternzeichen aufgenommen, vielleicht weil er dann das dreizehnte gewesen wäre.

Die Dreizehn gilt ja bekanntlich als Unglückszahl. Oder weil dann die Analogie zu den 12 Monaten verlorengegangen wäre. Wer weiß..

Jedenfalls zieht die Sonne in der Zeit vom 30. November bis zum 17. Dezember durch den Schlangenträger. Am besten zu sehen ist er im Sommer am Südhorizont.


Atemberaubender Blick auf und in unsere Galaxie

Im Sommer zieht sich das Band der Milchstraße quer über den gesamten Himmel, von Capella im Norden ausgehend hoch über uns durch die Sternbilder Cassiopeia, Schwan und Adler Richtung Süden, wo sie Schütze und Skorpion durchquert und dann hinter dem Horizont verschwindet. Das Zentrum unserer Galaxie liegt im Sternbild Schütze am südlichen Horizont.

Die Ekliptik dagegen verläuft im Sommer sehr tief und zieht sich am Südhorizont entlang. Befinden sich dort gerade Planeten oder der Mond, ziehen sie ihre Bahnen eher am Rande des Geschehens, die große Bühne dagegen gehört den Sommersternbildern. Die drei hellsten Sterne Wega, Deneb und Atair bilden das Sommerdreieck, das zum großen Teil auf der Milchstraße liegt. Zwischen den hier vorgestellten Sternbildern befinden sich noch viele weitere am Himmel. Eine Sternkarte kann dir da weiterhelfen.

Sommerdreieck

Bitte beachte bei der Grafik: es sind nicht alle Sternbilder eingetragen, die in diesem Bereich des Himmels zu sehen sind. Die kleineren und unbekannteren wurden weggelassen, damit es übersichtlich bleibt. Ebenso sind nicht alle Sterne eingetragen, die mit bloßem Auge zu erkennen sind, sondern nur die Sterne der Sternbilder, die auf dieser Seite vorgestellt wurden.

Die Sterne der Milchstraße sind nur mit Fernglas oder Teleskop einzeln zu sehen, mit freiem Auge bilden sie ein diffuses Band am Himmel. Hier weicht die Grafik also ebenfalls etwas ab. Für einen detaillierteren Anblick besorge dir bitte eine Sternkarte oder schau in astronomischen Jahrbüchern nach.

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